Hans Wilhelm Geißendörfer

Regisseur  Drehbuchautor  Darsteller  Produzent

 

S e i n e   F i l m e

  

 

 

  

  

  

Hans-W. Geißendörfer

Hier Mitte der 1980er-Jahre

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

   

Geboren am 6. April 1941 in Augsburg. Aufgewachsen in Neustadt/Franken.

Feiert seinen 75. Geburtstag - herzlichen Glückwunsch!

   

1962 - 67 Studium der Germanistik, Philosophie, afrikanische Sprachen und Theaterwissenschaft. In dieser Zeit auch Arbeit an einer Studentenbühne.  

 

Während seines Studiums erste Versuche als Amateurfilmer mit Kurz-, Experimental- und Undergroundfilmen. Danach wurde er 1968 Regieassistent bei George Moorse bei einem ersten professionellen Film: Liebe und so weiter. Seine erste Profiarbeit als allein verantwortlicher Regisseur war 1968 der Film Der Fall der Lena Christ, die Geißendörfer für den Bayerischen Rundfunk drehte. Der nächste Film sollte ein Kinofilm werden, und zwar der "alternative Vampir-Film" Jonathan, für den er auch prompt einen Bundesfilmpreis erhielt. Danach drehte er sechs Jahre keinen Kinofilm mehr und "erledigte" Auftragsarbeiten für das Fernsehen, darunter waren Produktionen wie z.B. die international und prominent besetzte Verfilmung von Schillers Don Carlos mit Geraldine Chaplin, Horst Frank und Bernhard Wicki in den Hauptrollen. 

   

Drei weitere Filmpreise bekam er für die Filme Sternsteinhof, Die gläserne Zelle und Der Zauberberg. Für den letzten gab es außerdem noch eine "Oscar"-Nominierung. Mit dem "alternativen Heimatfilm" Sternsteinhof gelang Geißendörfer der interessante Versuch, den antiquierten Anzengruber-Stoff völlig zu entstauben und so eine psychologische Durchdringung der Charaktere zu erreichen. (Quelle: Kay Weniger in "Das große Personenlexikons des Films", Seite 215).

 

1971 Mitbegründer und Gesellschafter des "Filmverlags der Autoren". 

Regisseur und Drehbuchautor

Hans-W. Geißendörfer 2015 bei einem Pressetermin "30 Jahre Lindenstraße"

© Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

 

1983 Gründung der GFF (Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion).

  

Vor allem als Erfinder der Kultserie Lindenstraße dürfte Hans W. Geißendörfer dem Publikum bekannt sein. Dieser Dauerbrenner läuft bereits seit 1985. Aktuell feiert die älteste Serie im deutschen Fernsehen 2015 ihren 30. Geburtstag. Hans W. Geißendörfer, Schöpfer und Produzent, hat die weitere Produzentenarbeit an seine Tochter Hana weitergegeben. Hier sind Neuigkeiten dazu in STIMME UND WELT.

  

Seine letzte Regiearbeit mit gleichzeitiger Produktion und Drehbucharbeit war Schneeland (2004).

 

Hans W. Geißendörfer lebt abwechselnd in London und auf Rhodos, hält sich im Zuge seiner Arbeit jedoch mehrmals im Monat in Deutschland auf.

   

Bis zum 9. Dezember 2009 liefen in Bamberg und Umgebung die Dreharbeiten zu In der Welt habt ihr Angst, dem neuen Kinofilm von Hans W. Geißendörfer. Aus seiner Feder stammt auch das Original-Drehbuch. Der Film soll im Herbst 2010 ins Kino kommen.

Die HP Geißendörfer beschreibt den Film so: "Die Musikstudentin Eva (Anna Maria Mühe) hat sich unsterblich in den Musiker Jo (Max von Thun) verliebt. Die beiden brennen leidenschaftlich füreinander und entdecken, dass sie ohne Hilfsmittel auch über weite Entfernung miteinander kommunizieren können. Ihre Liebe ist so groß, dass Eva ihrem Freund sogar in die Heroinsucht folgt. Doch damit muss Schluss sein: Eva wird schwanger, und die beiden planen den kalten Entzug in der Abgeschiedenheit Neuseelands. Dafür brauchen sie mindestens 3000 Euro. Evas Vater, der konservative Kantor Johannes (Hanns Zischler), verweigert seine finanzielle Unterstützung und bricht den Kontakt ab. Auch von anderer Seite ist kein Geld zu erwarten. In ihrer Not entscheiden Eva und Jo spontan, einen Laden auszurauben. Dieser Versuch, an Geld zu kommen, geht aber schief. In Panik erschlägt Eva den Ladenbesitzer; Jo wird von der Polizei gefasst und landet in U-Haft. Eva dagegen kann mit der Pistole des Ladenbesitzers flüchten und irrt durch Bamberg. In ihrer Verzweiflung hält sie stille Zwiesprache mit Jo, mit dem sie stärker als je zuvor innerlich verbunden ist. Der Altphilologe Paul (Axel Prahl) und seine Frau Gisela (Kirsten Block) haben andere Probleme. Sie stehen vor den Scherben ihrer Ehe. Durch einen Zufall gelangt Eva in deren Wohnung und bringt die beiden in ihre Gewalt – mit überraschenden Folgen. Paul erkennt in der gewaltbereiten Eva selbst ein Opfer der Angst und wird zum vertrauten Mittäter. Auch Tom (Johannes Allmayer), Evas zutiefst verletzter Ex-Freund, wird reaktiviert und scheint plötzlich alles daran zu setzen, um der werdenden Mutter und ihrem Freund den Traum "Neuseeland" zu ermöglichen."

  

Nachtrag vom 4. November 2011:

Hans W. Geißendörfer erhält bei den Filmfestspielen Biberach den "Ehrenbiber".

 

  

Auszeichnungen (eine Auswahl) --- Weitere Auszeichnungen >>> ---

1970: Filmband in Silber (Nachwuchsregie) für Jonathan

1970: Preis der 15 (deutschen Filmkritiker) für Jonathan als bestes Debüt

1976: Filmband in Silber für Sternsteinhof

1978: Filmband in Gold und 1979 eine OSCAR-Nominierung für Die gläserne Zelle

1982: Filmband in Silber für Der Zauberberg

1988: Bambi für Lindenstraße

1998: Goldene Kamera für Lindenstraße

2001: Adolf-Grimme-Preis in Gold

2005: Kompassnadel des Schwulen Netzwerks

2005: DVD Champion in der Kategorie Lifetime Achievement Award für sein Lebenswerk

  

(Quelle: Einige Informationen aus der Website von HWG und aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf,  S. 214-215 - mit Erlaubnis des Autors)

 

 

 

   

  

  

    

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 26. März 2017

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

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