Hannelore Elsner

 

  

  

  

  

Hannelore Elsner - Foto mit freundlicher Genehmigung des Fotografen Christian Behring

Hannelore Elsner

zur Weltpremiere des Films Zeiten ändern sich am 03.02.2010

Foto: Christian Behring

  

  

Hannelore Elsner wurde am 26. Juli 1942 im bayrischen Burghausen geboren und wuchs in München auf.

Nach dem Besuch der Schauspielschule spielte sie Theater in München und Berlin, u.a. an den Münchner Kammerspielen in Dieter Giesings Inszenierung von "Mrozeks Tango" (1966). Bereits 1959 hatte sie ihr Kinodebüt mit dem Film Alt Heidelberg als Serviermädchen Helene in der Regie von Ernst Marischka. Weitere Filme in den 1950er- und 1960er-Jahren waren 1959 Freddy unter fremden Sternen, 1960 ...und so was nennt sich Leben, 1963 Die endlose Nacht von Will Tremper oder 1963 Ein Alibi zerbricht, Regie: Alfred Vohrer.  In den 70er-Jahren spielte sie anfangs in den "Paukerfilmen" mit, dann kamen aber doch anspruchsvollere Filme, wie z.B. die herrliche Komödie Die Herren mit der weißen Weste, Regie: Wolfgang Staudte. Im Neuen Deutschen Film wurde die vielseitige Künstlerin 1973 von Edgar Reitz in Die Reise nach Wien eingesetzt, bei Alf Brustellin sah man sie 1975 in Berlinger und 1979 in Der Sturz. Bei Heidi Genée spielte sie 1979 die Hauptrolle in Grete Minde. István Szábo besetzte sie in seinem Film Der grüne Vogel (1979).

  

Hannelore Elsner in den 1980er-Jahren

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

In den achtziger Jahren sah man Hannelore Elsner in vielen beliebten Fernsehserien wie Lorentz und Söhne, Die Schwarzwaldklinik, Mit Leib und Seele und Harry und Sunny mit. Und obwohl sie eigentlich Hauptrollen in Serien ablehnte, hat sie doch zugesagt, als man ihr 1994 Die Kommissarin angeboten hatte; sie spielte die Rolle der Kommissarin Lea Sommer bis 2006. Für diese Serie wurde sie 1995 mit dem "Telestar" ausgezeichnet. Sie erhielt die Goldene Kamera für den Film Iwanow (1973) und die Silberne Nymphe von Monte Carlo für Elsa (1991). Im Oktober 1997 bekam sie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

   

Hannelore Elsner war von 1964-66 mit dem Schauspielerkollegen Gerd Vespermann und von 1993 - 2000 mit dem Verlagsleiter Uwe Carstensen verheiratet. Mit den Regisseuren Alf Brustellin war sie von 1973-81 liiert, leider kam Alf Brustellin bei einem Autounfall 1981 ums Leben. Aus ihrer Verbindung mit dem Regisseur Dieter Wedel geht ein Sohn hervor, der 1981 geboren wurde. 

  
Hochgelobt wurde Hannelore Elsner für ihre Hörbücher, z.B. für die Lesung von Anne Sextons "Verwandlungen" oder Olga Knippers Briefen an Anton Tschechow. Außerdem war sie beteiligt an dem sogenannten Rilke-Projekt.

  

Für Ihre Rolle in Doris Dörries Kirschblüten - Hanami (2008) an der Seite von Elmar Wepper erhält Hannelore Elsner eine weitere Nominierung für den Deutschen Filmpreis als Beste Darstellerin in einer Nebenrolle.

  

  

Nach Marie Ward (1985) gab es 1999/2000 wieder eine Kinohauptrolle. Diesmal als Schriftstellerin Hanna Flanders alias Gisela Elsner in dem Film Die Unberührbare. Hierfür bekam sie im Juni 2000 u.a. den Deutschen Filmpreis, den Deutschen Kritikerpreis, den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Videopreis, den Preis für die beste Hauptdarstellerin auf den Filmfestivals von Chicago und Istanbul.

