Paul Verhoeven

Regisseur - Darsteller

 

   

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Paul Verhoeven als ehemaliger Theaterdirektor Harro Hassenreuter in der TV-Adaption von Hauptmanns "Die Ratten" (1969; Regie: Peter Beauvais); Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt von "Pidax film"
Paul Verhoeven als ehemaliger Theaterdirektor Harro Hassenreuter in der TV-Adaption von Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten"
(1969; Regie: Peter Beauvais)

Foto zur Verfügung gestellt von "Pidax-Film"
 

Geboren am 23. Juni 1901 in Unna / Westfalen.

Gestorben am 22. März 1975 in München.

 

Seine Kinokarriere begann er Mitte der 1930er-Jahre. Seinen Debütfilm hatte er 1935 als Barmixer Billy in Der Kaiser von Kalifornien von und mit Luis Trenker. 1937 drehte P. V. seinen ersten eigenen Film: Die Fledermaus (nach der Operette von Johann Strauß). Bei Filmportal ist zu lesen (Zitat): "Während der NS-Zeit drehte er "nur" Unterhaltungsfilme und setzte dies einige Jahre nach dem Krieg wieder fort, steht damit allerdings durchaus in jenem Kontext, der später zur Auflehnung der Jungfilmer gegen "Papas Kino" führte."

 

Zu Beginn der 1930er-Jahre Tätigkeit als Intendant am "Theater am Schiffbauerdamm" in Berlin und von 1946 - 1949 Intendant beim Staatsschauspiel München. 1935 schrieb er – zusammen mit Toni Impekoven – das Libretto zu dem musikalischen Lustspiel Das kleine Hofkonzert von Edmund Nick.

  

Inszeniert auch Kinofilme wie Ihr schönster Tag (1961, mit Inge Meysel) oder Der Jugendrichter (1963, mit Heinz Rühmann in der Titelrolle).

 

Ab 1963 Schauspieldirektor der Münchner Kammerspiele.

 

Auch für das Fernsehen war Paul Verhoeven tätig, in etlichen Rollen sah man ihn als Schauspieler, wie 1967 in Das Attentat - Walther Rathenau (Regie: Theodor Grädler), 1967 in Paarungen (Regie: Michael Verhoeven), 1967 in Ein Mann namens Harry Brent (Regie: Peter Beauvais), Babeck (1968, 3teiliger TV-Film von Wolfgang Becker) oder Kressin und der tote Mann im Fleet (1971, Regie: Peter Beauvais, aus der "Tatort"-Reihe). Der Film Taxi 4012 ist ein in München spielender Kriminalfilm, zu dem P.V. das Drehbuch schrieb und Theodor Grädler Regie führte.

 

In seinen Regiearbeiten für das Fernsehen setzte Verhoeven die unterhaltsame Linie der Kinofilme nicht einfach fort, sondern engagierte sich mehr inhaltlich, etwa mit Die Abenteuer des braven Soldaten Schweijk (1958) nach Jaroslav Haseks Roman, Die letzte Station (1958) nach Erich Maria Remarque, Die Troerinnen des Euripides (1959), weiterhin inszenierte er Nachtasyl (1959) von Maxim Gorki, Die große Wut des Philipp Hotz (1960) von Max Frisch. Der historisch interessierte Regisseur mit leichter Hand gilt als "Dokumentarspiel-Regisseur: Der Fall Jeanne d'Arc (1966), Der Fall Mata Hari (1966), Der Panama-Skandal (1967) und Der Hitler/Ludendorff-Prozeß (1971) von Maria Matray / Anselm Krüger.

 

Paul Verhoeven war mit der Schauspielerin Doris Kiesow verheiratet und hat mit ihr drei Kinder (Liz, Monika und Michael). Einen weiteren Sohn (Thomas Schultze-Westrum) hat Paul Verhoeven mit der Schauspielerin Edith Schultze-Westrum (>>> lt. Wikipedia bzw. Filmportal).

 

Paul Verhoeven starb am 22. März 1975 auf offener Bühne bei einer Gedenkfeier für die kurz zuvor verstorbene Schauspielerin Therese Giehse. Auch sein Sohn Michael, der promovierter Arzt ist, konnte seinem Vater nicht mehr helfen.

