Filmhaus-Nachrichten

2020 

    

 

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Schauspieler und Autor Burkhard Driest ist tot
 

28. Februar 2020

Der Schauspieler und Maler Burkhard Driest ist tot, er starb am 27. Februar in Berlin und wurde 80 Jahre alt.

 

Einige Nachrufe: Süddeutsche Zeitung, rp-online, Stuttgarter Zeitung, n-tv, Deutschlandradio

 

  

 

Deutsche Filmakademie wählt neuen Vorstand
 

28. Februar 2020

Am 27.02.2020 wurde auf der Mitgliederversammlung der Deutschen Filmakademie der neue Vorstand gewählt.

Weitere Informationen sind hier zu finden: www.professional-production.de

 

 

 

Deutscher Regisseur ausgezeichnet
 

28. Februar 2020

Am Montagabend (24.02.2020) wurde der Regisseur Christian Petzold mit den Insignien eines Offiziers im Orden für Kunst und Literatur ‒ Arts et des Lettres ‒ ausgezeichnet. Anne-Marie Descôtes, französische Botschafterin in Deutschland, übergab die Auszeichnung im Rahmen der Soirée française du cinéma anlässlich der 70. Internationalen Filmfestspiele von Berlin in der Botschaft am Pariser Platz.

Mit dem Kulturorden der Republik Frankreich werden Persönlichkeiten geehrt, die sich durch ihr künstlerisches Wirken insbesondere in der Welt des deutsch-französischen Kulturschaffens verdient gemacht haben. Mit der Auszeichnung würdigte Anne-Marie Descôtes die tiefe Freundschaft und Verbundenheit des Regisseurs zu Frankreich und seine Verdienste in der deutsch-französischen Filmzusammenarbeit mit Filmen wie TRANSIT und UNDINE, der als deutsch-französische Ko-Produktion im Wettbewerb der 70. Berlinale präsentiert wurde.

(Gelesen am 28. Febr. 2020 auf der Webseite www.professional-production.de)

 

 

 

Personalwechsel bei zwei Tatorten: in Berlin und Saarbrücken
 

24. Februar 2020

Schauspieler Mark Waschke hat auf der Berlinale bekannt gegeben, dass Meret Becker als Kommissarin nach weiteren fünf Tatort-Episoden ab Frühjahr 2022 nicht mehr zur Verfügung steht. Nachfolgerin soll Corinna Harfouch werden. Die Neuerung im Berliner Tatort-Team bleibt nicht die einzige; beim Saarländer Team steht auch eine Veränderung an; hier sind ab April 2020 die Kriminalkommissare Adam Schürk und Leo Hölzer zu sehen, die von den Schauspielern Daniel Sträßer und Vladimir Burlakov dargestellt werden. Sie lösen Devid Striesow ab, der als Kommissar Stellbrink sechs Jahre in Saarbrücken ermittelt hat.

 

 

 

Martin Semmelrogge als Jesus-Verräter Barrabas
 

20. Februar 2020

Das Mindener Tageblatt vom 18. Februar gab bekannt, dass die Jesus-Geschichte vom Sender RTL neu verfilmt werden soll. Schauspieler sind Alexander Klaws, der Jesus verkörpern soll, Samuel Koch, der einen Jünger darstellen soll und Martin Semmelrogge ist als Barrabas zu sehen. RTL will damit die Leidensgeschichte Jesus "modern" mit viel Musik in deutsche Wohnzimmer bringen. Erzähler wird Thomas Gottschalk sein.

 

 Weitere Informationen sind im "Mindener Tageblatt" zu lesen.

 

 

 

 

 

Schauspielerin
Sonja Ziemann gestorben
 

17. Februar 2020
Sonja Ziemann an ihem 80. Geburtstag (Ausschnitt)
Urheber: rabiator larry (Wikipedia)

Kurz nach ihrem 94. Geburtstag, am 17. Februar 2020, starb die Schauspielerin Sonja Ziemann. Sie lebte in den letzten Jahren in einem Seniorenstift in München.

