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2021 

    

 

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Thomas Fritsch ist
gestorben
 

Der nette Junge von nebenan:
Thomas Fritsch, in den 1980er-Jahren

Beide s/w-Fotos ©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

21. April 2021

Der deutsche Schauspieler und Synchronsprecher Thomas Fritsch ist am 20. April 2021 im Alter von 77 Jahren gestorben. Wie aus seinem Umfeld zu erfahren war, sei er friedlich eingeschlafen.

Thomas Fritsch wurde am 16. Januar 1944 in Dresden geboren. Seine Eltern waren die Ufa-Schauspieler Willy Fritsch und Dinah Grace (eigentlich Ilse Schmidt). Nach der Mittleren Reife nahm er Schauspielunterricht bei Eduard Marks, wo er auch Gesang und Ballett studierte. Gustav Gründgens riet dem 16-Jährigen zu einer Schauspielkarriere.

 

Noch Während seiner Ausbildung wurde der junge Mann für den Film entdeckt und war u.a. zu sehen in Julia, Du bist zauberhaft (1961, Regie: Alfred Weidenmann), Das schwarz-weiß-rote Himmelbett (1962, Regie: Rolf Thiele) und Das große Liebesspiel (1963, Regie: Alfred Weidenmann). 1964 sah man Thomas Fritsch mit seinem Vater Willy zusammen in der deutsch-österreichischen Komödie Das hab' ich von Papa gelernt, Regie führte hier Axel von Ambesser. Mit Willy Fritsch war er außerdem noch in zwei ZDF-Shows zu sehen, und zwar in „Das gibt’s doch zweimal“ (1965) und „Andere Zeiten, andere Sitten. Die Thomas-Fritsch-Show“ (1967).

 

Auch beim Theater hatte er in den 1960er- und 1970er-Jahren Auftritte, wie z.B. in Heidelberg, wo er in dem Shaw-Stück "Candida" 1964 debütierte. Weitere Engagement brachten ihn zum 'Kleinen Theater' nach Frankfurt, zur 'Kleinen Komödie' nach München, an die Komödie nach Berlin, an das 'Theater im Marquardt' in Stuttgart und an die Hamburger Kammerspiele. Hier war er zu sehen in Stopparts "Rosenstern und Güldenkranz", in Beaumarchais' "Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit", in dem Musical "Fastnacht in Kopenhagen", in "Das Mädchen Irma LaDouce" und etliche andere Stücke. Bis in die 2000er-Jahre konnte man den Mimen im Theater sehen, zuletzt bis Ende Februar 2007 in Düsseldorf in der Beziehungskomödie "Sextett".

 

Thomas Fritsch im Hörspielstudio als Erzähler  von "Willy und das Meermädchen"
Foto: WDR/Sibylle Anneck
1964 nahm Thomas Fritsch eine Schallplatte auf mit dem Titel "Wenn der Mondschein nicht so romantisch wär", wobei er somit auch als Schlagersänger etliche Auftritte im Fernsehen hatte, wie z.B. in der beliebten Musiksendung "Musik aus Studio B" und "Meine Melodie".

 

Auch in deutschen Krimiserien wie "Der Kommissar", "Der Alte", "Sonderdezernat K1" oder "Schwarz Rot Gold" hatte er einige Auftritte.

Aber der große Karriereschub kam 1989 mit der beliebten Serie Rivalen der Rennbahn, in der er den Jockey Christian Adler darstellte. Auch war er seit vielen Jahren ein exzellenter Synchronsprecher, so gab er z.B. Jeremy Irons, Kris Kristofferson oder William Hurt seine Stimme. Von 2002 bis März 2017 übernahm er den Part des Erzählers (als Nachfolger des 2001 verstorbenen Matthias Fuchs) in der Hörspielreihe "Die drei Fragezeichen". Etliche Sprechrollen in weiteren  Produktionen können hier in der ARD-Hörspieldatenbank nachgeschaut werden.

 

Weitere umfangreiche Infos über Thomas Fritsch hat www.steffi-line.de.

Nachrufe bei tag24 und bei t-online

 

 

 

 

Vor 50 Jahren... Der Filmverlag der Autoren
 

18. April 2021

Heute vor 50 Jahren wurde von diversen Drehbuchschreibern und Regisseuren wie z.B. Hark Bohm, Bernhard Wicki, Rudolf Augstein, Rainer Werner Fassbinder und anderen der "Filmverlag der Autoren" gegründet.

Weitere Informationen sind in einem Artikel beim Deutschlandfunk zu lesen...

 

 

 

 

 

Boris Beckers Leben wird verfilmt
 

7. April 2021

Das Leben der Tennis-Legende Boris Becker wird verfilmt. Ein Titelheld für den Film Der Spieler ist bereits gefunden worden. Es ist der Jungschauspieler Bruno Alexander, der bereits in der Neuverfilmung von Wir Kinder vom Bahnhof Zoo dabei war.

