Ulli Lommel

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Ulli Lommel (li) mit Regisseur-Kollege Rudolf Thome (Quelle: moana film - mit freundl. Genehmigung von Herrn Thome)    -     Klick auf das Bild führt zu "moana-film"

Ulli Lommel (li.) mit Regisseur-Kollege Rudolf Thome

(Quelle: moana film - mit freundl. Genehmigung Rudolf Thome) - Klick auf das Bild führt zu "moana-film"

  

Ulli Lommel wurde am 21.12.1944 im polnischen Zielenzig geboren. 

  

Sein Vater war der Schauspieler und Komiker Ludwig Manfred Lommel. Nach einem Stipendium an der UFA-Nachwuchsschule in West-Berlin 1960/61 spielte er dort am Renaissance-Theater, bevor er in einigen Unterhaltungsfilmen erste Rollen spielte. 1969 kam er dann zu Fassbinder und erhielt in dessen ersten Spielfilm gleich eine Hauptrolle: In Liebe - kälter als der Tod spielt er den  schönen, schmierigen Gangsters Bruno, der einem Verbrechersyndikat angehört und Morde begeht. Als der Plan, einen unangenehmen Zuhälter loszuwerden, misslingt, wird er bei einem missglückten Banküberfall erschossen. Lommel gleicht darin ein wenig Alain Delon, an dessen Film Der eiskalte Engel Fassbinder sich orientierte.

 

Nur ein Jahr später gründete Lommel dann seine eigene Produktionsfirma "Atlantis Film" und begann hinter der Kamera zu arbeiten. Trotz seiner Aktivitäten war er natürlich weiterhin als Darsteller bei Fassbinder aktiv und erhielt sogar die Gelegenheit, teilweise mit demselben Produktionsteam zu arbeiten, das auch Fassbinder unterstützte. Seine Arbeit und seinen "Unterricht" bei Fassbinder bezeichnet er in einem Interview einmal als ein "gemeinsames Magnetfeld", das sie zueinander aufgebaut hätten.

 

Bevor er jedoch eigene Filme inszenierte, spielte er eine Hauptrolle in Robert van Ackerens Film Harlis, der 1972 gedreht wurde. Van Ackeren erzählt in seiner Komödie von der Beziehung zweier Frauen zueinander, die ins Wanken gerät, als sich der junge Raymond (U. L.) in eine der beiden verliebt. Am Ende akzeptieren sie Raymond als dritte Person. Der Film ist sehr nostalgisch gehalten und könnte auch als Ausstattungsfilm bezeichnet werden, da van Ackeren immer mit einem Auge auf die Revuen der 30er-Jahre schielte. Harlis wurde zwar mit dem Ernst-Lubitsch-Preis für die beste Komödie ausgezeichnet, ist aber dennoch weit davon entfernt. Die wahre Entdeckung des Films ist Rolf Zacher; Lommel hingegen wird schon in diesem Film seinem Image gerecht, das ihm in fast allen weiteren Filmen anhängen wird - das des galanten, selbstsicheren, gelackten Typs der besseren Gesellschaft mit viel Pomade in den schwarzen Haaren, ständig bemüht, einen möglichst eleganten Liebhaber abzugeben.

 

Lommels erster Spielfilm Tödlicher Poker blieb zwar unvollendet, aber dafür war sein zweiter ein großer Erfolg. Fassbinder erlaubte, dass er nach einem Drehbuch von Kurt Raab Die Zärtlichkeit der Wölfe inszenierte. Raab wiederum beschreibt das Entstehen des Films nach Fassbinders Aufgabenverteilung so: "Ulli Lommel war auch schnell zur Stelle. Da er schon immer Regieambitionen hatte, machte er an meiner Stelle einen Freudensprung." Die Arbeit des Regisseurs während der Produktion putzte Raab dann allerdings ziemlich herunter und berichtete, dass in erster Linie er (Raab) und der Kameramann den Film inszeniert hätten: "Ulli Lommel hatte keine Einfälle und so konnte kein Licht, keine Kamerafahrt vorbereitet werden, und die Leute der Technik standen nutzlos herum. Wenn ich dann kam, jammerte mir der Kameramann was vor und Ulli sah mich hilflos an. So erfand ich ganz schnell Kameraeinstellungen (immer Fassbinders Arbeitsweise vor Augen) und verbannte schließlich den Lommel hinter die Kamera, wo er nur noch darauf zu achten hatte, dass meine Grimassenschneiderei sich in Grenzen hielt." Ob es wirklich so gewesen ist, mag dahingestellt sein und ist auch nicht mehr nachgeprüft worden. Tatsache ist nur, dass der Film für Lommel und Raab ein großer Erfolg wurde.

 

Lommels weitere Filme wurden leider durchweg Misserfolge. Der 1974 gedrehte Streifen Wachtmeister Rahn fand erst gar keinen Verleih, wurde dann umgetitelt und erhielt als Ein Mann dreht durch zwar Titelparallelen zu Charles Bronsons Abenteuern, aber kein Publikum. In eindeutiger Schwarzweißzeichnung präsentiert Lommel die Geschichte eines Münchener Polizisten, der durch seine Homosexualität von der Bahn abkommt und in der Unterwelt zum Mörder wird. Auch Jodeln is ka Sünd, der im gleichen Jahr entstand, und der mit Curd Jürgens als schmierigem Klatschkolumnisten Fox gedrehte Streifen Der zweite Frühling entpuppten sich als Schlappen, so dass Lommel nach seinem vorläufig letzten Film Adolf und Marlene in die USA ging. 

(Quelle: Siegfried Tesche: "Die neuen Stars des deutschen Films", Heyne TB Nr. 78, 1985 - mit seiner Genehmigung)

 

   

Ulli Lommel drehte 2004 in USA einen Film mit Daniel Küblböck namens Daniel, der Zauberer, produziert wurde der Streifen von Peter Schamoni.

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 6. Sept. 2017

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben und Wirken des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

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