 

Ihre Glanzzeit hatte die Schauspielerin in den 1950er-Jahren, in denen sie mit Heimatfilmen, die den Kinobesuchern kurz nach den schlimmen Kriegsjahren die heile Welt vorgaukeln sollten, große Erfolge erzielen konnte. So war sie 1950 in Schwarzwaldmädel (erster deutscher Farbfilm nach dem Krieg) das Bärbele Riederle an der Seite von Filmpartner Rudolf Prack, der einem Maler mimte, zu sehen. Hans Deppe führte in diesem und in einigen anderen ihrer Filme Regie wie z.B. Grün ist die Heide oder Die sieben Kleider der Katrin.

 

 
 
Bei www.steffi-line.de ist unter dem Datum 19.02.2020 zu lesen:

"In den genannten Produktionen war Rudolf Prack (1905 – 1981) ihr Partner, beide etablierten sich im Kino als "Traumpaar" und drehten noch weitere Filme wie Die Diebin von Bagdad (1952), Die Privatsekretärin (1953), Dany, bitte schreiben Sie (1956) oder Kaiserball (1956).
Filmplakat nach einem Entwurf von Helmuth Ellgaard von 1959
Quelle: Famlienarchiv Ellgaard. Genehmigung zur Veröffentlichung: Holger Ellgaard 
Sonja Ziemann blieb zunächst dem Klischee des "lieben Mädels" verhaftet, konnte sich dann jedoch von diesem Image lösen und schaffte sowohl auf der Leinwand als auch auf der Theaterbühne erfolgreich den Sprung ins Charakterfach. In nachhaltiger Erinnerung bleibt sie als Protagonistin in Helmut Käutners Satire
Der Traum von Lieschen Müller (1961) oder mit ihren Rollen in Frank Wisbars ergreifenden Kriegsfilmen Hunde, wollt ihr ewig leben (1958) und Nacht fiel über Gotenhafen (1959).
Im Laufe ihres Lebens musste Sonja Ziemann, die man zu Recht als Ikone des deutschen Nachkriegsfilms bezeichnet, tragische Schicksalsschläge verkraften. Ihre erste, 1953 geschlossene Ehe mit dem Wiesbadener Strumpffabrikanten Rudolf Hambach scheiterte trotz eines gemeinsamen Sohnes bereits 1956. Die Verbindung (Heirat 1961) mit dem Dichterrebellen, Ausnahmeschriftsteller und Drehbuchautor
Marek Hlasko wurde durch dessen Tod, hervorgerufen durch eine Überdosis Schlaftabletten, am 14. Juni 1969 endgültig getrennt. Nur sieben Monate später starb Ziemanns Sohn Pierre aus erster Ehe mit nur 17 Jahren an einer Atemlähmung als Folge einer Tumorerkrankung. Zu den guten Freunden, welche Sonja Ziehmann nach dem Tod ihres Sohnes Pierre beistanden, gehörte der Schauspieler Charles Regnier (1914 – 2001) und dessen Frau, die Schauspielerin und Sängerin Pamela Wedekind (1906 – 1986), Tochter des Dramatikers Frank Wedekind (1864 – 1918). Nach dem Tod von Pamela Wedekind am 9. April 1986 wurde aus der tiefen Freundschaft zu Charles Regnier eine innige Liebesbeziehung. 1989 heiratete das Paar, lebte unter anderem in Ambach am Starnberger See und ging immer wieder gemeinsam auf Tournee, so zuletzt bis Mitte der 1990er Jahre mit dem Dialogstück "Adelaide" von Robert Lamoureux.

 

Laut Medienberichten soll Sonja Ziemann in Berlin in der Grabstelle ihrer Eltern und ihres Sohn beigesetzt werden."

 

Nachrufe sind  h i e r  zu finden.