Weitere Darsteller sind Samuel Finzi als Günther Bosch (persönlicher Trainer), Mišel Matičević als Ion Tiriac (Manager von 1984-1993), Christina Große als Mutter Elvira, Thomas Huber als Vater Becker, Christoph Moreno als Carl Uwe Steeb (deutscher Tennisspieler) und Pierre Shrady als Schulrektor Fritzscher.

Der finnische Regisseur Hanno Salonen übernimmt die Regie, das Drehbuch kommt von Richard Kropf und Marcus Schuster. Am 13. April 2021 ist Drehstart für die Produktion in Köln, für die acht Wochen vorgesehen sind. Weitere Drehtage finden an verschiedenen Orten in Nordrhein-Westfalen sowie Bayern statt. Wann der Event-Film bei RTL zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt.

Weiterer Links zur Info >>>

 

 

 

 

 

Schauspielerin
Grischa Huber gestorben
 

Schauspielerin Grischa Huber am 12. April 2017

Foto: Daniel Tietze
Diese Datei ist lizenziert unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 international“

7. April 2021

 

Die Theater- und Filmschauspielerin Grischa Huber ist tot. Sie starb am 6. April im Alter von 76 Jahren.

Die Mimin war Trägerin des Filmbandes in Gold, welches ihr 1974 für den Film Unter dem Pflaster ist der Strand verliehen wurde, bei dem Helma Sanders-Brahms Regie führte.

Ihr Ehemann war der Schauspieler Michael König, mit dem sie zusammen 1970 in dem Kinofilm Lenz (nach Georg Büchner) zu sehen war (Regie: George Moorse). Hier gab es den Bundesfilmpreis 1970. Der Film Malou von Regisseurin Jeanine Meerapfel, in dem Grischa Huber eine der Hauptrollen spielte, wurde u.a. mit dem FIPRESCI-Preis in Cannes 1981 ausgezeichnet.

 

Die Schauspielerin wurde geboren auf der polnischen Insel Wolin. Ihre Karriere startete sie am Staatstheater in Karlsruhe. Weitere Theaterstationen waren Köln, Berlin, Bochum (unter der Intendanz Peter Zadek), München (hier debütierte sie 1967 in Jean Genets "Die Wände"). In Hamburg war sie 1988 unter Zadek eine wunderebare "Lulu". (Ich habe gelesen, dass diese Inszenierung am 17. April 2021 vom Schauspielhaus Hamburg 24 Stunden als Stream gezeigt wird.)

 

Weitere Rollen folgten im Kino wie der Film Hilde von Kai Wessel oder September von Max Färberböck. Außerdem spielte sie in den letzten Jahren auch in Fernsehserien wie z.B. Soko Stuttgart.

 

Zuletzt sah man Grischa Huber in dem deutsch-italienischen Spielfilm Mama told me not to look into the sun. Der Film hatte Premiere bei den 52. Internationalen Hofer Filmtagen 2018, der auf der Webseite so beschrieben wird: "In einem abgelegenen Haus in Italien lebt die 40jährige Kamilla mit ihrer Mutter Gudrun (Huber). Umgeben von Weinbergen und Wald bestellt Kamilla das Land, kümmert sich um den Hof – und pflegt die behinderte Gudrun, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Dabei wird jede Handbewegung Kamillas von Gudrun kritisch beäugt. Dann taucht der Ausbrecher Rocco auf."

 

 

 

 

 

 

Drehstart für neue ZDF-Freitagskrimi-Reihe "Jenseits der Spree"

 

Im Köpenicker Kommissariat findet sich ein ungewöhnliches Ermittlerduo: Jürgen Vogel als Kommissar Heffler und Seyneb Saleh als Kay Freund. Hier beim Drehstart.
Foto Copyright: ZDF/Oliver Feist
26. März 2021

Der Berliner Stadtteil Köpenick liegt von der City aus gesehen jenseits der Spree. Hier im Kommissariat findet ein ungewöhnliches Duo zusammen, um Kapitalverbrechen zu lösen: Robert Heffler (Jürgen Vogel) und Kay Freund (Seyneb Saleh). Derzeit finden in Berlin und Umgebung Dreharbeiten für die neue ZDF-Freitagskrimi-Reihe mit dem Arbeitstitel "Jenseits der Spree" statt. Die Regie bei den ersten vier Folgen führen Marcus Ulbricht und Neelesha Barthel. In durchgehenden Rollen spielen neben Jürgen Vogel und Seyneb Saleh auch Elisabeth Baulitz, Oleg Tikhomirov, Lea Zoë Voss, Luna Jordan und Bella Bading. Die Drehbücher stammen von Felix Benesch, Stefan Rogall und Regine Bielefeldt.

Robert Heffler ist alleinerziehender Vater dreier Töchter und hat sich aus persönlichen Gründen zum Schutz seines Familienlebens vor drei Jahren vom Kriminaldauerdienst aus einem Brennpunktbezirk als Disponent nach Berlin-Köpenick versetzen lassen. Kay Freund ist jung, risikobereit, Workaholic und ganz neu in diesem Kommissariat. Der erste Fall für das Duo beginnt, als ein unbekannter Toter in der Spree gefunden wird: betäubt, erschlagen und ins Wasser geworfen. Aus Personalmangel wendet sich Dezernatsleiterin Katharina Koblinski (Elisabeth Baulitz) verzweifelt an den ehemaligen Kriminalhauptkommissar Robert Heffler. Sie bittet ihn die neue Kriminalhauptkommissarin Kay Freund zu unterstützen. Notgedrungen sagt er zu – ohne das Wissen seiner Töchter. Im Laufe der Ermittlungen wird Heffler mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert.

