Karin Baal

(eigentlich Karin Blauermel)

  

Schauspielerin

  

  

  

  

Karin Baal, 1982

  

Copyright: Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Geboren am 19. September 1940 in Berlin.

Focus gratulierte 2015 der Künstlerin zum 75. Geburtstag.

 

Karin Baal stammte aus dem Arbeitermilieu, die sich als Löterin ihren Lebensunterhalt verdiente. 1956 wurde sie unter vielen hundert Bewerberinnen für den Film Die Halbstarken (Regie: Georg Tressler) ausgewählt und bekam zusätzlich einen dreijährigen Ausbildungsvertrag. Sie bekam 1960 eine der Hauptrollen in dem Film Wir Kellerkinder, Drehbuch: Wolfgang Neuss

  

Sie spielt die Rolle einer Prostituierten in dem Film Das Mädchen Rosemarie (1958) und in Arzt ohne Gewissen (1959, Regie: Falk Harnack), eine jugendliche Verbrecherin in Der Jugendrichter (1959) und eine junge Verführerin in Die junge Sünderin (1960).

  

In den 1970er Jahren konnte sie nicht mehr das Teenageridol spielen. Findet nach Alkohol-Entziehungskuren wieder zu sich und wird im "Neuen Deutschen Film" vor allem von Fassbinder wiederentdeckt, der sie in Berlin Alexanderplatz, Lola und Lili Marleen einsetzt. 

1986/87 geht die Schauspielerin mit den Theaterstücken "Geschlossene Gesellschaft" von Jean Paul Sartre und "Mord um Mitternacht" von Francis Durbridge auf Tournee.

  

1986 sieht man Karin Baal in Gerd Roman Froschs Am Ende der Nacht, unter dessen Regie sie auch in Dann ist nichts mehr wie vorher (1987) vor der Kamera steht. Die Regisseurin Karin Brandauer (damalige Ehefrau von Klaus Maria Brandauer) besetzt sie in Marleneken (1989); in Hermine Huntgeburths Im Kreise der Lieben (1991) spielt sie an der Seite von Barbara Auer

 

1959 heiratete Karin Baal ihren Jugendfreund Karlheinz Gaffkus, ein Sohn kam aus dieser Beziehung zur Welt. Die Ehe wurde zwei Jahre später wieder geschieden. Von 1962 - 1977 war sie mit dem Schauspieler Helmut Lohner verheiratet, aus der eine Tochter hervorging, die heute ebenfalls Schauspielerin ist, Therese Lohner; eine dritte Ehe ging sie mit dem Schauspieler Volker Eckstein ein, der 1993 an Krebs stirbt. Durch seinen Tod fiel die Mimin in ein großes Loch, aus dem sie sich für eine lange Zeit nicht befreien konnte und ihre Trauer mit Alkohol zu bewältigen suchte. So stand sie als Schauspielerin dem Film einige Jahre nicht mehr zur Verfügung. Aber sie bewältigte ihre Krisen und stand nach Entziehungskuren wieder auf der Bühne. Im Jahre 2000 heiratet den kurdischen Schauspieler Cevdet Celik, die Ehe wird 2004 wieder geschieden.

 

Ihre Memoiren erscheinen 2012 unter dem Titel "Ungezähmt. Mein Leben".

(Quelle: http://www.hdg.de

  

Weitere Filme mit Karin Baal sind in der IMDb-Website gelistet.

    

  

Weitere Filme mit Karin Baal

Titel

  

Jahr Regie

Der Jugendrichter (Rolle: Inge Schumann)

Amtsgerichtsrat Dr. Ferdinand Bluhme verurteilt die junge Inge Schumann, die der Bande ihres Freundes als Lockvogel für Erpressungen diente. Sie flieht und droht vom Dach eines Hauses zu springen. Bluhme verspricht ihr Freiheit auf Ehrenwort, lässt sie aber abführen. Wegen seines Vertrauensbruchs vom Gewissen geplagt, bringt er Inge als Hausmädchen bei einer Pensionswirtin unter. Inge wird rückfällig, Bluhme deckt sie und versucht, ihr Selbstvertrauen zu stärken. Inge sagt sich von ihrem Freund los und kehrt freiwillig ins Heim zurück. Bluhme hilft ihr weiter auf dem Weg in ein geregeltes Leben. (Quelle: Amazon)

 

1960 Paul Verhoeven

Wir Kellerkinder (Rolle: Nenne Briehl)

Macke Prinz, ein Berliner Gassenjunge, gerät nach 1933 als trommelnder Jungvolk-Pimpf und nach 1945 als unfreiwilliger Hakenkreuz-Schmierer zwischen die Mahlsteine der Zeitgeschichte. Der satirische Film, der unbewältigte Vergangenheit und die Beschäftigung mit ihr glossiert, führt vor, wie der kleine Mann an den Gegebenheiten scheitern kann: Wer sich ernsthaft um eine Bewältigung der jüngsten Vergangenheit bemüht, landet schnell in der »Klapsmühle«. (Quelle: www.dhm.de)

Darsteller: Wolfgang Neuss, Wolfgang Gruner, Jo Herbst, Karin Baal, Ingrid van Bergen, Achim Strietzel, Willi Rose, Hilde Sessak, Helmut Käutner, Erik Ode, Ralf Wolter

 

1960

Jochen Wiedermann

Der Privatsekretär 

 

1962

Franz Josef Wild

Spätsommer (Rolle: Barbara)

Frank Hacklow, ein alternder Antiquitätenhändler, freut sich über seine Strohwitwerschaft. Er beginnt einen Flirt mit der jungen Barbara ...

