Filmhaus-Nachrichten

2009

  

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Regisseur

Kurt Wilhelm gestorben

25.12.2009: Der Drehbuch-/Hörspiel-Autor und Regisseur Kurt Wilhelm ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Wilhelm wurde in München geboren und prägte in der Nachkriegszeit schon Radio-Hörspiele und bereits Anfang der 50er-Jahre das Fernsehspiel. Zumeist waren es Klassiker, die Kurt Wilhelm als Fernsehspiel umzusetzen verstand.

  

Vor allem aber wurde Kurt Wilhelm bekannt durch die Inszenierung des Stücks Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben. Dieses Fernsehspiel wird zum Gedenken an Kurt Wilhelm am Dienstag, 29. Dezember, um 23.40 Uhr, im Bayerischen Fernsehen gezeigt. 

 

EIN NACHRUF BEI WWW.MERKUR-ONLINE.DE

  

  

  

Ehrenbär für

Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase

04.12.2009: Die Schauspielerin Hanna Schygulla und der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase werden bei der 60. Berlinale mit den Goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Die Internationalen Filmfestspiele finden vom 11. - 21. Februar 2010 statt.

 

Als Hommage werden je fünf Filme der beiden gezeigt. In der Begründung heißt es, dass  Schygulla und Kohlhaase «über Jahrzehnte hinweg auf unterschiedliche Weise das deutsche Nachkriegskino maßgeblich beeinflusst haben». Hanna Schygulla wurde vor allem durch ihre Filme von Rainer Werner Fassbinder bekannt, sie spielte in fast 20 Filmen des Regisseurs mit, z.B. in Lili Marleen, Berlin Alexanderplatz, Fontane Effi Briest oder Die Ehe der Maria Braun.

 

Wolfgang Kohlhaase ist seit 1952 freischaffender Regisseur, Schriftsteller und Drehbuchautor. Aus seiner Feder stammen so bekannte Filme wie Der schweigende Stern, Solo Sunny, Das Spinnennetz, Ich war neunzehn oder Die Grünstein-Variante. (rk)

  

  

Filmemacher

Werner Herzog wird Jury-Präsident der 60. Berlinale

25.11.2009: Werner Herzog, einer der bedeutendsten Filmemacher des deutschen Autorenkinos, wird Jury-Präsident der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin. 

   

Hier weitere Informationen >>>

  

Schauspieler

Günter Naumann

gestorben

06.11.2009: Der Schauspieler Günter Naumann ist tot. Er starb im Alter von fast 84 Jahren in Berlin.

Nach der Wiedervereinigung war Naumann - wie auch vor der Wende - ein durchaus gefragter Darsteller, aber vor allem ist er dem Publikum als "Chief" in der TV-Serie Zur See und als Ermittler Beck in der Serie "Polizeiruf 110" im Gedächtnis geblieben.

Günter Naumann wurde 1925 in Chemnitz geboren und machte die Ausbildung zum Betonbauer. Danach begann er ein Architekturstudium, welches der 2. Weltkrieg beendete. Er musste in den Krieg. Nach der Kriegsgefangenschaft fing er an zu malen, studierte dann aber von 1950 - 1953 Schauspiel in Leipzig. In Chemnitz zeigte er dann, was er gelernt hatte und gehörte dort bis 1957 zum festen Mitglied. Er ging von Chemnitz aus an die Berliner Bühne, wo er schnell populär wurde. Dann rief auch das Kino und seine erste Rolle hatte er in Frank Beyers Antikriegsdrama Fünf Patronenhülsen an der Seite von Armin Mueller-Stahl und Ernst Busch. Ab Ende der 1960er-Jahre begann Naumann, für das Fernsehen zu arbeiten, und das mit großem Erfolg.

 

1982 wurde er mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.

   

Weitere Informationen über den beliebten Schauspieler bei superillu.de und bei defa-sternstunden.de.

 

  

XY-Chef

Eduard Zimmermann

gestorben

20.09.2009: Eduard Zimmermann ist tot.

 

Der langjährige ZDF-Moderator starb nach längerer Krankheit im Alter von 80 Jahren. "Ganoven-Ede" - wie man ihn nannte - ging seit 1967 mit "Aktenzeichen XY ... ungelöst" im Fernsehen auf Verbrecherjagd. 

  

ZDF-Intendant Markus Schächter würdigte Eduard Zimmermann als einen Pionier des Realitätsfernsehens in Deutschland: "Zimmermann hat die Möglichkeiten des Fernsehens für die Verbrechensbekämpfung früh erkannt und konsequent eingesetzt. Dabei hat er seine Werteorientierung zum Maßstab seiner Arbeit gemacht. Es suchte stets nach der Wahrheit, war ein Verfechter der umsichtigen und sorgfältigen Recherche. Dabei ging es ihm nicht allein um die Bekämpfung der Kriminalität. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Opfer von Verbrechen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt wurden."
Das ZDF erinnert in einem Nachruf, der heute (Sonntag, 20.09.2009) Abend um 23.30 Uhr ausgestrahlt wird, an das Leben und die Leistungen von Eduard Zimmermann.
Eduard Zimmermann kam 1962 zum Zweiten Deutschen Fernsehen. Mit der von ihm entwickelten Reihe "Vorsicht Falle" wurde er einem größeren Publikum bekannt. Bis heute ist sein Name untrennbar mit der Fahndungssendung "Aktenzeichen XY ungelöst" verbunden. Dem Magazin, das am 20. Oktober 1967 auf Sendung ging, schlossen sich bald auch das schweizerische und österreichische Fernsehen an. Die Sendung trägt bis heute dazu bei, dass zahlreiche ungeklärte Kriminalfälle gelöst werden konnten und können. Am 24. Oktober 1997 führte Eduard Zimmermann zum 300. und letzten Mal durch die von ihm geprägte Sendung.
(Quelle: ZDF-Presseportal)

   

  

Drehstart für ZDF-Krimi Der Test (AT)

mit Corinna Harfouch und Matthias Brandt

Am Freitag, 18. September 2009, beginnen in Berlin die Dreharbeiten unter der Regie von Mark Schlichter zu dem ungewöhnlichen Psychokrimi Der Test (Arbeitstitel) in dem es nicht nur um Mord, sondern auch um Bürgerrechte und Folgen von Massengentests geht.
Der Gymnasiallehrer Alex Berger (
Matthias Brandt) lässt sich nach einer Feier auf ein sexuelles Abenteuer mit der 18-jährigen Schülerin Katja (Laura Berlin) ein. Sie wird am nächsten Morgen tot aufgefunden. Alles deutet auf ein Sexualverbrechen hin. Katja ist schon das zweite junge weibliche Mordopfer in der Region. Die Polizei vermutet nun einen Serientäter. Berger gesteht seiner Frau Susanne (Corinna Harfouch) den Seitensprung, beteuert aber, nicht für Katjas Tod verantwortlich zu sein. Gemeinsam haben Susanne und Alex zwei Söhne, den 19­jährigen Benedikt (Adrian Topol) und den 14-jährigen Daniel (Max Dominik), der am Down-Syndrom leidet. Als die Polizei zügig einen von der Bevölkerung geforderten Massengentest initiiert, weigert sich Alex unter Verweis auf seine Bürgerrechte, eine DNA Probe abzugeben. So gerät er mehr und mehr in den Focus der Kommissare Simone März (Lavinia Wilson) und Tobias Falk (Peter Lerchbaumer) und muss zugleich gegen das wachsende Misstrauen seiner verletzten Frau ankämpfen.
Die preisgekrönte Drehbuchautorin
Silke Zertz schrieb das Buch nach einer Idee von Ulrich Woelk. Der Film entsteht als ZDF-Auftragsproduktion der teamWorx Television & Film GmbH. Produzent ist Christian Granderath. Die Redaktion im ZDF liegt bei Pit Rampelt. Die Dreharbeiten dauern voraussichtlich bis 21. Oktober 2009. Ein Sendetermin im ZDF steht noch nicht fest. (Quelle: ZDF-Presseportal)

  

Nachtrag: Der Film heißt Tod einer Schülerin und wurde am 4. Oktober 2010 um 20:15 Uhr im ZDF ausgestrahlt.

