Filmhaus-Nachrichten

2015

    

 

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Schauspielerin Karen Friesicke 

gestorben

Wie heute, am 28. Januar 2016, erst bekannt wurde, ist die am 11. April 1962 geborene Hamburger Schauspielerin Karen Friesicke im Alter von nur 53 Jahren am 25. Dezember 2015 gestorben. 

 

Die Schauspielerin war als Komikerin ebenso vertreten wie in seriösen Filmen wie z.B. in Die Mutter des Killers oder in Aimee und Jaguar (1999). 1996 war sie neben Ingolf Lück, Anke Engelke und Marco Rima eine feste Größe in der Comedy-Serie bei SAT.1 "Wochenshow". Sie spielte in der TV-Serie "Harald und Eddie" mit Juhnke und Arent als Partner und hatte Rollen in diversen TV-Serien wie "In aller Freundschaft", "Großstadtrevier", "Die Rettungsflieger". Ihre letzte Rolle als Serienstar hatte sie 2015 in "Rote Rosen" als Constanze Münzberg. 

Außerdem hatte sie Engagements und Gastrollen an diversen Hamburger Theatern, wo sie an den Kammerspielen als Elise in "Elling" oder als Marthe Boll in "Die Physiker" auftrat.

 

Karen Friesicke wurde im Kreise ihrer Familie beigesetzt. Die Todesursache soll Suizid gewesen sein.

Die Schauspielerin hinterlässt zwei Söhne und ihren Lebensgefährten, den polnischen Schauspieler Marek Wlodarczyk.

    

  

  

Polizeiruf 110 erstmals grenzübergreifend

 

Heute, am 20.12.2015, läuft in der ARD der erste "Polizeiruf" mit Kripobeamten aus Deutschland und Polen - das ist ein- und erstmalig in der Geschichte der Serie. Nachdem Polizeihauptmeister Krause (Horst Krause) in Rente gegangen ist, hat sich Olga Lenski (Maria Simon) versetzen lassen. Sie arbeitet nun mit einem neuem Kollegen, Kriminalhauptkommissar Adam Raczak (Lucas Gregorowicz) im deutsch-polnischen Grenzgebiet bei Frankfurt an der Oder zusammen. Titel des Polizeirufs Grenzgänger.

Man darf gespannt sein.

  

  

     

Edgar Reitz wird Schirmherr des

Lichter Filmfestes in Frankfurt

 

Im nächsten Jahr wird Edgar Reitz («Heimat»), Regisseur der ersten Stunde des "neuen deutschen Filmes", Schirmherr über das Lichter Filmfest in Frankfurt/M. Das Festival, welches seit 2008 besteht und von einer Gruppe junger Filmschaffender gegründet wurde, findet vom 29. März bis 3. April 2016 statt. Reitz war in den 1980er-Jahren mit seiner Trilogie Heimat, Geschichten aus dem Fantasiedorf Schabbach im Hunsrück, bekannt geworden.

(Quelle: www.welt.de, 16.12.2015)

  

  

   

Film ohne Drehbuch

 

Bei www.moviepilot.de ist heute (19.11.2015) zu lesen, dass Regisseur Jan Georg Schütte mit etlichen Prominenten, darunter Anke Engelke, Magdalena Boczarska, Bjärne Mädel (Mord mit Aussicht), Anneke Kim Sarnau (Polizeiruf), Gabriela Maria Schmeide, Katharina M. Schubert, Devid Striesow und Michael Wittenborn einen Film mit dem Titel Wellness für Paare gedreht hat, der ohne Drehbuch auskommt.

  

Weitere Informationen sind hier zu finden.

  

  

  

TV-Vorschau auf 2016

 

V.l.n.r.: Edward Pilaster (Daniel Straesser), Joseph Pilaster (Thorsten Merten), Seth Pilaster (Rolf Hoppe), Samuel Pilaster (Axel Milberg) und Hugh Pilaster (Dominic Thorburn)

Foto: ZDF / Patrick Redmond

Das ZDF bringt einen großen zweiteiligen Fernsehfilm nach dem Weltbestseller von Ken Follett: Die Pfeiler der Macht.

 

Ausstrahlungstermin ist Montag, der 25. Januar 2016 und Mittwoch, der 27. Januar 2016.

 

Regisseur Christian Schwochow (Bornholmer Straße, Der Turm) hat für das ZDF Ken Folletts Die Pfeiler der Macht als aufwändigen Zweiteiler verfilmt. Die Familien- und Liebesgeschichte zwischen dem Bankierssohn Hugh und dem Arbeitermädchen Maisie führt in das viktorianische England des 19. Jahrhunderts und behandelt das Verhältnis von Herkunft und Lebensglück. 

  

Neben Dominic Thorburn, Laura de Boer und Jeanette Hain spielen Thorsten Merten, Axel Milberg, Yvonne Catterfeld, Rolf Hoppe, Albrecht Abraham Schuch, Daniel Sträßer, Luca Marinelli, Maria Dragus, Stephanie Stumph, Gloria Endres de Oliveira und David Bennent.

  

Produzent: Constantin Film.

  

Man darf gespannt sein.

  

  

  

  

Schauspieler Horst Keitel und seine Frau Herta Kraviva wählten den Freitod

 

 

Horst Keitel

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

Schauspieler Horst Keitel und seine Ehefrau, die Schauspielerin Herta Kravina, die seit 1964 verheiratet waren, wählten den Freitod. Beide wurden am 6. November  in ihrer Wohnung in Berlin-Charlottenburg tot aufgefunden. Wie bekannt wurde, litt die Schauspielerin Herta Kravina schwer an Morbus Alzheimer.

 

Horst Keitel wurde am 22. Juni 1928 geboren. Nach dem Schulbesuch und Kriegsdienst hatte er sein erstes Engagement am Theater Heiligenstadt. 1952 kam er nach Berlin, wo er u.a. an der Komödie, am Renaissance-Theater, am Berliner Theater, am Hebbel-Theater und an der Tribüne spielte. Ab den 1970er-Jahren war Keitel zumeist an den Hamburger Kammerspielen und am Ernst-Deutsch-Theater in Hamburg zu sehen.

Herta Kravina und Horst Keitel zusammen auf der Theaterbühne

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

Bereits seit 1953 war Horst Keitel auch für das Fernsehen tätig. Der Bekanntsheitsgrad des Mimen stieg sprunghaft an, als er mit Claus Wilcke zusammen in der 52teiligen TV-Serie Percy Stuart  die Rolle des schrulligen Rechtsanwalts Reginald Prewster übernahm. Die Serie lief von 1969-1972 Jahre über den Bildschirm.

Bei steffi-line.de ist u.a. zu lesen: "Darüber hinaus war Horst Keitel seit Jahrzehnten für Hörspielproduktionen und für die Synchronisation tätig, so lieh er unter anderem John Carradine sowie Desmond Llewelyn, dem Trickspezialisten von "007" in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" (1969) seine Stimme".

 

Herta Kravina, die 1926 in Wien geboren wurde, ist jugoslawischer Abstammung. Sie machte ihre Schauspielausbildung am Wiener Konservatorium. Ihr Debüt war die Buhlschaft im "Jedermann" am Landestheater in Salzburg. Weitere Engagements hatte Herta Kravina am Theater in der Josefstadt, an den Wiener Kammerspielen und am Kleinen Theater im Konzerthaus in Wien. Sie spielte auch in Deutschland und wurde festes Ensemblemitglied an den Hamburger Kammerspielen, wo sie bis Mitte der 1980er-Jahre verpflichtet war. Zu ihren großen Bühnenrollen gehörte die Marie in "Woyzeck", die Medea in Anouilh gleichnamigem Theaterstück und die Titelrolle in "Elektra" von Jean Giraudoux u.a. In den 1980er-Jahren hatte sie zahlreiche Theatertourneen, die sie auch mit ihrem Ehemann unternahm.

Ab den 1960er-Jahren war sie ebenfalls - wie ihr Ehemann Horst Keitel - in zahlreichen TV-Rollen zu sehen. Außerdem sprach sie in etlichen Hörspielen beim österreichischen Rundfunk, und auch in deutschen Radiosendern wie NWDR und beim SFB zu hören. 

Herta Kravina war Synchronsprecherin und lieh u.a. Peggy Lee und Zsa Zsa Gabor ihre Stimme.

 

 

 

  

  

Filmfestspiele Biberach 2015

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

In Biberach an der Riß haben die 37. Filmfestspiele begonnen. Sie dauern vom 4. - 8. November 2015.

Seit ihrer Gründung 1979 widmen sich die Biberacher Filmfestspiele ausschließlich dem deutschen Film. Und seit dieser Zeit sieht sich das Festival als Förderer des deutschen Filmnachwuchses.

 

Insgesamt werden 8 "Biber" verliehen:

"Goldener Biber" - Preis für den besten Spielfilm, er ist mit 8000 Euro dotiert.

"Fernseh-Biber" - Preis für den besten Fernsehfilm von Hans W. Geißendörfer, dieser ist mit 3000 Euro dotiert.

"Doku-Biber" -  Preis für den besten Dokumentarfilm, der mit 3000 Euro durch LIEBHERR dotiert ist.

"Debüt-Biber" - Preis für den besten Debüt-Spielfilm. Dieser Preis wird durch den Landkreis Biberach und die OEW gestiftet und ist mit 3000 Euro dotiert. Mit dabei der Film Bach in Brazil mit Edgar Selge und Franziska Walser.

"Kurzfilm-Biber" - durch die Film Commission Region Ulm, er ist dotiert mit 2000 Euro.

"Schüler-Bieber" - Dieser Preis wird von der Schüler-Jury der Biberacher Filmfestspiele vergeben. Diese setzt sich aus fünf Schülern zusammen. Die Filme in diesem Wettbewerb sind eine Auswahl aus allen Filmen des Festivals. Dotiert ist er mit 3.000 EURO durch die Kreissparkasse Biberach.

"Publikums-Biber" - Für die Publikums-Jury können sich Leser der Schwäbischen Zeitung, von Donau3FM und die Mitglieder des Vereins Biberacher Filmfestspiele bewerben. Verein und Medienpartner wählen die Jury aus, die eine Auswahl aller Filme des Festivals sichtet und ihren Publikumsfavoriten kürt. Der Preis ist mit 2.000 EURO durch die Biberacher Werbegemeinschaft e.V. dotiert.

"Ehren-Biber" - Der Preis wird vergeben für besondere Verdienste um den deutschen Film. Er ist undotiert und wird vom Verein Biberacher Filmfestspiele e.V. verliehen. Den Ehren-Biber soll Klaus Maria Brandauer erhalten.

(Quelle: www.filmfest-biberach.de

   

 

Weitere Hinweise sind zu finden bei www.swr.de

  

  

Nachtrag vom 9. Nov. 2015

Bei den Filmfestspielen hat die deutsche Komödie "God of Happiness" den goldenen Biber bekommen. Das Festival hatte 13.000 Besucher zu verzeichnen.

      

  

  

Fernsehfilm der Woche am

9. November 2015 im ZDF:

Zum Sterben zu früh 

 

Grandios in ihrem Spiel: Fritz Karl (li.) und Nicholas Ofczarek in einer Szene aus Zum Sterben zu früh

(Foto: ZDF/Gordon Timpen)

  

Vorab lief der Film bereits auf "arte". Jetzt wird er im ZDF wiederholt, und ich habe seit langer Zeit keinen so spannenden, gut gemachten Film gesehen. Garant dafür waren natürlich die beste Auswahl von Schauspielern, allen voran Fritz Karl und Nicholas Ofczarek als Kommissare und Lars Becker als Regisseur, der auch für die Krimireihe Nachtschicht verantwortlich zeichnet. 

Der Film Zum Sterben zu früh erzählt die Vorgeschichte zu dem erfolgreichen Polizeifilm Unter Feinden, inspiriert durch den Roman von Georg M. Oswald.

  

Inhalt: Eine nächtliche Verfolgungsjagd. Die Dealer in ihrem teuren Wagen kommen ins Schwitzen, denn die Kommissare Diller (Ofczarek) und Kessel (Karl) haben sie im Visier. Ein Routineeinsatz für das eingespielte Duo, für die langjährigen Freunde, die einander schon immer den Rücken freihalten. Und zurzeit hat Kessel Dillers Unterstützung bitter nötig: Seine Tochter leidet an schwerer Epilepsie, die Behandlung ist kostspielig und seine Ehe droht daran zu zerbrechen. Aber Kessel weiß, er kann auf Diller vertrauen und er liebt seine Frau. Deshalb ist er sich sicher: Alles wird gut. Und plötzlich ergibt sich tatsächlich eine Gelegenheit, dem Schicksal nachzuhelfen. Mit einer Tasche voller Drogen, die Kessel im Auto der geflüchteten Dealer entdeckt. Er zögert nur kurz und lässt sie dann mitgehen. Doch statt seine Probleme zu lösen, stürzt ihn diese Tasche in neue, weitaus größere Konflikte – und reißt seinen Partner Diller und seine Familie mit.

Weitere Schauspieler: Jessica Schwarz (Claire Kessel), Martin Brambach, Anna Loos, Lisa Maria Potthoff u.a.