 

 

 

 

 
Regisseur Joseph Vilsmaier gestorben
 

Joseph Vilsmaier (re.) und Fritz Wepper bei Dreharbeiten zum TV-Film "Das Weihnachtsekel" von 2006
© ARD Degeto/Andreas Fischer
12. Februar 2020

Einer meiner Lieblingsregisseure ist tot. Joseph Vilsmaier starb am Dienstag, dem 11. Februar 2020 im Alter von 81 Jahren.

Seinen Einstieg ins Filmgeschäft hatte er 1967 in dem von Eckhard Schmidt gedrehten Kurzfilm Jet-Generation. An der Seite von Gernot Roll, der hier die Kamera führte, war Vilsmaier Kameraassistent. Nachdem er eine Ausbildung absolviert hatte, war er seit 1972 selbständiger Kameramann, freischaffend ab 1978.
Joseph Vilsmaier auf dem Münchner Oktoberfest 2017
© Andrea Pollak/Isarbote

  

Vilsmaier, der auch erfolgreich als Regisseur arbeitete, verdanken wir so wunderbare Filme wie Herbstmilch (erste Regiearbeit, Deutscher Filmpreis, in der Hauptrolle Ehefrau Dana Vavrova [gestorben 2009]), Rama Dama, Comedian Harmonists (Deutscher Filmpreis und Bayerischer Filmpreis), Und keiner weint mir nach oder Leo und Claire. Sein wohl teuerster Film (20 Mio DM) war der Anti-Kriegsfilm Stalingrad. Das 1993 zum 50. Jahrestag der Niederlage der Deutschen im 2. Weltkrieg gestartete Drama um vier Wehrmachtsoldaten erreichte im Kino beachtliche 1,3 Millionen Zuschauer. Ein weiterer Film, der mich sehr beeindruckt hat, war das Bergdrama um Elias, einem hochbegabten Sonderling, mit dem Titel Schlafes Bruder (hervorragend hier: Ben Becker (Peter) und André Eisermann (Elias). Joseph Vilsmaier führte bei einigen "Tatorten" die Regie und bei weiteren Fernsehfilmen. Leider lassen etliche gute Fernsehfilme auf sich warten, die ich gerne wiedergesehen hätte, wie z.B. Der Harte Handel von Uli Edel oder Fallstudien  von Hartmut Griesmayr/Daniel Christof aus dem Jahr 1979.

  

Seine zuletzt beendete Regiearbeit war Der Boandlkramer und die ewige Liebe nach einem Drehbuch von Marcus H. Rosenmüller, Ulrich Limmer und Micharl "Bully" Herbig. Der Film kommt vermutlich im November 2020 in die Kinos.

Weitere Informationen über Joseph Vilsmaier sind im Filmportal zu finden.

 

Anlässlich seines Todes hat der Bayerische Rundfunk eine Programmänderung angekündigt. Am Mittwoch, 12.02.2020, um 22:45 Uhr, wird Vilsmaiers Dokumentarfilm "Bayern - Sagenhaft" gezeigt.

 

- Nachrufe über den beliebten Filmemacher

- Tagesschau

 

 

 

 

 

Iris Berben als Film-Diva in dem ZDF-Film Nicht tot zu kriegen
 

Iris Berben in "Nicht tot zu kriegen"
Foto: ZDF/Alexander Fischerkoeen
11. Februar 2020

In Nicht tot zu kriegen spielt Iris Berben eine reife Film-Diva mit bewegter Vergangenheit. Als ein Stalker ihr bedrohlich nahe kommt, engagiert sie einen wortkargen Ex-Polizisten als Bodyguard (Murathan Muslu). Die Dreharbeiten für diesen ZDF-Fernsehfilm der Woche finden noch bis 13. Februar 2020 in Berlin, München und Umgebung statt. Unter der Regie von Nina Grosse spielen außerdem Barnaby Metschurat, Katharina Nesytowa, Helgi Schmid, Philipp Hochmair und viele andere. Nina Grosse schrieb das Drehbuch, angeregt durch den Kriminalroman "Ein Schlag ins Gesicht" von Franz Dobler.

