Moritz Bleibtreu

  

Darsteller + Produzent

 

  

   

  

  

  

  

Martina Gedeck und Moritz Bleibtreu, hier auf der Berlinale 2006 - Foto: Bodo Petermann

Martina Gedeck und Moritz Bleibtreu bei der Eröffnung der Berlinale 2006

Copyright: Bodo Petermann, Berlin

www.bpphoto.de

 

   

Moritz Bleibtreu wird am 13. August 1971 in München geboren. Er ist der Sohn des Schauspielerpaares Monica Bleibtreu und Hans Brenner.

 

Seine erste Rolle hat er 1980 in dem Kinderfilm Ich hatte einen Traum von Rainer Boldt, welchen der Regisseur aus drei Folgen der TV-Kinderserie Neues aus Uhlenbusch zusammengestellt hatte (siehe auch Foto). 

 

Er geht als Au-pair nach Paris. Erste Engagements in Deutschland nach mehrjährigem Auslandsaufenthalt. Seit 1987 diverse Film- und Fernsehrollen. Er fällt auf in Bernd Schadewalds Kinder des Satans (1995).

  

Noch aus Zeiten von "Neues aus Uhlenbusch": Moritz mit seiner Mutter Monica und Hans-Peter Korff - Foto: VIRGINIA
Monika Bleibtreu, H.-P. Korff und Moritz Bleibtreu

   

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Herrlich sind seine Rollen in Rainer Kaufmanns Unschuldsengel und in Stadtgespräch, in dem er einen homosexuellen, begriffsstutzigen Tischler spielt. Als Tolpatsch Manni, der sein Leben retten muss, spielt er sich in Lola rennt zusammen mit Franka Potente in die Herzen der Zuschauer. Weitere Filme sind Das Experiment von Oliver Hirschbiegel und Solino (einer meiner Lieblingsfilme) von Fatih Akin. Sein komisches Talent zeigt er auch in der Tragikkomödie von Oskar Roehler Agnes und seine Brüder als sexbesessener, verklemmter Bibliothekar. 

  

Der Film Der Baader Meinhof-Komplex, Regie: Uli Edel, zu dem Bernd Eichinger das Drehbuch und Stefan Aust die Romanvorlage lieferten, wurde 2007 als offizieller Beitrag für den OSCAR in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film" und für den Golden Globe nominiert. Moritz Bleibtreu ist hier in der Rolle des Andreas Baader zu sehen. 

  

Moritz Bleibtreu als Andreas Baader in
Der Baader-Meinhof-Komplex
© ARD Degeto/NDR/2008 Constantin Film Verleih GmbH

 

Weitere Auszeichnungen für den Künstler (eine Auswahl)

1997 - Ernst Lubitsch-Preis für seine Rolle in Knockin' On Heaven's Door

1999 - "Jupiter" für seine Rolle in Lola rennt

2000 - DIVA-Award

2001 - Deutscher Filmpreis - Bester männlicher Schauspieler für seine Hauptrolle in Im Juli

2001 - Nomination für den Publikumspreis des Europäischen Filmpreises als bester Darsteller für Das Experiment

2005 und 2006 - Goldene Romy als beliebtester Schauspieler

2006 - Silberner Bär bei den Intern. Filmfestspielen Berlin für die beste Hauptrolle in Elementarteilchen

2009 - Nominierung für den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller in Der Baader Meinhof-Komplex

2010 - Preis für Schauspielkunst des Festivals des deutschen Films

2011 - Nominierung für den Österreichischen Filmpreis als bester männlicher Darsteller für Jud Süß - Film ohne Gewissen

  

Moritz Bleibtreu wohnt in Hamburg und wurde im November 2008 Vater eines Sohnes.

 

 

 

  

Am 29.12.2014 habe ich gelesen, dass Regisseur Stephan Rick den als unverfilmbar geltenden Roman von Martin Suter Die dunkle Seite des Mondes verfilmen will. Die Schauspieler Moritz Bleibtreu (als Anwalt Urs Blank) und Jürgen Prochnow (als Pius Ott) stehen bereits fest. Es geht in dem Thriller um einen toughen Wirtschaftsanwalt, der anderen Menschen keine Schwächen zeigt. Eines Tages lernt er Lucille (Nora von Waldstätten) kennen, in die er sich verliebt und die ihn völlig in ihren Bann zieht. Er lässt sich von ihr verführen, halluzinogene Pilze zu "genießen". Aber er wird süchtig danach, kann sich nicht mehr kontrollieren, kennt keine Gefühle mehr, hat sich in keiner Weise mehr unter Kontrolle, kann sich nur noch von seiner "dunklen Seite" zeigen und ist drauf und dran, ganz in Doktor-Jekyll-und-Mister-Hyde-Manier zum Monstrum zu werden. Das Drehbuch schrieb Stephan Rick zusammen mit Catharina Junk.