"Jenseits der Spree" ist eine ZDF-Auftragsproduktion von Studio Zentral. Produzenten sind Lasse Scharpen und Darina Seng. Die Redaktion im ZDF liegt bei Nadja Grünewald-Kalkofen und Dirk Rademacher. Die Dreharbeiten finden noch bis Ende Mai statt. Ein Sendetermin steht noch nicht fest.

(Quelle: Presseportal ZDF)

 

 

 

 

 

90. Geburtstag von Wolfgang Kohlhaase
 

Wolfgang Kohlhaase,
hier auf dem Karlovy Vary International Film Festival 2009

Foto: (Che) Petr Novák
13. März 2021

Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase wird heute, am 13. März 2021, 90 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Kohlhaase wuchs in Berlin-Adlershof auf. Bereits während seiner Schulzeit schrieb er Geschichten und volontierte nach dem Zweiten Weltkrieg 1947 bei einer Jugendzeitschrift, später wurde er Mitarbeiter der FDJ-Zeitung "Junge Welt". Von 1950 - 1952 war er Dramaturgie-Assistent bei der DEFA. Seitdem ist er freischaffender Autor und Schriftsteller.

Sein erstes verfilmtes Drehbuch ist der von Wolfgang Schleif in Szene gesetzte Jugendfilm Die Störenfriede. Nach einigen frühen Kurzfilmmanuskripten konnte Kohlhaase (zusammen mit Hans Kubisch) sein erstes wichtiges Drehbuch für einen abendfüllenden Spielfilm, Gerhard Kleins Alarm im Zirkus vorlegen. Kohlhaases Arbeiten zeugten durchweg von hoher Qualität, sie befassten sich oft mit der jüngsten deutschen Vergangenheit, den Folgen des Nazi-Terrors auf das Individuum und die Gesellschaft (schreibt Kay Weniger in "Das große Personenlexikon des Films"). Bei Wikipedia ist u.a. zu lesen, dass sich seine ersten Filme am Stil des italienischen Neorealismus orientierten, wie z.B. Berlin - Ecke Schönhauser..., der 1956 mit Ekkehard Schall in der Hauptrolle in Szene gesetzt wurde. Das Filmprojekt Berlin um die Ecke von 1965 wurde vorzeitig beendet und verboten, weil dem Film eine zu negative Sichtweise vorgeworfen wurde (der Film konnte erst 1987 fertig gestellt werden). In den folgenden Jahren verlegte sich Wolfgang Kohlhaase auf die schriftstellerische Arbeit und schrieb vorerst keine Drehbücher mehr.

Seine nächste Arbeit brachte ihn mit dem Regisseur Konrad Wolf zusammen. Die daraus resultierenden Arbeiten waren die beiden Spielfilme Ich war neunzehn mit Jaecki Schwarz in seiner ersten Hauptrolle (1968) und Solo Sunny mit Renate Krößner in der Hauptrolle (1980). Für Ich war neunzehn erhielt er den Nationalpreis I. Klasse gemeinsam mit Konrad Wolf und Werner Bergmann. Der Film Solo Sunny bescherte ganze acht Preise, u.a. Berlinale Fipresci Preis, gemeinsam mit Konrad Wolf, beim Filmfestival Chicago den Preis für das bestes Drehbuch und den DDR-Kritikerpreis: Bester DEFA-Film des Jahres 1980.

Nach der Wende arbeitete Wolfgang Kohlhaase zusammen mit Volker Schlöndorff am Drehbuch von Die Stille nach dem Schuss. Der Film will das "heikle Kapitel des Exils von RAF-Mitgliedern in der DDR" aufarbeiten. Mit dem Regisseur Andreas Dresen verwirklichte er die Drehbücher der Filme Sommer vorm Balkon (2005) mit dem 2017 leider verstorbenen Schauspieler Andreas Schmidt, Whisky mit Wodka (2009) und Als wir träumten (2015).

Neben seiner Arbeit als Drehbuchautor gibt Kohlhaase Kurse an verschiedenen Hochschulen, die sich mit dem Drehbuchschreiben befassen. Er wurde 1991 in die Akademie der Künste Berlin-Brandenburg aufgenommen und ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland. 2011 wurde Kohlhaase vom Verband deutscher Drehbuchautoren auf der Berlinale zum Ehrenmitglied ernannt.

Seine Ehefrau ist die Tänzerin und Choreografin Emöke Pöstenyi. Das Paar lebt in Berlin.

(Einige Informationen aus Wikipedia und "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger (mit seiner freundlichen Erlaubnis.)

 

Beim MDR ist ein Interview mit Wolfgang Kohlhaase zu lesen.