Der Film ist eine Hommage an Iris Berben und das schillernde München der 60er- und 70er-Jahre. Simone Mankus (Iris Berben) ist eine Frau in den besten Jahren, die in ihrem Leben nur wenig ausgelassen hat. Die ehemalige Showbiz-Diva ist ein Kind der späten 60er-Jahre, ausgestattet mit Humor, einer sinnlichen Lebenslust, aber auch dem Wehmut einer ganzen Generation, die schon wildere Zeiten erlebt hat. Ausgerechnet jetzt, wo sie mithilfe ihres Sohnes Jonas (Barnaby Metschurat) ihr großes Comeback plant, wird sie von einem Stalker bedroht.

Um Simone zu schützen und den Stalker zu fassen, wird Robert Fallner (Murathan Muslu) engagiert. Der Ex-Hauptkommissar ist nach einem traumatischen Zwischenfall aus dem Dienst ausgeschieden und arbeitet in der Security-Firma seines Bruders (Johannes Zeiler). Fallner vermutet, in Simones Vergangenheit müsse ein Hinweis auf die Identität des Stalkers zu finden sein, doch Simone zeigt sich wenig kooperativ. Die Schauspielerin lebt lieber in ihren Erinnerungen, in früheren Filmen, Liebesaffären und Erfolgen. Erst nach und nach bemerken die Diva und ihr Bodyguard, dass sie mehr gemeinsam haben als gedacht. Zwei, die nicht tot zu kriegen sind ...

"Nicht tot zu kriegen" ist eine ZDF-Auftragsproduktion der MOOVIE GmbH. Executive Producer ist Oliver Berben, Produzent ist Jan Ehlert. Die Redaktion liegt bei Caroline von Senden und Laura Mae Cuntze. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

Quelle: ZDF

 

 

 

 

Die Berliner Geschichte der Tanzschule Schöllack geht weiter...
 

11. Februar 2020

Nach dem großen Erfolg der ersten beiden Staffeln "Ku'damm" geht die Geschichte der Familie Schöllack in der Tanzschule "Galant" am Kurfürstendamm jetzt weiter. Am Montag, 10. Februar 2020, beginnen in Berlin und Umgebung die Dreharbeiten zum historischen ZDF-Dreiteiler "Ku'damm 63". Die Drehbücher nach der Idee von Creative Producerin Annette Hess schrieb Headautor Marc Terjung gemeinsam mit Seraina Nyikos und Johannes Rothe. Unter der Regie von Sabine Bernardi spielen auch in den neuen drei Folgen Sonja Gerhardt, Claudia Michelsen, Maria Ehrich, Emilia Schüle, Trystan Pütter, Sabin Tambrea, August Wittgenstein, Heino Ferch, Uwe Ochsenknecht und andere. Neu im Ensemble sind die Sängerin Helen Schneider sowie Giovanni Funiati.
Kudamm_63
Familie Schöllack: Monika (Sonja Gerhardt, v.l.n.r.), Caterina (Claudia Michelsen), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle) vor der Tanzschule

ZDF/Stefan Erhard

Caterina Schöllack (Claudia Michelsen) und ihre drei Töchter Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle) müssen sich auch im Jahr 1963 mit den gesellschaftlichen Zwängen und ihren persönlichen Liebesdramen auseinandersetzen.

Die Ehen der drei Schöllack-Schwestern sind schwierig – jede auf ihre Weise. Monika und Joachim (Sabin Tambrea) geraten in eine tiefe Krise, als Monika eine Fehlgeburt erleidet und Joachim die Schuld bei sich sucht. Monika stürzt sich gemeinsam mit Freddy (Trystan Pütter) in die Arbeit, um für Sängerin Hannelore Lay (Helen Schneider) einen Song für den Grand Prix d'Eurovision de la Chanson zu komponieren. Helga wiederum übernimmt kurzfristig die Leitung der Tanzschule, nachdem Caterina durch einen Autounfall außer Gefecht gesetzt ist. Sie stellt den argentinischen Tanzlehrer Armando (Giovanni Funiati) ein, und zwischen beiden entbrennt eine glühende Liebe. Aber hat Helga die Kraft, die bürgerlichen Fesseln ihrer Ehe mit Wolfgang (August Wittgenstein) abzustreifen?

