Gustav Knuth

  

(eigentlich Gustav Adolf Karl Friedrich Knuth)

  

Darsteller

   

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Gustav Knuth bei Filmportal

  

Gustav Knuth in den nächsten 4 Wochen im TV

 

  

     

    

  

Ewald Balser (li.) und Gustav Knuth in "Ein glücklicher Mensch", 1943, Regie: Paul Verhoeven - Foto: Murnau-Stiftung

Szenefoto aus "Ein glücklicher Mensch" mit Ewald Balser (li.) und Gustav Knuth, 1943, Regie: Paul Verhoeven

©Murnau-Stiftung

  

Geboren am 7. Juli 1901 in Braunschweig

Gestorben am 1. Februar 1987 in Küsnacht/Schweiz

Nach 1945 nahm Gustav Knuth die schweizerische Staatsbürgerschaft an.

  

Gustav Knuth wurde als Sohn eines Eisenbahners in Braunschweig geboren. Eine Schlosserlehre brach er ab, weil seine ältere Schwester ihm den Schauspielunterricht bei Hofschauspieler Casimir Paris bezahlte. Sein erstes Engagement bekommt er 1918 im Stadttheater Hildesheim. Danach folgen Hamburg, Basel, Altona, wieder Hamburg unter Karl Wüstenhagen, das Preußische Staatstheater unter Gustaf Gründgens (ab 1936/37) und wieder Hamburg vom 1945-1949. Seit 1949 war Gustav Knuth unentwegt beim Schauspielhauses Zürich engagiert. Knuth spielt den Großinquisitor in Schillers "Don Carlos", den Benedict in Shakespeares "Viel Lärm um nichts" und den Jago in "Othello", natürlich auch den Karl Moor in "Die Räuber", man sieht ihn in der Titelrolle in Büchners "Dantons Tod" in der Regie von Gründgens. In der Uraufführung von Zuckmayers "Des Teufels General" spielt Knuth ebenfalls die Titelrolle, Regie hatte Heinz Hilpert. Alle Rollen, die das klassische Theater so hergibt, werden von Gustav Knuth übernommen. Unter Helmut Käutner ist er der "Liliom" in Molnars gleichnamigem Stück. Weiter ist er in "Der fröhliche Weinberg" von Carl Zuckmayer, in Schillers "Wallenstein" ist er der Wrangel und der Hassenreuter in Gerhart Hauptmanns "Ratten" und viele, viele andere zu sehen.

 

Gustav Knuth als Feinkostfirmenbesitzer Heinrich König in dem 8teiligen Fernsehfilm Großer Mann, was nun in der Regie von Eugen York, 1967

Foto mit freundlicher Genehmigung von

SWR Media Services

 

 

1935, im Jahr seiner Ernennung zum Staatsschauspieler, gibt Gustav Knuth sein Filmdebüt in Der Ammenkönig. Einige weitere Filme waren Käutners Große Freiheit Nr. 7 (1944) mit Hans Söhnker und Hans Albers und Unter den Brücken mit Hannelore Schroth und Carl Raddatz. In den Jahren 1955-1957 spielte Gustav Knuth der Filmvater von Sissy an der Seite von Romy und Magda Schneider.

Man sieht ihn bis 1982 in reichlich 150 Film- und Fernsehrollen, zumeist in komödiantischen Rollen, in denen er Direktoren, Fabrikanten, Unternehmer spielt, aber man sieht ihn auch in den 1940er-Jahren in Dramen, Kriminalfilmen und Abenteuerfilmen wie Pedro soll hängen (1941, Regie: Veit Harlan) oder Schatten über St. Pauli (1938, Regie: Fritz Kirchhoff). In den 1960er-Jahren lernt ihn die ganze Nation in der sympathischen Rolle des Tierarztes Dr. Karl Hofer in der Serie Alle meine Tiere oder als Chef der Artistentruppe namens Carlo Doris in Salto Mortale kennen; beide Serien sind von Heinz Oskar Wuttig.

