Filmhaus-Nachrichten 2022 

    

 

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→ 4. Dezember 2022: Karl Merkatz ist tot


Der österreichische Schauspieler Karl Merkatz ist tot. Er starb im Alter von 92 Jahren.

Bekannt wurde er u.a. durch die Filme Der Bockerer oder Ein echter Wiener geht nicht unter.

Siehe auch www.derstandard.de und Salzburger Nachrichten.

Links: Karl Merkatz bekommt den Österreichischen Filmpreis 2013 im Festsaal des Rathauses in Wien

Foto: Manfred Werner - Tsui

 

 

 

 

→ 1. Dezember 2022: Film "Alice"


Ich möchte Ihnen einen TV-2Teiler ans Herz legen. Der Film Alice über das Leben von Alice Schwarzer ist von Nicole Weegmann in Szene gesetzt worden. Ein - wie ich finde - äußerst sehenswerter Film (auch, wenn man nicht unbedingt mit Alice Schwarzer konform geht!). Die Titelrolle wird von Nina Gummich sehr gut in Szene gesetzt.

 

 

 

→ 1. Dezember 2022: Christiane Hörbiger verstorben


Die bekannte Schauspielerin Christiane Hörbiger ist tot. Sie starb am 30. November 2022 im Alter von 84 Jahren in Wien. Sie kam aus einer der bedeutenden österreichischen  Schauspielerdynastien.

Mit einigen Rollen spielte sich die Österreicherin in die Herzen der deutschen Zuschauer. Sie war in der beliebten TV-Serie der 1980er-Jahre Das Erbe der Guldenburgs Gräfin Christine von Guldenburg die Ehefrau von Martin Graf von Guldenburg (Karl-Heinz Vosgerau) (die Serie läuft momentan in der ZDF-Mediathek, Stand 01.12.2022). Weiterhin mimte die Schauspielerin in der Komödie Schtonk! von Helmut Dietl die Nichte Hermann Görings, Freya von Hepp.

Christiane Hörbiger wurde als Tochter des bekannten Schauspielerpaares Paula Wessely und Attila Hörbiger geboren und besuchte als 16-Jährige bereits das Max-Reinhardt-Seminar in Wien, wobei sie zuvor in dem 1955 gedrehten Film Der Major und die Stiere zu sehen war. Sie spielte in weit über 100 Kino- und Fernsehproduktionen mit und feierte am Wiener Burgtheater und dem Schauspielhaus Zürich Erfolge. Von 1969 bis 1972 gab sie die Buhlschaft im Salzburger "Jedermann".

Beide Fotos: Virginia Shue, Hamburg - starfotos@virginia-hamburg.de
 
 
ARD-Programmdirektorin Christine Strobl: „Christiane Hörbiger war die Grande Dame des deutschen und des österreichischen Films. Mit leisen, aber wirksamen Gesten dirigierte sie ihre Figuren durch die oft großen Untiefen des Lebens. Ihre Mimik und Körpersprache sagten dabei mehr als jedes Wort. Diese außerordentliche schauspielerische Gabe verband Christiane Hörbiger mit harter Arbeit, großer Sorgfalt und einem unbedingten Willen zur Perfektion und Präzision. Dafür wurde sie vom Publikum geliebt und für viele Rollen preisgekrönt. Bis ins hohe Alter spielte sie für die ARD einfühlsam Hauptrollen in Filmen wie Auf der Straße (2014) oder Bis zum Ende der Welt. Einem großen Publikum im Ersten wird Christiane Hörbiger als Richterin Dr. Julia Laubach in der Serie Julia - eine ungewöhnliche Frau in Erinnerung bleiben. Und genau eine solche ungewöhnliche Frau haben wir heute mit Christiane Hörbiger verloren."

Die ARD hat zu Ehren der Schauspielerin ihr Programm geändert. Nachdem bereits gestern Nacht die Filme
Die letzte Reise und Das Glück ist ein Kaktus liefen, werden in der kommenden Woche weitere zwei Filme gezeigt. Am 6. Dezember sieht man die Mimin in Stiller Abschied um 23.45 Uhr (der Film läuft bis zum 7. März 2023 in der Mediathek) und am 7. Dezember zeigt das Fernsehen sie in Bis zum Ende der Welt.
Weitere Programmänderungen zeigt das
ORF in den nächsten Tagen.

Umfangreiche Informationen finden sich auf der Seite von www.steffi-line.de.

 

 

→ 15. November 2022: Neues Fernsehspiel für Anfang 2023


Heino Ferch als Simon Kessler und Anja Kling als Silke Broder in "Die Frau im Meer"

© Honorarfrei - nur für diese Sendung inkl. SocialMedia bei Nennung ZDF und Thomas Leidig.
Für den 2. und 3. Januar 2023 ist im ZDF ein 2teiliger Fernsehfilm geplant mit dem Titel Die Frau im Meer, in dem Heino Ferch und Anja Kling mit den Hauptrollen besetzt sind.