Der Film wird am 9. November 2015 um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

(Quelle: Pressemappe ZDF)

  

  

  

Schauspieler Hans Teuscher

gestorben

 

Der Theater- und Filmschauspieler Hans Teuscher erlag seinem Krebsleiden und ist am 31. Oktober 2015 78jährig gestorben.

  

Hans Teuscher wurde in Dresden geboren und war auf zahlreichen Theaterbühnen zu Hause. Außerdem wirkte er mit in Fernsehfilmen und -serien mit. Teuscher kommt aus einer Familie, die eine lange Schauspielertradition nachweisen kann. Die Eltern, beide Großelternpaare und zwei Onkel waren ebenfalls Schauspieler. Hans Teuscher bestand seine Schauspielprüfung, kam dann an die Berliner Volksbühne und an das Deutsche Theater Berlin. Zwischen 1978 und 1988 war er in mindestens 30 DEFA- und DFF-Produktionen zu sehen.

Nach der Wende folgten Theater wie die Staatlichen Bühnen Berlin und das Renaissance-Theater des Westens. Hier war er Doktor Doolittle in "My fair Lady", der Lycus in "Zustände wie im alten Rom" von Stephen Sondheim oder der Vadergelder in "Hello, Dolly" von Jerry Herman (Musik) und Michael Stewart (Buch), was in München mehrmals wieder ins Programm aufgenommen wurde. Am Theater in Basel sah man ihn in "Don Carlos" und in Dresden am Staatsschauspiel in "Schau heimwärts, Engel" von Thomas Wolfe. Im Hamburg an den Kammerspielen war Hans Teuscher in Dieter Wedels "Ein besserer Herr" und am Theater "Winterhuder Fährhaus" als Gieseke in "Im weissen Rössl" zu sehen, um hier nur eine kleine Auswahl zu nenen. Seine letzte Rolle hatte auf der Bühne im Seefestival Wustrau als Amram in "Atlantis neue Welt".

  

Außerdem war Hans Teuscher ein vielbeschäftigter Synchronsprecher mit Sprechrollen für Pernell Roberts in In 80 Tagen um die Welt, Robert Vaughn in Hexenjagd, Jeffrey Lebowski in The Big Lebowski. Außerdem spricht er in den Trickserien SpongeBob Schwammkopf den Fliegenden Holländer, den B.P.Richfield in Die Dinos und in Avatar - Der Herr der Elemente den Onkel Iroh und viele andere mehr.

    

Im Fernsehen war Hans Teuscher seit 1959 (in Verwirrung der Liebe von Slatan Dudow), u.a. in Professor Mamlock (1961) in der Regie von Konrad Wolf, in der TV-Mini-Serie Jeder stirbt für sich allein (1970), in dem Drama Zeit der Störche (1971) in der Regie von Siegfried Kühn, in Helmut Dziubas Untergang der Emma (1974) ist Teuscher Direktor Drachner, in der TV-Verfilmung Egmont von Goethe ist er 1974 als Zimmermeister zu sehen. Der sympathische Mime war in weit über 100 Produktionen für das Fernsehen zu sehen, zuletzt in den TV-Serien Unser Charly, Großstadtrevier, SOKO 5113 und Notruf Hafenkante. Im Kino hatte er eine letzte Rolle in dem Spielfilm Dinosaurier von Leander Haußmann.

Weitere Filme mit Hans Teuscher sind bei IMDb gelistet.

  

Einen Nachruf hat die berliner-zeitung.

 

    

Belgische Regisseurin

Chantal Akerman gestorben

 

Die belgische Regisseurin Chantal Akerman, die erst im vergangenen März in Bielefeld mit dem renommierten Murnau-Preis für ihr Lebenswerk geehrt wurde, ist am 5. Oktober 2015 verstorben.

 

Weitere Informationen sind hier zu lesen:

www.sueddeutsche.de, Frankfurter Rundschau, www.zeit.de, Tagesspiegel und derstandard.at 

    

  

  

Schriftsteller

Henning Mankell

verstorben

 

Henning Mankell, hier bei einer Signierstunde anlässlich der Verleihung des Ripper-Awards in Unna 2009

Foto: Dr. Jost Hindersmann (User:Krimidoedel)

 

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

Am 5. Oktober 2015 ist der schwedische Schriftsteller und Theaterregisseur Henning Mankell im Alter von 67 Jahren in Göteborg verstorben. Bekannt wurde er bei uns vor allem mit seinen Geschichten um den introvertierten Kommissar Kurt Wallander, der seine "Fälle" auf ganz eigene Art löste (oder auch nicht).

 

Bei Wikipedia ist zu lesen: "Am 28. Januar 2014 gab Mankell in einer Tageszeitung seiner schwedischen Heimat bekannt, dass er an Krebs erkrankt sei. Anfang des Jahres 2014 wurden bei ihm Tumore in Hals und Lunge entdeckt, die sich möglicherweise bereits ausgebreitet hatten. Obwohl er unter diesem Schicksal sehr gelitten hatte, entschloss sich Mankell, seine Krankheit öffentlich zu machen und über seinen Kampf gegen sie in einer Kolumne zu berichten."

  

Nachrufe sind hier zu lesen: 

dtv-Verlagsgesellschaft, t-online.de, FOCUS, WAZ, Tagesschau

  

  

 

 

 

 

  

  

  

Literaturkritiker

Prof. Dr. Hellmuth Karasek auf der Frankfurter Buchmesse 2012

(4.1.1934-29.9.2015)

  

   

Literaturkritiker 

Dr. Hellmuth Karasek

gestorben

 

  Klaus-Maria Brandauer, Helga Schuchardt (frühere Kultursenatorin von Hamburg) und Hellmuth Karasek in den 1980er-Jahren

 

Foto: ©Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de  

Zwei Jahre, nachdem sein Sparringspartner Marcel Reich-Ranitzki gestorben war, hat sich auch Hellmuth Karasek von dieser Welt verabschiedet. Beide schrieben mit dem 12 Jahre lang ausgestrahlten Magazin "Das literarische Quartett", in welchem fast 400 Bücher besprochen wurden, Fernsehgeschichte. Das ZDF startete am 2. Oktober eine Neuauflage dieser Sendung, leider kann Hellmuth Karasek die Feuertaufe des Neustarts nun nicht mehr erleben. Er starb 81jährig am Dienstag, dem 29. September 2015.

 

Ein kleiner Gag, den sich Hellmuth Karasek vor gar nicht langer Zeit erlaubt hat, war die Rezension des Kataloges aus dem schwedischen Möbelkaufhaus IKEA als Werbegag. Der Mann hatte Humor. Ich wünsche ihm da oben noch viele Gespräche mit seinesgleichen. Er wird sich bestimmt mit Herrn Reich-Ranitzki weiterhin anlegen.

 

Hinweis zum Foto links:

Urheber: C. Grube (User: JesterWr)

Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

  

  

Nachrufe sind hier zu finden:

Hamburger Abendblatt, Badische Zeitung, FOCUS, FAZ, NDR, MDR,

Tagesspiegel, NWZ (Nordwest-Zeitung), Tagesschau, ZDF, DW (Deutsche Welle)

  

  

  

  

   

  

Umsatzrekord für Teil 2 von

Fack Ju Göhte

 

Noch nie hat ein deutscher Film an einem Startwochenende in unseren Kinos so einen Umsatz gemacht.

Der 2. Teil der Komödie Fack Ju Göhte um den "Aushilfslehrer" Zeki Müller (Elyas M'Barek) spielte in vier Tagen die unglaubliche Summe von 17,6 Millionen Euro ein. Zuschauermäßig war nur ein einziger Film besser besucht, und zwar der 2004 entstandene "(T)Raumschiff Surprise - Periode 1", und nur aufgrund der damals niedrigeren Kino-Eintrittspreise machte Bully Herbigs Film weniger Umsatz, nämlich "nur" 13,1 Millionen Euro.

    

  

  

Cutterin Thea Eymèsz gestorben

 

 

Am 18. September 2015 ist die Cutterin Thea Eymèsz verstorben. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Beteiligung an zahlreichen Filmen von Rainer Werner Fassbinder. Ihre filmische Laufbahn begann sie Anfang der 1960er Jahre im Trickstudio der Bavaria Film und montierte anschließend zahlreiche Reportagen und Industriefilme. 1968 lernte sie durch einen Zufall Peer Raben kennen. Weil der während der Postproduktion von GÖTTER DER PEST die Spulen durcheinanderbrachte, musste Eymèsz für Ordnung sorgen und den Film neu strukturieren. Fassbinder war von dieser Leistung derart beeindruckt, dass sich daraus eine lange und fruchtbare Zusammenarbeit entwickelte. Gemeinsam entstanden 15 Filme, unter denen sich so unterschiedliche Werke wie WARNUNG VOR EINER HEILIGEN NUTTE, ANGST ESSEN SEELE AUF und SATANSBRATEN befinden.

Auch neben diesen Kooperationen hinterließ Eymèsz ihre Spuren in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Sie arbeitete nicht nur mit namhaften Regisseuren wie Hanns Christian Müller, Uli Lommel und Helmut Dietl zusammen, sondern gab sich auch flexibel im Umgang mit verschiedenen Formaten. Davon zeugt sowohl ihre Arbeit fürs Fernsehen als auch ihre Offenheit gegenüber dem dokumentarischen Kino – für den renommierten Regisseur Erwin Leiser (DIE FEUERPROBE – NOVEMBERPOGROM 1938) schnitt sie etwa mehrere Filme. Bei ihrer letzten Arbeit als Cutterin – Shazbaz Noshirs ANGST ISST SEELE AUF – knüpfte sie 2002 noch einmal an eine ihrer erfolgreichsten Arbeiten mit Fassbinder an.

 

Quelle: Fassbinder-Foundation (02.10.2015)
  

  

  

Österreichischer Schauspieler

Peter Kern gestorben

 

Peter Kern im Festsaal des Rathauses Wien, Österreichischer Filmpreis, 23. Januar 2013

Foto: Manfred Werner (Tsui)

   

Wie ich heute erst erfahren habe, ist der österreichische Schauspieler, Filmproduzent und Autorenfilmer Peter Kern am 26. August 2015 im Alter von 66 Jahren nach langer Krankheit verstorben.

   

Der 1949 in Wien geborene Peter Kern war Sohn eines Kommunisten und einer Jüdin und gehörte einige Jahre den Wiener Sängerknaben an. Nach seiner Schauspielausbildung war er in seiner Heimatstadt engagiert. Sein Debüt beim Theater gab er als Gluthammer in Der Zerrissene an der Burgenländischen Landesbühne in Eisenstadt. Von 1968 an war er drei Jahre lang mit dem damals sehr neuen und angesagten Musical "Hair" auf Tournee. 

  

1971 setzte ihn Regisseur Peter Lilienthal in seinem Fernsehfilm Jacob von Gunten ein. Irgendwann wurde die deutsche neue Filmszene der 1970er-Jahre auf den schwergewichtigen Schauspieler aufmerksam und so bekam er weitere Rollen, z.B. in dem 1975 von Wim Wenders gedrehten Film Falsche Bewegung. Weiterhin war Kern zu sehen in Bockmayers Flammende Herzen, in Syberbergs Hitler, ein Film aus Deutschland, für den Kern bereits (nach Falsche Bewegung) mit dem zweiten Filmband in Gold ausgezeichnet wurde. Neben der gut laufenden Filmarbeit spielte er auch weiterhin an vielen Theaterbühnen in Deutschland und Österreich.

  

Peter Kern bei der Premiere seines Films Blutsfreundschaft im Wiener Gartenbaukino; Viennale 2009.

Foto: Manfred Werner (Tsui)

 

Weitere Regisseure wollten auf den Österreicher, der mit seiner physischen Präsenz immer auf sich aufmerksam machte, nicht verzichten. Und so holten ihn Peer Raben (Adele Spitzeder), Daniel Schmid (Heute nacht oder nie), Rainer Werner Fassbinder (Welt am Draht, Faustrecht der Freiheit, Bolwieser, Mutter Küsters' Fahrt zum Himmel, Despair), Hans W. Geißendörfer (Die Wildente, Sternsteinhof), Peter Zadek (Die wilden fünfziger), Uli Edel (Der harte Handel), Michael Lähn (Beate S.) u.a. 1991 war er in Werner Schroeters Malina und 1992 in Christoph Schlingensiefs Terror 2000 - Intensivstation Deutschland zu sehen. Weitere herausragende Filme sind in der Filmgalerie451 gelistet. 

  

1978 gründete Peter Kern seine eigene Filmproduktion, die "Luxor-Filmproduktion" und machte mit einigen Dokumentarfilmen auf sich aufmerksam, wie Die Wasserlilie blüht nicht mehr - Impressionen aus Manila (1980), Die Bootsmänner von Pagsanjan (1980), wobei er sich in weiteren Dokumentationen des öfteren mit der eigenen Homosexualität und seinem Übergewicht auseinandersetzte. 1983 drehte er zusammen mit Kurt Raab den Spielfilm Die Insel der blutigen Plantage, Darsteller, Regie, Produzent: Peter Kern. Der Film war nach seiner Uraufführung im Januar 1983 lediglich einige Male im Kino zu sehen, wurde dann aber wegen drastischer Sex- und Gewaltaufnahmen auf den Index gesetzt.