Wolfgang Kohlhaase bei Filmportal.

 

 

 

 

 

 

Jaecki Schwarz feiert seinen 75sten!
 

 
Jaecki Schwarz, der am 28.2. um 20:15 Uhr zu sehen ist in "Legenden - Ein Abend für Jaecki Schwarz"

Foto: © Edmond Frederik (lizensiert)
25. Februar 2021

 

Der Schauspieler Jaecki Schwarz feierte am 26. Februar 2021 seinen 75. Geburtstag.

Viele Jahre spielte er im "Polizeiruf 110" Kommissar Herbert Schmücke an der Seite von Wolfgang Winkler († 2019), der den Kommissar Herbert Schneider mimte. Die Rolle des Kommissars verkörperte Schwarz von 1996 mit der Folge Der Pferdemörder bis 2010 mit der Folge Schatten. Die beiden Herberts wurden im Mai 2006 vom 'Landesverband Sachsen der Deutschen Polizeigewerkschaft' zum "Ehrenkommissar" ernannt.

 

Auf der Webseite der Defa-Stiftung ist zu lesen: "Der Schauspieler Jaecki Schwarz zählt mit rund 120 Film- und Fernsehrollen zu den meistbeschäftigten Darstellern bei der DEFA und dem Fernsehen der DDR. Der Mime überzeugt durch seine unkonventionelle Darstellung, besitzt trockenen Humor und gefällt durch urwüchsigen Mutterwitz. Seine jugendlichen Protagonisten sind sorglos, sensibel, wandeln unbeschwert durch den Alltag, mit den Jahren werden seine Figuren schlitzohrig, ironisch und hintergründig." (zitiert aus defa-stiftung.de).
 
Jaecki Schwarz in "Ich war neunzehn", 1967

 Mit freundlicher Erlaubis der ©DEFA-Stiftung
Fotograf: Werner Bergmann
 

 

1946 wurde Jaecki Schwarz in Berlin-Köpenick geboren. Schon als Schüler war er in kleinen Rollen bei Schulaufführungen dabei. Vorerst machte er aber eine Ausbildung zum Fotochemie-Facharbeiter. Aber die Schauspielerei ließ ihn nicht los und so studierte er an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg (heute: Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf) vier Jahre lang Schauspielerei.

In einer Episode des Fernsehspiels Geschichten jener Nacht (4. Teil eines Episodenfilms über den Mauerbau) gab Jaecki Schwarz 1967 sein Debüt als Schauspieler. Regisseur Konrad Wolf gab ihm in seinem biographisch angehauchten Film Ich war neunzehn gleich die erste Hauptrolle, die er mit Bravour meisterte. Der Film war so  erfolgreich, dass Schwarz noch vor Abschluss seiner Ausbildung weitere Rollen angeboten bekam.

 

 
Jaecki Schwarz in "Weite Straßen - stille Liebe", 1969, hier mit Manfred Krug

 Mit freundlicher Erlaubis der ©DEFA-Stiftung
Fotografen: Klaus Goldmann, Waltraut Pathenheimer
1969 hatte er eine Hauptrolle in dem Roadmovie von Regisseur Herrmann Zschoche mit dem Titel  Weite Straßen - stille Liebe, in dem er einen Studenten spielt an der Seite von Manfred Krug und Jutta Hoffmann. Ein weiterer Film, den der Schauspieler für einen seiner wichtigsten hält, ist das Defa-Drama aus dem Jahr 1973 mit dem Titel Die Schlüssel, wiederum mit Schauspielerin Jutta Hoffmann, Regie führte hier Egon Günther. Weitere bemerkenswerte Filme waren z.B. Der nackte Mann auf dem Sportplatz, ein Film über den eigensinnigen Bildhauer Kemmel (gespielt von Kurt Böwe), Regie: Konrad Wolf (1973), Einfach Blumen aufs Dach, Regie: Roland Oheme (1975), Die Stunde der Töchter, Regie: Erwin Stranka (1980). In Bürgschaft für ein Jahr ist Jaecki Schwarz wieder in einer etwas anspruchsvolleren Rolle zu sehen; hier ist er als Bürge einer alleinerziehenden Mutter eingesetzt, die von Katrin Sass dargestellt wird, Regie ebenfalls Herrmann Zschoche (1981).

 

Sein erstes Theaterengagement bekam der Mime 1969 an den Städt. Bühnen in Magdeburg, wo er als Romeo debütiert. Aber er spielt nicht nur in klassischen, sondern ist auch in modernen Stücken zu sehen, z.B. in Heinar Müllers "Weiberkomödie". 1974 wechselte er zum Berliner Ensemble, dem er dann 23 Jahre angehörte. Dort spielte er u.a. den Grafen Wermuth in Lenz/Brechts "Der Hofmeister" und in weiteren Brecht-Stücken wie "Der kaukasische Kreidekreis" oder "Mutter Courage". Außerdem war er Luigi in Dario Fos "Bezahlt wird nicht". 1989 war Schwarz in der Uraufführung von Volker Brauns Stück "Lenins Tod" als Stalin zu sehen. 1996 gab ihm Katharina Thalbach die Rolle des Bürgermeisters in dem Stück "Der Hauptmann von Köpenick".

