Heinrich Breloer

Regisseur  Drehbuchautor

  

S e i n e    F i l m e

  

  

Infokasten

  

Weitere Informationen sind zu finden bei 

 www.breloer.deutsche-kinemathek.de 

 

Heinrich Breloer dreht Zweiteiler über B.Brecht

(Stand: 23.12.2016)

  

   

 

  

  

  

Spezialist für Doku-Dramen: Heinrich Breloer

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

Heinrich Breloer wird am 17. Februar 1942 in Gelsenkirchen geboren. 

  

Von 1961 bis 1970 Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Bonn und Hamburg. Promotionsarbeit über "Persönliche Erfahrung und ästhetische Abstraktion". Arbeit als Regisseur und freier Autor ab 1972. Beschäftigung bei einer Hamburger Tageszeitung als Journalist und Film- und Fernsehkritiker. Außerdem verfasst er Hörfunkbeiträge. Er realisiert für das Fernsehen Beiträge zu Themen vor allem der jüngeren deutschen Geschichte in Form von Dokumentarfilmen, hier fallen bereits Heinrich Breloers intensive Beobachtungen und Gespräche vor der Kamera auf. Unter anderem drehte er 1975 ein 60minütiges Porträt über die beliebte Schauspielerin Inge Meysel mit dem Titel Mein Leben war auch kein Spaß - Geschichten und Rollen der Inge Meysel, in dem die Schauspielerin zum ersten Mal vor einer Kamera über ihre Ängste durch die Bedrohung ihres jüdischen Vaters spricht.

  

Über die Jahre entstanden großartige Produktionen, die vielfach beachtet und auch ausgezeichnet wurden, wie z.B. Mein Tagebuch (1980), ein Film, der in zehn Folgen die Geschichte aus der Perspektive der kleinen Leute, die sie erlitten haben, erzählt. Das Beil von Wandsbek (1981, mehrfach preisgekrönt) ist - in Zusammenarbeit mit Horst Königstein - nicht nur eine Adaptation des Romans von Arnold Zweig, sondern erkundet darüber hinaus lebensgeschichtliche Hintergründe im Hamburg des Jahres 1933. Filme über besondere Persönlichkeiten wie Klaus Mann - Treffpunkt im Unendlichen (1983), Adolf Grimme-Preis in Gold - und Kampfname Willy Brandt (1984) zeigt Alltag und Kultur im Exil des Widerstandskämpfers und späteren Bundeskanzlers.

 

Heinrich Breloer - Foto: Smalltown Boy / Wikipedia

Heinrich Breloer, 2009, im Mannheimer Cineplex, bei der Vorstellung seiner "Buddenbrook"-Verfilmung

©Smalltown Boy/Wikipedia

In dem zweiteiligen Film Eine geschlossene Gesellschaft (1987) zeigt Breloer Erinnerungen an die Internatszeit im katholischen Canisianum in Lüdinghausen zur Beschreibung und Charakterisierung der 50er Jahre. Darsteller in diesem Doku-Drama sind u.a. Ernst JacobiWolf-Dietrich Sprenger, Daniel Breloer, Dietmar Bär, Ben Becker und Gisela Trowe. 1989 erschien der Film Die Staatskanzlei, der sich mit den Hintergründen des Falles des Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, befassen. Für diesen Film bekam der Regisseur 1990 den Preis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

  

2001 ist es Breloer gelungen, einen Dokumentations-Spielfilm (Die Manns - Ein Jahundertroman) über Leben und Werke der Familie Thomas Mann zu realisieren, der von Marcel Reich-Ranicki als ein "Fernseh-Jahrhundert-Ereignis" getitelt wurde. Bei den Dreharbeiten war ihm Elisabeth Mann-Borgese, die jüngste Tochter Thomas Manns, eine besondere Hilfe, weil sie an den dokumentarischen Teilen des Films beteiligt und dem Regisseur eine große Hilfe war. Leider starb sie ganz überraschend am 8. Februar 2002 in der St. Moritz/Schweiz. Am 26.11.2002 erhält Breloer für diesen Fernseh-Dreiteiler in USA den TV-Grammy-Award. Der Preis wird von Joan Collins überreicht. Zum ersten Mal in der Fernsehgeschichte wird dieser Preis für eine  deutsche Produktion verliehen.  

  

Matthias Fuchs, Heinrich Breloer und J.M. Simmel

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

 

Für sein umfangreiches Lebenswerk erhielt Heinrich Breloer den Hans Albich-Preis, der ihm bei Fernsehfilm-Festival in Baden-Baden 2005 verliehen wurde. Mittlerweile hat der Filmemacher etliche abendfüllende Produktionen realisiert, die bekanntesten waren neben den erwähnten Die Staatskanzlei (1989), Das Todesspiel (1997) und Speer und Er.