  

Seine politische Haltung hatte Kern 2002 in der Polit-Komödie Haider lebt - 1. April 2021 zum Thema gemacht, was ihm üble Stimmen, vor allem der Partei FPÖ eingebracht hat. Seine letzte Filmarbeit war der Spielfilm Der letzte Sommer der Reichen (2013-2015). Der Katalog der Intern. Filmfestspiele in Berlin weist den Film so aus: "Peter Kern gelingt ein bitterböses und opulentes Sittengemälde, in dem alle, arm wie reich, bestechlich oder zumindest verführbar sind und die Kriminalität mit dem Kapital unter einer Decke steckt. Ein Reigen der Korruption, und wer den Takt stört, der wird aus dem Weg geräumt." (zitiert)

 

Zahlreiche Nachrufe sind zu lesen in: t-online.de, Stern, Kurier, FAZ, Die Presse, Vienna.at, BR, Deutschlandradio, Wiener Zeitung u.v.a.

  

  

  

Jungschauspieler

Fynn Henkel gestorben

 

Während eines Musikfestivals in Budapest ereignete sich am 17. August 2015 ein tragischer Unfall, wobei der 18jährige Schauspieler Fynn Henkel in einem Zelt schlafend von einem herabfallenden Ast erschlagen wurde. Die hinzu gerufenen Sanitäter konnten trotz aller Versuche zur Wiederbelebung nichts mehr für den jungen Mann tun. Die Polizei ermittelt nun.

In seiner kurzen Karriere bekam Fynn Henkel 2012 von dem Schweizer Regisseur Xavier Koller eine der Hauptrollen in dem Film Die schwarzen Brüder, wo er als Giorgio an der Seite von Moritz Bleibtreu und Richy Müller zu sehen war.

  

(Weitere Hinweise bei stern.de und shz.de)

  

  

  

Staatsschauspieler

Rolf Henniger gestorben

 

Wie die Tochter des Schauspielers mitteilte, ist der Theater- und Filmschauspieler Rolf Henniger am 15. August 2015 im Alter von 89 Jahren gestorben.

Rolf Henniger wurde am 30. August 1925 als Sohn eines Volkswirtes in Erfurt geboren, dort wuchs er auf und besuchte die Schule. Nach Schulbesuch und Kriegsdienst kam er 1945 an das Theater Erfurt. Von dort aus waren seine Theaterstationen Nordhausen, Bochum, Zürich, München und Stuttgart. Ab 1957 gehörte er dem Ensemble der Staatlichen Schauspielbühnen Berlins an. Von 1977 - 1986 hatte er das Amt des Leiters des Studienbereichs Schauspiel an der Folkwang-Schule in Essen inne. Im Jahre 1966 erhielt der Schauspieler den Berliner Kunstpreis.

 

Im Kino war Henniger seltener zu sehen, u.a. an der Seite von Hildegard Knef als Wolf Gontram zu sehen in dem Film Alraune (1952), als Dr. Winters in Sauerbruch - Das war mein Leben (1954) mit Erich Ponto und Ewald Balser, vor allem aber 1966 in seiner Glanzrolle als König Gunther in Die Nibelungen in der Regie von Harald Reinl.

Im Fernsehen war er 1968 in Gerhard Klingenbergs Der Tod des Handlungsreisenden als Ben zu sehen, 1967 in Phädra in der Regie von Oswald Döpke. Weiterhin spielte Henniger auch in TV-Serien mit wie Der Kommissar oder Der Alte (in 5 Folgen). Weiterhin sah man ihn 1980 als Lehrer Claus Wagner in dem 6teiligen Fernsehfilm von Regisseur Robert Stromberger Tod eines Schülers. Eine seiner letzten Einsätze in einem Fernsehfilm war die Rolle des Prof. Gregor Satorius in der 21-teiligen Serie Insel der Träume von 1991. 

  

    

  

Michael Ballhaus wird 80!

 

Deutschlands wohl bekanntester Kameramann - Michael Ballhaus - feiert am 5. August 2015 seinen 80. Geburtstag.

Gratulanten sind u.a. die Frankfurter Neue Presse und die Süddeutsche Zeitung, außerdem www.inforadio.de.

  

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!

  

  

  

Zärtlichkeit der Wölfe

neu auf DVD

 

Heute habe ich gelesen, dass die Firma CMV einen Blu-ray-Release des deutschen Krimi-Klassikers Die Zärtlichkeit der Wölfe (Deutschland 1973) plant.

Der Film von Ulli Lommel spielt im Ruhrgebiet und basiert auf dem Leben des grausamen deutschen Mörders Fritz Haarmann, der in den 1920er-Jahren 24 Jungen und junge Männer ermordet und teilweise auch zerstückelt hat und wegen zigfachen Mordes verurteilt wurde. Wann die DVD auf den Markt kommt, wurde noch nicht mitgeteilt.

  

Offizielle Webseite CMV    

  

  

  

Regisseur und Drehbuchautor

Wolf Gremm ist tot

 

Wolf Gremm

©Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de     

Autorenfilmer, Regisseur und Drehbuchautor Wolf Gremm, Ehemann der Filmproduzentin Regina Ziegler, erlag am 14. Juli 2015 einer Krebserkrankung, die seit 2011 bekannt war. Gremm wurde 73 Jahre alt.

   

Sein größter Filmerfolg war die Erich-Kästner-Adaption Fabian aus dem Jahre 1973, in der Hauptrolle ist Hans-Peter Hallwachs zu sehen. Wolf Gremm war Freund und Weggefährte des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder, mit dem er zusammen die düstere Gesellschaftsvision Kamikaze 1989 nach dem Roman "Mord im 31. Stock" von Peer Walhöö drehte.

Insgesamt realisierte Wolf Gremm an die 50 Filme, u.a. Kein Reihenhaus für Robin Hood, Die Schattengrenze, Nach Mitternacht, Tod oder Freiheit, zuletzt den TV-Film Das Mädchen aus dem Regenwald (2011) mit Christine Neubauer.

  

Mit einem Smartphone dokumentierte Wolf Gremm mit einem Selfie-Film einige Stationen seiner Krebserkrankung. Er nannte die Aufnahme "Ich liebe das Leben trotzdem". Der Film wurde am 15. Juli 2015 um 22:15 Uhr im RBB Fernsehen gezeigt. Ich habe ihn mir angeschaut und war sehr bewegt, mit welcher Kraft und auch Optimismus Herr Gremm seine schwere Krankheit ertragen und auch kommentiert hat.

Er selbst sagt dazu: "Nach meiner Krebsdiagnose habe ich nach einer Art "Gegengift" gesucht, das mir die Möglichkeit gibt, dieser Diagnose und der Krankheit auch auf künstlerischer Weise zu begegnen. Als Regisseur lag es da natürlich nahe, einen Film zu machen. Anders als in den 50 Filmen meiner beruflichen Laufbahn bin ich dieses Mal mein eigener Hauptdarsteller.Dieser Film soll allen Betroffenen, allen Angehörigen Mut machen, nicht aufzugeben. Er soll durchaus auch unterhalten und ein Schmunzeln erzeugen, denn im Optimismus liegt die größte Kraft. Seit ich todkrank bin, lebe ich umso mehr nach der Devise, keinen Tag ohne Freude, ohne Hoffnung, ohne Lachen zu verbringen." (Quelle: zitiert aus der RBB-Webseite)

Um 23:30 Uhr wurde noch der Gremm/Fassbinder-Film Kamikaze 1989 aus dem Jahr 1980/81 ins Programm aufgenommen. Obwohl zu so später Zeit habe ich mir den Film angesehen und war sehr berührt und auch beeindruckt von dem Mut, den der Regisseur aufgebracht hat, um diesen Film zu drehen und zu zeigen. Vielen Dank an Wolf Gremm.

     

Einige Nachrufe über Wolf Gremm: FOCUS, RBB, TAGESSPIEGEL.

Eine Filmographie ist bei www.filmportal.de zu finden.

Das Foto zeigt Wolf Gremm in den 1980er-Jahren.

   

  

  

Boris Becker-Biografie soll verfilmt werden

 

Heute, am 7. Juli 2015 habe ich in den n-tv-Nachrichten gelesen, dass Schauspieler und Regisseur Matthias Schweighöfer vorhat, das Leben von Tennisprofi Boris Becker zu verfilmen. Die Rechte seien jedenfalls schon von  Schweighöfers Produktionsfirma "Pantaleon" gesichert worden. Auch Boris Becker ließ verlauten, dass er mit diesem Vorhaben einverstanden sei. Infos dazu hat auch der Spiegel und Pantaleon Entertainment.

  

    

  

Österreichischer Schauspieler

Helmut Lohner gestorben

 

Am 23. Juni 2015 ist der beliebte österreichische Schauspieler Helmut Lohner im Alter von 82 Jahren gestorben.

 

Lohner begann seine Karriere an deutschsprachigen Bühnen. Eine Ausbildung machte er an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Daraufhin wechselte er zum Max Reinhardt- Seminar, um sich als Schauspieler ausbilden zu lassen. Erste Auftritte hatte Helmut Lohner als Chorsänger am Stadttheater von Baden bei Wien, wenig später Wechsel zum Stadttheater Klagenfurt. Im Jahre 1954 erhielt er ein Engagement an das Theater in der Josefstadt. Der Schauspieler war in den 1950er-Jahren auch auf deutschen Bühnen aufgetreten und spielte hier auch in Fernsehfilmen mit. Seit Beginn seiner Karriere wurde er immer wieder als Darsteller sensibler oder exaltierter Typen eingesetzt, sei es als Arthur in Kafkas Das Schloss, als Masham in Das Glas Wasser, als Keith in Meuterei auf der Caine. Und in Johann-Nestroy- und Horváth-Stücken bewies er sich als "komische" Figur. 

  

Helmut Lohner als Teufel in "Jedermann"

Beide Fotos: ©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

   

Lohner war das, was man im besten Sinne einen Charakterschauspieler nennen könnte, denn auch in schwer zu spielenden Klassikern wie "Hamlet", "Richard III." oder "Faust" (seine Rolle war der Mephisto) konnte er seine Schauspielkunst beweisen. Ebenso wie die Klassiker standen ihm die modernen Stücke gut zu Gesicht  wie "Der Liebhaber" von Pinter oder "Der Entertainer" von Osborne.

Seit den 1970er-Jahren stand er unzählige Male während der Salzburger Festspiele im "Jedermann" auf der Bühne.

Zu den herausragenden Fernsehrollen gehörte sicherlich seine Rolle in dem Krimi-Dreiteiler Babeck (1968) und seine Rolle in der TV-Serie Der elegante Hund

Helmut Lohner

während einer Hörspielproduktion 1989

Foto: mit Erlaubnis des Fotografen Werner Bethsold

(entnommen aus www.steffi-ine.de

 

In erster Ehe war der sympathische Mime mit der Schauspielerin Susanne Cramer verheiratet, die Ehe wurde aber nach einem knappen halben Jahr wieder geschieden, es gab eine zweite Hochzeit mit Frau Cramer, aber die Ehe hielt wieder nicht lange. Seine nächste Ehefrau war Schauspielkollegin  Karin Baal, beide waren von 1962 - 1976 verheiratet. Das Paar hatte eine 1967 geborene Tochter, die ebenfalls Schauspielerin wurde. Weitere Beziehungen folgten. Am 21. Dezember 2011 haben Helmut Lohner und seine langjährige Freundin Elisabeth Gürtler, Chefin des Hotel Sacher, geheiratet. Da das Paar die Hochzeit geheim halten wollte, wurden nur einige handverlesene Gäste eingeladen.

  

Einige Nachrufe über Helmut Lohner sind hier zu lesen: Frankfurter Rundschau, Abendzeitung München, FAZ, Der Standard, orf.at, wirtschaftsblatt.at und Tagesschau. Bei www.steffi-line.de ist eine Kurz-Biografie der Künstlerin zu lesen. Über seine Theatertätigkeit kann im Theaterlexikon der Schweiz nachgesehen werden.

  

(Quelle: Einige Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf,  Bd. 5, S. 83-84 - mit Erlaubnis des Autors)

   

  

 

Die deutschen Filmpreis (LOLA) 2015 sind vergeben worden

 

 

Am 19. Juni 2015 wurde in Berlin zum 65. mal der Deutsche Filmpreis (LOLA), die renommierteste Auszeichnung für den deutschen Film, verliehen. Die Preisgelder in Höhe von ca. 3 Millionen Euro für den am höchsten dotierten Kulturpreis wurden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien bereit gestellt und durch die Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters vergeben. Durch die Sendung führte souverän Jan Josef Liefers.

 

Die Gewinner in den einzelnen Kategorien:

Bester Spielfilm in Gold: Victoria

Bester Spielfilm in Silber: Jack

Bester Spielfilm in Bronze: Zeit der Kannibalen

Bester Dokumentarfilm: Citizenfour

Bester Kinderfilm: Rico, Oskar und die Tieferschatten

Bestes Drehbuch: Stefan Weigl (Zeit der Kannibalen)

Beste Regie: Sebastian Schipper (Victoria)

Beste darstellerische Leistung - weibliche Hauptrolle: Laia Costa (Victoria)

Bester darstellerische Leistung - männliche Hauptrolle: Frederick Lau (Victoria)

Beste darstellerische Leistung - weibliche Nebenrolle: Nina Kunzendorf (Phoenix)

Bester darstellerische Leistung - männliche Nebenrolle: Joel Basman (Wir sind jung. Wir sind stark.)