 

Der Schauspieler hatte nach der Wende keine Schwierigkeiten, neue Rollen zu bekommen, und so konnte man ihn in zahlreichen Fernsehfilmen und -serien sehen, wie z.B. Spreewaldfamilie (1990), Liebling Kreuzberg und Praxis Bülowbogen (1992/93). Eine den Zuschauern sehr sympathische Rolle ist die des "Sputnik" in der Krimiserie "Ein starkes Team", die bereits seit 1994 läuft.

 

2013 wurde Jaecki Schwarz mit der “Goldenen Henne” für sein Lebenswerk geehrt.

 

Am 26. Februar 2021 ist Jaecki Schwarz um 22 Uhr bei "Riverboat" im MDR zu sehen.

Informationen über Jaecki Schwarz hat auch www.steffi-line.de.

 

 

 

 

 

Armin Rohde glänzt als
Fotograf
 

24. Februar 2021

Armin Rohde - Nahaufnahme - Sein zweiter Weg zur Fotografie.

Im Fotomagazin "Nahaufnahme" ist ein Artikel über den Schauspieler zu lesen, der sich seit drei Jahren mit der Fotografie beschäftigt.

 

 

 

Gabriela-Maria Schmeide erhält Schmuck von Tilla Durieux
 

24. Februar 2021

Der Schauspielerin Gabriela-Maria Schmeide wird in diesem Jahr eine besondere Ehrung zuteil. Sie erhält aus der Hand ihrer Vorgängerin, Schauspielerin Judith Hofmann, Schmuck (ein Collier mit 34 in Platin gefassten Zirkonen) der Schauspielerin Tilla Durieux. Diese hatte verfügt, das der Schmuck alle zehn Jahre an eine Schauspielerin weitergegeben werden sollte. Tilla Durieux (*18.08.1880 - † 21.02.1971) hatte ihre Schmuck erstmalig zu ihrem 65jährigen Bühnenjubiläum 1967 verliehen. Sie verfügte damals, dass die jeweilige Trägerin ihn alle zehn Jahre weitergeben solle an eine "hervorragende Vertreterin deutscher Schauspielkunst". Bisher wurden u.a. Maria Wimmer, Gisela Stein, Kirsten Dene, Annette Paulmann und zum Schluss Judith Hofmann mit diesem Schmuck bedacht.

Gabriela-Maria Schmeide war in ihrer Karriere viele Jahre an deutschen Bühnen, u.a. Theater Bremen und beim Berliner Ensemble, heute ist sie am Hamburger Thalia-Theater engagiert. Beim Film fiel die sympathische Schauspielerin auf in ihrer Rolle in Die Polizistin (Grimme-Preis, Regie: Andreas Dresen), weiterhin spielte sie in Michael Hanekes Das weiße Band mit.  2020 erhielt sie für ihre Nebenrolle als Sozialarbeiterin Frau Bafané in Nora Fingscheidts Spielfilm Systemsprenger (2019) den Deutschen Filmpreis.

 

 

 

 

Neue Mini-Serie im ZDF
 

5. Februar 2021

Regisseur und Drehbuchautor Friedemann Fromm stellt eine neue 6teilige Serie, die ab dem 7. Februar 2021 im ZDF zu sehen sein wird, vor. Sie wird den Titel Tod von Freunden tragen und hat "gegenseitiges Vertrauen unter Freunden" zum Thema.

Das ZDF schreibt: "Autor und Regisseur Friedemann Fromm inszenierte das Familiendrama mit Thrillerelementen in den jeweiligen Episoden mit jeweils anderem Fokus der einzelnen Protagonisten. Die Mini-Serie besteht aus einem Pilotfilm und sechs Folgen."

Protagonisten der Serie sind u.a. Katharina Schüttler und Jan Josef Liefers.

 

Hier ein kleiner Einblick >>> in die erste Folge.

 

 

 

75 Jahre DEFA
 

30. Januar 2021

Auf der MDR-Webseite ist eine kleine Lebensreise über die beliebte Charakterdarstellerin Jutta Wachowiak zu lesen, die im vergangenen Jahr 80 Jahre alt wurde.

 

 

 

 

Tanzschule Schöllack
startet die 3. Staffel
 

Monika und ihre Schwestern Helga und Eva wehren sich vehement gegen die Restriktionen und Zwänge, die ihnen die Gesellschaft der frühen 60-er Jahre auferlegt. Caterina Schöllack  (Claudia Michelsen, li.) beobachtet dies mit großem Unbehagen. Weiter Helga (Maria Ehrich, Monika (Sonja Gerhardt) und Eva (Emilia Schüle).