Eva erpresst ihren Mann Professor Fassbender (Heino Ferch) und baut sich mit dessen Geld ein Leben als Galeristin auf. Doch Fassbender beginnt aufzubegehren. Für Caterina stellt dies eine unhaltbare Situation dar, und sie nimmt die Sache in die Hand – nicht ahnend, in welche Abwärtsspirale sie ihre Tochter damit stürzt. Caterina selbst trifft durch einen Zufall Fritz Assmann (Uwe Ochsenknecht) wieder und ringt zudem mit der Frage, ob sie das Zepter an die nächste Generation weiterreichen kann.

"Ku'damm 63" und die Geschichten der Schöllacks stehen exemplarisch für eine Zeit, in der eine Frau über ihr Leben kaum selbst bestimmen konnte. Doch Monika und ihre Schwestern finden in der Berliner Gesellschaft der frühen 1960er Jahre ihren Weg in eine neue Unabhängigkeit frei von gesellschaftlichen Zwängen und persönlichen Restriktionen.

"Ku'damm 63" ist eine UFA-FICTION-Produktion im Auftrag des ZDF. Produzent ist Benjamin Benedict ("Lotte am Bauhaus", "Wir sind doch Schwestern"), ausführender Produzent Marc Lepetit. Der Weltvertrieb liegt bei ZDF Enterprises. Die Redaktion im ZDF verantworten Heike Hempel, Bastian Wagner und Beate Bramstedt.

Die Dreharbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Mai 2020. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

Quelle: ZDF

 

 

 

 

 

Schauspieler
Volker Spengler
gestorben
 

Volker Spengler in den 1980er-Jahren

 

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

8. Februar 2020

Der durch Rainer Werner Fassbinder bekannt gewordene Schauspieler Volker Spengler ist tot. Er starb kurz vor seinem 81. Geburtstag in Berlin.
Volker Spengler (re.) als Elvira Weishaupt in Fassbinders In einem Jahr mit 13 Monden
Foto: Einhorn-Film

 

Spengler war in einigen Fassbinder-Filmen zu sehen wie Die Sehnsucht der Veronika Voss, Chinesisches Roulette, Satansbraten, Die Ehe der Maria Braun und in Fassbinders Meisterwerk Berlin Alexanderplatz, hatte aber nur eine einzige Hauptrolle in In einem Jahr mit 13 Monden. Mit dieser Hauptrolle der Transsexuellen Elvira Weishaupt wurde der Bremer Volker Spengler in Fassbinders Film berühmt.

 

Auch in Fimen des Regisseurs Christoph Schlingensief (verstorben 2010) hatte Spengler einige Rollen, und zwar in Das deutsche Kettensägenmassaker oder Die 120 Tage von Bottrop. Weiterhin war er als Hermann Göring in Schlöndorffs Der Unhold zu sehen. 

 

Spengler arbeitete viele Jahre mit großen Regisseuren des deutschen Theaters zusammen, wie z.B. Peter Palitzsch, Frank Castorf oder René Pollesch. Eine großartige Rolle hatte er in Heiner Müllers Brecht-Stück "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui" an der Seite von Martin Wuttke.

 

Weitere Informationen über den Schauspieler sind im Filmhaus in Spenglers Biografie zu lesen.

Weitere Nachrufe.

 

 

 

Deutscher Hörbuchpreis für Christian Berkel
 

30. Januar 2020

Der Berliner Schauspieler Christian Berkel (62) erhält den Deutschen Hörbuchpreis 2020 als bester Interpret für seine Lesung des Romans "Serotonin" des französischen Autors Michel Houellebecq. Das gab die Geschäftsstelle des Deutschen Hörbuchpreises am Donnerstag in Köln bekannt.