Beste Kamera / Bildgestaltung: Sturla Brandt Grøvlen (Victoria)

Bester Schnitt: Robert Rzesacz (Who Am I - Kein System ist sicher)

Bestes Szenenbild: Silke Buhr (Who Am I - Kein System ist sicher)

Bestes Kostümbild: Barbara Grupp (Die geliebten Schwestern)

Beste Filmmusik: Nils Frahm (Victoria)

Bestes Maskenbild: Nannie Gebhardt-Seele, Tatjana Krauskopf (Die geliebten Schwestern)

Beste Tongestaltung: Bernhard Joest-Däberitz, Florian Beck, Ansgar Frerich, Daniel Weis (Who Am I...)

 

Besucherstärkster Film war Honig im Kopf von und mit Til Schweiger, der fast 7 Millionen Besucher in die Kinos lockte.

 

Die Ehren-Lola ging an die Kostüm- und Maskenbildnerin Barbara Baum für hervorragende Dienste um den deutschen Film. So war sie beispielsweise zehn Jahre lang für die Kostüme der Filme von Rainer Werner Fassbinder verantwortlich, und sie entwarf die schönen Kleider für Heinrich Breloers Film Buddenbrooks

  

Hier ist die Webpräsenz - www.deutscher-filmpreis.de 

Die Nominierungen sind hier www.filmportal.de zu finden.

  

  

  

Der Herr der Vampire

Christopher Lee

ist gestorben

 

Christopher Lee 

Beide Fotos ©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Der britische Schauspieler Christopher Lee ist am 7. Juni 2015 in Belgravia (London) im Alter von 93 Jahren gestorben.

  

In der "Star Wars"-Episode II + III ist Lee der Jedi-Ritter Count Dooku, später Darth Tyranus. In der Trilogie von "Der Herr der Ringe" mimt er den 'Obersten des Ordens der Zauberer' "Saruman". Durch diese beiden Rollen wurde der Altmeister des Horrorfilms in den 2000er-Jahren noch einmal mehr berühmt.

 

Von 1958 (erster Film Dracula) an war der 1,96 Meter große Schauspieler immer wieder in die Rolle des Blutsaugers geschlüpft, um weiter "am Leben zu bleiben". Der letzte Film dieser Reihe war 1973 Dracula braucht frisches Blut. In der 1976 gedrehten Horrorkomödie Die Herren Dracula spielt Christopher Lee "nur" eine "Parodie seiner einstigen Paraderolle" (Wikipedia). 

Ziemlich überzeugend und böse war er auch als Kardinal Richelieu in Richard Lesters Film von 1973 Die drei Musketiere.

  

Auch in einigen deutschen bzw. Ko-Produktionen war er gelegentlich zu bewundern wie z.B. Das Rätsel der Roten Orchidee, Regie: Helmuth Ashley, 1962; Sherlock Holmes und das Halsband des Todes, Regie: Terence Fisher (Ko-Produktion BRD, Italien, Frankreich), 1962; Das Rätsel des silbernen Dreieck, Regie: Werner Jacobs (Ko-Produktion BRD, Großbritannien),1966; Die Schlangengrube und das Pendel, Regie: Harald Reinl, 1967. 

 

Bei Wikipedia ist zu lesen, dass Christopher Lee seit 1946 in über 280 Filmen mitgewirkt hat und damit als Schauspieler mit den meisten Credits, also im Vor- oder Abspann erwähnt, im Guinness-Buch der Rekorde erwähnt wird.

  

Einige Nachrufe des Schauspielers sind hier zu lesen: Bild, FAZ, Deutsche Welle, Deutschlandradio Kultur.

  

    

  

Winnetou-Darsteller

Pierre Brice ist tot

 

Der Donaukurier meldet: "Pierre Brice prägte das Indianerbild in Deutschland".

Er ist DER Winnetou-Darsteller im Westen Deutschlands gewesen (die DDR hatte Gojko Mitic als Allzweck-Indianer auserkoren!). 

  

Zunächst war der 1929 in Brest geborene Brice Theaterschauspieler. Es folgte die  Soldatenzeit im Indochina- und Algerienkrieg. Er war Tänzer, arbeitete als Model und hatte in den 1950er-Jahren kleinere Filmrollen in italienischen Filmen wie z.B. Harte Fäuste - heißes Blut oder Aufstand der Tscherkessen.

Produzent Horst Wendlandt war es, der Pierre Brice für die Rolle des Oberindianer Winnetou entdeckte. Was dann folgte, ist Geschichte... Aber die Rolle des Häuptlings der Apachen war eher ein Fluch als ein Segen für den Schauspieler Brice, denn die Rolle wurde so von ihm geprägt und nach außen hin getragen, dass er kaum andere Rollen erhielt, und wenn, dann waren es wieder nur B-Movies.

  

1992 wurde der Schauspieler mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2004 veröffentlichte er seine Biografie “Winnetou und Ich”. Die Jugendzeitschrift BRAVO feierte 2006 ihr 50jähriges Bestehen, Pierre Brice erhielt natürlich dazu auch eine Einladung, weil er sage und schreibe 56 mal das Titelbild geziert hatte. 2007 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion ernannt, weil er sich sehr um die deutsch-französische Freundschaft verdient gemacht hat.

  

Nun ist Pierre Brice am 6. Juni 2015 im Alter von 86 Jahren in einem französischen Krankenhaus im Beisein seiner Ehefrau verstorben. 

  

Weitere Informationen über den Künstler hat www.steffi-line.de

  

Nachrufe sind zu finden bei

Donaukurier, msn.com, Süddeutsche Zeitung, Deutsche Welle und Tagesschau.

  

  

Hinweis zum Foto: Pierre Brice und sein Blutsbruder Old Shatterhand (Lex Barker)

Foto mit freundlicher Genehmigung von Einhorn-Film
© Einhorn-Film/Weltlichtspiele Kino GmbH

  

  

   

Berliner Schauspielerin

Edith Hancke verstorben

 

 

Heute, am 4. Juni 2014, habe ich erfahren, dass die beliebte Berliner Volksschauspielerin Edith Hancke im Alter von 86 Jahren gestorben ist.

Sie war eine wirkliche Boulevardkönigin mit unverwechselbarer Stimme, die einen sehr hohen Wiedererkennungswert hatte. Nach ihrer Schauspielausbildung, die sie allerdings wegen "Talentlosigkeit" nicht bestand, begann im Jahre 1948 ihr Theaterdebüt. In den folgenden Jahren war sie quasi an jeder Bühne engagiert, die Berlin zu bieten hatte. Vor allen war sie in humorigen Stücken und Komödien eingesetzt. In ihrer Heimatstadt avancierte sie neben Günther Pfitzmann und Harald Juhnke zur beliebtesten Schauspielerin. Zeitweise hatte sie auch Auftritte auf Kabarettbühnen, wie bei den Berliner Stachelschweinen. Besonders hervorzuheben ist ihre Rolle in dem 1956 von Kurt Hoffmann inszenierter Gerhart Hauptmann-Adaption Der Hauptmann von Köpenick mit Heinz Rühmann; hier ist sie das kranke Mädchen Lieschen, das an Tuberkulose stirbt. Für diese Rolle erhielt Edith Hancke den Deutschen Filmpreis. Eine weitere Rolle, die ihr auf den Leib geschrieben war, war "das Fräulein Palude" in dem mehrteiligen TV-Film Ein Mann will nach oben von Herbert Ballmann

Privat war sie seit 1972 in zweiter Ehe mit Schauspielerkollegen Klaus Sonnenschein verheiratet, den sie 1970 bei Theaterproben kennenlernte. Ihre letzte Filmrolle hatte sie neben Christine Neubauer in der 2009 gedrehten Komödie Schaumküsse. 1987 bekam die beliebte Mimin das Bundesverdienstkreuz und 2000 die Goldene Kamera für ihr Lebenswerk.

    

Einige Nachrufe für Edith Hancke sind hier zu finden: www.t-online.de, Tagesschau, Berliner Morgenpost, bz-berlin.de  und n-tv.de.

  

Der RBB ändert am 4. Juni 2015 zu Ehren der Schauspielerin das Fernsehprogramm und sendet um 22:15 Uhr die Sendung "Ein Herz für Berlin - Abschied von Edith Hancke".

   

   

Schauspielerin

Elisabeth Wiedemann

ist tot

 

Am 27. Mai 2015 starb Elisabeth Wiedemann im Alter von 89 Jahren. Sie war die letzte lebende Mimin des Schauspielerquartetts der WDR-Kultserie Ein Herz und eine Seele.

Da es ihr in den letzten Jahren gesundheitlich nicht gut ging, verbrachte die Schauspielerin ihre letzten Lebensjahre in einem Altenheim in Marquartstein / Oberbayern.

    

Einige Nachrufe der sympathischen und vielseitigen Schauspielerin sind hier zu lesen: www.sueddeutsche.de, www.msn.com, NDR, Tagesschau. Bei www.steffi-line.de ist eine Kurz-Biografie der Künstlerin zu lesen.

  

  

Ehemaliger ZDF-Nachrichtensprecher

Heinz Wrobel gestorben

 

Am 24. Mai 2015 ist der ehemalige ZDF-Nachrichtensprecher der Sendung "heute" Heinz Wrobel im Alter von 85 Jahren gestorben. Wrobel war von 1963 bis 1992 beim ZDF im Nachrichtenstudio beschäftigt. Zuvor arbeitete er 16 Jahre lang beim Südwestfunk, um dann ein Mann der ersten Stunde beim ZDF zu werden.

  

Nachrufe sind zu finden bei FAZ, t-online.de und www.dwdl.de 

     

  

Rolf Hoppe bekommt den Deutschen Schauspielerpreis

für sein Lebenswerk

 

Rolf Hoppe - fotografiert von Thore Siebrands

Wie ich heute (21. Mai 2015) gelesen habe, wird der Schauspieler Rolf Hoppe (84) mit den Deutschen Schauspielerpreis für sein Lebenswerk geehrt. Wie der Bundesverband Schauspiel mitteilte, bekommt der Mime den Ehrenpreis für sein "wegweisendes und inspirierendes darstellerisches Schaffen". 

  

Wichtige Filme mit Rolf Hoppe sind beispielsweise Ich war neunzehn von Konrad Wolf aus dem Jahre 1968, hier ist Rolf Hoppe der Etappenmajor Behring. In Istvan Szabos Mephisto spielt er an der Seite von Klaus Maria Brandauer, der hier die Titelrolle hatte. Weiterhin war er zu sehen in Drei Haselnüsse für Aschenbrödel, Der nackte Mann auf dem Sportplatz, Levins Mühle, Bronsteins Kinder, Schtonk! und Comedian Harmonists von Joseph Vilsmaier. Rolf Hoppe ist Prinzipal des Hoftheaters in Dresden.

  

Der Deutsche Schauspielerpreis 2015 wird am 29. Mai im Berliner Zoo Palast vergeben; es gibt insgesamt 9 Kategorien. Über Rolf Hoppe hat der MDR eine Webseite eingerichtet.

  

Weitere Informationen hat www.steffi-line.de und www.filmportal.de.

  

Hinweis zum Foto: Rolf Hoppe auf der Berlinale 2009, Urheber: Thore Siebrands (Siebbi)
Quelle: www.ipernity.com bzw. Wikimedia Commons/Wikipedia - Lizenz CC-BY-SA 3.0

  

Schauspieler Gunter Berger

gestorben

Am 13. Mai 2015 starb nach kurzer schwerer Krankheit der Schauspier Gunter Berger, der vor allem den Zuschauern aus der Arztserie Freunde fürs Leben bekannt wurde. 

  

Ein kleiner Nachruf ist bei www.stern.de zu lesen.

Weitere Informationen über den Schauspieler sind zu lesen bei www.steffi-line.de

  

   

Schauspieler und Sänger

Willy Hagara gestorben

Im Mai 2015 (genaueres Datum nicht bekannt) ist der Schauspieler und Sänger Willy Hagara im Alter von 87 Jahren gestorben. Hagara war in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren angesagt mit so bekannten Liedern wie "Mandolinen und Mondschein", "Es kann im Frühling sein"  oder "Cassett in Kanada". Er spielte auch mit in dem Heinz Erhardt-Film Der Haustyrann, dort spielt er sich selbst.

  

Weitere Informationen über Willy Hagara sind zu lesen bei www.memoryradio.de

    

    

Nominierungen für den "Deutschen Filmpreis" stehen fest

Die Nominierungen für den Deutschen Filmpreis stehen fest, sie sind  h i e r  auf der Webseite des "Deutschen Filmpreises" zu lesen. 

