Udo Samel

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Schauspieler Udo Samel

©Florian Rossmanith

   

  

Geboren am 25. Juni 1953 in Eitelsbach bei Trier.

  

Der junge Udo Samel erhielt als Sängerknabe der "Laubacher Kantorei" im Internat eine musikalische Ausbildung. Vor seiner schauspielerischen Ausbildung in der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt studierte er einige Semester Slawistik und Philosophie. Nach seiner Schauspielausbildung fand er sein Theater in Berlin, so dass er von 1978 an festes Ensemblemitglied der Berliner Schaubühne war und auch mehrere Jahre dort blieb. Er spielte mit Regisseuren wie Peter Stein, Luc Bondy oder Klaus Michael Grüber und wurde er schnell zu einem der angesehensten Künstler in Deutschland. Einige Jahre freiberuflich tätig, ging dann aber zurück zum Theater, und zwar nach Frankfurt. Im Jahre 2009 bekam Udo Samel an der dortigen Hochschule für Darstellende Kunst eine Honorarprofessur.

 

Der Schauspieler Samel war außerhalb seiner Theaterarbeit auch ein gefragter Fernseh- und Filmschauspieler. Sein Debüt gab er 1978 in dem Film Messer im Kopf (Regie: Reinhard Hauff), wo er eine kleine Nebenrolle erhielt. In dem Film geht es um das Schicksal eines Wissenschaftlers (Bruno Ganz), der als Terrorist verdächtigt wird und von der Polizei angeschossen wird.

Samels berühmteste Filmrolle hatte er 1986 in dem von Fritz Lehner inszenierten 3teil. Fernsehfilm Mit meinen heißen Tränen in dem er mit Inbrunst mit überzeugendem Spiel den Komponisten Franz Schubert verkörperte und Publikum und Kritiker begeisterte. Für diese Rolle erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Grimme-Preis in Gold. Aber auch an Theaterpreisen mangelt es Udo Samel nicht. So wurde er vom wichtigsten Theater-Magazin "Theater heute" 1979 zum besten Nachwuchsschauspieler und 1991 zum Schauspieler des Jahres gewählt.

 

Große Erfolge konnte Udo Samel bei den Salzburger Festspielen verzeichnen und beim Akademietheater Wien. 1999 verkörperte er die Rolle des  "Woyzeck" am Bayerischen Staatsschauspiel. Heute gehört Samel zum Ensemble des Wiener Burgtheaters. 2009 war  Udo Samel als König Lear in der Inszenierung von Peter Konwitschny in Graz zu sehen. 

 

Zu seinen wichtigsten Theaterarbeiten gehören: Orestes Chor in Aischylos' Die Orestie (1980, Regie: Peter Stein), Kalldewey in

Botho Strauß' Kalldewey, Farce (1982, Regie: Luc Bondy), der Richter in Jean Genets Die Neger (1983, Regie: Peter Stein), Hermes in Aischylos/Handkes Prometheus, gefesselt (1986, Salzburger Festspiele, Regie: Klaus Michael Grüber), Porfirij in Dostojewski/Wajdas Schuld und Sühne (1986/87, Regie: Andrzej Wajda), Trofimow in Tschechows Der Kirschgarten (1989, Regie: Peter Stein), Sosias in Kleists Amphitryon (1991, Regie: Klaus Michael Grüber), die Titelrolle in Goethes Torquato Tasso (1994, Regie: Cesare Lievi) als Gast am Burgtheater, der Teufel in Hofmannsthals Jedermann (1993 und '94, Salzburger Festspiele) sowie die Titelrolle in Büchners Woyzeck (1999, Regie: Stéphane Braunschweig) am Residenz-Theater München. (Quelle: Renaissance Theater Berlin)

  

Dem Fernsehpublikum wird Udo Samel in guter Erinnerung sein durch zahlreiche Gastrollen in Krimi-Serien und durch die Rolle des jüdischen Kaufmanns Max Salomon in dem ZDF-Sechsteiler Durchreise, wofür er den Bayerischen Fernsehpreis erhielt. Eine seiner schönsten Rollen war der mehrfach ausgezeichnete Film Alles auf Zucker, in dem er den strenggläubigen Juden Samuel Zuckermann an der Seite von Henry Hübchen spielte; hier gab es eine Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis 2005. Sehr amüsiert hat mich auch die Rolle des Kommissars Luigi Mackeroni in Martin Walz' Kondom des Grauens. 2010 sah man Udo Samel als Jakob Kaufmann in dem Spielfilm Mein bester Feind, wo es um die Geschichte des jüdischen Kunsthändlers Victor Kaufmann (gespielt von Moritz Bleibtreu) geht, der in Wien ein annehmbares Leben führt, bevor die Nazis die Macht übernehmen. Zur Beruhigung Mussolinis benötigt Hitler ein Gemälde, welches sich aber im Besitz der Familie Kaufmann befindet. Da man an das Bild gelangen will, wird Rudi Smekal (Georg Friedrich), der eigentlich Victors Freund ist, von den Nazis darauf angesetzt, das Bild zu "besorgen". Regie führte Wolfgang Murnberger.

