Ben Becker

  

Darsteller + Sprecher + Regisseur + Produzent

 

  

 

  

  

  

Ben Becker spricht den Vorspann zum Kinofilm "Raumschiff Orion - Rücksturz ins Kino" - Foto-Copyright: bavaria-film.de

Ben Becker - Foto mit freundlicher Genehmigung "bavaria-film.de"

 

Ben Becker, Life-Ball 2014, Wien

Foto: Manfred Werner/Tsui - CC by-sa 3.0

Geboren 1964 als Sohn des Schauspieler-Ehepaares Monika Hansen und Rolf Becker. Wächst gemeinsam mit seiner Schwester Meret bei der Mutter und deren Lebensgefährten Otto Sander auf.

  

Endgültig Ruhm und Anerkennung bekommt er als Robert Biberti in dem Erfolgsfilm Comedian Harmonists (1997), Regie: Joseph Vilsmaier. Zwei Jahre zuvor hatte er ebenfalls bei Regisseur Vilsmaier in Schlafes Bruder an der Seite von Andre Eisermann mitgespielt. 

 

Becker spielt im Sommer 1999 am Berliner Gorki-Theater mit durchschlagendem Erfolg den Franz Biberkopf in Döblins Berlin Alexanderplatz (bereits 1931 von Phil Jutzi und 1979 von Rainer Werner Fassbinder verfilmt). 

 

Nachhaltig und hochbrisant ist seine Rolle in Oliver Hirschbiegels Einpersonen-Drama Ein ganz gewöhnlicher Jude. Becker spielt hier den jüdischen Journalisten Goldfarb, der den Schülern einer Hamburger Schulklasse Rede und Antwort stehen soll. Aber er entscheidet sich dagegen und formuliert einen Brief an den Lehrer, um seine Beweggründe zur Absage darzulegen. Während er diesen Brief zu Papier bringt, hat er Erkenntnisse, die den Zuschauer sofort in seinen Bann ziehen. Stark gespielt.

 

In dem 2010 gedrehten Kinofilm Habermann mit Mark Waschke und Hannah Herzsprung spielt Ben Becker den intriganten Sturmbannführer Koslowski.

Inhalt des Films: "Sudetenland 1937: Mit der Hochzeit des deutschen Unternehmers August Habermann (Mark Waschke) und der schönen jüdisch-tschechischen Jana (Hannah Herzsprung) zeichnet sich das herandrohende Unheil der kommenden Jahre bereits ab. Probleme bekommt der reiche Mühlen- und Sägewerksbesitzer nicht nur mit den rebellierenden, tschechischen Arbeitern sondern auch mit dem Einzug des grausamen Naziregimes unter der Führung des gewissenlosen SS-Mannes Kosloswki (in Bestform: Ben Becker). Langsam aber unabwendbar steigern sich in HABERMANN unterschwellige Bedrohung und menschliche Grausamkeit. Die aufwühlende, europäische Koproduktion inszeniert die Zeit der Besetzung und der politischen Grauzone eindrucksvoll, ohne dabei eine Seite zu heroisieren oder zu verteufeln. HABERMANN bildet historische Wahrheiten und bewegende Schicksale ab, deren Folgen auch heute noch spürbar sind. Ein cineastisch selten aufbereitetes Stück Geschichte, als Koproduktion auf beste Weise zusammengefügt." (Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung. FBW)


Ein außergewöhnliches Programm (mittlerweile auch als Kinofilm gelaufen) bietet Ben Becker mit seinem Soloprogramm "Ich, Judas - Einer von euch wird mich verraten". Mit diesem Soloauftritt, in denen er in deutschen Kirchen auftritt (und das schon seit 2015), bringt er dem Publikum den Verräter Jesu auf ganz besondere Weise nahe. Auf Beckers Webauftritt ist dazu zu lesen: "Seine Geschichte ist eine der Schuld ohne Vergebung. Er ist der einzige Feind, für den es keine Liebe gibt, der Meistgehasste, Meistverfolgte und Verteufelte: Judas, der Jünger Jesu, der Gottes Sohn mit seinem Kuss verrät und ans Kreuz liefert. Ben Becker übernimmt seine Rolle. Er begibt sich in den Bannstrahl eines zweitausend Jahre alten Fluchs und verteidigt Judas mit einem Text von Walter Jens, nach dem nichts mehr ist, wie es schien. Der Fall Judas muss neu aufgerollt werden. Eine Geschichte wurde überliefert, ein Urteil gefällt, ein Sündenbock gebrandmarkt für die Ewigkeit. Doch die Geschichte stimmt so nicht, das Urteil ist falsch. „Was war denn zu verraten“, fragt Judas in seiner Verteidigungsrede, „Jesus‘ Aufenthaltsort? Den kannten Tausende. Sein Großes Geheimnis, dass er Gottes Sohn sei? Das hat er selbst gesagt, vor allen Leuten!“ Und das ist nur der Anfang von vielen Unstimmigkeiten einer Geschichte, die mehr geglaubt als befragt wurde. --- Eine Performance, die an unseren Grundfesten rüttelt!"