   

  

Günter Lamprecht zur Lesung von Berlin Alexanderplatz im Schlosspark-Theater, Berlin

Von der Rainer Werner Fassbinder Foundation bekam ich am 18.09.2009 folgende Nachricht:

  

Günter Lamprecht liest Berlin Alexanderplatz

19. September im Berliner Schlossparktheater, 19 Uhr

Das gerade neu eröffnete Schlossparktheater hat Günter Lamprecht zu einer Lesung von Alfred Döblins Berlin Alexanderplatz in die Hauptstadt eingeladen. Der fast 80jährige "Fassbindersche Franz Biberkopf" schlechthin verzichtet auch dabei nicht auf die authentischen Ausdrucksmittel seiner Schauspielkunst. In der Ankündigung heißt es dazu: "Günter Lamprecht, der die Rolle des Biberkopf so beeindruckend spielte, gestaltet den Abend weit opulenter als eine Lesung es normalerweise vermuten lässt."

Karten und weitere Informationen http://www.schlossparktheater.de
   

Vielen Dank an die RWFF für die Info.
  

  

Werner Herzog bei den Filmfestspielen in Venedig mit zwei Filmen im Rennen

Der Kölner Stadtanzeiger schreibt am 06.09.2009:

Der deutsche Werner Herzog tritt als erster Regisseur gleich mit zwei Filmen bei den (66.) Filmfestspielen in Venedig an. Bad Lieutnant*) und My Son, my Son (what have ye done) ergeben ein starkes Comeback für den zuletzt in den Hintergrund getretenen Altmeister. Hier weiterlesen >>>

*) Link zum Artikel der "faz"

  

  

Ufa-Star Mady Rahl gestorben

Ilse Werner (li.) und Mady Rahl in Fräulein aus dem Jahre 1939

©Murnau-Stiftung

Am 29. August 2009 ist die Schauspielerin Mady Rahl 94jährig in München verstorben.

Sie wurde als Edith Gertrud Meta Raschke in Berlin geboren. In mehr als 60 Filmen stand sie vor der Kamera, u.a. in Geliebte Bestie, Die Dame in Schwarz, Eine Nacht im Mai und Die Sterne lügen nicht

 

Sie blieb aber auch dem Theater immer treu. So konnte man sie monatelang in München in dem Stück Die ehrbare Dirne oder in Der blaue Engel bewundern. Im Fernsehen dann startete sie noch eine späte dritte Karriere und war im Tatort, Polizeiruf 110 und auch in der Familienserie Die Wicherts von nebenan zu sehen.

Ihre Stimme, die wirklich ein unverwechselbares Markenzeichen war, konnte sie sogar als Synchronsprecherin einsetzen und lieh ihre Stimme der Wildgans in der Zeichentrickserie Nils Holgerson.

  

Weitere Informationen über Mady Rahl bei www.steffi-line.de >>>

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

   

Fassbinder-Film

Welt am Draht wird neu digitalisiert

Die Rainer Werner Fassbinder Foundation überraschte mich am 4. August 2009 mit folgender E-Mail:

  

Liebe Fassbinder-Freunde, liebe Empfänger dieser Rundmail,


wir möchten Sie gerne alle hinweisen auf

  
WELT AM DRAHT - New Master  
 

RWFF und die Kulturstiftung des Bundes wieder als Partner
 
Nach dem erfolgreichen Großprojekt BERLIN ALEXANDERPLATZ Remastered, das die Rainer Werner Fassbinder Foundation 2007 zusammen mit der Kulturstiftung des Bundes stemmen konnte, ist nun der Startschuss zu einem weiteren Meilensteinvorhaben für 2010 gefallen: Die Digitalisierung von Rainer Werner Fassbinders Zweiteiler WELT AM DRAHT.
 
Das insgesamt 205-minütige Werk wurde 1973 vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) für das Fernsehen produziert. Die Fassbinder-Adaption von Simulacron-3, dem Roman des amerikanischen Autors Daniel F. Galouye, nimmt heute den Stellenwert eines der bedeutendsten deutschen Science-Fiction-Filme ein. Zusammen mit dem Drehbuchautor Fritz Müller-Scherz verarbeitete RWF die Stoffvorlage von 1964 zu einem perfekten Mehr-Ebenen-Spiel gesellschaftspolitischer Abläufe in einem Industriestaat wie der BRD. Und weit darüber hinaus wirkt die Darstellung einer computersimulierten Welt in einer Zeit, in der die virtuellen Realitäten eines WEB 2.0 tatsächlich noch Zukunftsvision waren. Die kongeniale filmische Umsetzung trägt auch die unverwechselbare Handschrift des Hollywood-Kameramanns Michael Ballhaus.
 
Die Schauspieler Klaus Löwitsch, Mascha Rabben, Karl-Heinz Vosgerau, Barbara Valentin, Gottfried John, Günter Lamprecht, Margit Carstensen, Eddie Constantine, Ivan Desny, Adrian Hoven sowie Rainer Langhans (u.v.a.) bildeten seinerzeit eine erstklassige Riege von "jungen Wilden" und "großen Alten".

1974 erhielt Fassbinder für WELT AM DRAHT den Adolf-Grimme-Preis. Jetzt - 35 Jahre später - wird das 16-mm-Original-Umkehrpositiv restauriert und digitalisiert, um den Film der Nachwelt langfristig zu erhalten. Für das ehrgeizige Projekt WELT AM DRAHT - New Master hat Juliane Lorenz als Präsidentin der RWFF die Gesamtleitung übernommen. Michael Ballhaus zeichnet für die künstlerische Überwachung der digitalen Aufbereitung verantwortlich. Mit der Herstellungsleitung sind Annemarie Abel und Frank Graf betraut.  
 
Die Kulturstiftung des Bundes (KSB), das Medienboard Berlin-Brandenburg (mbb) und das Museum of Modern Art, New York (MoMA) ermöglichen der RWFF einmal mehr die Herstellung eines neuen hochwertigen Masters auf 2K, das die Basis für die seit Jahren erwartete DVD-Ausgabe von WELT AM DRAHT sein wird.    
 
Das 2010 kommende Doppeljubiläum mit dem Gedenken an RWF anlässlich seines 65. Geburtstags und der Vollendung des 75. Lebensjahres von Michael Ballhaus wird einen würdigen Rahmen für ein Wiedersehen mit WELT AM DRAHT bei der Uraufführung auf den 60. Internationalen Filmfestspielen in Berlin bieten.

 

Na, das ist mal eine schöne Nachricht. Vielen Dank an die RWFF.

  

  

Theaterlegende

Peter Zadek ist tot

Regisseur und Intendant: Peter Zadek - Foto: VIRGINIA

30. Juli 2009: Der Regisseur und Theaterintendant Peter Zadek ist tot. Er starb 83jährig nach einer schweren Krankheit in Hamburg.

  

Peter Zadek wird als Sohn einer unorthodox-jüdischen Familie geboren. 1933 Emigration nach London, danach nach Oxford. Während seiner Ausbildung zum Lehrer hat er Kontakt zu einem Theater und beschließt, Regisseur zu werden. Mit 21 Jahren erste Inszenierung, Premiere des Stücks "Salome" von Oscar Wilde in London. Nach seinem Studium mehrere Theaterinszenierungen in der britischen Provinz. Nach einer Einladung zum Theater am Dom nach Köln 1958 ist er zum ersten Mal nach dem Krieg wieder in Deutschland. Lernt hier den Theater-Intendanten Kurt Hübner kennen, der ihn mit nach Ulm nimmt. In den 60er Jahren geht er mit Hübner nach Bremen. Dort "extravagante" Inszenierungen, die als "Bremer Stil" bekannt wurden. Seine erste Inszenierung in Ulm sorgt für Furore ("Der Kaufmann von Venedig" von Shakespeare), weil wegen der negativen Darstellung des Juden Shylock dem Juden Zadek Antisemitismus vorgeworfen wird. Die Arbeiten in Bremen unter Kurt Hübner sind heute legendär, wie zum Beispiel "Frühlingserwachen" von Wedekind oder "Die Räuber" von Schiller. Auch der junge Peter Stein arbeitet mit Zadek zusammen in Bremen. Dieses kleine Theater wird in den "68ern" eines der wichtigsten in Deutschland. 1972 Übernahme der Intendanz im Schauspielhaus Bochum (bis 1977). Hier Zusammenarbeit mit Ulrich Wildgruber, der in allen großen Shakespearerollen zu sehen ist. Auch Rainer Werner Fassbinder spielt 1972/73 unter Zadek in Bochum. Fassbinder wiederum setzt Peter Zadek ein in seinem Film Die Sehnsucht der Veronika Voss, Zadek spielt hier einen Regisseur. Dann bis 1985 freier Regisseur, 1985 Intendanz beim Schauspielhaus Hamburg (bis 1989). Weitere Stationen: Burgtheater Wien und Berliner Ensemble. Im Oktober 2006 gastierte das Berliner Ensemble im Rahmen der Ruhr-Triennale im Schauspielhaus Bochum mit "Peer Gynt" von Henrik Ibsen.