Am 19. Juni 2015 wird die begehrte Trophäe zum 64. Mal in einer großen Gala im Palais am Funkturm in Berlin verliehen. Der deutsche Filmpreis ist die höchste deutsche Kulturauszeichnung, und die Veranstaltung wird in diesem Jahr von Jan Josef Liefers moderiert.

Große Chancen hat der Spielfilm Elser - Er hätte die Welt verändert von Oliver Hirschbiegel.

Wie ich gelesen habe, wird die Kostümbildnerin Barbara Baum bei der Verleihung mit dem Ehrenpreis für "Verdienste um den Deutschen Film" ausgezeichnet. Sie entwarf für mehr als 70 Filme Kollektionen und historische Kostüme, darunter auch für zahlreiche Filme des Regisseurs Rainer Werner Fassbinder (u.a. Berlin Alexanderplatz, Die Ehe der Maria Braun) und für Heinrich Breloer (u.a. Die Manns, Buddenbrooks).

  

 

Letzter Tatort aus Leipzig

Heute, am 26. April 2015, können die Zuschauer letztmalig die Kommissare Andreas Kepper und Eva Saalfeld, alias Martin Wuttke und Simone Thomalla, in Aktion sehen. Die Episode hat den Titel "Niedere Instinkte" und es geht um die achtjährige Magdalena, die am Montagmorgen nicht in der Schule erscheint. Die Kommissare Saalfeld und Keppler lösen eine Großfahndung aus. Bei der Befragung der Eltern stellt sich heraus, dass diese ihr Kind bereits seit Sonntagnachmittag nicht mehr gesehen haben. Erstaunlicherweise wirken die Eltern nicht schockiert über das Verschwinden ihres Kindes. (Quelle: Tatort-Fundus)

  

Ich kann nicht verstehen, aus welchen Gründen dieses Tatort-Duo gehen muss. Im Gegensatz zu manch anderen Tatort-Folgen waren die aus Leipzig mit Saalfeld und Keppler für mich immer sehenswert.

  

  

"Goldener Kompass" für Schauspieler Devid Striesow 

Lars Eidinger (li.) und Devid Striesow in Der Prediger

- mit freundlicher Genehmigung von Eikon Film 

 

Autor und Regisseur Thomas Berger und Schauspieler Devid Striesow wurden mit dem Medienpreis "Goldener Kompass" geehrt. Den Preis bekommt er für seine Rolle als  in dem TV-Film Der Prediger (Titelrolle hervorragend gespielt von Lars Eidinger).

Der Preis wurde am 23. April 2015 vom Christlichen Medienverband KEP, dotiert mit 2500 Euro, verliehen. Im Film wird die Frage aufgeworfen, ob es möglich sei, dass ein Mörder Geistlicher werden darf. 

  

Eikon-Film schreibt: "Basierend auf einer wahren Geschichte stellt der Film die Frage von Schuld und Vergebung neu. Letztlich geht es darum: kann sich ein Mensch wirklich ändern? Der verurteilte Mörder Jan-Josef Geissler (Lars Eidinger) sitzt im Gefängnis. Er hat seine Freundin heimtückisch umgebracht. Mit einem ungewöhnlichen Gesuch wendet er sich an die evangelische Kirche und die Öffentlichkeit: Er möchte im Gefängnis Theologie studieren und Priester werden. Ralf Remberg (Devid Striesow), Referent des Bischofs, bekommt den Auftrag, Geissler im Gefängnis zu besuchen und sich ein Bild von ihm zu machen. Bereut der Mann seine Tat? Was ist er für ein Mensch? Ist er wirklich gläubig geworden und meint er es ernst mit dem Theologiestudium? Ein Wiederaufnahmeverfahren steht an. Ist das alles nur eine geschickte Taktik Geisslers? Die Begegnung zwischen Geissler und Remberg wird immer mehr zu einem Duell, in dessen Verlauf Rembergs Gewissheiten ins Wanken geraten."

  

Der überaus sehenswerte Film Der Prediger wurde von Eikon-Film produziert.

   

      

Neuer Film von Rosa von Praunheim

Rosa von Praunheims neuer Kinofilm mit dem Titel Härte startet am 23. April 2015 in den deutschen Kinos.

 

Näheres siehe hier >>>
  

    

Neue Dokumentation über R.W.Fassbinder im Kino am 30. April 2015

  

Hinweis:

Die Dokumentation "FASSBINDER"  wird bereits am

27. Mai 2015 um 22:10 Uhr auf "arte" ausgestrahlt.

Die Fassbinder-Foundation informiert:

Am 30. April ist es soweit: Annekatrin Hendels Dokumentarfilm FASSBINDER, der von IT WORKS! Medien in Zusammenarbeit mit der Rainer Werner Fassbinder Foundation produziert wurde und auf einer Idee von Juliane Maria Lorenz basiert, kommt in die deutschen Kinos. Ohne eine strikte Trennlinie zwischen Leben und Kunst zu ziehen, zeichnet Hendel darin Fassbinders Werdegang nach. Sie zeigt, woher das Enfant terrible des Neuen Deutschen Films seine Wut nahm sowie den Glauben, die Frechheit, den Willen und die Durchsetzungskraft, das zu werden, was er war. Die Regisseurin machte bereits in der Vergangenheit mit ambitionierten Dokumentarfilmen wie VATERLANDSVERRÄTER und ANDERSON auf sich aufmerksam. In FASSBINDER lässt sie neben Weggefährten wie Irm Hermann, Margit Carstensen, Harry Baer, Hanna Schygulla, Volker Schlöndorff und Juliane Maria Lorenz vor allem den Porträtierten selbst zu Wort kommen – durch autobiographische Szenen aus seinen Filmen, seltene Interviews und Passagen aus seinem literarischen Frühwerk. Bisher unveröffentlichtes Material ermöglicht dabei einen unverbrauchten Blick auf einen der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
  
Bevor die Dokumentation in den Kinos anläuft, wird sie am 27. April in der Berliner Volksbühne uraufgeführt.
   
Mehr Informationen:
  
Website von IT WORKS! Medien:    http://itworksmedien.com/news/fassbinder
Website des Verleihs Real Fiction:  http://www.realfictionfilme.de/filme/fassbinder/index.php Kinostart: 30.04.2015
Website der Berliner Volksbühne:    http://www.volksbuehne-berlin.de/praxis/sehen_fassbinder
  
Uraufführung: Mo. 27.04.2015 20:00 Uhr Großes Haus
Sendetermin auf Arte: Mi. 27.05.2015 22:10 Uhr
Sendetermin auf ARD: Di. 16.06.2015

  

In Bochum ist der Film im Kino "Endstation", Wallbaumweg 108, 44894 Bochum, zu sehen am 8., 9., 15. und 16. Mai 2015, jeweils um 17 Uhr zu sehen.
  

    

Vorletzter Fall für "Bella Block"

Bella Block (Hannelore Hoger, li.) und Malte Schnaak (Rainer Bock, re.) in der neuen Folge der Serie

Foto: ZDF/Hardy Brackmann

  

Bella Block alias Hannelore Hoger ermittelt am 4. April 2015 zum vorletzten Mal.

 

Den 36. Film der erfolgreichen Samstagskrimi-Reihe Bella Block mit dem Titel "Die schönste Nacht des Lebens" zeigt das ZDF am Samstag, 4. April 2015, 20.15 Uhr. Bella Block (Hannelore Hoger) wird in ihrem vorletzten Fall in politisch brisante Ermittlungen in Marinekreisen einbezogen. Mit Obrigkeiten und Ehrenkodex konfrontiert, versucht sie den Tod eines jungen Kadetten aufzuklären – gegen Widerstände aus der Marine und aus der Politik.

Die vermeintlich schönste Nacht des Lebens ist auch seine letzte: Kadett Fritz Mühlstadt (Mario Neumann) verbringt mit seinen Kameraden einen feuchtfröhlichen Abend an Land und wird am nächsten Tag tot im Hamburger Hafenbecken aufgefunden. Von offizieller Seite heißt es, der junge Mann sei betrunken vom Mast gefallen. Doch Staatsanwalt Mehlhorn (Hansjürgen Hürrig) ahnt, dass hier etwas nicht stimmt. Er rekrutiert Bella Block für diesen Fall, denn sie müsse sich nicht an Regeln halten. Denn genau darum geht es bei der Marine: um Gehorsam, Kameradschaft und unbedingte Disziplin.

Zusammen mit ihrem ehemaligen Kollegen und Konkurrenten in der Hamburger Mordkommis­sion, Malte Schnaak (Rainer Bock), versucht Bella, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen und die Verwicklungen hierarchisch hochstehender Repräsentanten der Marine und Politik aufzudecken. Bis zum planmäßigen Auslaufen des Segelschulschiffs bleibt nicht viel Zeit. 

Regie führte Andreas Senn. Das Drehbuch schrieb Susanne Schneider, die auch die Episoden Das schwarze Zimmer und Hundskinder schrieb.

(Quelle: ZDF Pressetext, 01.04.2015)

  

    

  

Regisseur, Drehbuchautor 

Helmut Dietl ist gestorben

Helmut Dietl

Hier bei der Verleihung des Karl-Valentin-Ordens 2005

©Andrea Pollak/www.isarbote.de

Einer der größten deutschen Regisseure und Drehbuchautoren ist tot. Helmut Dietl ist am 30. März 2015 in München an seiner Krebserkrankung gestorben, er wurde 70 Jahre alt.

Sein Debüt als Regisseur und Drehbuchschreiber hatte Helmut Dietl Anfang der 1970er-Jahre mit den Münchner Geschichten mit Therese Giehse, Günther Maria Halmer als "Vorstadtcowboy" und Michaela May. Es folgten Serien wie Der ganz normale Wahnsinn und die wunderbare Serie Monaco Franze - Der ewige Stenz, die den Schauspieler Helmut Fischer berühmt machte.

Die sechsteilige Serie Kir Royal war außerordentlich erfolgreich und setzte 1986 grandios die Münchner Schickeria auf den Topf. Herrlich Franz Xaver Kroetz als "Baby Schimmerlos", seines Zeichens Klatschkolumnist und "Herby", der Fotograf, gespielt von Kabarettist Dieter Hildebrandt.

Nicht weniger satirisch waren seine Kinofilme wie Schtonk! (1991), die Geschichte um die angeblich gefundenen Hitler-Tagebücher, die seinerzeit den "Stern" so lächerlich machte und Rossini oder Die mörderische Frage, wer mit wem schlief (1997), der Film, der die Münchner Filmszene vorgeführt hat.

  

Programmänderung in der ARD zu Ehren des Regisseurs:

 

Montag, 30. März 2015, 22:45 Uhr: Ich mach' Regie und Du machst, was ich sage 
Film von Lars Friedrich

  

Donnerstag, 2. April 2015, 23:00 Uhr: Rossini - Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief 
Spielfilm Deutschland 1996

  

Nachrufe sind u.a. hier zu finden: www.zeit.de, www.sueddeutsche.de, www.tagesschau.de, Saarbrücker Zeitung

  

  

  

  

  

  

Musikantenstadl-Moderator Karl Moik ist tot

 

Karl Moik, hier 2011

Der Fernsehmoderator Karl Moik ist im Alter von 76 Jahren am 26. März 2015 in einer Klinik in Salzburg gestorben. Er war dort seit drei Wochen wegen Nierenproblemen in Behandlung. 2014 hatte er zwei lebensbedrohliche Herzinfarkte erlitten, die eine Operation notwendig machten.

Moik war jahrelang Gastgeber der überaus beliebten volkstümlichen Unterhaltungssendung "Musikantenstadl", die er von 1982 bis 2005 fast 150 mal moderierte (Übernahme 2006 durch Andy Borg). Der "Musikantenstadl" war so beliebt und erfolgreich, dass Moik mit dem "Stadl" sogar Tourneen in die USA und nach China machte. Viele Stars der Volksmusik verdanken nicht zuletzt Karl Moik ihre Karriere, so z.B. Patrick Lindner oder Stefan Mross, der 1989 zum ersten Mal in Moiks TV-Sendung "Wie die Alten sungen" aufgetreten ist. Karl Moik konnte auch diverse Auszeichnungen entgegen nehmen, so bekam er für seine Verdienste um die Kultur das Große Goldene Ehrenzeichen der Stadt Linz, im August 2004 wurde ihm der Ehrenprofessortitel verliehen und zweimal war er Gewinner der "Krone der Volksmusik".  

 

Nachrufe sind zu finden bei www.tagesschau.de, www.t-online.de, www.n-tv.de und http://orf.at.

  

Hinweise zum Foto:

Fotograf: Udo Grimberg. Diese Datei ist unter der Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“ lizenziert.

  

  

  

Regisseur, Drehbuchautor und Produzent

Berengar Pfahl ist gestorben

Berengar Pfahl schrieb und produzierte für das Fernsehen und das Kino. Zu seinen Erfolgen zählte die Serie „Sterne des Südens“.

Nun ist Berengar Pfahl im Alter von 68 Jahren am 24. März 2015 überraschend gestorben.

  

Kurzbiografie innerhalb dieser HP >>>

  

Ein kleiner Nachruf ist bei der FAZ zu lesen.

