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Hans Brenner
Darsteller
Geboren am 25. November 1938 in Innsbruck.
Er begann mit dem Besuch der Schauspielschule in Salzburg, ging zur Landesbühne nach Bregenz, dann nach Heidelberg und Göttingen und schließlich nach Berlin. Dort lernte er seine spätere Lebensgefährtin Ruth Drexel (†2009) kennen, gründete eine eigene Schauspieltruppe und wurde Mitinitiator der Volksschauspiele Tirol in Telfs. Aus der Beziehung mit Ruth Drexel ging seine Tochter Cilli Drexel hervor. Darüber hinaus hatte Hans Brenner mit der Schauspielerin Susanne Kappeler drei weitere Töchter. Aus einer Verbindung mit der Schauspielerin Monica Bleibtreu (†2009) ging Sohn Moritz, der ebenfalls ein großartiger Schauspieler ist, hervor.
Weiterhin spielte er in einigen Kroetz-Stücken, u.a. wieder an den Münchner Kammerspielen in der Uraufführung von "Hartnäckig / Heimarbeit", 1971, Regie: Horst Siede; er spielt den Otto in Kroetz' "Männersache", 1975 konnte man Brenner in der Uraufführung des Franz Xaver Kroetz-Stückes "Lieber Fritz" sehen, wobei Kroetz hier selbst Regie führte. Im Düsseldorfer Schauspielhaus feierte Hans Brenner 1978 Erfolge mit dem Kroetz' Stück "Mensch Meier", in welchem er die Titelrolle spielt.
Schon 1970 drehte er seinen ersten Film: Mathias Kneißl. Geradezu unverschämt authentisch verkörpert Brenner hier die historisch überlieferte Figur des Wilderers und Räubers Mathias Kneißl, der 1902 in Augsburg hingerichtet wurde. Dieser ersten Zusammenarbeit mit dem Regisseur Reinhard Hauff folgten später zwei weitere: Der Hauptdarsteller 1977 und 1978 Messer im Kopf. Eine weitere langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn, neben dem gemeinsamen Agieren mit seiner Frau Ruth Drexel, mit dem Regisseur Rüdiger Nüchtern, mit dem er Schluchtenflitzer, Nacht der Wölfe und Bolero drehte. Mit Ottokar Runze drehte er 1975 Das Messer im Rücken. In der satirischen Fernsehserie Fast wia im richtigen Leben, die von 1979 bis 1988 im Fernsehen lief, von und mit Gerhard Polt, mit Gisela Schneeberger, hatte er eine Gastrolle, die u.a. auch von Ruth Drexel, Karl Obermayr, Helmut Fischer, Otto Grünmandl und Jörg Hube besetzt wurden. 1987 war Hans Brenner einmalig in der TATORT-Serie Kommissar. In der Folge PENSION TOSCA oder DIE STERNE LÜGEN NICHT spielte er den Kriminalhauptkommissar Karl Scherrer. Es blieb bei diesem einmaligen Auftritt als Kommissar im Tatort.
Besonders herausragend und authentisch spielte Hans Brenner in Heinrich Breloers Todesspiel die Rolle des von der RAF entführten und anschließend ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hans-Martin Schleyer (siehe Foto oben). Es war seine letzte Filmrolle.
Der Schauspieler Hans Brenner stirbt im Alter von 59 Jahren am 4. September 1998 in München an einer Krebserkrankung.
Er liegt begraben auf dem Friedhof St. Nikolaus in Innsbruck. (rk) |
| Weitere Filme mit Hans Brenner | ||
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Titel |
Jahr | Regie |
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Wie eine Träne im Ozean (Rolle: Andrej Bocek) Gedreht nach der Romantrilogie von Manes Sperber.
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1970 |
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Die Sachverständigen (Rolle: ?) Ein leitender Angestellter gerät durch auffälliges Verhalten in die Psychiatrie und wird dort festgehalten. Die Justiz erkennt die Fehlerhaftigkeit der Einweisung und wendet sich an zwei Gutachter. Die Gutachter einigen sich, vor allem auch um den Fehler der Justiz zu rechtfertigen dahin, dass der Mann vor der Einweisung selbst gemeingefährlich war, durch den Aufenthalt in der Klinik geheilt sei, und nun eben entlassen werden könne. Der Angestellte (Mainzer), der durch die psychiatrische Behandlung beruflich aus der Bahn geworfen war, landet zuletzt als Hilfsarbeiter auf einem Bau, wo er von den Arbeitern verspottet wird und daraufhin eine Körperverletzung begeht. Also wieder einen Grund schafft für eine erneute Einweisung. (Quelle: www.norbert-kueckelmann.de)
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1973 |
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Das Messer im Rücken (Rolle: Hans Eder)
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1975 |
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Alpensaga - Liebe im Dorf (Rolle: Hans Huber)
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1976 |
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1989 |
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Die Chinesen kommen (Rolle: Schorsch Schmierer)
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1987 |
Manfred Stelzer |
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Polizeiruf 110 - Abgründe (Rolle: Horst Benning)
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1995 |
Susanne Zanke |
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Dicke Freunde (Rolle: Maerz) |
1995 |
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