Peter Zadek wurde mehrfach zum "Regisseur des Jahres" gewählt und bekam 2002 das Bundesverdienstkreuz.

 

Foto: Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de

 

Programmänderungen:

Anlässlich des Todes von Theaterregisseur Peter Zadek ändert der deutsch-französische Kulturkanal 'Arte' sein Programm. Am 1. August 2009 wird um 14.00 Uhr die 43-minütige Dokumentation "Mein Leben - Peter Zadek" von Jean Boué ausgestrahlt.

Auch das ZDF ändert sein Programm: Am Freitag, dem 31. Juli, 0:15 Uhr, wird die Sendung Zeugen des Jahrhunderts - Peter Zadek im Gespräch mit Benedikt Gondolf aus dem Jahr 1998 gezeigt.

Der NDR zeigt am 30. Juli um 23:15 Uhr eine 15minütige Sondersendung über Peter Zadek.
   

Zum Tode Peter Zadeks:

http://www.zeit.de

http://www.faz.net

http://www.tagesspiegel.de

http://www.sueddeutsche.de

  

  

Schauspieler

Traugott Buhre gestorben

 

Traugott Buhre - Foto: VIRGINIA

Traugott Buhre

26. Juli 2009: Der Schauspieler Traugott Buhre ist 80jährig in Dortmund gestorben.

Er wurde am 21. Juni 1929 in Insterburg/Ostpreußen geboren, absolvierte eine Schauspielausbildung in Hannover und spielte zunächst an einer Wanderbühne. Seine Engagements führten ihn zum Badischen Staatstheater Karlsruhe, zum Theater der Freien Hansestadt Bremen, zu den Bühnen der Stadt Köln, zum Württembergischen Staatstheater Stuttgart, zum Schauspielhaus Zürich und zum Schauspielhaus Bochum. Er spielte am Thalia-Theater Hamburg, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und bei den Salzburger Festspielen (bis 1985).

Seine Theatererfolge feierte er vor allem mit Regisseuren wie Claus Peymann und Peter Palitzsch. Vor allem in Erinnerung bleibt die Uraufführung unter Peymann von Thomas Bernhards Stück Der Theatermacher bei den Salzburger Festspielen, wo Traugott Buhre in seiner Paraderolle des "zürnenden, grollenden, liebenden, stundenlang dahinschimpfenden, durch und durch größenwahnsinnigen Bühnenenthusiasten" Bruscon brillierte. In Bochum spielte er den Newton in Friedrich Dürrenmatts Die Physiker. Unter Brecht spielte er die Hauptrolle in Maxim Gorkis Die Letzten. Mit diesem Stück war er auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Auch dem Fernsehpublikum war Traugott Buhre gut bekannt. Zum Beispiel sah man ihn mit Gastauftritten in den Krimiserien Derrick, in 6 Folgen der TV-Serie Tatort, Krimistunde, Polizeiinspektion I, Siska, Ein starkes Team und weitere Serien. 

In Fernsehspielen war er u.a. zu sehen in Die Dubrow-Krise (1969), Wie eine Träne im Ozean (1970), Gelegenheitsarbeit einer Sklavin (1973), Haus ohne Hüter (1975).

  

Foto: Virginia Shue, Hamburg  starfotos@virginia-hamburg.de

  

Traugott Buhre war in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Brigitte Graf verheiratet und war Vater von sieben Kindern.

  

* Ein Nachruf in der "welt online" >>>

* Die FAZ schrieb zu seinem Tode >>>  

  

  

Matthias Brandt wird neuer Kommissar bei Polizeiruf 110

Matthias Brandt - Foto: Edmond Frederik

Matthias Brandt

Foto: Edmond Frederik

Gefunden am 26. Juni 2009: Der Schauspieler Matthias Brandt wird ab 2010 neuer Polizeiruf 110-Kommissar und will damit die Nachfolge des am 19. Juni 2009 verstorbenen Schauspielers Jörg Hube antreten, der sein Gebiet in München hatte. In den beiden Folgen, die noch 2009 gedreht werden, spielt - wie in der bereits abgedrehten Geschichte mit Hube - Stefanie Stappenbeck die Hauptermittlerin, wie der Bayerische Rundfunk am Donnerstag mitteilte. Die beiden Filme mit den Arbeitstiteln «Zapfenstreich» und «Die Lücke, die der Teufel läßt» sollen im Herbst gedreht werden. Die Drehbücher waren ursprünglich so angelegt, dass Hube hätte mitspielen können, wenn sein Gesundheitszustand es zugelassen hätte, erklärte der BR. Die Redaktion habe seit längerem von der Krebserkrankung des Schauspielers gewusst. Die Neubesetzung ab 2010 sei mit Hube abgestimmt gewesen.
Ob Stefanie Stappenbeck auch ab 2010 - dann zusammen mit Matthias Brandt - im Münchner Polizeiruf spielt, sei noch offen, hieß es beim BR. Brandts Rolle sei als völlige Neuschöpfung gegenüber der von Hube gespielten Figur des Friedl Papen geplant. Ein Name für die neue Figur existiere noch nicht.

  

(Quelle: www.polizeiruf110-lexikon.de, leider nicht mehr aktiv) 

  

  

  

Alexander Kluge erhält den Adorno-Preis 2009

 

Alexander Kluge - Foto: VIRGINIA

Der Adorno-Preisträger der Stadt Frankfurt 2009 heißt Alexander Kluge.

  

Das Kuratorium des Preises entschied sich am 24.06.2009 für den Rechtsanwalt, Produzenten und Filmemacher. Kluge gilt als einer der einflussreichsten Personen des "neuen deutschen Films". In der Begründung der Jury heißt es: "Alexander Kluge ist einer der herausragenden Schriftsteller, Filmemacher und Theoretiker der Gegenwart. Kluge, der sich immer zur Kritischen Theorie der Frankfurter Schule bekannt hat, ist ein Meister der Grenzgänge zwischen verschiedenen Genres. Die Theorie und Praxis der Medien sind als Kernthemen bei ihm ineinander verwoben und spiegeln sich wechselseitig. Seine Filme wie seine Schriften sind Ausdruck eines außergewöhnlich komplexen Denkens, das von einer schier unstillbaren intellektuellen Neugierde und unversiegbaren Kreativität zeugt, deren Funken auf Künstler und Intellektuelle aller Generationen überspringt." 

  

Foto: Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de

  

  

  

Iris Berben spielt Ex-

Terroristen

 

Iris Berben wird wieder auf der Kinoleinwand zu sehen sein.

Kinostart: 27. August 2009

  

Filmtitel: Es kommt der Tag

Die Produktionsfirma "Zorrofilm" schreibt: "Ein tief berührendes und emotional spannendes Drama mit Iris Berben und Katharina Schüttler. - Ein Familiengeheimnis reicht zurück in die Zeit des deutschen Herbst. Nach über 25 Jahren steht Alice Rybka zum ersten Mal ihrer Mutter gegenüber: Judith Müller lebt auf einem kleinen Weingut im Elsass mit einer neuen Familie und einer neuen Identität. Ihre Tochter Alice gab sie in den 70er Jahren zur Adoption frei, um sich dem bewaffneten Kampf der Bewegung 2. Juni anzuschließen. Alice will, dass ihre Mutter sich ihrer Vergangenheit stellt. Doch Judith bereut ihre Taten nicht. Wie weit darf man gehen für seine politischen Ideale."