(Foto links: ©Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de)

  

Hannelore Elsner und Adriana Altaras in

Rudolf Thomes Film Rot und Blau

 

  Foto mit freundlicher Erlaubnis von Herrn Thome

Aktuelleren Arbeiten sind der Uli Edel-Film Zeiten ändern dich über den Rapper Bushido (sie spielt die Mutter von Bushido); 2007 übernahm sie eine Rolle in Angelina Maccarones Film Vivere, in dem sie eine vom Leben enttäuschte Frau spielt. Hanni und Nanni 2 (als Direktorin Theobald), Regie: Julia von Heinz, Wer's glaubt, wird selig (als Daisy), Regie: Marcus H. Rosenmüller, Spur des Bösen - Racheengel (als Eva Ulmer) mit Heino Ferch als Polizeipsychologe Richard Brock, Regie: Andreas Prochaska, Jesus liebt mich (als Silvia) , Buch, Regie und Hauptrolle Florian David Fitz, Gibsy - Die Geschichte des Boxers Johann Rukeli Trollmann) (als Friederika Trollmann), Regie und Drehbuch: Eike Besuden (alle 2012), Hanni und Nanni 3 (als Direktorin Theobald), Regie: Dagmar Seume (2013). Außerdem ist die Künstlerin zu sehen in dem 2013 gedrehten Film Der letzte Mentsch als Ethel an der Seite von Mario Adorf und in Alles inklusive von Doris Dörrie, Besser als nix, Hin und weg (FBW Prädikat "Besonders wertvoll") mit Florian David Fitz und Julia Koschitz (Kinostart 23.10.2014, Regie: Christian Zübert) und Auf das Leben (Offizielle Filmseite) mit Max Riemelt, Regie: Uwe Janson (alle 2014). Auf das Leben erhielt von der FBW das Prädikat "Wertvoll".

  

2011 wurde Elsners Biografie mit dem Titel "Im Überschwang - Aus meinem Leben" herausgegeben, wozu der Verlag u.a schreibt: "Ein Selbstporträt einer großen Künstlerin und eigen-sinnigen Frau, mal wehmütig, mal heiter, immer wahrhaftig. Und nicht zuletzt ein Lesevergnügen, das uns verführt, die eigenen Räume der Erinnerungen zu durchschreiten."

  

Das historische Filmdrama Hannas schlafende Hunde von Regisseur Andreas Gruber (nach einer literarischen Vorlage von Elisabeth Escher) ist in Vorbereitung und kommt im Frühjahr 2015 in die Kinos. Es geht hier um das kleine Mädchen Johanna, die in dem katholischen Städtchen Wels Ende der 1960er Jahre aufwächst. Eines Tages erfährt sie von ihrer erblindeten Großmutter von ihrer jüdischen Identität. Anders als ihre vom Krieg traumatisierte Mutter will sie "die schlafenden Hunde wecken" und sich nicht vor ihrer Vergangenheit verstecken... (Noch mehr Informationen bei www.elisabethescher.at). 

    

Weitere Filme mit Hannelore Elsner sind auf der IMDb-Website gelistet.

  

Auszeichnungen (eine Auswahl):

1971 Goldene Kamera für Iwanow

1992 Internationaler Filmpreis Silberne Nymphe

1997 Bundesverdienstkreuz

1997 Telestar für Die Kommissarin

2000 Deutscher Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin für Die Unberührbare

2001 Bayerischer Filmpreis für Die Unberührbare

2001 Deutscher Kritikerpreis für Die Unberührbare

2001 Deutscher Videopreis für Die Unberührbare

2001 Filmfestivals Chicago und Istanbul Preise für die Beste Hauptdarstellerin in Die Unberührbare

2002 Bambi für die Rolle der Marie in Mein letzter Film

2002 Grimme Preis mit Gold für Ende der Saison

2003 Hessischer Filmpreis als Beste Schauspielerin in Film und Fernsehen

2003 Deutscher Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin für Mein letzter Film

2005 Bundesverdienstkreuz

2005 Nominierung für den Deutschen Filmpreis als Beste Hauptdarstellerin in Alles auf Zucker

2006 Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für ihre herausragenden Leistungen und ihr Lebenswerk

2008 Bayerischer Verdienstorden

2008 Nominierung Deutscher Filmpreis als Beste Nebendarstellerin für Kirschblüten - Hanami

2009 Preis für Schauspielkunst beim Festival des deutschen Films  

  

  

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 3. März 2016

 

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