  

  

ZDF-Fernsehspiel-Pionier Hajo Schedlich gestorben

 

Für die Fernsehkultur des Zweiten und das literarische Leben in Mainz hat er viele Impulse gesetzt: Hajo Schedlich, der vom Sendestart an 28 Jahre für das ZDF tätig war, starb am 23. März 2015 im Alter von 89 Jahren.

ZDF-Kulturchef Peter Arens: „Hajo Schedlich wurde jedes Jahr in den Grußreden für den neu ins Amt einzuführenden Mainzer Stadtschreiber als Initiator dieses besonderen Preises geehrt, der die Literatur mit dem Fernsehen zusammenbringt. Wir trauern um einen Pionier für das Kulturfernsehen in Deutschland.“

Hajo Schedlich, 1925 geboren, wechselte 1962 vom Saarländischen Rundfunk, wo er die Hauptabteilung Kultur und Fernsehspiel geleitet hatte, zum neu aufzubauenden ZDF und leistete dort sogleich Pionierarbeit: Als erster Leiter der Redaktion Das kleine Fernsehspiel war er dafür verantwortlich, dass am 4. April 1963, nur drei Tage nach dem Start des ZDF-Programms, bereits das erste Kleine Fernsehspiel gesendet wurde – die Welturaufführung der literarischen Komödie Die Unzufriedenen von Prosper Merimee in der Regie des Wiener Schauspielers und Theaterdirektors Veit Relin.

Zwölf Jahre später brachte Hajo Schedlich eine neuartige Kultursendereihe ins Programm, die ebenfalls TV-Geschichte geschrieben hat: Die „ZDF-Matinee“ wurde von 1975 bis 1984 am Sonntagvormittag von 10.30 bis 12.00 Uhr ausgestrahlt und gab den Zuschauern Einblicke in die Welt von Theater, Kunst, Literatur und Musik.

1984 konnte Hajo Schedlich die Stadt Mainz und seinen Sender von der Idee überzeugen, gemeinsam jedes Jahr eine Schriftstellerin oder einen Schriftsteller als Mainzer Stadtschreiber zu berufen.

Hajo Schedlich hatte 1971 Mady Riehl geheiratet, die als Jury-Mitglied in Hans Rosenthals Show „Dalli, Dalli“ bekannt wurde und zur ersten Ansagerinnen-Riege des ZDF gehörte.

(Quelle: ZDF-Pressetext)

      

    

Neue Kommissare im Tatort aus Berlin

 

Mark Waschke als Kommissar Robert Karow und Meret Becker als Nina Rubin

- mit freundlicher Genehmigung von Eikon Film -

Am kommenden Sonntag (22. März 2015) steigen die neuen Berliner Tatort-Kommissare in den Ring. Weil nach 15 Jahren der Vertrag von Dominik Raacke als Kommissar Ritter ausläuft, sind nun die "Neuen" angesagt. Dies sind Meret Becker als Kommissarin Nina Rubin, alleinerziehende Mutter zweier Jungens und ein echtes Berliner Kind. Der männliche Part wird von Schauspieler Mark Waschke als Kommissar Robert Karow wahrgenommen, der ein echter Stinkstiefel sein soll und nur den Chef raushängen lässt. Die erste Episode heißt DAS MULI, Regie hat Stephan Wagner, das Drehbuch ist von Stefan Kolditz.  

 

Seien wir mal gespannt.

Information auf www.tatort-fundus.de 

 

    

   

  

  

  

    

Der Schweizer Schauspieler

Buddy Elias ist tot

Buddy Elias bei einer Lesung im Anne-Frank-Zentrum, 2012

Urheber: Scott-Hendryk Dillan

 Lizenz: CC BY-SA 3.0
Quelle: Wikimedia Commons

Der Schweizer Schauspieler Buddy Elias ist tot. Er starb am 16. März 2015 im Alter von 89 Jahren im Kreise seiner Familie in Basel. Buddy Elias war neben seinen beiden Söhnen der letzte noch lebende Verwandte (ein Cousin) der Anne Frank, deren Tagebuch ein großartiges zeitgenössisches Geschichtsdokument ist.

Buddy Elias war Präsident des Anne Frank-Fonds. Diese Stiftung, die sich in Basel befindet, verwaltet das Urheberrecht am Tagebuch der Anne Frank. Seit 1996 war Buddy Elias Präsident des Fonds.

       

Buddy Elias hat in folgenden Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt (eine Auswahl):

1972 GUN BEFORE BUTTER, Regie Peter Zadek; 1975 VRANEK IST AN ALLEM SCHULD, Regie: Ulrich Stark; 1976 THE MAGICIAN, Regie: Menachem Golan; 1977 MULLIGANS RÜCKKEHR, Regie: Helmut Käutner; 1978 DAVID, Regie: Peter Lilienthal; 1980 WIE DER MOND ÜBER FEUER UND BLUT, Regie: Axel Corti; 1981 DER ZAUBERBERG, Regie: Hans Geissendörfer; 1983 DER FALL OPPENHEIMER, Regie: Rainer Wolffhardt; 1983 DAS TRAUMSCHIFF, Regie: Alfred Vohrer; 1984 EMIGRANTEN, Regie: Axel Corti; 1986 LA VISITE CHEZ LE PRINCE, Regie: Regie: Serge Korber; 1987 DIE SCHWARZWALDKLINIK, Regie: Hans-Jürgen Tögel; 1990 BRONSTEINS KINDER, Regie: Jerzy Kawalerowicz; 1991/92 MIT LEIB UND SEELE, Regie: Peter Deutsch; 1992 GLÜCKLICHE REISE, Regie: Hermann Leitner; 1992 SOKO 5113; Regie: Kai Borsche; 1993 DIE BOTSCHAFTERIN, Regie: Peter Deutsch; 1993 WOLFFS REVIER, Regie: Michael Lähn; 1994 MUTTERS COURAGE, Regie: Michael Verhoeven; 1997 SHALOM DEUTSCHLAND, Regie: Josef Rödel; 1997 TOTALSCHADEN (CRASH), Regie: Thorsten Näter; 1998 SUNSHINE / SONNENSCHEIN, Regie: Istvan Szabo; 1998 STAN BECKER-ECHTE FREUNDE, Regie: Kaspar Heidelbach; 1999 ST. ANGELA, Regie: Egon Monk; 2000 NOBEL, Regie: Fabio Carpi, 2001 DER VERLEGER, Regie: Bernd Böhlich, 2002 DIE LIEBE IN GEDANKEN, Regie: Achim von Bories, 2003 MIT DEINEN AUGEN, Regie: Karl Kasis, 2004 PROPAGANDA, Regie: Horst Königstein, 2006 SAMI, Regie: Mehdi Benhadji-Djilali, 2008 DAS FRÄULEINWUNDER, Regie: Sabine Boss und HUNKELER UND DER FALL LIVIUS, Regie: Stefan Jäger. In George Clooneys Produktion THE MONUMENTS MENS spielt er 2013 den Rabbi.

  
Nachrufe sind u.a. hier zu finden: FRANKFURTER NEUE PRESSE, www.annefrank.ch, TAGESSCHAU, DEUTSCHLANDFUNK

  

Weitere Informationen bei www.steffi-line.de (Neuigkeiten vom 18.03.2015)
  

      

 

Der deutsche Regisseur

Kurt Konrad Hieber 61jährig gestorben

 

Gelesen am 19.03.2015:

Der in Pöttmes-Handzell geborene Regisseur Kurt Konrad Hieber ist gelernter Skilehrer, was auch seine große Leidenschaft war, er lebte in München. Neben der Skifahrerei hatte er eine zweite Leidenschaft, die er realisieren wollte, daher Besuch und Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München. Während dieser Zeit hatte der "Schüler" Hieber bei dem Dougles Sirk-Schulfilm Bourbon Street Blues 1978 neben Michael Ballhaus die Kameraführung.

 

Großartig auch sein 1981 gedrehter Film Vergessene Kinder. Eine szenische Dokumentation, auch mit Spielszenen, über die großen Wanderungen der nach Arbeit suchenden Kinder der Bergbauern aus Tirol. Sechs- bis vierzehnjährige Kinder mussten im Frühjar über die gefährlichen Bergpässe wandern, um sich im Schwabelland als Kinderarbeiter Geld für ihre Familien zu verdienen, sogenannte "Schwabenkinder". Im Jahre 1891 wurde dann endlich ein Verein zum Wohle der "Schwabenkinder" gegründet, der den Einsatz der Kinderarbeit regelte. Die Arbeit der Schwabenkinder endete somit nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges.

  

Beeindruckend war seine Spielfilmdokumentation von 1985 Der Galaxenbauer, die auf Tatsachen beruhende Geschichte, in dem es um den Schriftsteller Hugo Käufl geht, der von schizophrenen Wahnvorstellungen gequält wurde, nachdem seine Freundin einen tödlichen Ski-Unfall hatte. In der Klinik beginnt er dann auch neben dem Schreiben mit dem Malen. 

  

Die Spielfilmfokumentation von 1991 Hinterkaifeck - die wahre Geschichte hinter Tannöd, die bis heute den nicht aufgeklärten 6fachen Mord thematisiert, der im Jahre 1922 begangen wurde, hat den Regisseur ebenfalls so interessiert und inspiriert, dass er darüber eine filmische Rekonstruktion gedreht hat. u.a. auch deshalb, weil Hieber ganz in der Nähe dieses Ortes aufgewachsen ist. 

  

Weiterhin interessant war die 45minütige Dokumentation über die Entführung des Frankfurter Bankierssohnes Jakob von Metzler. Diese wahre Geschichte wurde auch mit Robert Atzorn in der Rolle des Polizei-Vizepräsidenten Daschner als Fernsehfilm von Regisseur Stephan Wagner in Szene gesetzt >>> DER FALL JAKOB VON METZLER. Die Dokumentation von Hieber wurde unter dem Titel DIE ERMORDUNG DES JAKOB VON METZLER ebenfalls von ZDF gezeigt und mit einem Medienpreis ausgezeichnet.

Kurt Konrad Hieber stirbt am 14. März 2015, er hinterlässt Ehefrau und eine Tochter.

     

Zwei Nachrufe sind hier zu lesen: Augsburger Allgemeine und bei www.e110.de.

  

  

  

Schauspielerin Karina Kraushaar

mit 43 Jahren gestorben

Gelesen am 11.03.2015:

Die am 9. April 1971 geborene Schauspielerin Karina Kraushaar, die den Zuschauern wohlbekannt ist aus der TV-Serie "Hallo Robbie" ist am 5. März 2015 im Alter von 43 Jahren gestorben. Man fand sie leblos in ihrer Wohnung. Laut "bunte.de" ist die in der letzten Woche im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf an einem Multiorganversagen gestorben. 

Weitere Informationen sind hier (Abendzeitung München) zu lesen >>>    

  

  

Das Leben von Angela Merkel soll verfilmt werden

Nähere Einzelheiten bei www.tagesschau.de und bei FOCUS >>>

  

    

  

Schauspieler Fred Düren gestorben

Wie jetzt bekannt wurde, starb bereits am 2. März 2015 im Alter von 86 Jahren in Jerusalem (Israel) der Theater- und Filmschauspieler Fred Düren. Nach verschiedenen Engagements kam er Anfang der 1950er-Jahre zu dem von Bertolt Brecht gegründeten "Berliner Ensemble", gehörte dann zwischen 1958 und 1988 zum Ensemble des "Deutschen Theaters". Zu seinen Glanzrollen zählten unter anderem der Mephisto in Goethes "Faust, der Shakespeare-Held "König Lear" oder der Molière'sche "Tartuffe". Erfolge feierte er zudem als griechischer Winzer Trygaios in Peter Hacks' legendären Aristophanes-Adaption "Der Frieden" (1962).

"Düren war 1968 Goethes "Faust" in der berühmten Inszenierung von Wolfgang Heinz und Adolf Dresen: ein trauriger DDR-Theaterskandal, in dessen Folge Wolfgang Heinz die Intendanz des "Deutschen Theaters" verlor und die Inszenierung überarbeitet werden musste. (…) Die letzte Theaterrolle, die Düren spielte, war 1985 Shakespeares Shylock in Thomas Langhoffs Inszenierung "Der Kaufmann von Venedig" am "Deutschen Theater", dessen Ehrenmitglied er seit 2008 ist. (Quelle: zitiert aus einem Nachruf bei www.nachtkritik.de)

  
Auch auf der Leinwand wusste Düren zu überzeugen, zeigte sich in rund 100 DEFA-Produktionen mit Haupt- und Nebenrollen. So spielte er unter anderem eindrucksvoll in Heiner Carows antifaschistischem Streifen Sie nannten ihn Amigo (1959) den verfolgten Kommunisten Pepp, in nachhaltiger Erinnerung ist er mit der Figur des Goya-Freundes Agustin Esteve in Konrad Wolfs Feuchtwanger-Adaption Goya – oder der arge Weg der Erkenntnis (1971) geblieben. An letzten Arbeiten vor der Kinokamera ist Bernhard Wickis kammerspielartiges, preisgekröntes Drama Die Grünstein-Variante (1985) mit Düren als polnisch-jüdischem Metzger Grünstein sowie die Rolle des Ehemannes von Käthe Kollwitz (Jutta Wachowiak) in den Biopic Käthe Kollwitz – Bilder eines Lebens (1987) zu nennen.