1964 inszenierte Fritz Umgelter das Stück Die Physiker für das Fernsehen, bei dem auch der Autor Friedrich Dürrenmatt das Drehbuch schrieb. Für Gustav Knuth war die Rolle des Wissenschaftlers Beutler (Isaac Newton) vorgesehen. Therese Giehse spielte die Ärztin Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd. 1967 war Gustav Knuth das Familienoberhaupt der Familie König in der 8teiligen Fernsehserie Großer Mann, was nun, wobei zur Familie u.a. noch Camilla Spira als Ehefrau, Ralph Persson und Folker Bohnet als Söhne und Barbara Stanek als Tochter mitwirkten. 1971 war er in der beliebten Serie Drüben bei Lehmanns zu sehen und Wolfgang Staudte dreht mit ihm 1979 die mehrteilige TV-Serie Der eiserne Gustav.

 

Tilly Lauenstein und Gustav Knuth in der

beliebten TV-Serie Alle meine Tiere

Foto mit freundlicher Genehmigung von

SWR Media Services

Gustav Knuth moderierte 1975 6 Folgen einer Prominentenrunde mit dem Titel Künstlerstammtisch. Und Sein zuletzt gedrehter Film war der Episodenfilm von Eugen York So oder so ist das Leben

   

Von 1930 bis 1940 war Gustav Knuth mit der Schauspielerin Gustl Busch verheiratet. Sohn Klaus (verstorben im April 2012) wurde 1935 geboren und wird ebenfalls Schauspieler. 1940 heiratete er die Schauspielerin Elisabeth Lennartz, mit der er bis zu seinem Tod in Küsnacht in der Schweiz zusammenlebt. Er stirbt nach einem Schlaganfall in einer Klinik in Neu-Münster bei Zürich.

 

Der Schauspieler Gustav Knuth im Theaterstück Liliom des ungarischen Dramatikers Ferenc Molnar. Hamburg-St. Georg. Theater am Besenbinderhof im Gewerkschaftshaus.

Foto: GERMIN, 1946
Aufn.-Nr.: df_ger-pos_0005891.
Eigentümer: SLUB / Deutsche Fotothek. Erlaubnis zur Veröffentlichung am 19.05.2017 erhalten.

1980 drehten die Regisseure Konrad Sabrautzky, Wolfgang Becker, Heinz Schirk und Wolfgang Liebeneiner eine Dokumentation mit dem Titel Ein Mime wird 80. Der Film wurde im Juli 1981 im ZDF gezeigt.

  

 

Auszeichnungen:

1936 Ernennung zum Staatsschauspieler

1962 bekommt Gustav Knuth den Ernst Lubitsch-Preis

1967, 1968 und 1980 wird ihm das Goldene Bambi verliehen

1974 das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film

1975 Goldene Kamera der Zeitschrift HörZu

  

 

Literatur:

Gustav Knuth: "Mit einem Lächeln im Knopfloch". Aufgezeichnet von Gudrun Gloth. Hamburg: Glöss 1974, 300 Seiten

 

   

   

 

Eine kleine Auswahl von Filmen mit Gustav Knuth (nach 1960)

Diese Filmliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

 

 

Titel

Jahr Regie

Eine Frau fürs ganze Leben (Rolle: Vater Barnebusch)

1960

Wolfgang Liebeneiner

Conny und Peter machen Musik (Rolle: Hoteldirektor Trautmann) 1960 Werner Jacobs
Der Privatsekretär (Rolle: ?) 1962 Franz-Josef Wild
Die Physiker (Rolle: Herbert Georg Beutler / Isaac Newton) 1964 Fritz Umgelter
Das hab' ich von Papa gelernt (Rolle: Theaterdirektor Löwe) 1964 Axel von Ambesser

Das Leben des Horace A.W. Tabor (Rolle: Titelrolle)

Ein Stück aus den Tagen der letzten Könige von Carl Zuckmayr. - Horace Tabor ist ein kleiner Postbeamter in einer ehemaligen Goldgräberstadt in Colorado. Sein Leben ändert sich grundlegend, als er in den Besitz einer Silbermine gelangt – er wird Großunternehmer und Finanzmagnat, gewinnt politischen Einfluss. Seine "alte" Frau Augusta genügt ihm nicht mehr, er heiratet die junge, hübsche Baby Doe. Doch Fehlspekulationen und Börsenkrach bringen Tabor wieder dorthin, wo er hergekommen ist ...