(Foto: ZDF und [F] Michael Schreitel / Boris Laewen / [M] Thorsten Wiemer)

 

28. Januar 2021

Am Sonntag, 21. März 2021, geht die aufregende Geschichte der Tanzschule und der Geschwister Schöllack unter dem Titel "Ku'damm 63" weiter. Die beiden weiteren Folgen werden am 22. und 24. März ausgestrahlt. Nach der 1. Folge zeigt das ZDF einen Film mit dem Titel  "Ku'damm 63 – Die Dokumentation", die die Zuschauer noch einmal mit nach West-Berlin in die Zeit von damals nimmt. Die neue Geschichte rund um die Schöllack-Tanzschule findet im Zeitraum Weihnachten '62 bis Herbst '63 statt.

 

Das ZDF schreibt: "Das ZDF arbeitet gemeinsam mit der Produktionsfirma UFA FICTION sowie Creative Producerin Annette Hess und Headautor Marc Terjung an den neuen Drehbüchern über das weitere Schicksal von Caterina Schöllack (Claudia Michelsen) und ihren drei Töchtern Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle). In weiteren Rollen spielen neben anderen Sabin Tambrea, Trystan Pütter, August Wittgenstein und Heino Ferch.

 

Die stellvertretende ZDF-Programmdirektorin und Hauptredaktionsleiterin Fernsehfilm/Serie II Heike Hempel: "'Ku'damm 56' und '59' haben erzählt, was es hieß, vor nicht allzu langer Zeit in Deutschland als Frau zu leben. Annette Hess hat es mit dieser seriellen Erzählung geschafft, ganz auf Augenhöhe mit den weiblichen Hauptfiguren, spannend und unterhaltsam einen Kosmos zu kreieren, der alle Generationen und sowohl Männer als auch Frauen vor dem Bildschirm versammelt hat. Wir freuen uns, mit 'Ku'damm 63' die Familiengeschichte um die Tanzschule Schöllack fortzusetzen und dabei zuzuschauen, wie Caterina Schöllack und ihre drei Töchter ihren Platz in der Berliner Gesellschaft der frühen 60er-Jahre finden."

 

Regie führt Regine Bernardi. Das wunderbare Drehbuch kommt wieder von Annette Hess.

 

 

 

 

 

Schauspielerin
Margitta Scherr ist tot
 

22. Januar 2021

Die 1943 geborene Schauspielerin Margitta Scherr ist tot. Sie starb bereits am 30. Dezember 2020 im Kreise ihrer Familie.

Den deutschen Fernsehzuschauern wird sie in Erinnerung geblieben sein als Trapezkünstlerin Francis Doria in der beliebten Familienserie "Salto Mortale". Bei www.steffi-line.de ist zu lesen, dass sie nach den Dreharbeiten zu dieser Serie auf dem Höhepunkt ihrer Karriere ihre Laufbahn als Schauspielerin beendete und sich ins Privatleben zurückzog.

 

(Vielen Dank für die Info an www.steffi-line.de, die auf ihrer Webseite etliche Fotos der Künstlerin zeigt.)

 

 

 

 

Schauspieler
Karlheinz Vosgerau
gestorben
 

Karlheinz Vosgerau und Sydne Rome bei Dreharbeiten zu "Das Erbe der Guldenburgs"

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

22. Januar 2021

Der Schauspieler Karlheinz Vosgerau ist, wie ich heute gelesen habe, bereits am 4. Januar 2021 im Alter von 93 Jahren gestorben.

Auf der Webseite www.steffi-line.de ist u.a. zu lesen: "Der unter anderem von dem legendären Bernhard Minetti (1905 – 1998) ausgebildete Künstler gab sein Bühnendebüt am "Theater Lüneburger", gehörte ab 1950 auch zwei Jahre lang zum Ensemble. Anschließend folgten Verpflichtungen an der "Deutschen Oper" in Düsseldorf, wo er bis 1957 als Buffo auftrat, am "Staatstheater Braunschweig" (1957 – 1962), an den "Wuppertaler Bühnen" (1962 – 1970), am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg (1970 – 1972) sowie am "Schauspielhaus Bochum" (1972 – 1978); danach gab Vosgerau überwiegend Gastspiele an verschiedensten deutschsprachigen Bühnen oder begeisterte die Zuschauer im Rahmen etlicher Tourneen.
Einem breiten Publikum wurde Vosgerau ab den 1970er Jahren vor allem durch viele erfolgreiche TV-Produktionen bekannt. 1973 zeigte er sich gleich in zwei wichtigen Filmen, so in dem von Rainer Werner Fassbinder in Szene gesetzten Mehrteiler Welt am Draht sowie in der Literaturadaption Kleiner Mann – was nun? in einer Aufzeichnung aus dem Schauspielhaus Bochum, inszeniert von Peter Zadek nach der gleichnamigen Revue von Tankred Dorst, dem wiederum der Roman "Kleiner Mann – was nun?" von Hans Fallada als Vorlage diente; die Uraufführung hatte in Bochum am 22. September 1972 stattgefunden, die Ausstrahlung im Fernsehen am 29. Dezember 1973. Im Laufe der Jahrzehnte gehörte Vosgerau mit prägnanten Rollen zur Besetzung etlicher Quotenrenner, man denke nur an den Durbridge-Straßenfeger Die Kette (1977), das sechsteilige Abenteuer Patrik Pacard (1984) oder die Kultserie Das Erbe der Guldenburgs", wo Vosgerau 1987 in einigen Episoden der intriganten Geschichten um ein wohlhabendes Adelsgeschlecht in Schleswig-Holstein den Patriarchen Martin Graf von Guldenburg mimte. Der stets distinguiert erscheinende Schauspieler war prädestiniert für Adlige oder Männer der Gesellschaft, machte jedoch auch in anderen Rollen stets eine gute Figur. In beliebten Krimiserien wie "Der Alte", "Derrick" oder Die Männer vom K3 war der im fortgeschrittenen Alter grau-melierte Vosgerau auf dem Bildschirm ebenso präsent wie beim Traumschiff oder in einigen Pilcher-Verfilmungen. Auf der Leinwand trat er eher selten in Erscheinung, zu nennen ist unter anderem der Film Die wilden Fünfziger (1983), gedreht von Peter Zadek nach dem Roman "Hurra, wir leben noch" von Johannes Mario Simmel. Mitte 2000 zog sich der beliebte Schauspieler altersbedingt vom Filmgeschäft zurück; er war verwitwet, Vater eines Sohnes und lebte im niedersächsischen Wolfenbüttel. 