Darsteller: Erik Ode (Frank Hacklow), Karin Baal (Barbara), Almut Eggert (Diana), Hubert Suschka (Charles), Dirk Dautzenberg (Mr. Brill), Ilsemarie Schnering (Mrs. Brill), Ellen Frank (Mrs. Lambkin), Lotte Kluge, Hans Bosenius, Mira Hinterkausen, Hannes Kaetner

 

1964

Peter Beauvais

Ganovenehre (Rolle: Nelly)

 

1966

Wolfgang Staudte

Der Hund von Blackwood Castle (Rolle: Jane Wilson)

 

1967

Alfred Vohrer

Gefundenes Fressen (Rolle: Gisela)

 

1976

Michael Verhoeven

Erikas Leidenschaften (Rolle: Erika)

Erika und Franziska haben sich vier Jahre nicht gesehen. Einst hatten die Freundinnen die Illusion von den gleichen Chancen: weil sie gleich jung waren, beide attraktiv, beide fantasievoll.  Jetzt haben beide unglückliche Lieben hinter sich. Sie tun sich zusammen - ziehen zusammen. Erika ist die praktische: "Finde du dich selbst, ich sorge für die Brötchen". Doch bei beiden entsteht Unzufriedenheit. Erika fühlt sich ausgebeutet, und Franziska verübelt es Erika, dass die ihr erlaubt, sie auszubeuten. Erika hat inzwischen eine neue Liebe, sehr intensiv, aber wieder glücklos. Trotzdem beneidet Franziska die Freundin um dieses Lebensgefühl. In einem langen Gespräch versuchen die beiden ihre Situation zu klären, herauszufinden, warum sie so und nicht anders handeln konnten.

(Quelle: Der Frauenfilm - Filme von und für Frauen, Gudrun Lukasz-Aden / Christel Strobel, Heyne Filmbibliothek, Originalausgabe, Wilhelm Heyne Verlag München, TB Nr. 90)

1976

Ula Stöckl

Engel aus Eisen (Rolle: Frau Luzie Gladow)

 

1981

Thomas Brasch

Mitläufer  

 

1984

E.Itzenplitz/E.Leiser

Karin Baal in "Der letzte Gast" von Hartmut Schoen - Foto: SWR Media Services

Der letzte Gast 

Schwarzwald, Ende der 60er Jahre. Das Luxushotel vor Ort muss schließen. Mit dem Bus kommt Paula an, eine seltsame Frau. Sie wird vom Konkursverwalter eingestellt, um das leerstehende Gebäude zu beaufsichtigen. Die Fremde scheint glücklich, sie hat eine Oase der Ruhe gefunden, nach der sie lange suchte. Sie legt keinen Wert auf engeren Kontakt mit den Einheimischen. Die Leute im Ort wissen wenig über sie und werden immer misstrauischer. Gerüchte kommen auf, manche sehen sogar eine Hexe in ihr. Als die Saison schlecht ausfällt, wird die einsame Frau, die sich selber Briefe schreibt, endgültig zum Sündenbock gestempelt. Sie sei verantwortlich für das Unglück, gehöre weg aus dem Hotel, weg aus der Stadt. Sie wird bedroht und angegriffen. Die Polizei stellt fest, dass der anonyme Anrufer von einem Apparat im Hotel telefoniert. Sie verlässt die Stadt. Bevor sie geht, zündet sie das Hotel an. (Text und Foto: SWR)

   

1989

Hartmut Schoen

Rosa Luxemburg (Rolle: Mathilde Jacob)

 

1986

M. von Trotta

Die Abschiebung (Rolle: Eva)

Darsteller: Nina Hoger, Franz Buchrieser, Karin Baal, Tayfun Bademsoy, Richy Müller

 

1984

Marianne Lüdcke

Lola (Rolle: Lolas Mutter)

 

1986

R. W. Fassbinder

Im Kreise der Lieben (Rolle: Gertrud Grund)

 

1991

Hermine Huntgeburth

Cosimas Lexikon (Rolle: Uschi Kowalski)

Die Bewohner eines heruntergekommenen Mietshauses in Ost-Berlin stoppen kurzfristig die westliche Sanierungswut, als sie und ihre Sprecherin, eine attraktive und feinsinnige Autorin, herausfinden, dass der Eigentümer als Penner in West-Berlin Parkbänke unsicher macht. Der Obdachlose wird mit dubiosen Maßnahmen zum ordentlichen Bürger umfunktioniert, und dem windigen Vermögensverwalter kann ein Schnippchen geschlagen werden. (Quelle: Rialtofilm)

 

1992

Peter Kahane

Der Tunnel (Rolle: Marianne von Krausnitz)

 

2001

Roland Suso Richter

   

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 29. Sept. 2017

 

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