Gerd Böckmann

  

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Interview aus den Westfälischen Nachrichten vom 22. März 2014

  

Gerd Böckmann bei Filmportal und IMDb

  

  

      

     

  

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Gerd Böckmann

Das Foto wurde mir von der Agentur www.divina.at zur Verfügung gestellt

Gerd Böckmann wird 1944 in Chemnitz geboren.

  

Zunächst spielt er am Schillertheater Berlin, danach sind weitere Stationen das Staatstheater Stuttgart, das Thalia Theater sowie das Schauspielhaus in Hamburg, das Bayerische Staatsschauspiel und das Schauspielhaus Zürich. 

    

Zusammenarbeit mit den Regisseuren Boleslaw Barlog, Hans Lietzau und Dieter Dorn. Am Schauspielhaus Hamburg war er 1975 in Rudolf Noeltes Inszenierung von O´Neills «Eines langen Tages Reise in die Nacht» zu sehen (auch 1971 als Fernsehspiel von  Peter Beauvais gedreht), am Staatstheater Stuttgart spielte er 1986 die Rolle des Roma in Mamets «Hanglage Meerblick» unter der Regie von Dieter Giesing. Bei den Salzburger Festspielen spielte er in Giorgio Strehlers «Spiel der Mächtigen» (1973) und in Andrea Breths Inszenierung von Schnitzlers «Das weite Land» (2002).

Seit 1999 ist Gerd Böckmann wieder Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters, dem er bereits von 1977-1986 angehörte. In Wien war er u.a. in der Titelrolle in Juri Ljubimows Dostojewski-Bearbeitung «Raskolnikow» zu sehen und arbeitete u.a. mit Andrea Breth, Andreas Kriegenburg und Sebastian Hartmann zusammen.

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Gerd Böckmann

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Neben seiner Arbeit als Schauspieler führt Gerd Böckmann auch selbst Regie. Er inszenierte u.a. am Staatstheater Stuttgart die deutschsprachige Erstaufführung von David Mamets «Edmond» und Thomas Bernhards «Theatermacher», an den Münchner Kammerspielen Harold Pinters «Hausmeister», am Schauspielhaus Zürich Bernhards «Am Ziel» und an den Hamburger Kammerspielen «Hautnah» von Patrick Marber. 

  

Szene aus dem sehenswerten Fernsehfilm "Die Wannseekonferenz":
Am 20. Januar 1942 fand in einer Villa am Großen Wannsee bei Berlin ein Treffen von 15 führenden Repräsentanten verschiedener Ministerien und Dienststellen des NS-Staates statt. Einziger Tagesordnungspunkt: die "Endlösung der Judenfrage". Das dokumentarische Fernsehspiel von Autor Paul Mommertz und Regisseur Heinz Schirk rekonstruiert anhand der Originalprotokolle den Ablauf dieser Konferenz, die zum Ausgangspunkt der Vernichtung der europäischen Juden wurde.
Zu sehen sind hier von li. nach re.: Hans-Werner Bussinger, Friedrich G. Beckhaus, Dietrich Mattausch (als R. Heydrich), Gerd Böckmann (als Adolf Eichmann) und Martin Lüttge
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Foto: ARD
Bekannt wurde Böckmann auch durch seine Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. Die Buddenbrooks (Regie: F. P. Wirth), in den Fernsehspiel Die Wannseekonferenz hat er die zweifelhafte Aufgabe, den SS-Obersturmballführer Adolf Eichmann zu spielen (Regie: Heinz Schirk). Der Film erhielt den Grimme-Preis, die Silberne Nymphe in Monte Carlo und den Preis des World Television Festivals in Tokio.

 

Unbedingt anerkennenswert ist seine Rolle in dem 1994 von Ulrich Stark in Szene gesetzten Tatort (Mord in der Akademie), wo er zusammen mit Joachim Kemmer ein unglückliches homosexuelles Paar spielt. Weiterhin sehenswert ist das Fernsehspiel Von einem Tag zum anderen mit Karin Anselm an seiner Seite, Regie: Wolfgang Becker. Hier mimt er einen Ehemann, der damit zurechtkommen muss, dass er nach einem Unfall von heute auf morgen an den Rollstuhl gefesselt ist. Für dies Rolle erhielt er 1981 den "Goldenen Gong".

 

  

2010 lief unter der Regie von Reinhold Bilgeri der Kinofilm Der Atem des Himmels. Im Winter des Jahres 1954 sterben in einem Bergdorf der österreichischen Alpen  57 Menschen. Bis dato die größte Lawinenkatastrophe im Alpenraum. --- Es ist die Liebesgeschichte zwischen der verarmten Adeligen Erna von Gaderthurn, die im Alter von 41 Jahren beschließt, ein neues Leben als Volksschullehrerin in Blons, einem kleinen Dorf in den Vorarlberger Alpen, zu beginnen, und einem eigenwilligen Volksschullehrer, der gleichzeitig einer der ersten Lawinenforscher in Vorarlberg war. Seinen Höhepunkt erreicht das Liebesdrama mit der historischen Lawinenkatastrophe von 1954 im Großen Walsertal, der größten, die je im Alpenraum stattgefunden hat. (aus: www.film.at)

 

2011 war Gerd Böckmann in der Rolle des Arztes Kádár in dem ungarischen Spielfilm Kaland - Das letzte Abenteuer, Regie: József Sipos, Drehbuch: Francisco Gózon, zu sehen. Leider habe ich über das Datum 2012 (Rolle in der TV-Serie "Soko Stuttgart) hinaus keine weiteren Filme mehr gefunden, an denen der Schauspieler beteiligt ist.

 

Bei www.steffi-line.de ist über den Künstler u.a. noch zu lesen: "Gerd Böckmann, der eine Zeit lang mit Schauspielerkollegin Gertraud Jesserer liiert war, hält neben seiner Arbeit als Darsteller und Regisseur Lesungen ab und engagiert sich für ambitionierte Audio-Produktionen; so ist er beispielsweise mit Joseph Conrads "Herz der Finsternis" zu hören. Auch als Synchronsprecher war er gefragt, lieh unter anderem Henry Fonda (1938, "Jezebel", 2. Synchronfassung), Giancarlo Giannini (1976, "Die Unschuld") und Gérard Depardieu (1980, "Die letzte Metro") seine Stimme."

  

 

  

  

    

  

  

  

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet:
1. April 2019
 
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