   

   

   

Kameramann

Michael Ballhaus

wieder in Deutschland

Michael Ballhaus, international renommierter Kameramann, der jahrelang in den USA lebte, ist wieder in Deutschland. 

Ab dem 1. Oktober 2009 wird er die Kameraabteilung des Studiengangs Film an der Hamburg Media School leiten. Gemeinsam mit dem Kameramann Achim Poulheim wird er für die Kameraausbildung der Studierenden verantwortlich sein.

  

  

  

Götz George dreht neuen Film in Berlin

22. Juni 2009

Schauspieler Götz George dreht ab Dienstag wieder einen Film in seiner Heimatstadt Berlin. Im WDR-Fernsehspiel Zivilcourage spielt der 70-Jährige den Inhaber eines Antiquariats...

  

Weiterlesen >>>

  

  

Joseph Vilsmaier erhält den Ehren-Kamerapreis 2009

21. Juni 2009

Am letzten Samstag, 21.06.09, wurde der Deutsche Kamerapreis in Köln verliehen. Die Ehrung fand in der Kölner Vulkanhalle vor ca. 400 geladenen Gästen statt, wo zehn Kameramänner/-frauen und "Filmschneider" für ihre Arbeiten belohnt wurden.

Ehrenkameramann wurde Joseph Vilsmaier. Lange vor seiner Zeit als Regisseur hatte er das Handwerk der Kameraarbeit von der Pike auf gelernt und durfte sein Können bei bekannten Regisseuren unter Beweis stellen. Er führte die Kamera z.B. bei Rote Erde von Klaus Emmerich, bei Der Wittiber und Ein Stück Himmel, Regie: beide Franz-Peter Wirth.

  

  

  

Schauspieler

Jörg Hube ist tot

Jörg Hube - Foto mit freundl. Genehmigung Bayer. Staatsschauspiel (Thomas Dashuber)

Jörg Hube

©Bayer.Staatsschauspiel

19. Juni 2009

Im Alter von 65 Jahren ist der Schauspieler Jörg Hube gestorben.

Hube wurde am 22.11.1943 in Neuruppin/Mark Brandenburg geboren, wuchs aber in Dießen bei München auf. Er besuchte die Otto-Falckenberg-Schule (die er später von 1991 bis 1993 selbst leitete) in München und das Mozarteum in Salzburg. Nach ersten Aufgaben an den Vereinigten Bühnen Graz spielte er 1968/69 am Theater der Stadt Trier. Anschließend war er beim Hörfunk (OR Salzburg) tätig. Von 1971 - 1973 gehörte er neben Helmut Ruge zum Münchner Kabarett "Die Hammersänger". Am Münchner Theater der Jugend war er von 1973 bis 1975 engagiert. Seit 1973 gastiert er regelmäßig an den Münchner Kammerspielen und gehörte bis heute zum Ensemble. Dort spielte er sehr erfolgreich z.B. den Puntila in Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti" in der Inszenierung von Franz Xaver Kroetz. Großen Erfolg hatte er mit zahlreichen Solo-Programmen, vor allem in der Titelrolle des "Herzkasperl", den er 1975 erstmals im Theater im Fraunhofer München verkörperte. Weitere Bühnenstationen: Modernes Theater München, Festspiele Gandersheim, Theater Heidelberg. In weiteren Inszenierungen war Hube oft Schauspieler und Regisseur zugleich, wie 2000 am Münchner Cuvilliés-Theater in Neil Simons "Sonny Boys", mit Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder. Ebenfalls 2000 inszenierte er am Volkstheater München "In der Löwengrube" von Felix Mitterer und "Geld" von Herbert Asmodi. Das Publikum der Bayerischen Staatsoper begeisterte er in der "Fledermaus" von Johann Strauss und im "Freischütz" von Carl Maria von Weber. Aktuell war Jörg Hube unter Dieter Dorns Regie in "Floh im Ohr" von Georges Fedeau am Bayerischen Staatsschauspiel im Residenztheater zu sehen.

Dem Fernsehpublikum bekannt wurde Jörg Hube bereits Anfang der 1970er Jahre durch zahlreiche Krimi-Auftritte. Zu Hubes Film- und TV-Rollen zählen 1980 Der Gerichtsvollzieher in Peter Wecks gleichnamiger BR-Serie, 1984 Kommissar Sommer in Norbert Kückelmanns Kino-Politthriller um Rechtsextremismus Morgen in Alabama und, 1984, Hube als Ingenieur Otto Wohlleben in der Hunsrück-Fernsehsaga Heimat - Eine deutsche Chronik von Edgar Reitz.

Unvergessen bleibt Hube als Grandauer in der u.a. mit Adolf-Grimme-Preisen gekrönten 32-teiligen BR-Serie Löwengrube (1987-1991; Buch: Willy Purucker, Regie: Rainer Wolffhardt): Aus dem Blickwinkel eines Kleinbürgers vor und während der Naziherrschaft betrachtete Hube das Weltgeschehen, anfangs als Vater Ludwig und später als grantelnder Sohn und Kriminalbeamter Karl Grandauer. Den "Chef der Mordabteilung" spielte Gerd Fitz, Kollege Lederer war Fred Stillkrauth. Auch in der TV-Serie Tatort war Jörg Hube insgesamt sechs mal zu sehen, davon einmal als Kommissar Paul Enders im WDR-Tatort mit dem Titel Der Zeuge (1980). 1994 und 2009 spielte er auch in Polizeiruf 110.

  

(Quelle: Einige Informationen aus der Pressemappe BR)

  

Das Bayerische Fernsehen hat an diesem Wochenende zu Ehren des beliebten Schauspielers das Programm geändert:

  

20.06.  20:15 Uhr  Die 8. Folge der Serie Löwengrube mit dem Titel Umzüge

20.06.  21:05 Uhr  Franzi: Kurz vorbeigeschaut

20.06.  21:30 Uhr  Café Meineid - Nimmer schee

20.06.  22:35 Uhr  Das Kleist-Lustspiel Der zerbrochene Krug mit Hube als Dorfrichter Adam

21.06.  00:05 Uhr  Tatort - Der oide Depp

  

  

  

Die Schauspielerin

Christel Peters ist gestorben

11. Juni 2009

Die Schauspielerin Christel Peters ist im Alter von 93 Jahren in Brandenburg/Havel gestorben. Das habe ihr Sohn am Donnerstagabend mitgeteilt, berichtete "MDR aktuell". 

Christel Peters wurde am 15. Januar 1916 in Swinemünde (Pommern) geboren und spielte seit ihrer Kinderzeit Theater. In der DDR feierte sie unter anderem in Meiningen große Erfolge. Regisseur Andreas Dresen besetzte sie in seinen Kinofilmen Nachtgestalten und Sommer vorm Balkon. Über die deutschen Grenzen hinweg bekannt wurde Peters durch TV-Werbespots für einen großen Elektromarkt als "Mutter aller Schnäppchen" und Auftritte in zahlreichen Fernsehfilmen, darunter in Donna-Leon-Verfilmungen als Mutter von Kommissar Brunetti und in den ZDF-Serien Salto Postale und Salto Kommunale mit Wolfgang Stumph

 

Weitere Informationen >>>

  

Ihre Biographie erschien unter dem Titel Jetzt wird aber Dampf gemacht! Mein Leben.

  

  

Der Schauspieler

Karl-Michael Vogler

ist tot

10. Juni 2009

Der Schauspieler Karl-Michael Vogler starb am Dienstag, dem 09.06.2009, völlig überraschend in seinem Haus in Seehausen (Bayern). Er wurde 80 Jahre alt.

Vogler konnte auf eine fast 60jährige Schauspielerlaufbahn zurückblicken, die 22jährig in Innsbruck am Theater begann. Es folgten Bühnen in Osnabrück, Freiburg, Heidelberg und die Münchner Kammerspiele, wo er Figuren der Weltliteratur zum Besten gab. Von 1958 bis 1964 war bei den Münchner Kammerspielen engagiert, wo er die großen Rollen in Schillers "Don Carlos", Brechts "Der kaukasische Kreidekreis" und Tschechows "Kirschgarten" spielte. "Schauspielerisch wurde ich klassisch erzogen", sagt Vogler rückblickend.

