Eva Mattes

 

 

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Offizielle HP der Künstlerin 

  

Eva Mattes letzter Fall als Tatort-Kommissarin

(Stand: 2. Dez. 2016)

  

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Imogen Kogge (li.) und Eva Mattes  -  Foto: Antaeus-Film

Imogen Kogge (li.) und Eva Mattes

(Szene aus Polizeiruf 110 Braut in Schwarz, 2002)

  

Vielen Dank an Antaeus-Film

  

Eva Mattes wurde am 14. Dezember 1954 geboren.

Sie ist die Tochter der Ufa-Schauspielerin Margit Symo und des Dirigenten Willi Mattes.

  

Bereits im Kindesalter war Eva Mattes Synchronsprecherin, unter anderem lieh sie in über 200 Folgen dem kleinen Timmy in Lassie ihre Stimme.

Von 1972 - 1979 spielte sie im Deutschen Schauspielhaus Hamburg, Berlin und Bochum. Film- und Fernsehrollen seit 1971.

  

Bundesfilmpreis für Michael Verhoevens o.k. und Reinhard Hauffs Mathias Kneißl

 

Gleich zwei Bundesfilmpreise erhielt sie für ihre Rollen in Die bitteren Tränen der Petra von Kant und Wildwechsel, beide in der Regie von Rainer Werner Fassbinder. Wildwechsel wurde zunächst nur im Fernsehen ausgestrahlt und erregte wegen einiger Szenen so viel Aufsehen, das sich der Bayerische Rundfunk ausklinkte. Eva Mattes spielt die minderjährige Hanni, die mit einem fast Zwanzigjährigen ins Bett geht, der wegen Verführung Minderjähriger angezeigt und verhaftet wird. Hanni wird schwanger und sie beschließt zusammen mit ihrem Freund, ihren Vater, der wegen dieser Beziehung mit Mord und Totschlag gedroht hatte, zu erschießen. Da die Nacktszenen im Film soviel Protest auslösten und daraufhin auch bald ein Verleih gefunden war, kam der Film nachträglich ins Kino und wurde schon bald zu einem Kultfilm.

  

Szene aus "Der Tag, an dem die Kinder verschwanden", Regie: Eugen York, 1967 (Eva Mattes rechts unten)

Foto: SWR Media Services

Ich fand Eva Mattes sehr beeindruckend in Woyzeck von Werner Herzog, wofür sie in Cannes den Preis für die beste Nebendarstellerin gewann. Sie spielte an der Seite von Ernst Jacobi in Deutschland bleiche Mutter und sehr eindringlich die Haushälterin von Marcel Proust in Celeste, Regie: Percy Adlon.  

 

Bemerkenswert ist noch der Film Ein Mann wie Eva, Regie: Radu Gabrea. Hier spielt Eva Mattes Rainer Werner Fassbinder. Es war die filmische Aufarbeitung seines Todes. Sie tut einiges für diese Rolle: sie nimmt an Gewicht zu, "züchtet" sich unreine Haut und lässt sich stundenlang in der Maske "umarbeiten". Die Meinung zu diesem Film teilt sich. Man mokiert, dass nun schon wieder über Fassbinder hergezogen wird und auch die streckenweisen Langszenen tragen nicht dazu bei, dass der Film ein Hit wird.

(Quelle: Vielen Dank an Siegfried Tesche für Textauszüge aus "Die neuen Stars des deutschen Films", Heyne TB Nr. 78, 1985)

  

Seit 2002 spielt Eva Mattes die Tatort-Kommissarin Klara Blum. Der Sender kündigte Ende Dezember 2014 an, dass der Blum-Tatort 2016 auslaufen wird. Am 13. Mai die letzte Folge des Bodensee-Tatorts, mit dem sich die Konstanzer Kommissare Blum und Perlmann (Mattes und Sebastian Bezzel) nach 14 Jahren verabschieden. Beim Finale wirken Hanna Schygulla, Irm Hermann und Margit Carstensen mit.

 

2014 übernahmen Eva Mattes und Schauspieler Martin Wuttke Hauptrollen in Elfi Mikeschs Film Fieber, der im Panorama der Berlinale 2014 gezeigt wurde. Die Regisseurin erhielt dafür den "Special Teddy-Award" 2014 und einen Preis für das beste Szenebild auf dem Österreichischen Filmfestival "Diagonale". Der Film kommt vermutlich im August 2016 in die deutschen Kinos. 

   

   

  

 

Auszeichnungen
1971 Bundesfilmpreis für o.k. und Mathias Kneissl
1973 Bundesfilmpreis für Wildwechsel und Die bitteren Tränen der Petra von Kant
1979 Cannes: Preis für beste Nebenrolle in Woyzeck
1982 Bayerischer Filmpreis für Celeste
1982 Deutscher Darstellerpreis (Chaplin Schuh)

 

   

      

Eine kleine Filmauswahl von Filmen mit Eva Mattes

  

Titel

Jahr Regie

Der Tag, an dem die Kinder verschwanden

1967 Eugen York
Berührungen 1971 Christian Rischert

Immobilien

1972 Otto Jägersberg
Supermarkt 1973 Roland Klick
Stroszek 1976 Werner Herzog
David 1978 Peter Lilienthal

Die wilden Fünfziger

Aufstieg und Fall des Jakob Formann, der es mit viel Glück, dreistem Charme und Organisationstalent vom Schwarzmarktschieber zum Großunternehmer bringt, bis er schließlich geschäftlich wie privat scheitert. Sehr freie Verfilmung des Simmel-Romans "Hurra - wir leben noch".

1982 Peter Zadek
Rita Ritter 1983 Herbert Achternbusch
Ein Mann wie Eva 1983 Radu Gabrea

Die Serpentintänzerin

1991 Helmut Herbst
Der Kinoerzähler 1992 Bernhard Sinkel
Der Schrei der Liebe 1996 Matti Geschonneck
Viehjud Levi 1999 Didi Danquart
Suck my dick 2000 Oskar Roehler

Das Sams

2000 Ben Verbong
Tatort (Die Spieler) 2004 Michael Verhoeven
 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 2. Dez. 2016

 

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