 

(Vielen Dank an www.steffi-line.de - News vom 18. Januar 2021)

 

 

 

Ehrung für Barbara Sukowa
 

20. Januar 2021

Die deutsche Schauspielerin Barbara Sukowa hat den Prix Lumière als beste Schauspielerin gewonnen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihre Darstellung in dem Film Deux und teilt sie sich mit der französichen Filmpartnerin Martine Chevallier. Dieser Preis wird seit 1995 von der Auslandspresse vergeben, er entspricht dem amerikanischen Golden Globe. Leider konnte wg. der Corona-Krise die Verleihung nicht stattfinden, sondern wurde zuvor aufgenommen und am Dienstag im französischen Fernsehen ausgestrahlt.

Der Film heißt zu deutsch "Wir beide" und geht für Frankreich ins Rennen um die Nominierung als Ausland-Oscar.

 

 

 

 

 

Caterina Valente feiert ihren 90. Geburtstag
 

Caterina Valente,
hier 1966 bei der Aufzeichnung der "Caterina-Valente-Show"

©Ron Kroon / Anefo

 

 

Caterina Valente feierte am 14. Januar 2021 ihren 90. Geburtstag.
Caterina Valente in den 1980er-Jahren

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

 

 

 

Die Künstlerin wuchs auf im Zirkusmilieu, wobei ihr Vater Giuseppe Akkordeonspieler und ihre Mutter Maria als Musikclown auftraten. Sie hat drei Geschwister, wobei Bruder Silvio Francesco auch in der Showbranche tätig war. Ihren ersten Auftritt hatte sie im Alter von fünf Jahren zusammen mit ihren Geschwistern in der Zirkusmanege.

 

Sie ist Sängerin, Tänzerin, sie spielt Gitarre, ist Stepptänzerin, Schauspielerin und Entertainerin. Ihr musikalisches Repertoire ist gewaltig, sie singt Jazz, Musical, Chansons und Schlager. In Deutschland hatte "die Valente" ihre große Zeit in den 1950er- und 1960er-Jahren mit Musikshows im Fernsehen und auf der großen Leinwand. Ihr Titel "Ganz Paris träumt von der Liebe" verkaufte sich in Deutschland 900.000 mal. Weitere Titel, die jeder kennen müsste und fast zu Gassenhauern geworden sind, waren "Komm ein bißchen mit nach Italien" (1956), "Wo meine Sonne scheint" (1957), "Spiel noch einmal für mich, Habanero" (1958) und "Tschau, Tschau, Bambina" (1959) und "Steig in das Traumboot der Liebe". Ich kann mich erinnern, dass ich als kleines Mädchen, 4 oder 5 Jahre alt, ihren Song "Tipitipitipso" nachgesungen habe.

Sie erhielt als erste Nicht-Amerikanerin 1965 aus der Hand von Sammy Davis, Jr. den Fame Award als beste Sängerin im US-Fernsehen.

 

Im deutschen Fernsehen war sie mit etlichen Musik-Shows vertreten wie "Bonjour Caterin" (erstmals 1957 in der ARD, 10 Folgen), "Die Caterina Valente-Show" (ZDF, 8 Folgen) und weitere auch in anderen europäischen Ländern. Außerdem erhielt sie viele Musik- und Medienpreise, u.a. zuletzt 2005 den Bambi (in der Kategorie „Ehren-Bambi“ für ihr Lebenswerk). 1986 bekam sie durch Lothar Späth das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland überreicht, anlässlich ihres 50jährgen Bühnenjubiläums.

 

Weitere Informationen über diese vielseitige Künstlerin sind zu lesen bei Wikipedia, Filmportal und www.steffi-line, auf der SWR-Seite.

 

 

 

Regisseur und Drehbuchautor
Rainer Simon wird 80!
 