 

 

 

 

Günter Lamprecht feiert seinen 90sten!
Herzlichen Glückwunsch.
 

Günter Lamprecht als Kommissar Markowitz im Tatort

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

 

 

Am 21. Januar 2020

...wird ein großartiger Schauspieler 90 Jahre alt. Einem breiten Publikum ist Günter Lamprecht bekannt als Franz Biberkopf aus Fassbinders Berlin Alexanderplatz. Für Fassbinder war er noch einige Male zu sehen, und zwar in dem Ehedrama Martha, in der Nachkriegsgeschichte Die Ehe der Maria Braun und dem SF-Film Welt am Draht.
Günter Lamprecht in der WDR-Dokumentation "Frühjahr 45"
Foto: ©WDR

1953 begann G.L. seine zweijährige Schauspielausbildung, wobei er vorher einige andere Berufe, u.a. den Orthopädie-Mechaniker, ausprobierte.

Sein Debüt als Filmschauspieler hatte G. L. 1960 in Michael Kehlmanns Die Brücke des Schicksals, hier gibt er in einer kleinen Rolle einen Schläger in einer Bar.

 

Mit dem Namen Lamprecht verbinde ich einige große Fernsehfilme, wie z.B. das 1977 gedrehte Trinkerdrama von Peter Beauvais' Rückfälle, wo er den Alkoholiker Manfred Burger spielt bzw. durchlebt. Hier gab es für ihn die Goldene Kamera von HörZu. Auch den Bäckermeister Georg Baum in Erwin Keuschs Geschichte Das Brot des Bäckers hat er mit Bravour gemeistert. An der Seite von Hanna Schygulla, Richy Müller und Jochen Schröder spielte Lamprecht in der Literaturverfilmung von Marianne Lüdcke Die große Flatter, nach dem Roman von Leonie Ossowski den saufenden Familienvater Piesch.

 

Günter Lamprecht im Hörspielstudio
 - Foto: Sandro Most -

In den Jahren zwischen 1991 und 1995 war er 8 mal Kriminalhauptkommissar Franz Markowitz in der TV-Dauerserie "Tatort", wobei er zur Rolle sagt, dass 70 Prozent des Kommissars Günter Lamprecht sei. Er hatte an den Drehbüchern mitgearbeitet. Egal, mit welcher noch so kleinen Rolle Günter Lamprecht betraut war, er spielte sie immer, als wenn es sich um große Hauptrollen handelte.

 

Der Sender "phoenix" zeigt am 25. Jan. 2020 die Dokumentation Frühjahr 45, wozu Schauspieler Günter Lamprecht befragt wird. Außerdem zeigt der Sender RBB heute anlässlich des Ehrentages des Künstlers noch einmal den ersten Tatort mit Kommissar Markowitz Tödliche Vergangenheit aus dem Jahr 1991.

Selbst Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ließ es sich nicht nehmen, dem Schauspieler seine Glückwünsche zu übermitteln.

 

Weitere Gratulanten: bz-berlin, Fernsehsendung DAS vom 17. Jan. 2020.

 

 

 

 

 

Schauspielerin
Veronika Fitz
gestorben
 

Veronika Fitz als Hausmeisterin Martha Haslbeck
Bild: BR/ARD/Hans Seidenabel
4. Januar 2020

Im Alter von 82 Jahren ist die deutsche Schauspielerin Veronika Fitz am 2. Januar in Bad Aibling gestorben. Sie lebte in der letzten Zeit zurückgezogen im bayerischen Prien am Chiemsee.