  

In der Spielzeit 2012/13 spielt er wiederum am Grazer Theater unter der Regie von Peter Konwitschny den Mephistopheles in Faust.

  

In Vorbereitung ist ein Spielfilm mit dem Titel Die Blutgräfin von Ulrike Ottinger. Weitere Darsteller: Irm Hermann, Peter Kern, Eric de Kuyper, Nicholas Ofzcarek, Sophie Rois, Udo Samel u.a. 

     

      

 

Weitere Filme mit Udo Samel

   

Titel

Jahr Regie

Messer im Kopf (Rolle: Schurig)

1978 Reinhard Hauff
Das Ende des Regenbogens (Rolle: Dieter) 1979 Uwe Frießner
Der Tod des weißen Pferdes (Rolle: Pater Andreas, Benediktinermönch) 1985 Christian Ziewer
Kaspar Hauser (Rolle: Daumer) 1993 Peter Sehr
Angst hat eine kalte Hand (Rolle: Jörg 'Bohne' Bohnart) 1995 Matti Geschonneck

Hundert Jahre Brecht (Rolle: Flüchtling)

Der Film zeigt, wie sehr der Dichter Bertolt Brecht immer noch auch unser Zeitgenosse ist und wie aktuell das ist, was er erzählt: Szenen aus den Theaterstücken Baal, Dreigroschenoper, Furcht und Elend des dritten Reiches, Dialoge aus den Flüchtlingsgesprächen, Lieder, Gedichte und biographische Notizen werden zu einer vielgestaltigen Handlung verknüpft, in der Vergangenheit und Gegenwart unserem kritischen Blick ausgesetzt sind. Gleichzeitig wird der Film zu einer Hommage an den Dichter, der wie kein anderer die Not seiner Landsleute unter der Naziherrschaft und die Verbrechen der Unterdrücker zum Inhalt seiner künstlerischen Arbeit gemacht hat. (Quelle: basisfilm.de)

1997 Ottokar Runze

Der Vulkan (Rolle: Professor Benjamin Abel)

1998 Ottokar Runze

Sturmzeit 

Die Familiensaga "Sturmzeit" erzählt in fünf Teilen ein großes Frauenschicksal: Es ist die Geschichte von Felicia Domberg - eine Geschichte, die so nur im Deutschland des 20. Jahrhunderts möglich war.
Felicia wächst in Ostpreußen auf. Dort lernt sie den Sozialisten Maksim Marakov kennen und lieben. Die beiden verbindet eine unerfüllte Liebe, die sie ihr ganzes Leben nicht loslassen wird. Doch ihr Schicksal sieht anderes für sie vor. Felicia heiratet den Münchner Fabrikanten Alex Lombard und mit Kriegsbeginn 1914 kommt Bewegung in ihr Leben: sie wird von Alex geschieden, gerät in Gefangenschaft und erlebt die russische Revolution. Auch nach Kriegsende kehrt keine Ruhe ein. In den 20er Jahren muss Felicia sich als Geschäftsfrau beweisen, doch der "Schwarze Freitag" von 1929 verschont auch ihr Unternehmen nicht. Die Zeit des Dritten Reiches stellt Felicia erneut vor die Aufgabe, Familie und Firma durch turbulente Ereignisse zu führen. Während der Studentenunruhen von 1968 kommt schließlich Felicias Enkel bei einer Auseinandersetzung mit der Polizei ums Leben. In diesen stürmischen Zeiten müssen alle Familienmitglieder ihr Leben immer wieder neu definieren...
(Quelle: Amazon)

Darsteller: Barbara Rudnik, Ben Becker, Max Tidof, Dominique Horwitz u.a.

1998 Bernd Böhlich
Die Manns - Ein Jahrhundertroman (Rolle: Herr Ebermayer) 2001 Heinrich Breloer
Deutschlandspiel (Rolle: Michail Gorbatschow) 2000 Hans-C. Blumenberg

Durchreise (Rolle: Max Salomon)

Max Salomon ist der jüdische Chef einer Berliner Modefirma. Er will lange nicht glauben, dass das Nazi-Regime eine ernsthafte Bedrohung für ihn darstellt. Schließlich nimmt er Vernunft an: Nach dem Reichstagsbrand verkauft er seinen Firma und will mit seiner Frau Selma nach Amsterdam fliehen. Doch das Schicksal sieht anderes für ihn vor. Salomon wirkt fortan aus dem Untergrund auf die Entwicklung seines Modehauses ein. Offiziell führen sein ehemaliges Lehrlingsmädchen Monika Helmholtz und der Konfektionär Helmut Naumann das Geschäft. Insgeheim halten sie aber zu ihrem Chef wie eine Familie. Freundschaft, Verrat, Konkurrenzkampf und eine unausgesprochene Liebe bestimmen das weitere Geschehen der 6-teiligen Zeitreise von 1931 bis 1991. (Quelle: Amazon)

1993 Peter Weck

Mein bester Feind (Rolle: Jacob Kaufmann)

2011 Wolfgang Murnberger
Weitere Filme sind auf der IMDb-Website gelistet.

  

  

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 7. Febr. 2016

 

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