  

Wenig später konvertierte Düren 1988 zum jüdischen Glauben, reiste aus der DDR nach Israel aus und verabschiedete sich vom Schauspielerberuf. Fortan war er seit den 1990er Jahren als Rabbiner tätig und lebte zurückgezogen in Israel, gelegentlich kam zu Lesungen in seine Geburtsstadt Berlin zurück. Seine letzte Ruhe fand der legendäre Mime am 3. März 2015 auf dem Ölberg in Jerusalem.

  

Siehe hier auch die Nachrufe bei www.berliner-zeitung.de, www.rbb-online.de, www.tagesspiegel.de sowie den Artikel zu Fred Düren bei defa-sternstunden.de.

(Quelle: www.steffi-line.de, Neuigkeiten 10.03.2015)
 

  

  

Die Fassbinder-Foundation informiert

7. März 2015:

SAVE THE DATE: Fassbinder – JETZT

Das Deutsche Filmmuseum Frankfurt am Main zeigt vom 6. Mai bis 23. August 2015 die Ausstellung Fassbinder – JETZT im Martin-Gropius-Bau Berlin in neun Räumen anlässlich des 70. Geburtstags von Rainer Werner Fassbinder am 31. Mai. Die Präsentation setzt neue Impulse für die Auseinandersetzung mit einem der bedeutendsten deutschen Regisseure. Neben der Arbeitsweise des Filmemachers veranschaulicht Fassbinder – JETZT die Kohärenz seines filmischen Werks und dessen Einfluss auf die zeitgenössische Kunstproduktion. Die Ausstellung nimmt damit eine doppelte Perspektive ein: historisch und gegenwartsbezogen. Sie spürt die ästhetischen, politischen und medialen Zusammenhänge auf, die unsere Gegenwart von Fassbinders Zeit distanzieren und zugleich mit ihr verbinden.

Die Präsentation beginnt mit einer Gegenüberstellung: Schlagzeilen und Texte spiegeln die damalige Rezeption der Persona Fassbinder und seines Werks in der Öffentlichkeit wider. Auf neun Monitoren mit Ausschnitten aus Fernsehinterviews, erläutert Fassbinder sein Filmverständnis – und verdeutlicht implizit auch die Methoden seiner Selbstinszenierung.

Diesem öffentlichen Image Fassbinders wird im ersten Teil der Ausstellung ein anderes gegenübergestellt: Originaldokumente und persönliche Gegenstände aus seinem Nachlass gewähren den BesucherInnen detaillierte Einblicke in das Lebensumfeld und die Projekte des Regisseurs. Notizen, Briefe, Kalkulationen, Skripte, Drehbücher und -pläne legen Fassbinders Arbeitsweise sowie seine persönliche Haltung dar und verdeutlichen sein strategisches und strukturiertes Vorgehen. Eine Bildschau zeigt den Regisseur hochkonzentriert bei der Inszenierungsarbeit mit seinem Team. An Medienstationen mit digitalisierten Dokumenten, wie beispielsweise vollständigen Drehbuchmanuskripten, können die BesucherInnen virtuell durch das Arbeitsarchiv Fassbinders blättern oder das Diktat zu seinem Opus Magnum Berlin Alexanderplatz (1979/80) anhören. Ergänzend wird das Augenmerk auf die Arbeit Fassbinders mit der Kostümbildnerin Barbara Baum gelegt. Neben ihren Kostümen, wie dem spektakulären Silberlamé-Kleid, das Hanna Schygulla in Lili Marleen (1980) trägt, und den Matrosen-Uniformen aus Querelle (1982), werden Skizzen aus ihrem Privatbesitz präsentiert.

Der zweite Teil der Ausstellung veranschaulicht die durchgängigen Themen und ästhetischen Mittel in Fassbinders Filmen und stellt sie Arbeiten von zeitgenössischen KünstlerInnen gegenüber, die sich direkt oder indirekt auf diese beziehen. So sind auf einer frei im Raum schwebenden Leinwand Filmausschnitte mit Fassbinders 360°-Kameradrehungen zu sehen, darunter auch die berühmte Szene aus Martha (1973). Es folgt Runa Islams Videoinstallation Tuin (1998), in welcher sie diese Kameradrehung zitiert.

Eine Kompilation mit Ausschnitten aus Fassbinders Filmen führt auf drei großen Leinwänden in die wichtigsten Themen seines Œuvres ein und verdeutlicht zudem stilistische Mittel, wie Licht, Rahmung und Blickführung, die seine Filme prägen.

Ästhetische Strategien, Themen und Motive aus Fassbinders Filmen haben auch Jeroen de Rijke / Willem de Rooij, Tom Geens, Maryam Jafri, Ming Wong sowie der kanadische Fotograf Jeff Wall in ihren Arbeiten aufgegriffen. Die Künstler verbinden diese mit ihrer eigenen Haltung. Ihre Arbeiten eröffnen eine neue Sichtweise auf Fassbinders Werk, sie legen dar, welche Aspekte heute von besonderer Relevanz sind und demonstrieren übergeordnet, wie das Kino aktuelle künstlerische Medien prägt. Umgekehrt liefern die Videoarbeiten Interpretationsimpulse für die heutige Fassbinder-Rezeption.

Das Projekt findet in Kooperation mit der Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin statt und wird durch den Hauptstadtkulturfonds gefördert.

Mehr Informationen: www.berlinerfestspiele.de 

Quelle: Fassbinder Foundation

  

  

  

Grimme-Preise 2015

4. März 2015:

Die Jurys des 51. Grimme-Preises haben in Marl ihre Arbeit abgeschlossen. Die Preisträger stehen fest. Die Verleihung des Grimme-Preises findet am 27. März 2015 im Theater Marl statt und wird von 3sat im Livestream ab 19:00 Uhr übertragen sowie zeitversetzt ab 22:35 Uhr als Zusammenfassung ausgestrahlt. 

Folgende Filme wurden im Bereich Fiction bedacht:

Altersglühen – Speed Dating für Senioren (WDR/NDR)
Bornholmer Straße (MDR/ARD Degeto/rbb) >>> Link zum MDR
Der Fall Bruckner (BR)
Männertreu (HR)
Tatort – Im Schmerz geboren (HR) >>> Link zum Hessischen Rundfunk

  

Weitere Informationen auf der Website des Grimme-Instituts >>>

    

  

  

ZDF-Fernsehfilm der Woche:

Seelen im Feuer

Silke Bodenbender und Mark Waschke in Die Seelen im Feuer

Foto: ZDF/Erika Hauri

Das ZDF zeigt am Montag, 2. März 2015, 20.15 Uhr, den historischen Fernsehfilm Die Seelen im Feuer nach wahren Begebenheiten.

  

Silke Bodenbender spielt eine Apothekertochter in der Zeit der Hexenverfolgung im Bamberg des 17. Jahrhunderts, die sich im Bannkreis aus Denunziation, Verhaftung und Hinrichtung wiederfindet. Mark Waschke ist als fortschrittlich gesinnter Arzt zu sehen, der den Kampf gegen das Unrecht aufnimmt. In weiteren Rollen spielen Paulus Manker, Alexander Held, Axel Milberg, Richy Müller, Max von Pufendorf, Rainer Bock und andere.

Regisseur Urs Egger inszenierte diesen Fernsehfilm, der auf dem gleichnamigen Roman von Sabine Weigand (Drehbuch: Annette Hess, Stefan Kolditz) basiert.

Bamberg um 1630: Cornelius (Mark Waschke) eilt von seinen medizinischen Forschungen in Wien in seine Heimatstadt Bamberg zu seinem sterbenden Vater. Dort trifft er auf seine Jugendliebe Johanna (Silke Bodenbender). Er ist fasziniert von der klugen Frau, die die Apotheke ihres Vaters führt – für eine Frau in dieser Zeit kein ungefährliches Unterfangen. Nach dem Tod des Vaters will Cornelius das rückständige Bamberg verlassen, als Fürstbischof Fuchs von Dornheim (Paulus Manker) den fähigen Arzt in seine Dienste zwingt. Ausgerechnet er soll nun zusammen mit Hexenkommissar Herrenberger (Axel Milberg) die Untersuchung der Inhaftierten auf Hexenmale vornehmen. Denn die Anklagen wegen Hexerei häufen sich in der Stadt. Auch Johanna wird aufgrund der unbedachten Äußerung eines kleinen Mädchens als Verdächtige inhaftiert.

  

Im Anschluss, ab 22.05 Uhr, vertieft "Hexenwahn – Die Dokumentation" von Ricarda Schlosshan und Heike Schmidt dieses wenig aufgearbeitete Kapitel der deutschen Geschichte. Die Dokumentation beschäftigt sich mit der Frage nach Wahrheit und Mythos in Bezug auf Hexerei und Teufelskult und zeigt Klischees und Fehlinformationen zum Thema auf – wie etwa die, dass die meisten Hinrichtungen im Mittelalter stattgefunden hätten.

  

(Quelle: ZDF-Pressetext)

  

  

Die Fassbinder-Foundation informiert

27. Januar 2015:

In der Vorschau für das Jahr 2015 heißt es unter anderem: 

Ein weiteres Projekt, das einen großen Anteil unserer Kräfte in den vergangenen Jahren einnahm, heißt the fassbinder story (Arbeitstitel). Diesem umfassenden Unternehmen das It Works! Medien unter der Regie von Annekatrin Hendel (Vaterlandsverräter und Anderson) mit der Fassbinder Foundation produziert, basiert u.a. auch auf bislang unveröffentlichten Film, Ton-und anderen Original-Materialien des RWFF-Archivs von, mit und zu RWF.

  

Der Film the fassbinder story wird am 25. oder 27. Mai 2015 auf ARTE und am 16. Juni in der ARD ausgestrahlt sowie eine gleichzeitige Kinoauswertung erfahren (Verleih: RealFiction).

    

Weitere Informationen bei SWR >>>

Daten hierzu bei filmportal >>>

  

  

  

Autor und Dramatiker

Georg Lohmeier gestorben

Georg Lohmeier (2007)

©Dieter Schnöpf

20. Januar 2015: Wie ich heute gelesen habe, ist der deutsche Dramatiker Georg Lohmeier im Alter von 88 Jahren in München gestorben. 

  

Georg Lohmeier wurde am 9. Juli 1926 im oberbayerischen Loh (früher Gemeinde Wasentegernbach) geboren. Der Schriftsteller, Dramatiker, Regisseur und Schauspieler machte sich vor allem bekannt durch Drehbücher der TV-Heimatserie Königlich Bayerisches Amtsgericht, die von 1968 bis 1972 im ZDF lief.

Lohmeier hatte noch neun Geschwister. Er besuchte das Dom-Gymnasium und das Priesterseminr, da er Theologie studieren wollte. Hier lernte er nicht nicht nur den späteren Papst Benedikt XVI. kennen, sondern beendete das Seminar bereits nach zwei Semestern, weil ihn Amors Pfeil getroffen hatte. 

Danach begann er ein Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. (Quelle: Wikipedia)

  

Umfangreiche Informationen und ein Nachruf sind beim Bayerischen Rundfunk zu lesen.

Auch die FAZ gedenkt Georg Lohmeier.

  

 

  

  

  

  

Neuer Kinofilm von Sönke Wortmann mit dem Titel Frau Müller muss weg

10. Januar 2015: Der neue Film hat den Titel Frau Müller muss weg und hat am 15. Januar 2015 Premiere in Deutschland.

Der Film basiert auf dem Theaterstück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz und ist eine satirische und schwarzhumorige Abrechnung mit Deutschlands kränkelndem Bildungssystem. Ein Elternabend läuft aus dem Ruder und die Eltern proben den Aufstand.

In der Hauptrolle der gestressten Lehrerin ist die Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide zu sehen, außerdem als Eltern Justus von Dohnányi, Anke Engelke, Ken Duken, Mina Tander und Alwara Höfels

Auf der Seite der Produktionsfirme "LittleShark" (Sönke Wortmann) wird der Film folgendermaßen beschrieben: "Frau Müller muss weg! Soviel steht fest, als sich eine Gesandtschaft besorgter Eltern zu einem außerplanmäßigen Termin mit der Klassenlehrerin Frau Müller (Gabriela Maria Schmeide) zusammenfindet. Weil die Noten schlecht sind und am Schuljahresende die Entscheidung fällt, ob die Kinder den Sprung aufs Gymnasium schaffen, sind die Eltern (Justus von Dohnányi, Anke Engelke, Ken Duken, Mina Tander, Alwara Höfels) fest entschlossen, mit der Absetzung der Lehrerin zu retten, was noch zu retten ist – koste es, was es wolle! Doch Frau Müller spielt nicht mit. Mit einem Mal brechen bei den doch so perfekten Müttern und Vätern alle Vorbehalte und Ressentiments, Zweifel und Sorgen, Gehässigkeiten und Ängste hervor. Die wahre Schlacht, die beginnt jetzt..."

Man darf also äußerst gespannt sein.