  

Ab Mitte der 60er-Jahre stand er in mehr als 200 Fernsehspielen vor der Kamera, zum Beispiel als Piccolomini in Schillers "Wallenstein" und Orsini in Shakespeares "Was ihr wollt". 1972 spielte er an der Seite von Lilli Palmer in Eine Frau bleibt eine Frau. Mit Götz George drehte er 1994 gemeinsam Das Schwein - eine deutsche Karriere, und er spielte - diese Rolle gefiel mir besonders gut - den Rittmeister von Senden in Herbert Ballmanns 13teiliger TV-Serie Ein Mann will nach oben nach dem Roman von Hans Fallada.

  

Im Kino war Vogler ebenfalls zu sehen, unter anderem in Die Bekenntnisse eines möblierten Herrn und Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten mit Gert Fröbe. 1962 erhielt er den Preis der deutschen Filmkritik.

 

Foto: Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de

  

Weitere Informationen >>>

  

  

  

Neuer Kinofilm mit

Edgar Selge:

Im nächsten Leben

Kinostart 28. Mai 2009

Edgar Selge ist in Marco Mittelstaedts neuem Kinofilm Im nächsten Leben zu sehen. Eine Produktion der Kaminski-Stiehm-Film GmbH in Zusammenarbeit mit ARTE, koproduziert vom ZDF (Das kleine Fernsehspiel).

    

Weitere Informationen bei dradio.de >>> 

  

  

Regisseur und Drehbuchautor

Herbert Ballmann

verstorben

24.05.2009

Fernsehregisseur und Drehbuchautor Herbert Ballmann ist am 22. Mai 2009 im Alter von 84 Jahren verstorben.

 

Das deutsche Fernsehen hat ihm viele gute Fernsehserien und -filme zu verdanken. Er drehte mit Mathieu Carriere und Ursela Monn die 13-teilige Serie Ein Mann will nach oben nach dem Roman von Hans Fallada. Er war Mitregisseur bei der Endlos-Serie Drei Damen vom Grill mit Brigitte Mira, dreht mit Günter Pfitzmann den Havelkaiser. Fernsehfilme wie Die Klette, Interview mit Herbert K. und Einmal Ku'damm und zurück wurde ebenfalls von ihm in Szene gesetzt.

  

Die Tagesschau schreibt: "Der 1924 in Dortmund geborene Ballmann hatte seine Karriere in der DDR begonnen. Nach Kritik an der Kulturpolitik des SED-Regimes reiste er nach West-Berlin aus. Von 1957 bis 1961 war Ballmann mit der Schauspielerin Gisela Uhlen verheiratet, die im Jahr 2007 verstorben war."

  

  

  

Die Schauspielerin

Barbara Rudnik

ist tot

Barbara Rudnik in den 80er-Jahren - Foto: VIRGINIA

24.05.2009

Die Schauspielerin Barbara Rudnik ist am 23. Mai 2009 an ihrer Krebserkrankung gestorben.

  

Sie hatte 2005 die Diagnose erfahren und seitdem kämpfte sie unermüdlich, versteckte sich auch nicht vor der Öffentlichkeit, was - wie ich finde - sehr zu bewundern und mutig ist. Wie ich gelesen habe, gab sie ihr letztes längeres Interview vor laufender Kamera vor Beginn ihrer Lesereise zu "Die Schmetterlingsjägerin" in der Talkshow von Johannes B. Kerner am 16. Oktober 2008. Auf die Frage Kerners "Wie geht es Ihnen?" antwortete Rudnik, von der Krankheit und der Chemotherapie gezeichnet: "Danke, gut".

  

Barbara Rudnik wurde 1958 geboren. Nach der mittleren Reife ging sie 1976 nach München und wurde - wie man so sagt - entdeckt. Mit der Rolle einer Kinokartenverkäuferin konnte sie bei den Filmfestspielen in Cannes jede Menge Vorschusslorbeeren einsammeln in dem Kinofilm Kopfschuss, Regie: Beate Klöckner. Dominik Graf holte sie für seinen Film Treffer und Erwin Keusch für Kerbels Flucht. Weitere Rollen hatte sie in Blumenbergs Tausend Augen, in Der Unsichtbare von Ulf Miehe. Sie spielte in Sönke Wortmanns Der Campus und wurde von Oliver Storz als Ruth Brandt in Im Schatten der Macht eingesetzt und in Drei Schwestern - Made in Germany.

2002 und 2003 spielt sie in der Krimiserie Polizeiruf 110 in den Episoden Grauzone und Abseitsfalle die Kommissarin Simone Dreyer. Man sie 2006 in Commissario Laurenti und 2007 letztmalig in einem Kinofilm: Keinohrhasen von und mit Til Schweiger. Für den Nico Hofmann-Film Der Sandmann an der Seite von Götz George wurde Barbara Rudnik 1995 mit dem Grimme-Preis geehrt und sie bekam die Goldene Kamera von HörZu.

  

Die ARD hat zu Ehren des Todes von Barbara Rudnik das Programm geändert:

Heute, am 24.05.2009, um 15:00 Uhr, wird der Fernsehfilm Sehnsucht nach Liebe von Erwin Keusch aus dem Jahre 2003 ausgestrahlt.

 

Foto: Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de

  

Weitere Informationen über die Künstlerin >>>

  

  

  

Schauspielerin

Monica Bleibtreu

ist gestorben

Monica Bleibtreu - Foto: Edmond Frederik

Monica Bleibtreu

  ©Edmond Frederik

  

16.05.2009

Die beliebte Schauspielerin Monica Bleibtreu ist überraschend am 14. Mai 2009 gestorben. Noch am 4. Mai hatte sie ihren 65. Geburtstag gefeiert.

  

Mit Monica Bleibtreu - Mutter des Schauspielers Moritz Bleibtreu - haben wir eine der stärksten Charakterdarstellerinnen verloren. Ihr letzter Auftritt in einem Kinofilm war die Rolle der Schauspiellehrerin Else Bongers in dem Film Hilde von Kai Wessel.

Monica Bleibtreu spielte oft und gerne eigenwillige und starke Frauentypen wie zum Beispiel die Katia Mann in Heinrich Breloers preisgekröntem Film Die Manns - Ein Jahrhundertroman. Man sah sie als Helene Weigel in Abschied - Brechts letzter Sommer von Jan Schütte, als stoische Bäuerin war sie in Verlorenes Land von Jo Baier zu sehen. Für die 80jährige Klavierlehrerin in Chris Kraus' Vier Minuten, bekam sie verdient den Deutschen Filmpreis verliehen. Der Film Vier Minuten lief in den vergangenen drei Jahren auf 200 Festivals und in fast 30 Ländern im Kino.

  

Mir ist Monica Bleibtreu zum ersten Man bewusst aufgefallen in dem Fernsehspiel Fallstudien von Daniel Christoff, Regie: Hartmut Griesmayr.

  

"Große Beachtung fand ihre Verkörperung der todkranken Maria Stadler in Rainer Kaufmanns TV-Melodram Marias letzte Reise, für die sie auch 2006 mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet wurde. Darin spielt sie eine alte Bäuerin, die auf eine weitere Chemotherapie verzichtet und lieber auf ihren Hof zurückkehrt, um dort ihre letzten Tage zu verbringen". (Zitiert aus: www.tagesschau.de)

  

Im November 2009 kommt der Film Tannöd nach dem Roman von Andrea Maria Schenkel in die Kinos, wo Monica Bleibtreu noch einmal zu sehen sein wird. Das ZDF zeigt Ende des Jahres den Film Ladylike nach dem Roman von Ingrid Noll.