 

Brigitte Maria Bertele inszeniert einen Tatort zum 30. Geburtstag von Lena Odenthal. Ulrike Folkerts und Ben Becker beim Drehstart zum „Tatort -  Die Pfalz von oben“, in dem die Ludwigshafener Kommissarin Lena Odenthal dem Provinzpolizisten Stefan Tries wiederbegegnet.

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Neu ist auch, dass Ben Becker demnächst wieder in einem Tatort auftritt.

Brigitte Maria Bertele inszeniert einen Tatort zum 30. Geburtstag von Kommissarin Odenthal. Ulrike Folkerts und Ben Becker beim Drehstart zum "Tatort -  Die Pfalz von oben", in dem die Ludwigshafener Kommissarin Lena Odenthal dem Provinzpolizisten Stefan Tries (Ben Becker) wiederbegegnet. Gedreht wird bis Mitte April 2019 im Donnersbergkreis, dem Landkreis Kusel und in Baden-Baden. Die Ausstrahlung ist zum 30. Geburtstag des Lena-Odenthal-Tatorts Ende 2019 vorgesehen.

Inhalt: "Ein junger aufmerksamer Polizist wird bei einer nächtlichen Kontrolle auf einer Landstraße rücksichtslos von einem Lkw überfahren und stirbt. Er ist einer der Mitarbeiter von Stefan Tries, dem Leiter des Polizeireviers in Zarten. Für Lena Odenthal ist Tries kein Unbekannter: Vor fast 30 Jahren stand er ihr bei, als sie in Zarten einen Mordfall aufzuklären hatte. Und nun gibt es in der Provinz ein neues gezieltes Tötungsdelikt. Lena Odenthal kehrt mit der Unterstützung ihrer Kollegin Johanna Stern an den Ort zurück, an dem sie einst auf den jungen, energiegeladenen Polizisten Stefan Tries traf, der inzwischen ein gealterter Provinzkönig zu sein scheint und auf ganz eigene Weise für Recht und Ordnung in der Region sorgt. Für Lena Odenthal ist die Frage, was aus Kollege Tries geworden ist, eine persönliche. Alte Gefühle werden geweckt, das gelebte und das ersehnte Leben von einst, die vergebenen Träume werden nebeneinandergestellt. Es geht um Abhängigkeit und Korruption, Lebenslügen, Vertuschung, eiskalte Gewalt. Und um ein Opfer, einen sympathischen, engagierten jungen Polizisten, der wie einst Tries aufbrach, seine Heimat zu einer besseren zu machen."

 

 
Auszeichnungen:

1991 Adolf Grimme Preis mit Silber für seine darstellerische Leistung in Landschaft mit Dornen

1995 Adolf Grimme Preis mit Gold für seine Darstellung des Jobst Dettmann in der Folge Totes Gleis der Krimi-Reihe Polizeiruf 110 (zusammen mit Bernd Böhlich, Leo P. Ard, Michael Illner und Otto Sander)

1997: Berliner Bär (B.Z.-Kulturpreis)

1998: Goldene Kamera für seine Darstellung als Robert Biberti in Comedian Harmonists

1998: Bayerischer Filmpreis: Sonderpreis (zusammen mit Heino Ferch, Ulrich Noethen, Heinrich Schafmeister, Max Tidof, Kai Wiesinger) für Comedian Harmonists

2000: Publikumspreis "Goldener Vorhang"

2013: Askania-Award

  

             

  

Weitere Filme mit Ben Becker

    

Titel

Jahr Regie

Eine Liebe in Deutschland (Rolle: Klaus)

1983 Andrzej Wajda

Tatort (Tod im Elefantenhaus) (Rolle: David Weber)

1987 Bernd Schadewald
Filmszene aus "Das serbische Mädchen" - Foto: P'Artisan-Filmproduktion

Das serbische Mädchen (Rolle: Achim)

Die 18jährige Dobrila verlässt heimlich ihr serbisches Heimatdorf und ihre Familie. Ziel ihrer Reise ist Hamburg. Dort lebt Achim, in den sich Dobrila vier Monate zuvor während seines Urlaubs heftig verliebt hat. Unerschrocken und unbekümmert überwindet sie alle Schwierigkeiten, die eine Reise ohne Pass und ohne Geld mit sich bringt. Als sie endlich in Hamburg ankommt, ist der Empfang bei Achims Eltern eher feindselig. Auch Achim scheint sich nicht besonders über das Wiedersehen zu freuen. Vergeblich setzt Dobrila einige Male an, Achim zu erklären, dass sie ein Kind von ihm erwartet. Sie verbringen eine Nacht auf Hamburgs "Piste", finden aber nicht mehr zusammen. Ebenso überraschend, wie sie gekommen ist, verlässt Dobrila Achim wieder und macht sich auf den Weg zurück.