 

Die am Veronika Fitz gehörte zu einer großen Schauspielerfamilie. Hans Fitz, ihr Vater, war Bühnenautor, Mundartschauspieler und Regisseur, er verstarb 1972. Ihre Mutter, Ilse Fitz, war Opernsängerin und Schauspielerin. Auch beide Brüder, Walter (1921-1992) und Gerd (1930-2015), waren Schauspieler. Walter Fitz' Tochter ist die Kabarettistin und Schauspielerin Lisa Fitz und der aus der ersten Ehe von Gerd Fitz stammende Sohn Michael Fitz. Weiterhin gehört Florian David Fitz, ein Cousin zweiten Grades von Michael und Lisa Fitz zu dieser großen Schauspielerfamilie.

Veronika Fitz absolvierte ihre Schauspiel-Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule und war danach am Münchner Volkstheater, weiterhin gehörte sie zum Ensemble der Münchner Kammerspiele und zum Bayerischen Staatsschauspiel. Sie spielte in Sternheims "Tabula rasa" in der Regie von Hans Lietzau, sie war in Horvaths "Kasimir und Karoline" zu sehen, in "Der Arzt am Scheideweg" (nach G. B. Shaw), und sie war die Gina Ekdal in "Die Wildente", beide Inszenierungen von Rudolf Noelte, außerdem in "Hahnenkampf" in der Regie von Ruth Drexel, und sie war die Maria in Sperrs "Jagdszenen aus Niederbayern", um hier nur einige Stücke zu nennen.

 

Walter Sedlmayr und V. Fitz 1979 als Eheleute Sittinger in Anton Sittinger nach dem Roman von O. M. Graf
- Bild: BR -
 
Im Fernsehen sah man sie bereits ab dem 1960er-Jahren, wie z.B. in der Serie Der Komödienstadl oder Königlich bayerisches Amtsgericht. In den 1970er-Jahren sah man sie in einigen Folgen der Serie "Tatort"; neben Walter Sedlmayr trat sie als Ehefrau in der 13teiligen TV-Serie Der Millionenbauer auf. Beeindrucken fand ich auch ihre Rolle als Malwine Sittinger in Rainer Wolffhardts Fernsehfilm Anton Sittinger mit Walter Sedlmayr in der Titelrolle.

 

G.M. Halmer und V. Fitz in dem Tatort "Tote brauchen keine Wohnung" von 1973
- Bild: BR -

Am berühmtesten aber wurde die vielseitige Schauspielerin in ihrer Rolle als Martha Haslbeck in der beliebten Serie Die Hausmeisterin, hier war in in drei Staffeln von 1987 bis 1992 in 27 Folgen zu sehen. Weiterhin sah man sie in Ein Bayer auf Rügen und in Forsthaus Falkenau. In den News bei www.steffi-line.de ist u.a. zu lesen: "Obwohl ihr das Volkstümliche lag, war die Schauspielerin alles andere als eine bajuwarische Krachnudel, gerade die leisen Töne und der feine Humor lagen ihr." schreibt DER SPIEGEL in einem Nachruf. Zu ihren letzten Auftritten vor der Kamera zählte (neben "Forsthaus Falkenau") das von Rainer Kaufmann in Szene gesetzte bayerischen Krimi-Drama In aller Stille. Das Drehbuch stammte aus der Feder von Tochter Ariele Bogenberger, die aus der Ehe mit dem Schauspieler Willi Anders († 1971) hervorging."

 
Siehe auch die Nachrufe bei:  www.br.de, www.focus.de, www.sueddeutsche.de, www.welt.de, Passauer Neue Presse

 

 

 

 

Kinofilme zum Jahresbeginn
 

2. Januar 2020

Drei herausragende Filme, die es gilt, vorgestellt zu werden:

1. Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (Kinostart 25.12.2019)

     - Nach dem Roman von Judith Kerr

2. Mach dein Ding (Kinostart 16.1.2020)

     - Biopic über Udo Lindenberg 

3. Ein verborgenes Leben (Kinostart 30.1.2020)

     - Die Geschichte des Franz Jägerstätter, der sich standhaft weigerte, für die deutsche Wehrmacht zu kämpfen. 

 

 

   
   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 24. Februar 2020

 

Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.

  

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