  

E I N    N A C H R U F

  

Einige TV-Sender haben ihr Programm zu Ehren von Monica Bleibtreu geändert:

15.05.09 ARD, 23:32 Uhr: Marias letzte Reise

15.05.09 NDR, 00:00 Uhr: Talk Show Classics - 15minütiges Special

16.05.09 ZDF Dokukanal, 20:15 Uhr: Ein starker Abgang mit Bruno Ganz

16.05.09 NDR, 23:45 Uhr: Für die Liebe ist es nie zu spät

17.05.09 BR, 13:45 Uhr: Muttis Liebling

 

18.05.09 Theaterkanal, 19:40 Uhr: Stecken, Stab und Stangl, Schauspiel nach Elfriede Jellinek (Inhalt: Am 4. Februar 1995, kurz vor Mitternacht, werden im burgenländischen Ort Oberwart, in dem sich eine Roma-Siedlung befindet, vier Männer durch eine Rohrbombe getötet. Sie haben verdächtige Geräusche gehört und wollen die Ursache erkunden. Auf der Bombe war ein Metallschild montiert mit der Aufschrift: "Roma zurück nach Indien". Die Männer können nicht lesen und berühren das Rohr...) (Quelle: Theaterkanal)

 

24.06.09 ARD, 20:15 Uhr: Die zweite Frau, Regie: Hans Steinbichler

  

Bei der Fotografin Virginia Shue können Fotos von Monica Bleibtreu (viele davon bisher unveröffentlicht) aus den 80er-Jahren bestellt werden. Sie können Ihr gerne eine E-Mail schreiben

   

  

  

Der Schauspieler

Fritz Muliar ist gestorben

Fritz Muliar - Foto: VIRGINIA

Fritz Muliar als 'Krauskopf' in "Der Zerrissene" nach Johann Nepomuk Nestroy, im Juli 1982, Salzburger Festspiele  

03.05.2009

Der österreichische Kammerschauspieler Fritz Muliar ist in der Nacht zum Montag 89jährig gestorben, nachdem er kurz vorher noch auf der Bühne in der Goldini-Komödie Die Wirtin als Baron von Ciccio zu sehen war.

  

Fritz Muliar kam 12. Dezember 1919 in Wien als Sohn eines russisch-jüdischen Vaters zur Welt. Da er seinen Vater sehr verehrte, versuchte er, die "jiddische" Kultur, vor allem im humoristischen Bereich, zu bewahren, indem er in seinen Solo-Programmen Anekdoten und Witze vortrug, die wahrscheinlich nur er so erzählen konnte. Muliars Karriere dauerte fast 70 Jahre lang. Seine Theaterheimat war das Haus an der Josefstadt, wo er von 1964 - 1977 zum Ensemble gehörte. Er war auch fast 15 Jahre lang festes Ensemble-Mitglied des Burgtheaters.

  

Das Fernsehen entdeckte ihn für eine Rolle, die ihn weit über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus bekannt machte. 1970 bekam er die Rolle des "braven Soldaten Schweijk" angeboten, eine Rolle, die ihm auf den Leib geschrieben schien.

Es folgten etliche TV-Produktionen, wie z.B. die 24teilige österreichische Familiensaga Ringstraßenpalais (Regie: Rudolf Nussgruber), Flucht ohne Ende (nach dem Roman von Joseph Roth, Regie: Michael Kehlmann), Kir Royal (Regie: Helmut Dietl), An uns glaubt Gott nicht mehr (Regie: Axel Corti) oder Moral von Kurt Wilhelm und an die hundert weitere.

  

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

   

  

  

 

Der Schauspieler

Fred Delmare ist tot

01.05.2009

Der Schauspieler Fred Delmare (bürgerlicher Name: Werner Vorndran) ist tot. Er starb am 1. Mai 2009 in Leipzig und wurde 87 Jahre alt.

 

Im einem kleinen thüringischen Ort in der Nähe von Sonneberg 1922 geboren, begann er seine inzwischen 50jährige Karriere als Schauspieler am Hebbel-Theater in Ost-Berlin. Aufmerksam wurde man auf den kleinen großen Mann, der nur 160 cm maß, durch den Film Der Teufelskreis (1955, Regie und Drehbuch Carl Ballhaus) wo es um den Reichstagsbrandprozess ging und Delmare den Brandstifter Marinus van de Lubbe spielte.

Ein weiterer großer Film war Nackt unter Wölfen, den Frank Beyer 1963 inszenierte, an der Seite von Armin Mueller-Stahl und Erwin Geschonneck. Hier spielte er den Häftling Pippig, der zusammen mit seinen Kameraden einen kleinen Jungen vor den Nazischergen versteckt hielt. Mit Erwin Geschonneck spielte Delmare in der zauberhaften Komödie Matula und Busch, Regie: Matti Geschonneck. 

  

Privat musste Fred Delmare so viele Schicksalsschläge erleiden, die für mehrere Personen gereicht hätten. Seine Tochter, die 1980 in den Westen flüchtete, nahm sich das Leben. 1993 erstach sein jüngster Sohn  seine damalige Freundin. Und 2000 stellten Ärzte bei seiner Ehefrau Brustkrebs fest. Im Oktober 2001 starb ein weiterer Sohn an Leberkrebs.

  

Im Fernsehen sah man ihn in mehreren TV-Serien, wie z.B. Polizeiruf 110, Lindenstraße und zuletzt als Opa Friedrich in In aller Freundschaft.

  

  

Fassbinder-Schauspieler Karl Scheydt gestorben

Wie ich auf der Webseite der Fassbinder-Foundation gelesen habe, ist der Schauspieler Karl Scheydt am 30.04.2009 im Alter  von 69 Jahren gestorben.

Zu seinen bekanntesten Rollen gehört die des Vietnamveteranen Ricky in Der amerikanische Soldat (1970). Unvergessen bleibt er daneben in Händler der vier Jahreszeiten (1971), Acht Stunden sind kein Tag (1972) und In einem Jahr mit 13 Monden (1978). Zudem wirkte er bei mehreren Filmen Fassbinders im Kamera- und Produktionsstab mit; u.a. als Chefbeleuchter beim letztgenannten Film.

(Quelle: fassbinderfoundation.de)

  

  

Die "Lolas" sind vergeben. Der Deutsche Filmpreis 2009

24.04.2009

In einer großen Gala ist am Freitag, dem 24.04.2009, zum 59. mal der Deutsche Filmpreis vergeben worden.

  

Die Preisträger im Einzelnen:

  

- Bester Spielfilm (in Gold): JOHN RABE, Regie: Florian Gallenberger

   (Mit 80.000 Zuschauer in 3 Monaten gilt dieser Film wohl als gefloppt.)

- Bester Spielfilm (in Silber): IM WINTER EIN JAHR, Regie: Caroline Link

- Bester Spielfilm (in Bronze) und beste Regie: WOLKE 9, Regie: Andreas Dresen

- Bester Dokumentarfilm: NOBODY'S PERFECT, Regie: Niko von Glasow

- Bester Kinder- u. Jugendfilm: WAS AM ENDE ZÄHLT, Regie Julia von Heinz

- Bestes Drehbuch: CHIKO, Drehbuch: Özgür Yildirim

- Beste Regie: WOLKE 9, Regie: Andreas Dresen

- Beste darstellerische Leistung - weibliche Hauptrolle: Ursula Werner in WOLKE 9

- Beste darstellerische Leistung - männliche Hauptrolle: Ulrich Tukur in JOHN RABE

- Beste darstellerische Leistung - weibliche Nebenrolle: Sophie Rois in DER ARCHITEKT

- Beste darstellerische Leistung - männliche Nebenrolle: Andreas Schmidt in FLEISCH IST MEIN GEMÜSE

- Beste Kamara/Bildgestaltung: Kolja Brandt, Film NORDWAND

- Bester Schnitt: Sebastian Thümler, Film CHIKO

- Bestes Szenenbild: Tu Ju Hua, Film: JOHN RABE

- Bestes Kostümbild: Lisy Christl, Film: JOHN RABE

- Beste Tongestaltung: Christian Bischoff, Tschangis Chahrokh, Heinz Ebner, Guido Zettier, Film NORDWAND

- Den Ehrenpreis bekam Vicco von Bülow alias Loriot

 

Der Baader Meinhof-Komplex ging leider leer aus.

  

  

Filmproduzent

Bernd Eichinger

feiert seinen 

60. Geburtstag

Bernd Eichinger - Foto: VIRGINIA

Bernd Eichinger

 

11.04.2009

Bernd Eichinger, einer der erfolgreichsten deutschen Filmproduzenten, feiert seinen 60. Geburtstag.

 

In Deutschland gab es kaum einen Erfolgsfilm, der von ihm nicht produziert wurde, wie z.B. Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo, Die unendliche Geschichte, Das Parfüm oder Der Baader-Meinhof-Komplex.