Inhalt: Nach einem verpassten Anruf und einer beunruhigenden Mailboxnachricht seiner ehemaligen Kollegin Hella Christensen macht sich der Ermittler Simon Kessler auf den Weg nach Nordholm. Dem Kommissar ist klar, dass etwas Schlimmes passiert sein muss. Als Hellas Segelboot auf dem Meer geborgen wird, finden sich darauf ihre Blutspuren und ihr Handy – von der ehemaligen Kommissarin selbst fehlt jede Spur. Eine Soko, geleitet von der neuen Kommissarin Lena Jansen, übernimmt die Ermittlungen. Das Ermittlerteam muss nicht nur Hellas Verschwinden aufklären, sondern auch den Tod der 15-jährigen Viviane, die von ihrer Freundin Charlotte Broder im Wald gefunden wurde und vermutlich an einer Medikamentenüberdosis starb. Eigentlich hatte Kessler gehofft, aus rein privaten Gründen nach Nordholm zurückzukehren, um seine Beziehung mit Silke Broder zu festigen. Doch Silke hat mit ihrer pubertierenden Tochter Charlotte nach Vivianes Tod ganz andere Sorgen. Außerdem schaltet sich auch ihr Ex-Mann Hauke nach langer Abwesenheit wieder in das Familienleben ein. Kessler wird klar, wie wenig er über das Leben seiner ehemaligen Kollegin wusste. So taucht nach Jahren plötzlich Hellas Schwester Rieke Lehwald mit ihrem Mann Paul auf. Haben die beiden etwas mit Hellas Verschwinden zu tun? Geht es um das Erbe des kürzlich verstorbenen Vaters, der Hella zur Alleinerbin machen wollte? Oder hat Hellas Geliebter Thomas Haller etwas mit dem Fall zu tun? Kessler will Hellas Verschwinden aufklären – koste es, was es wolle. 

Nach Tod eines Mädchens (2015), Die verschwundene Familie (2019) und Das Mädchen am Strand (2020) ist Die Frau im Meer der vierte Zweiteiler von Thomas Berger, der in der fiktiven, an der Ostsee angesiedelten Kleinstadt Nordholm spielt. 

Weitere Darsteller sind Barbara Auer (als Gast), Isabell Polak, Tom Radisch, Leslie Malton, Stefan Kurt, Ann-Kathrin Kramer, Max von Pufendorf, Ulrike C. Tscharre, Hary Prinz, Lilly Barshy, Nick Julius Schuck.

 

 

 

→ 10. November 2022: Das Leben Franz Kafkas wird verfilmt


Im "Börsenblatt" war heute zu lesen, dass die ARD für 2024 eine 6teilige Mini-Serie zum 100. Todestag Franz Kafkas plant.
2024 jährt sich Franz Kafkas Todestag zum 100. Mal. Die ARD-Sender produzieren daher in Koproduktion mit dem ORF und Superfilm die Mini-Serie „Kafka“. Die prominente Besetzung der Hauptrollen, neben Franz Kafka auch dessen Freund Max Brod wurden bereits bekannt gegeben. Das Drehbuch kommt von Daniel Kehlmann, Regisseur ist David Schalko.
Einige Rollen werden folgendermaßen besetzt sein: Der Schweizer Schauspieler Joel Basman ist als Franz Kafka zu sehen, Daniel Brühl ist als sein Freund Max Brod vorgesehen. Hermann Kafka (Vater) wird von Nicholas Ofczarek und Milena Jesenská von Liv Lisa Fries verkörpert. Die Dreharbeiten sind für das Frühjahr 2023 geplant, der voraussichtliche Sendetermin in der ARD Mediathek, im Ersten und im ORF liegt im Frühjahr 2024.

Hierzu weitere Informationen >>>

 

 

→ 7. November 2022: Der Günter Rohrbach-Filmpreis 2022...


... geht an den Film Die Wannseekonferenz in der Regie von Matti Geschonneck. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wurde am Freitag, 4. November 2022 in der Industriekultur-Kulisse der Neuen Gebläsehalle Neunkirchen im Rahmen einer festlichen Gala verliehen. Gemeinsam mit dem Regisseur Matti Geschonneck werden die Produzenten Friederich Oetker, Reinhold Elschot und Oliver Berben ausgezeichnet.

 

 

 

Heini Göbel als Sigismund Senftrich mit Ralf Wolter (re.) alias "Kriminalist" Titus Bunge in der Serie
Ein Fall für Titus Bunge
Foto mit freundlicher Genehmigung von Pidax-Film, welche die Produktion 2013 auf DVD veröffentlichte.
→ 14. Oktober 2022: Schauspieler Ralf Wolter gestorben


Ralf Wolter ist am 14. Oktober 2022 im Alter von 95 Jahren in Münhen gestorben.

Der Schauspieler wurde am 28. November 1926 in Berlin als Sohn eines Unterhaltungskünstlers in eine Artistenfamilie hinein geboren. Nachdem er in Berlin die Schauspielschule besucht hatte, kam er vom Theater zu seinen ersten Filmrollen in den 1950er-Jahren. Einen großen Bekanntheitsgrad erreichte er mit seiner Rolle in den verschiedenen Winnetou-Filmen als Trapper Sam Hawkens, die ihn weltberühmt machte.