Rainer Simon, hier bei Dreharbeiten zum Film "DIE BESTEIGUNG DES CHIMBORAZO" (1988/89)

 Mit freundlicher Erlaubis der
©DEFA-Stiftung
Fotografen: Wolfgang Ebert, Dietram Kleist

Rainer Simon wurde am 11. Januar 1941 in Hainischen, Landkreis Döbeln, geboren. Er zählt zu den bekanntesten Regisseuren der DEFA. Nach dem Abitur diente er in der Nationalen Volksarmee und begann 1961 ein Studium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Potsdam-Babelsberg. Sein Diplomfilm war Peterle und die Weihnachtsgans Auguste. Beim DEFA-Studio für Spielfilme war er Assistent bei Konrad Wolf und Ralf Kirsten.

Sein erstes eigenes Projekt, die Adaption des Romans Die Moral der Banditen von Horst Bastian, muss er 1965 abbrechen. 1968 erhält er einen Regie-Vertrag bei den DEFA-Studios für Spielfilme. Erste Arbeit war hier der 1969 gedrehte DEFA- Märchenfilm Wie heiratet man einen König mit den Hauptdarstellern Cox Habbema als Bauerntochter und Eberhard Esche als König.

Mit Japud und Boel inszeniert er einen der wichtigsten DEFA-Filme der 1980er Jahre, der aber erst Jahre später in die Kinos kommt. Im "Lexikon der Regisseure und Kameraleute" ist zu diesem Film zu lesen: "Jadup und Boel, der - nach einem Roman von Paul Kanut Schäfer - Nachkriegsträume und Real-Sozialismus in der DDR anhand eines Kleinstadt-Bürgermeisters (Kurt Böwe) konfrontiert, wird 1981 kurz vor der Premiere verboten. 1988 aufgeführt, erweist er sich als einer der wichtigsten DEFA-Filme des letzten DDR-Jahrzehnts". Weitere Schauspieler in diesem Film sind Gudrun Ritter, Michael Gwisdek und Käthe Reichel.

Sein 1985 gedrehter Film Die Frau und der Fremde wurde als einziger DDR-Film auf der Berlinale ausgezeichnet.

Weitere Filme von Rainer Simon sind Männer ohne Bart (1971), Till Eulenspiegel (1975) mit Winfried Glatzeder in der Titelrolle, Zünd an, es kommt die Feuerwehr (1978), ebenfalls mit Winfried Glatzeder, Das Luftschiff (1982), Die Frau und der Fremde (1984) und Wengler und Söhne - Eine Legende (1986/87).

Im September 1989 kam der von der DDR und BRD koproduzierte Film Die Besteigung des Chimborazo in die Kinos, ein Film über Alexander von Humboldt mit Jan Josef Liefers in der Hauptrolle. Nach der Wende drehte Rainer Simon die Filme Der Fall Ö. und Fernes Land Pa-isch. Von 1993 bis 1996 arbeitete Rainer Simon als Professor an der "Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg. Außerdem arbeitete er mit am Drehbuch des Volker Schlöndorff-Films Der Unhold (1995).

 

Die Autobiografie mit dem Titel "Fernes Land - die DDR, die DEFA und der Ruf des Chimborazo" und sein erster Roman "Regenbogenboa" über einen Deutschen, der die letzten 30 Jahre seines Lebens im Urwald Amazoniens verbringt, erschienen 2005.

 

 

 

Erster Tatort mit den bayerischen Kommissaren
 

Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr in ihrem ersten Tatort "Animals" von 1991
Foto: Bavaria Film GmbH/BR/Thomas Klausmann
Am 1. Januar 1991 startete die erste Folge der TV-Serie Tatort mit den Münchner Kommissaren Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl). Mittlerweise haben die zwei Kriminalisten 85 Fälle gelöst.

Die erste Folge hieß "Animals" (8,71 Millionen Zuschauer) und handelte von einer mörderischen Auseinandersetzung zwischen Gegnern und Befürwortern von Tierversuchen.

 

Am Dienstag, 29. Dezember 2020, 20:15 Uhr bzw. 22:45 Uhr, sind die beiden Tatort-Folgen "Jagdzeit" aus 2011, in der Regie von Peter Fratzscher und "Animals" in der Regie von Walter Bannert zu sehen. Weiterhin zeigt der Sender am 29. Dezember von 22 bis 22:45 Uhr ein Porträt über beide Schauspieler.

Der Bayerische Rundfunk schreibt dazu: "In der Dokumentation "30 Jahre Batic und Leitmayr - Die Zwei vom Tatort" wirft Autor Heiko Rauber einen Blick zurück auf die filmischen Höhepunkte von Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Er spricht mit den Schauspielern über ihre Rollen im Laufe der Zeit, interviewt Kolleginnen und Kollegen, Regisseure und Regisseurinnen, die mithalfen, den Münchner Tatort in dieser Besetzung zu einer der beliebtesten Sendungen der ARD und des Bayerischen Rundfunks zu machen. Ein liebevoller Blick hinter die Kulissen eines Erfolgsformats." (Der Film wird bis zum 29. März 2021 in der BR Mediathek zu sehen sein).

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 25. April 2021

 

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