   

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Weitere Informationen bei filmportal.de >>>

  

Foto ©Virginia Shue, Hamburg starfotos@virginia-hamburg.de

 

  

  

    

Drehbuchautor

Wolfgang Menge

wird 85

Drehbuchautor Wolfgang Menge - Foto: Ingo Heine, Berlin

Wolfgang Menge

Foto: Ingo Heine, Berlin

09.04.2009

Wolfgang Menge, fleißiger Drehbuchautor seit 50 Jahren, feiert am 10. April seinen 85. Geburtstag.

  

Herzlichen Glückwunsch.

  

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Weitere Informationen >>>

 

  

  

  

  

   

 

Volker Schlöndorff ist 70 geworden

Volker Schlöndorff - Foto: Christian Behring31.03.2009

Volker Schlöndorff hat Geburtstag. Heute vor 70 Jahren wurde der Filmemacher und Regisseur in Wiesbaden geboren.

  

Die ARD gratuliert ihm mit der Ausstrahlung einiger seiner Filme:

30.03.09 - 01:05 Uhr - Die Fälschung

31.03.09 - 02:25 Uhr - Der Fangschuss

01.04.09 - 00:35 Uhr - Die verlorene Ehre der Katharina Blum

02.04.09 - 02:10 Uhr - Die Geschichte der Dienerin

05.04.09 - 00:05 Uhr - Die Blechtrommel

 

Foto: Christian Behring

 

Zu den Gratulanten gehören u.a. die "FAZ" von heute >>>

und die "Sueddeutsche" vom 30.03.2009 >>>

 

  

Wiederholung des Fernsehspiels

"Das Millionenspiel"

24.03.2009

Wer sich noch einmal das legendäre Fernsehspiel Das Millionenspiel von Tom Toelle / Wolfgang Menge anschauen will, kann dies tun am 11. April 2009 um 00:00 Uhr im WDR-Fernsehen.

  

  

  

Schauspielerin und Theater-Intendantin

Ruth Drexel gestorben

Ruth Drexel

©Robert Parigger - Fotograf

4. März 2009

Wie heute erst bekannt wurde, ist die beliebte Schauspielerin und Theater-Intendantin Ruth Drexel bereits am Donnerstag, dem 26.02.2009, im Alter von 78 Jahren gestorben.

Die Schauspielerin hatte an der Münchner Falckenberg-Schule eine Ausbildung absolviert und bekam nach ihrer Ausbildung ein Engagement an den Münchner Kammerspielen, wo sie von 1953 bis 1971 auftrat. In der Theaterzeit 1955/56 spielte sie am Berliner Ensemble unter Bert Brecht. Weitere Theaterstationen waren die Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin, Wuppertaler Bühnen, das Württembergische Staatstheater in Stuttgart, Staatstheater Darmstadt, das Düsseldorfer Schauspielhaus und seit 1976 das Staatsschauspiel in München. 1969 lernte sie ihren Schauspielerkollegen Hans Brenner kennen und lieben, mit ihm blieb sie bis zu seinem Tod im Jahre 1998 zusammen.

1981 führte sie als erste Frau am Bayerischen Staatsschauspiel Regie bei Nestroys Der Talisman.   

  
Als "bayerische Miss Marple" geht Ruth Drexel jetzt mit Agathe kann's nicht lassen in der ARD auf Verbrecherjagd. Als Assistent hilft ihr Hans-Peter Korff. Spätestens seit Der Bulle von Tölz als Filmmutter von Otfried Fischer wird man sie kennen.

  

Für mich eine der besten Rollen für Ruth Drexel war die der bayerischen Bankerin Adele Spitzeder in Peer Rabens gleichnamigem Film. 

  

Weitere Informationen über Ruth Drexel - www.kultur-fibel.de >>>

  

   

Regisseur und Drehbuchautor

Robert Stromberger gestorben

 

10. Februar 2009

Wie heute erst bekannt wurde, ist der Regisseur und Drehbuchautor Robert Stromberger bereits am 7. Febr. 2009 im Alter von 78 Jahren in seiner Heimatstadt Darmstadt gestorben.

 

Robert Stromberger schrieb Fernsehgeschichte mit TV-Mehrteilern wie Die Unverbesserlichen, Geschichten über Familie Scholz mit Inge Meysel, Joseph Offenbach, Monika Peitsch und Gernot Endemann. Jahrzehntelang galten die Scholzens als DIE Fernsehfamilie schlechthin. In den 80er-Jahren bescherte er uns Drehbücher zu Diese Drombuschs (39 Folgen) mit Hans-Peter Korff und Witta Pohl.

  

Hervorzuheben ist noch die 6teilige TV-Geschichte Tod eines Schülers. Diese Serie war 1980 recht spektakulär und umstritten. Es handelte sich um eine Geschichte, die aus verschiedenen Perspektiven beleuchtete, warum sich ein 18jähriger Gymnasiast das Leben nahm (mit Til Topf in der Hauptrolle).

1995 griff Stromberger in dem ZDF-Dreiteiler Tödliche Wahl mit Jürgen Prochnow das Stilmittel aus Tod eines Schülers wieder auf und erzählte eine Kriminalgeschichte aus dem Blickwinkel dreier Beteiligter.

  

Ausgezeichnet wurde Stromberger u.a. mit dem Goldenen Bildschirm (1975), dem Bambi (1981), der Goldenen Kamera (1982) und 1983 mit dem Grimme-Preis für ehrende Anerkennung.

  

EIN NACHRUF - Frankfurter Rundschau >>>

  

  

  

Schauspielerin und Werbe-Ikone

Johanna König gestorben

 

3. März 2009

  

Sie war nicht nur die Klementine von Ariel, sondern auch eine ernstzunehmende Schauspielerin, z.B. in Walter Bockmayers Jane bleibt Jane. Sie starb im Alter von 87 Jahren und wurde in der Ostsee seebestattet.

  

Weitere Informationen über die Schauspielerin >>>

  

  

Schauspielerin

Dana Vávrová gestorben

5. Februar 2009

Die Schauspielerin Dana Vávrová ist tot. Sie starb im Alter von nur 41 Jahren an einer Krebserkrankung. 

Dana Vávrová wurde am 9. August 1967 in Prag geboren. Sie war bereits in der Tschechoslowakei eine gefragte Kinderschauspielerin, bevor sie Franz-Peter Wirth in seinem TV-Mehrteiler Ein Stück Himmel einsetzte. Hier spielt sie das zehnjährige Mädchen Janina Dawidowicz, das im Warschauer Ghetto und dann in einem von Nonnen geführten Waisenhaus den Holocaust überlebt. Ihre ausdrucksstarke Leistung in diesem Film brachten ihr bereits 15jährig u.a. die Goldene Kamera und den Adolf-Grimme-Preis ein. Bereits bei den Dreharbeiten lernte sie ihren künftigen Ehemann, den Regisseur und Kameramann Joseph Vilsmaier, kennen, den sie 1986 heiratete.

 

Unbemerkt spielte sie eine kleine Rolle im mehrfach OSCAR-prämierten Film Amadeus von Milos Forman. Aber der große Erfolg kam 1988, als sie im Bergdrama Herbstmilch die Rolle der Bäuerin Anna  Wimschneider übernahm. Regie: Joseph Vilsmaier. Nachdem sie in mehreren Kino- und TV-Filmen, oft unter der Regie ihres Mannes, mitspielte, widmete sie sich hin und wieder auch der Regieführung. So übernahm sie 1996 Regie und Drehbuch bei Hunger - Sehnsucht nach Liebe oder 1999 Regie bei dem Kinderfilm Der Bär ist los!, in dem ihre drei Töchter ebenfalls eine Rolle spielten. Zusammen mit Joseph Vilsmaier führte sie Regie bei dem Holocaust-Drama Der letzte Zug.

 

Dana Vávrová hinterlässt drei Töchter im Alter von 16, 19 und 22 Jahren.

 

PROGRAMMÄNDERUNG BEI ARD UND ZDF

Aus Anlass des Todes der Schauspielerin zeigt die ARD am 05.02.09 um 23:25 Uhr den Film Ein Hauptgewinn für Papa aus dem Jahre 2006, Regie: Bodo Fürneisen.

 

Das ZDF zeigt am Sonntag, dem 08.02.2009, 15:25 Uhr, den Film Herbstmilch.