 

(Quelle: u.a. Egon Netenjakob: "TV-FILMLEXIKON - Regisseure - Autoren - Dramaturgen", Fischer-Cinema TB-Verlag, Originalausgabe März 1994, Frankfurt/Main - mit Erlaubnis des Autors)

 

 

Filme, an denen Paul Verhoeven beteiligt war (Auszug):

 

Adam und Eva ...R, 1962, WDR

 

Die Abenteuer des braven Soldaten Schweijk ...R, 1958, BR

 

Bedaure, falsch verbunden ...R, 1962, SDR

 

Fall Jeanne d'Arc ...R 1966, ZDF

 

Der Fall Mata Hari ...R, 1966, ZDF

 

Der Fehltritt ...R, 1960, SDR

 

Froher Herbst des Lebens ...R, 1961, BR

  

Der geheimnisvolle Dr. Mander ...R, 1957, BR

 

Geliebt in Rom ...R, 1963, BR

 

Gottes zweite Garnitur ...R, 1967, ZDF

 

Die große Wut des Philipp Hotz ...R, 1960, SDR

 

Der große Schatten ...R, 1942, 95 Min.

Bei der Aufführung von Calderons "Richter von Zalamea" begegnet ein junger Schauspieler seinem berühmten älteren Kollegen wieder, dessen Tochter vor Jahren Selbstmord beging, nachdem er sie verführt und im Stich gelassen hatte. Der Ältere findet die Kraft zum Verzeihen und zur Versöhnung, als er sich von der Reue und inneren Wandlung seines Widersachers überzeugt hat.

Theater im Film und theatralische Konflikte, in denen die Handlung des Theaterstücks zeitgemäß variiert wird. Immer noch fesseld dank der überragenden Charakterdarstellung Heinrich Georges.

Kamera: Richard Angst

Darsteller: Heinrich George, Heidemarie Hatheyer, Will Quadflieg, Marina von Ditmar, Ernst Stahl-Nachbaur

 

Der Hitler/Ludendorff-Prozess ...R, 1971, ZDF

 

Ihr schönster Tag ...R, 1962

Als Portiersfrau hat Annie Wiesner eine Lebensphilosophie eigener Art entwickelt. Ihr Weltbild gerät aber ins Wanken, als die angeblich verheiratete Tochter mit einem unehelichen Kind aus Amerika zurückkommt, der Sohn heimlich das Studium der Medizin mit dem der Volkswirtschaft vertauscht und das Nesthäkchen sich in einen Jazztrompeter verliebt. Es ist ihr schönster Tag, als sie sich alles unverhofft zum Guten wendet.

(aus: Broschüre "Die deutschen Filme", Export-Union der deutschen Filmindustrie, Wiesbaden)

Darsteller: Inge Meysel, Rudolf Platte, Götz George, Sonja Ziemann, Brigitte Grothum, Axel Scholtz

  

Kleider machen Leute ...R, 1963, WDR (nach der Novelle von Gottfried Keller)

 

Die letzte Station ...R, 1958, SFB

"Die letzte Station" erzählt vom Ende des Lebens. Vom Alter, der Erinnerung an ein Leben und dem Tod. Wie wollen wir altern? Wie wollen wir sterben? Was bleibt am Ende? Was kommt danach? Gibt es ein „Danach“? Und: Was ist der Sinn von all dem? Eine kleine Gemeinschaft alternder, sterbender Frauen und Männer trifft in der letzten Station aufeinander. Es wird gesungen, getanzt, gelacht und gestorben. Im Zentrum des Geschehens steht eine sterbende Frau. Hannah liegt im Sterben. An ihrem Sterbebett sitzt Karl. Er erzählt ihr Geschichten in der Hoffnung sie wieder zu Bewusstsein zu erwecken, während Hannah bewusstlos zwischen Traum, Erinnerung und dem Tod schwankt.

Darsteller: Heidemarie Hatheyser, Kurt Meisel.

 

Das Lied der Taube ...R, 1960, BR

 

Mamselle Nitouche ...R, 1963, SDR

 

Nachtasyl ...R, 1959, HR

 

Der Panamaskandal ...R, 1967, ZDF

 

Die Sache mit dem Ring ...R, 1961, SDR

 

Seit Adam und Eva ...R, 1962, WDR

 

Die selige Edwina Black ...R, 1958, BR

 

Die Troerinnen des Euripides ...R, 1959, BR

 

Verdacht gegen Barry Croft ...R, 1972, ZDF (Karlheinz Böhm in der Titelrolle)

 

Vor Nachbarn wird gewarnt ...R, 1965, ZDF

 

Zweierlei Maß ...R, 1964, ZDF

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet: 6. März 2024

 
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