Nachtrag (26.01.2016): Der Film lief ab dem 14. Januar 2016 in den deutschen Kinos. Hier geht's zur Produktionsfirma Alamode-Film

 

20. Juni 2017: Neu ist der Thriller nach Sebastian Fitzek und Michael Tsokos mit dem Titel Abgeschnitten (Offizielle Filmseite), in dem Moritz Bleibtreu einen Rechtsmediziner spielt: "Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet bei einer Autopsie im Kopf einer Leiche einen Zettel. Die Telefonnummer darauf führt ihn in ein perfides Spiel um Leben und Tod. Dem Leben und Tod seiner Tochter. Der Spur aus Leichen folgend ist er gezwungen die junge Comiczeichnerin Linda um Hilfe zu bitten. Denn der nächste Hinweis findet sich nicht in seiner Heimatstadt Berlin, sondern auf der von einem Sturm von der Außenwelt abgeschnittenen Insel Helgoland. Von Herzfelds verzweifeltem Bitten getrieben, macht sich Linda zusammen mit dem Hausmeister Ender Müller im verlassenen Keller der Inselklinik an die erste Autopsie ihres Lebens. Doch nicht nur die Autopsie ist mehr als nervenzerreißend. Auch der Entführer und Killer scheint sich auf der fast menschenleeren Insel zu befinden und zugleich Herzfeld auf dem Festland in Schach zu halten. Der lässt sich von seinem eingebildeten, neureichen Praktikanten Ingolf Richtung Helgoland fahren. Hinweis für Hinweis kommen sie der Lösung des Rätsels auf die Spur und scheinen in dem perfekt geplanten, von Hass getriebenen Racheplan doch dazu verdammt, Herzfelds Tochter nicht mehr rechtzeitig befreien zu können."Buch und Regie: Christian Alvart (Quelle: www.syrreal.net - Produktionsfirma in Kooperation mit Ziegler-Film)Der Film lief am 11. Oktober 2018 in deutschen Kinos an. In den diversen Filmbesprechungen ist der Film nichts für schwache Nerven.  

 

 David (Moritz Bleibtreu) kämpft nach dem Ende des Holocaust im Nachkriegsdeutschland ums Überleben.
 
© ZDF/Fabrizio Maltese, honorarfrei

Weiterhin sah man Moritz Bleibtreu 2017 in dem Holocaust-Drama Es war einmal in Deutschland. Regie führte Sam Gabarski. Der Film basiert auf den Romanen "Die Teilacher" und "Machloikes" von Michel Bergmann, der am Drehbuch mitgearbeitet hat. Auf der offiziellen Webseite ist zu lesen: "Frankfurt am Main, 1946. David Bermann (Moritz Bleibtreu) und seine jüdischen Freunde sind dem Naziregime nur knapp entkommen und träumen jetzt wie viele von der Ausreise nach Amerika. Doch wie das nötige Geld in diesen kargen Zeiten dafür aufbringen? Dem eloquenten Geschäftsmann kommt die zündende Idee: Was brauchen die Deutschen jetzt am meisten? Feinste Wäsche aller Art, hübsch verpackt in unglaubliche Geschichten. Gemeinsam ziehen die sechs begnadeten Entertainer von Haus zu Haus und preisen den Hausfrauen mit hinreißender Chuzpe ihre Ware an, so dass die geschmeichelten Damen gar keine andere Wahl haben, als bei diesem unwiderstehlichen Angebot zuzugreifen. Das Geschäft floriert, die schöne, neue Zukunft naht. Doch bald holt Bermann seine eigene Vergangenheit ein: Warum hatte er damals einen zweiten Pass? Und was hatte es mit seinem Besuch auf dem Obersalzberg auf sich? Hat er womöglich mit den Nazis kollaboriert? Die kluge und attraktive, aber unerbittliche US-Offizierin Sara Simon (Antje Traue) lässt bei den Verhören nicht locker, sie will dem wahren Kern von Bermanns Erinnerungen auf die Spur kommen und begegnet seiner Fabulierkunst mit eiserner Strenge. Doch es fällt ihr zunehmend schwerer, sich seinem Charme und Witz zu entziehen...   Als charmantes Schlitzohr David Bermann brilliert Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle. Als ebenso strenge wie irritierend attraktive Special Agentin Sara Simon bietet ihm Antje Traue (Die Frau in Gold) Paroli. Bermanns Händlerfreunde, die sogenannten "Die Teilacher", sind mit einem großartigen internationalen Darstellerensemble besetzt: Tim Seyfi (Gegen die Wand), Mark Ivanir (Schindlers Liste), Anatole Taubman (James Bond 007 - Ein Quantum Trost), Hans Löw (Toni Erdmann), Pál Mácsai und Václav Jakoubek." (aus www.x-verleih.de)