  

  

  

Scherbentanz am 04.02.2009 im BR3

4. Februar 2009

Das Bayerische Fernsehen zeigt heute Abend den Film Scherbentanz. Diesen Film lohnt es sich einfach anzuschauen. Eine großartige Margit Carstensen als Mutter von Jürgen Vogel, der hier in einer eher ungewöhnlichen Rolle zu sehen ist.

  

  

  

Die Fälscher am 28.01.2009 im ZDF

28. Januar 2009

Das ZDF bringt heute einen der besten Filme der letzten Jahre ins Programm.

Die Rede ist von (als bester ausländischer Film mit einem OSCAR prämiert) Die Fälscher von Stefan Ruzowicki. Es handelt sich um eine wahre Geschichte, die sich so im KZ Sachsenhausen zugetragen hat. Absolut genial in ihren Rollen: Devid Striesow, August Diehl und Karl Markovics.

  

  

  

Schauspieler

Manfred Steffen

gestorben

23. Januar 2009

Manfred Steffen, 1981 (Foto: VIRGINIA)

Das Hamburger Thalia-Theater teilte mit, dass der bekannte Theaterschauspieler Manfred Steffen im Alter von 92 Jahren verstorben ist. Er war nicht nur ein hervorragender Schauspieler (mehr als 250 Rollen), sondern vor allem auch ein glänzender Synchronsprecher, der vielen bekannten Stars seine Stimme lieh. Er gab seine unverwechselbare Stimme für "Der Name der Rose", er sprach den Gandalf in der Hörspielversion von "Herr der Ringe", hat fast alle Bücher von Astrid Lindgren auf Tonträger aufgenommen und lieh seine Stimme dem Engel Clearence in "Ist das Leben nicht schön" - und das schon in den 40er Jahren.

  

Manfred Steffen wurde am 28. Juni 1916 in Hamburg geboren, war seit 1947 am Thalia-Theater engagiert und blieb bis heute mit wenigen Ausnahmen (Stadttheater Aachen, Staatstheater Dresden) seiner Heimatstadt treu. Erste Schauspielerfahrung sammelte er bei Willy Maertens. 1939 gab er sein Bühnendebüt in Oberhausen. 1945 begann er als Nachrichtensprecher bei "Radio Hamburg" (Sender der Militärregierung). Auch als Hörspiel- und Synchronsprecher war er vielfach beschäftigt und wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, 1968 wurde er mit dem Albert-Bozenhard-Ring ausgezeichnet und 1980 bekam er die Silberne Maske der Hamburger Volksbühne, 1987 ehrte ihn der Senat der Hansestadt Hamburg mit der Biermann-Ratjen-Medaille für seine künstlerischen Verdienste um die Stadt. (Quelle: u.a. Filmmuseum Hamburg)

  

Weitere Informationen bei www.steffi-line.de >>>

 

Das Foto zeigt Manfred Steffen in dem Stück "Nepal" von Urs Widmer während der Proben am Hamburger Thalia-Theater (18.11.1981); die niederdeutsche Fassung stammt von Edgar Bessen, Regie führte Peter-Dieter Schnitzler.

 

(Foto-Copyright: VIRGINIA - starfotos@virginia-hamburg.de)

  

  

Bayerischer Filmpreis 2008 vergeben

 

16. Januar 2009

Am 16. Januar 2009 wurden im Münchner Cuvilliés-Theater die Bayerischen Filmpreise 2008 vergeben. Die kleine Porzellanfigur ging dieses Mal an:

- Ursula Werner, als beste Darstellerin für ihre Rolle in Wolke 9

- Ulrich Tukur, als bester Darsteller für seine Rolle in John Rabe

- Karoline Herfurth als beste Nachwuchsdarstellerin für ihre Rolle in Im Winter ein Jahr

- Caroline Link als beste Regisseurin für Im Winter ein Jahr

- Jan Fehse (Nachwuchsregiepreis) für In jeder Sekunde

- Gernot Grischsch für das beste Drehbuch für Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe

- Mischa Hoffmann, Benjamin Herrmann und Jan Moijto als beste Produzenten für John Rabe

- Bernd Eichinger als Produzent für Der Baader Meinhof-Komplex

- Martin Blankemeyer für Der rote Punkt (Nachwuchsproduzentenpreis (Münchner Filmwertkstatt e.V.)

- Michael Hammon für die Kameraführung im Film Wolke 9

- Als bester Jugendfilm wurden Uli Putz, Jakob Claussen und Thomas Wöbke für den Film Krabat geehrt

- Götz Weidner und Barbara Baum für das beste Szenen-/Kostümbild in Buddenbrooks

- Der Spezialpreis ging an Franz-Xaver Kroetz und Bully Herbig für Die Geschichte von Brandner Kaspar

- Den Publikumspreis bekam Til Schweiger für seinen Film Keinohrhasen

- Der Ehrenpreis ging an Peter Schamoni

   

  

Lina Braake soll neu verfilmt werden

7. Januar 2009

2009 gibt es eine erneute Zusammenarbeit mit Vater und Sohn Haußmann, im März beginnen die Dreharbeiten für die von der Filmförderungsanstalt (FFA) mit 350 000 Euro unterstützte Komödie mit dem Arbeitstitel "Dinosaurier", einem Remake der erfolgreichen Tragikkomödie Lina Braake von Bernhard Sinkel aus dem Jahre 1975 mit Lina Carstens und Fritz Rasp. Hauptfigur des Films über Senioren in einem Altersheim ist eine pensionierte Lehrerin, gespielt von Eva-Maria Hagen, die von ihrer Bank betrogen wurde und nun zu verhindern versucht, dass die Bank in ihrer Straße ein Einkaufszentrum baut. Ezard Haußmann verkörpert die Figur des Johann Schneider, wobei der gewählte Rollenname durchaus an den Baulöwen Jürgen Schneider erinnern soll. Mitwirkende sind neben den Hauptdarstellern Eva-Maria Hagen und Ezard Haußmann so berühmte Publikumslieblinge wie Walter Giller und Nadja Tiller, weiterhin unter anderem Ralph Wolter, Daniel Brühl und Ignaz Kirchner. Regie: Leander Haußmann. (Quelle: www.steffi-line.de)

  

  

Romanautor

Johannes Mario Simmel

gestorben

  

Johannes Mario Simmel, hier 1985 - Foto: VIRGINIA

Joh. Mario Simmel

Foto: Virginia Shue - starfotos@virginia-hamburg.de

1. Januar 2009

Johannes Mario Simmel, Romanautor und Journalist, ist am Neujahrstag im Alter von 84 Jahren gestorben. Er lebte zuletzt in der Schweiz.

 

Der Schriftsteller Johannes Mario Simmel wurde am 7. April 1924 in Wien geboren, machte sein Abitur und eine Ausbildung zum Chemiker. Zunächst arbeitete er nach dem Krieg als Redakteur und schrieb Filmkritiken. Nebenbei schrieb er Novellen, die er 1947 veröffentlichte. Dann war er ab 1950 für die Illustrierte "Quick" als Reporter tätig. Der Roman Es muss nicht immer Kaviar wurde in Kapiteln in der Quick abgedruckt und war so erfolgreich, dass er sich entschloss, weitere Unterhaltungsliteratur zu schreiben.

Seine Romane hatten Millionenauflagen, und in den 1970er- und 1980er-Jahren gab es auch für mich keinen "Simmel", den ich nicht gelegen hätte. Allerdings kamen seine Romane bei den Kritikern überhaupt sich gut an.   Etliche seiner Romane wie Und Jimmy ging zum Regenbogen, Alle Menschen werden Brüder, Liebe ist nur ein Wort, Gott schützt die Liebenden u.a. wurden in den 70er-Jahren verfilmt, z.B. von Alfred Vohrer. Und sein Roman Der Stoff aus dem die Träume sind gehört zu den Weltbestsellern des 20. Jahrhunderts. Peter Zadek verfilmte 1983 seinen Roman Hurra, wir leben noch als sogenannte 'Zeitgeistrevue' unter dem Titel Die wilden Fünfziger

  

Weitere Informationen - www.faz.net >>> 

  

  

 

 

  

  

Weitere Verstorbene des Jahres 2009

    

  

    

  

  

    

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 31.12.2009 

 

Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.

  

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