  
Darsteller: Gustav Knuth (als Horace A.W. Tabor), Marianne Hoppe (als Augusta), Heinrich Gretler (als Father Alcuin), Hans Schneeberger (als John Savage), Enzo Ertini (als Buckskin Joe), Erwin Parker (als Professor Goldrick), Klaus Steiger (als Count Murat), Charles Regnier (als William H.Brown), Herbert Kucera (als Freddy Brown), Peter Arens (als Simon Guggenheim), Sonja Ziemann (als Baby Doe), Kurt Jaggberg (als Mike Mooney) u.a.
Inszenierung: Werner Düggelin, Aufzeichnung der Uraufführung des Zürcher Schauspielhauses 1964

(Quelle: http://www.tvprogramme.net

1965 Werner Düggelin
Heidi (nach Johanna Spyri) (Rolle: Großvater/Alm-Öhi) 1965 Werner Jacobs
Die Reise nach Tilsit (Rolle: Jakstat)

Fernsehfilm von Günter Gräwert nach der Erzählung von Hermann Sudermann.

 

Darsteller: Karl-Michael Vogler (Ansas Balczus), Ruth Maria Kubitschek (Indre Balczus), Violetta Ferrari (Busze), Gustav Knuth (Jakstat), Paul Dahlke (Endrulat), Vadim Glowna, Peter Lühr, Hans Epskamp, Elisabeth Goebel, Mogens von Gadow. (Quelle: http://www.tvprogramme.net

1969 Günter Gräwert

Der Illegale - Biografie eines Spions (Rolle: General Alexander Korotkow)

Nikolai Grunwaldt (Götz George) lässt sich 1952 beim sowjetischen Geheimdienst anheuern und eröffnet mit seiner Freundin Katharina Feldmann (Vera Tschechowa) zur Tarnung eine Würstchenbude. Er spioniert im  Auftrag von General Alexander Korotkow (Gustav Knuth) die Deutschen aus. Ihm gefällt allerdings das kapitalistische Leben, das er hier sieht und so läuft er schließlich auf die andere Seite. (rk)

1972 Günter Gräwert

Die heilige Johanna

Schauspiel von George Bernard Shaw. Deutsch von Wolfgang Hildesheimer

Darsteller:  Gustav Knuth, Kurt Sowinetz, Maresa Hörbiger, Hans Henning-Heers, Ettore Cell, Heinrich Schweiger, Frank Elkins, Hermann Schmid, Herwig Seeböck, Peter Vogel, Ingrid Kohr, Peter Fricke, Samuel Labes, Walter Reyer, Bruno Dallansky, Albert Lieven, Ernst Fritz Fürbringer, Heinrich Trimbur, Peter Matic, Alfred Reiterer, Gerhard Tötschinger, Helmut Qualtinger

1971 Franz-Josef Wild
Die Powenzbande (Rolle: Baltus Powenz) 1973 Michael Braun
Gaslicht (Rolle: Rough) 1977 Ludwig Cremer

Der Eiserne Gustav (Rolle: Gustav Hartmann)

Der strenge und verschlossene Gustav Hartmann, genannt "der eiserne Gustav", ist der letzte Berliner Droschkenkutscher. Ende der 1920er Jahre ist seine Zeit vorbei, da Pferde-Droschken durch Automobil-Taxis ersetzt werden. Ihm droht Verarmung. Seine Familie will ihn entmündigen lassen. Da macht er sich auf zu einer letzten großen Fahrt, die ihn von Berlin nach Paris und zurück führt. Ein Reporter mit dem Riecher für eine große Story begleitet ihn, Gustav wird berühmt, kehrt im Triumphzug nach Berlin zurück und, ein sanfterer und zugänglicher Mensch geworden, versöhnt sich mit seiner Familie. (Quelle: swr-media.de)

1978 Wolfgang Staudte
Der Schützling (Rolle: Rough)

Ein Israel-Wiedereinwanderer sucht einen Job, man rät ihm, sich als Bewässerungsfachmann zu bewerben; ein Schriftsteller hilft ihm beim Bewegungsschreiben. Boshafter Kommentar zur Ineffizienz von Verwaltungen und Borniertheit von Bürokratien.

Darsteller: Curt Bois, Gustav Knuth, Alice Treff, Udo Vioff

1980 Rolf von Sydow
Der Bockerer (Rolle: Vater Knabe) 1980 Franz Antel
Weitere Filme mit Gustav Knuth sind auf der IMDb-Website gelistet.

     

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 10. Juli 2017

 

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