(Szenefoto und Text stellte mir freundlicherweise P'Artisan Filmproduktion zur Verfügung)

1990 Peter Sehr ()
Landschaft mit Dornen (Rolle: Ric) 1991/92 Bernd Böhlich
Der Brocken (Rolle: Funke) 1992 Vadim Glowna

Tatort (Tod im Häcksler) (Rolle: Stefan Tries)

1992 Nico Hofmann

Herzsprung (Rolle: Jan / Soljanka)

1992 Helke Misselwitz

Wolffs Revier (Katharina und Kaviar) (Rolle: Kolya Lysenko)

1992 Kaspar Heidelbach
Peter Strohm (The Kids) (Rolle: Jörg Fensen) 1993 Marianne Lüdcke
Julian H. entführt - Qualen einer Mutter (Rolle: Jochen) 1993 Vivian Naefe
Polizeiruf 110 (Arme Schweine) (Rolle: Rethmann) 1993 Bernd Böhlich
A.S. (Der kleine Bruder) (Rolle: Markus Gruner) 1993 Ilse Hofmann
Polizeiruf 110 (Totes Gleis) (Rolle: Jobst Dettmann) 1994 Bernd Böhlich

Tatort (Die Kampagne) (Rolle: Stefan Tries)

Warum für Ben Becker 2 x der gleiche Rollenname vergeben wurde (siehe auch Episode Tod im Häcksler), bleibt wohl ein Geheimnis der Regisseure oder Drehbuchschreiber...

1995 Thomas Bohn
Schlafes Bruder  (Rolle: Peter) 1995 Joseph Vilsmaier
Friedemann Brix: Eine Schwäche für Mord  (Rolle: Günter Bommel) 1996 Jürgen Bauer
Gegen den Strom  (Rolle: Stefan Bregert) 1996 Thorsten Näter
Polizeiruf 110 (Das Wunder von Wustermark) (Rolle: Jobst Dettmann) 1998 Bernd Böhlich
Comedian Harmonists (Rolle: Robert Biberti) 1997 Joseph Vilsmaier

Gloomy Sunday - Ein Lied von Liebe und Tod (Rolle: Hans Wieck)

1998 Rolf Schübel
Südsee, eigene Insel (Rolle: Dr. Helmut Kupert) 1998 Thomas Bahmann
Sturmzeit (Rolle: Maksim Marakov)

Darsteller: Barbara Rudnik, Ben Becker, Max Tidof, Dominique Horwitz, Udo Samel u.v.a.

1998 Bernd Böhlich
Sass (Rolle: Franz Sass) 2001 Carlo Rola
Die rote Zora (Rolle: Karaman) 2006 Peter Kahane
Ben Becker - Foto: Meistersinger Konzerte & Promotion GmbH

Ben Becker

Foto mit freundlicher Erlaubnis Meistersinger Konzerte & Promotion GmbH

Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone  

Preußen zur Zeit Friedrichs des Großen (August Zirner): Der junge Freiherr von der Trenck (Becker) gilt als Lebemann und Frauenheld. Bei einem Überraschungsbesuch des Königs in Königsberg werden Friedrich II. und Trenck einander vorgestellt. Friedrich ist von dem Draufgänger fasziniert und holt ihn nach Potsdam. Friedrich bietet Trenck die Freundschaft an und fördert ihn. Auch Friedrichs Lieblingsschwester Amelie (Alexandra Maria Lara) bleibt Trencks ungestüme Art nicht verborgen. Doch die frische Liebe steht unter keinem guten Stern. Ihre Verbindung wäre nicht standesgemäß, so muss es bei einer heimlichen Affäre bleiben. Als Friedrich II. von der Beziehung erfährt, lässt er Trenck verhaften ...
Regisseur und Kameramann Gernot Roll inszenierte das historische Intrigenspiel mit großem Aufwand und mit guten Darstellern. Besonderer Clou: Matthias Habich, der in dem gleichnamigen TV-Mehrteiler von 1972 (Regie: Fritz Umgelter) die Titelrolle verkörperte, spielt auch hier in einer Nebenrolle mit - und trägt den Namen von Habich.
(Quelle: www.prisma.de)
  

2002/03 Gernot Roll
Werk ohne Autor (Rolle: Vorarbeiter) 2018 F. Henckel v. Donnersmarck
     
Weitere Filme mit Ben Becker sind auf der IMDb-Website gelistet.
     

   

   

   

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet: 28. März 2019

 
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