 

2019 ist der Künstler in der 6teiligen (Neu-)Verfilmung M - Eine Stadt sucht einen Mörder als Verleger zu sehen.

Der Klassiker des Regisseurs Fritz Lang wurde neu verfilmt von David Schalko und wurde auf der Berlinale 2019 uraufgeführt. Deutschlandfunk Kultur gibt ein Statement ab und Informationen über den österreichischen Regisseur Schalko. Zu den Stars dieser Neuverfilmung gehören u.a. Lars Eidinger, Julia Stemberger, Gerhard Liebmann (als M), Bela B., Brigitte Hobmeier und Udo Kier.

Bei Wikipedia sind einzelne Kritiken nachzulesen, u.a. "Hanns-Georg Rodek urteilte in der Tageszeitung Die Welt, dass Schalkos Berlinale-Beitrag weit mehr als das Remake des Klassikers mit Peter Lorre sei, es sei „der Film zur Lage der Nation“: Maringers Minister vereint die Jugendhaftigkeit des aktuellen österreichischen Kanzlers, die demagogische Argumentation von dessen Innenminister – und die Abgeschlecktheit eines Managers, der ein Land wie einen Konzern zu führen trachtet. [...] Den Klassiker ‚M – Eine Stadt sucht einen Mörder‘ wiederzuverfilmen, ist eigentlich ein Sakrileg. Aber David Schalko ist das Unmögliche gelungen. Der Film erzählt auf geniale Weise vom Rechtspopulismus."

 

   

Weitere Filme mit Moritz Bleibtreu

    

Titel

Jahr Regie

Elementarteilchen (Rolle: Bruno)

2006 Oskar Roehler

München (Rolle: Andreas)

2005 Steven Spielberg
Agnes und seine Brüder (Rolle: Hans-Jörg Tschirner) 2004 Oskar Roehler

Solino (Rolle: Giancarlo)

2002 Fatih Akin
Im Juli (Rolle: Daniel Bannier) 2000 Fatih Akin
Taking Sides - Der Fall Furtwängler (Rolle: Lt. David Willis) 2001 István Szabó

Free Rainer - Dein Fernseher lügt (Rolle: Rainer)

Moritz Bleibtreu als geleuterter Fernsehproduzent und Quotenkönig.

2007 Hans Weingartner

Jud Süss - Film ohne Gewissen

Darsteller: Moritz Bleibtreu (Goebbels), Tobias Moretti (Ferdinand Marian), Martina Gedeck, Armin Rohde (Heinrich George) 

2010 Oskar Roehler

Lippels Traum

Darsteller: Moritz Bleibtreu (Lippels Vater/König), Anke Engelke, Christiane Paul, Edgar Selge, Eva Mattes u.a.

2010 Lars Büchel

Der Baader Meinhof-Komplex

Darsteller: Moritz Bleibtreu (Andreas Baader), Martina Gedeck (Ulrike Meinhof), Johanna Wokalek (Gudrun Ensslin) u.a.

2009 Ulrich Edel
 
 
Weitere Filme mit Moritz Bleibtreu sind auf der IMDb-Website gelistet.

       

      

   

   

   

  

  

  

  

 

  

   

   

    

  

 

 

 

 

 

 

 

  

Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet: 18. April 2019

 
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