  

Über das Projekt Speer und Er ist zu sagen, dass die die Dreharbeiten zu dem 3teil. TV-Film über den Architekten Albert Speer im Februar 2004 begonnen hatten. Die Titelrollen haben Sebastian Koch als Albert Speer und Tobias Moretti als Adolf Hitler übernommen. Neben Heinrich Breloer und Horst Königstein (Buch) sind Gernot Roll (Kamera), Götz Weidner (Szenenbild), Barbara Baum (Kostümbild) und Waldemar Pokromski (Maske) ebenso mit von der Partie wie Bavaria Film-Geschäftsführer Prof. Thilo Kleine, der gemeinsam mit Michael Hild die Produktion verantwortet. Speer und Er wird der erste deutsche Film sein, der den Lebensweg Albert Speers vom kometenhaften Aufstieg im Dritten Reich über die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse bis hin zu den Jahren im Spandauer Gefängnis nachzeichnet: eine weit ausgreifende biografische Erzählung in drei Teilen, die sich mit dem deutschen Architekten, Rüstungsminister, Kriegsverbrecher, Gefängnisinsassen und Bestsellerautor Albert Speer auseinandersetzt. (Quelle: Informationen WDR)

Regisseur Heinrich Breloer (li.) und Hans Brenner als Arbeitgeberpräsident Hans-Martin Schleyer bei Dreharbeiten zum TV-Dokudrama "Todesspiel"

Foto mit Erlaubnis WDR Mediagroup

 

Heinrich Breloers bisher letzter Film - Thomas Mann lässt ihn einfach nicht los - ist die Geschichte der Familie Buddenbrook, die an den Weihnachtsfeiertagen 2012 im Fernsehen gezeigt wird. Weitere Informationen zur Produktion in meinen NEWS 2007 >>>

    

Über Heinrich Breloer gibt es auch einen 2010 gedrehten Dokumentarfilm von Inga Wolfram mit dem Titel "Gedanken auf glitzernden Flügeln", der im Dezember 2010 auf "arte" gezeigt wurde. Seit den 1970er-Jahren war Heinrich Breloer an sage und schreibe 110 Produktionen beteiligt und bekam für viele davon Ehrungen und Preise, einer davon war 1999 das Bundesverdienstkreuz.

  

Breloer ist in zweiter Ehe mit der Regisseurin Monika Winhuisen verheiratet. Er hat zwei Kinder und wohnt in Köln.

 

Seit Ende 2010 arbeitet Breloer an einem Dokudrama, welches sich mit der Familie Brecht beschäftigt und führt für diese Produktion Interviews mit noch lebenden Zeitzeugen, die mit dem großen Dramatiker zu tun hatten. Weitere Informationen dazu >>>

  

Auszeichnungen (eine Auswahl)

1983: Adolf-Grimme-Preis mit Gold

1987: Adolf-Grimme-Preis mit Silber

1983: Gold Medal des New York Film- und TV-Festivals

1989: Kulturpreis Kultur Aktuell des Landeskulturverbands Schleswig-Holstein

1990: Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für Die Staatskanzlei

1991: Goldener Gong

1991: Bayerischer Fernsehpreis

1992: Ernst-Schneider-Preis

1992: Adolf-Grimme-Preis mit Gold

1993: Prix Europa

1993: Adolf-Grimme-Preis

1994: DAG-Fernsehpreis in Gold

1994: Goldener Gong

1994: Filmpreis Rheinland-Pfalz

1995: ZDF-Telestar

1997: Sonderpreis des Bayerischen Fernsehpreises

1997: Sonderpreis für dokumentarisches Fernsehspiel beim Fernsehfilm-Festival Baden-Baden

1997: Bambi

1997: ZDF-Telestar

1997: Goldener Löwe (RTL)

1998: DAG-Fernsehpreis in Gold

1999: Bundesverdienstkreuz

 

2002: Preise für Die Manns - Ein Jahrhundertroman

    - Deutscher Fernsehpreis: Fernsehereignis des Jahres

    - Grimme-Preis in Gold

    - Bayerischer Fernsehpreis (Blauer Panther)

    - Goldene Kamera

    - Emmy Award, Goldene Romy Spezialpreis der Jury

    - Golden Gate Award, San Francisco International Film Festival

    - Goldene Nymphe, Monte Carlo International TV Festival

 

2005: Siebenpfeiffer-Preis

2005: Hans Abich Preis >>>Laudatio von Walter Konrad, ehem. Direktor der Akademie der Darst. Künste <<<

2005: Goldene Olive beim International Festival in Bar, Montenegro (Speer und Er)

2006: Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen

2006: Goldene Romy für den besten Fernsehfilm Speer und Er

2006: Goldene Magnolie beim Shanghai TV Festival, beste Regie (Speer und Er)

2006: Fernsehfestival in Banff, Kanada, bester Film in der Kategorie History and Biography (Speer und Er)

2009: RomaFictionFest Rom, bester Film, beste Regie (Buddenbrooks)

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 

  

  

 

 

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 23.12.2016

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

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