Weitere Infos auf RP-ONLINE >>> und auf FILMPORTAL

  

  

  

'Aus' für das Tatort-Team aus Erfurt

Heute, am 9. Januar 2015, habe ich gelesen, dass das Tatort-Team aus Erfurt nach zwei Folgen wieder abgesetzt wird, weil es beim Publikum und bei der Kritik nicht gut wegkam. Alina Levshin, Benjanim Kramme und Friedrich Mücke haben also ihre Dienstmarken wieder abgegeben. Neue Ermittlungen in Erfurt wären noch nicht angedacht. 

Weiteres ist zu lesen bei der BERLINER MORGENPOST.

Und der Tatort-Fundus schreibt >>>

  

Mein Senf: Ich denke, dass es den Kommissaren auch erlaubt sein muss, sich zu etablieren (Kommissare wie Haferkamp oder Finke gibt es ja sowieso nicht mehr). Das Absetzen nach zwei oder drei Folgen kann auch keine Lösung sein. Aber vielleicht gibt es im Osten von Deutschland ja keine Verbrecher? Denn das Team aus Leipzig (Keppler u. Saalfeld) wird ja auch platt gemacht. Und ob das neue Team aus Dresden mit den drei jungen Kommissarinnen (und natürlich einem männlichen Chef (Martin Brambach)) besser wird, bleibt auch abzuwarten. Aber vielleicht ist da ja schon nach einer Folge Schluss. Allein mit Wiederholungen (ich denke da an Kain und Ehrlicher) ist es auch nicht getan.

Weitere Informationen über das neue Quartett aus Dresden bei MDR.

  

 

  

Der Staatsanwalt mit Rainer Hunold kommt wieder mit 8 neuen Folgen

Bernd Reuther (Rainer Hunold, l.), Christian Schubert (Simon Eckert, m.) und Kerstin Klar (Fiona Coors)

Foto: ZDF und ©Andrea Enderlein

06.01.2015: 

Heute habe ich gelesen, dass die beliebte TV-Reihe Der Staatsanwalt mit Rainer Hunold in der Titelrolle wieder auf den Fernsehschirm zurückkehrt.

Das ZDF schreibt: "Ein erschlagener Stalker, ein erschossener Comiczeichner, ein ermordeter Privatdetektiv: Mit acht neuen Folgen meldet sich Rainer Hunold als Staatsanwalt Bernd Reuther in der gleichnamigen ZDF-Krimireihe zurück. 

Von Freitag, 9. Januar 2015, 20.15 Uhr, sind erneut auch Simon Eckert und Fiona Coors als Kommissare und Astrid Posner als Gerichtsmedizinerin zu sehen.

Für die zehnte Staffel standen viele Gaststars wie Johanna Gastdorf, Franziska Petri, Valerie Niehaus, Suzan Anbeh, Roman Knizka, Christoph M. Ohrt, Oliver Stokowski, Bernhard Schir, Tobias Licht, Peter Kremer, André Eisermann und Sternekoch Nelson Müller vor der Kamera.

In der Auftaktfolge "Ritt in den Tod" (Buch: Mike Bäuml, Regie: Ulrich Zrenner) kehrt ein Pferd ohne Reiter in seinen Stall zurück. Die Hofgut-Besitzerin wird im Wald gefunden. Sie wurde mit einem Ast vom Pferd geschlagen, findet Oberstaatsanwalt Reuther gemeinsam mit den Kommissaren heraus. Die Ermittler tauchen ein in die faszinierende Welt des Pferdesports und lernen eine Familie kennen, die nur auf den ersten Blick ein idyllisches Landleben führt." (Quelle: ZDF Pressestelle, 06.01.2015)  

  

  

 

Unbekannter Film mit Heinz Erhardt entdeckt worden

05./06.01.2015:

Ein bisher unbekannter Film von Heinz Erhardt ist nach Angaben des NDR gefunden worden.

Der Film ist 37 Minuten lang und sei in einem Wiener Nachlass gefunden worden. Er trägt den Titel Geld sofort.

Weitere Informationen hat der NDR, der "Tagesspiegel" und "derwesten.de" zu bieten.

  

Der Film wird am 6. Januar 2015 im NDR um 22 Uhr ausgestrahlt.

    

  

    

Die Fassbinder-Foundation informiert

06.01.2015:
Filmreihe „Filme statt Bomben – Der deutsche Film und die RAF“
  
Vom 6. bis zum 25. Januar ist im Berliner Zeughauskino eine Retrospektive von deutschen Filmen zu sehen, die sich mit dem politisch aufgeheizten Klima der späten 1970er Jahre auseinandersetzen. Im Zentrum stehen dabei vor allem die RAF, die in der Gesellschaft herrschende Paranoia und die Rolle der Medien. Der Titel der Reihe „Filme statt Bomben“ geht auf ein Zitat von Rainer Werner Fassbinder zurück, mit dem 1979 auch seine Terrorismuskomödie DIE DRITTE GENERATION beworben wurde („Ich werfe keine Bomben, ich mache Filme“). Im Rahmen der Retrospektive ist nicht nur diese Regiearbeit zu sehen, sondern auch der Episodenfilm DEUTSCHLAND IM HERBST, in dem Fassbinder mit schonungsloser Offenheit zeigt, wie untrennbar das Private mit dem Politischen verknüpft ist. Daneben stehen überwiegend bekanntere Filme wie Volker Schlöndorffs DIE VERLORENE EHRE DER KATHARINA BLUM, Christian Petzolds DIE INNERE SICHERHEIT und Margarethe von Trottas DIE BLEIERNE ZEIT auf dem Programm, aber auch selten Gezeigtes wie Klaus Lemkes BRANDSTIFTER und Eberhard Itzenplitzs BAMBULE – ein Fernsehfilm aus dem Jahr 1970, der drei Tage vor seiner Ausstrahlung zurückgezogen wurde, weil es sich bei der Drehbuchautorin um eine gewisse Ulrike Meinhof handelt.
(Quelle: Fassbinder Foundation, 06.01.2015)
  
Mehr Informationen auf der Website des Zeughauskinos

 

 

  

Neue Reihe im ZDF:

Die Geschichte der RAF

ZDFinfo startet sechsteilige Reihe über drei deutsche Jahrzehnte mit der linksextremen Terror-Organisation RAF (Rote Armee Fraktion)

28 Jahre lang versetzte die Rote Armee Fraktion die deutsche Politik und Wirtschaft in Angst und Schrecken. Vor 45 Jahren gegründet, wollten die Männer und Frauen der RAF die Bundesrepublik radikal verändern. Dieses Ziel haben die Linksextremen nicht erreicht – doch mit ihren Taten brachten sie den Staat an seine Grenzen. ZDFinfo schildert in einer sechsteiligen Reihe „Die Geschichte der RAF“. Zum Start sind am Donnerstag, 8. Januar 2014, ab 21.00 Uhr die ersten vier Folgen in Erstausstrahlung zu sehen.

Die Filmautoren Anne Kauth und Bernd Reufels schildern zunächst die Gründung der RAF im Jahr 1970 – unter dem Titel „Die Brandstifter“.

Mit der Befreiung des inhaftierten Andreas Baader am 14. Mai 1970 tauchte die Journalistin Ulrike Meinhof in die Illegalität ab und gründete zusammen mit Baader und Gudrun Ensslin die RAF. „Die Jagd auf die Baader-Meinhof-Bande“ veranschaulicht Teil 2, der am Donnerstag, 8. Januar 2015, direkt im Anschluss an Teil 1 um 21.45 Uhr in ZDFinfo zu sehen ist. Zunächst sorgte die RAF mit Banküberfällen, Fahrzeug- und Dokumentendiebstählen für Aufsehen. In dieser Zeit entstand einer der stärksten Mythen der RAF: Raffinierte junge Leute führen die Polizei an der Nase herum.

Teil 3 „Der Knast, der Prozess und die Sympathisanten“ rückt ab 22.30 Uhr einen weiteren RAF-Mythos in den Blick: Die inhaftierten Terroristen wurden von manchen als Opfer eines unmenschlichen Staates gesehen, sie selbst bezeichneten ihre Haftbedingungen als Isolationsfolter und versuchten mit Hungerstreiks ihre politischen Forderungen zu untermauern.

„Der deutsche Herbst – das Jahr 1977“ ist Thema der Folge 4 ab 23.15 Uhr. Die sogenannte zweite Generation der RAF prägte mit kaltblütigen Morden einen weiteren Mythos dieser Terror-Organisation: Niemand in Staat und Wirtschaft konnte sich mehr sicher fühlen. Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt galten als die Führungsfiguren dieser zweiten Generation.

„Die zweite Generation und die Stasi“ sowie „Die dritte Generation und das Ende der RAF“ lauten die Folgentitel 5 und 6, die ZDFinfo voraussichtlich am Freitag, 27. Februar 2015, ab 21.00 Uhr erstmals ausstrahlt. „Die Geschichte der RAF“ endete 1998 mit einem Schreiben, in dem die selbsternannte „Stadtguerilla“ ihre Selbstauflösung verkündigte. (Quelle: ZDF Pressestelle, 06.01.2015)

  

 

  

ZDF zeigt zum Jahresanfang eine dreiteilige Familienchronik mit dem Titel Tannbach - Schicksal eines Dorfes 

  

Der dreiteilige Fernsehfilm TANNBACH – Schicksal eines Dorfes erzählt 70 Jahre nach Kriegsende in einem ländlichen Mikrokosmos von der Entstehungsgeschichte der beiden deutschen Staaten. Der in Koproduktion mit dem ZDF von Gabriela Sperl für Wiedemann & Berg Television entstandene Film wird am Sonntag, 4. Januar, Montag, 5. Januar und Mittwoch, 7. Januar 2015, jeweils um 20.15 Uhr im ZDF ausgestrahlt. 

In den Hauptrollen sind unter anderen Henriette Confurius, Jonas Nay, Nadja Uhl, Heiner Lauterbach, Martina Gedeck, Alexander Held, Ludwig Trepte, Ronald Zehrfeld, Natalia Wörner, Maria Dragus, Florian Brückner und Johanna Bittenbinder zu sehen. Regie führte Alexander Dierbach, die Drehbücher schrieben Josephin und Robert von Thayenthal, bearbeitet von Gabriela Zerhau, Martin Pristl und Gabriela Sperl. 

 

In "TANNBACH – Schicksal eines Dorfes" erleben die verbliebenen Dorfbewohner, Kriegsgefangenen, Deserteure und Nazi-Opportunisten die letzten Kriegstage und versuchen irgendwie zu überleben. Nach 1945 gehört Tannbach zunächst zur amerikanischen, später zur sowjetischen Besatzungszone, bis sich im Sommer 1946 die Grenzen erneut verschieben. Das Dorf wird geteilt und der Bach, der durch das Dorf fließt, bildet die Grenze zwischen amerikanischer und russischer Besatzungszone. Der Ort erlebt in den Folgejahren das Ringen um einen demokratischen Neuanfang. Die Geschichte folgt drei Familien und den Dorfbewohnern auf ihrem Weg zwischen BRD und DDR.

Im Anschluss an den ersten Teil, am Sonntag, 4. Januar 2015, 21.45 Uhr, zeigt das ZDF "TANNBACH – die Dokumentation". In dem Film von Florian Hartung und Heike Nelsen-Minkenberg kommen Zeitzeugen zu Wort, die ihre Erlebnisse aus den Jahren des Kalten Krieges schildern – an der Nahtstelle der Blöcke, zwischen Ost und West.

 

"Willkommen in TANNBACH" – unter www.tannbach.zdf.de kommt der Zuschauer den zentralen Figuren noch näher. Neben vielfältigen Videos sowie Hintergründen zu den Figuren und Schauplätzen findet sich im Online-Angebot ein aufwändiges Making-of, das dokumentiert, wie ein Dorf im Jahr 2014 optisch in die Nachkriegszeit versetzt wurde. (Quelle: ZDF Pressestelle, 04.01.2015)  

  

  

Nachtrag vom 9. Januar 2015: Großer Erfolg für „TANNBACH – Schicksal eines Dorfes“: 6,59 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer (Marktanteil 20,6 Prozent) verfolgten am Mittwoch, 7. Januar 2015, im ZDF den dritten und letzten Teil der deutsch-deutschen Dorf-Saga aus den Jahren 1945 bis 1952.

Für ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler ist „TANNBACH“ öffentlich-rechtliches Fernsehen im besten Sinne und ein gelungener Programm-Auftakt des Jahres 2015, in dem an vielen Stellen an den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen erinnert wird: „Mit der deutsch-deutschen Dorfsaga 'TANNBACH' ist es dem ZDF einmal mehr gelungen, mit einem faktenbasierten, hochemotionalen historischen Mehrteiler ein breites Publikum an drei Abenden vor dem Fernseher zu vereinen. Die Auseinandersetzung mit dem Film in den Print- und Onlinemedien zeigt, dass das ZDF mit dem Dreiteiler ein Thema gesetzt und einen Nerv getroffen hat. Auch in Familien und unter Freunden wird über die eigene Geschichte, familiäre Erinnerungen und auch Verdrängtes diskutiert. Somit ist 'TANNBACH – Schicksal eines Dorfes' öffentlich-rechtliches Fernsehen im besten Sinne.“

(Quelle: ZDF Pressestelle, 09.01.2015)  

  

  

   

      

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 6. Okt. 2016

 

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