In der Zeitschrift "Rolling Stone" ist zu lesen: "Sam Hawkens war nicht seine einzige Rolle aus der Welt von Karl May: In Verfilmungen von Mays im Osmanischen Reich spielenden Abenteuerromanen spielte er den Hadschi Halef Omar, so zum Beispiel in Der Schut (1964) oder Durchs Wilde Kurdistan (1965)." In den Karl-May-Filmen Der Schatz der Azteken (1965) und der Fortsetzung Die Pyramide des Sonnengottes (1965, Regie Robert Siodmak) war er der schwäbische Kuckucksuhrenvertreter Andreas Hasenpfeffer. Wikipedia schreibt: "Eine seiner wenigen Hauptrollen spielte er 1967 in der in der DDR gedrehten Filmkomödie Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche als Kuhhirte Krischan. Nach der 13-teiligen ZDF-Serie Ein Fall für Titus Bunge, in der Wolter als Titelfigur einen Privatdetektiv verkörperte (beide 1967) und dem letzten Winnetou-Abenteuer Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) wurden seine Kinorollen, unter anderem in verschiedenen Softsex-Filmkomödien, mit der Zeit immer kleiner und banaler. Für ihn ungewöhnlich war seine Rolle als NS-Parteimann in dem Kriegsdrama Eine Liebe in Deutschland (1983).
Im Kino war Ralf Wolter zuletzt 2009 in Leander Haußmanns Film Dinosaurier - Gegen und seht ihr alt aus zu sehen und 2012 in Bis zum Horizont, dann links, Regie und Drehbuch Bernd Böhlich. Danach zog sich Ralf Wolter aus dem Filmgeschäft zurück.

Weitere Informationen über den Schauspieler sind bei steffi-line zu finden.

Artikel zum Tod von Ralf Wolter >>> WAZ, ZDF, Tagesspiegel, NDR.

 

 

→ 12. Oktober 2022: "arte" zeigt heute um 22:35 Uhr...


... den Film Enfant terrible als Free-tv-Premiere. Der Film hatte in Deutschland nur 13000 Besucher, weil genau zu dieser Zeit die Corona-Krise dazwischen kam.

"arte" schreibt dazu: "Als der 22-jährige Rainer Werner Fassbinder 1967 die Bühne des "antiteaters" in München stürmt und die Inszenierung an sich reißt, ahnt niemand der Anwesenden, dass er einmal einer der wichtigsten Filmemacher Deutschlands werden wird. Schnell schart der so einnehmende wie fordernde Mann Schauspielerinnen, Selbstdarsteller und Liebhaber um sich. Er dreht einen Film nach dem anderen, darunter viele in Zusammenarbeit mit dem WDR, die auf den Festivals für Furore sorgen. Die Arbeitswut, die körperliche Selbstausbeutung und der ungebremste Drogenkonsum fordern bald erste Opfer, auch in seiner kommunenartigen Entourage.
„Enfant terrible“ ist eine Verbeugung des Regisseurs Oskar Roehler vor der Filmikone Rainer Werner Fassbinder. Der episodenhafte Film erzählt die Zeit zwischen 1967 und 1982 und entfaltet die Bandbreite des Fassbinder'schen Lebens und Arbeitens: vom genialen Regisseur und Workaholic, der an der Filmhochschule abgelehnt worden war, über den verzweifelt nach Liebe Suchenden bis hin zum unerbittlichen Schikaneur.
Oliver Masucci verleiht seiner exzentrisch-narzisstischen, cholerischen und zunehmend neurotischen Rolle eine irritierende Körperlichkeit wie auch eine gewisse Tragik, ohne jedoch Mitleid zu erheischen. Bildhaft hierfür eine späte Szene des Films, in der Fassbinder im Drogenrausch zum „Goldenen Reiter“ von Joachim Witt tanzt: „Ich war der goldene Reiter, (…) ich bin ein Kind dieser Stadt, (…) ich war so hoch auf der Leiter, doch dann fiel ich ab, ja dann fiel ich ab.“

 

 

 

→ 5. Oktober 2022: Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase gestorben


Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase zu Besuch beim Filmfestival in Karlovy Vary

Foto: che (Petr Novák)
Wolfgang Kohlhaase ist tot. Er starb am 5. Oktober 2022 im Alter von 91 Jahren. Kohlhaase schrieb Drehbücher, war Regisseur und Autor und galt als einer der wichtigsten Drehbuchautoren der Filmgeschichte in der DDR (später auch in Gesamtdeutschland). Er lebte in Berlin und Reichenwalde und war mit der Tänzerin und Choreografin Emöke Pöstenyi verheiratet.
Eines seiner Hobbies war Zeit seines Lebens das Boxen.

Seine berufliche Laufbahn begann der in Berlin geborene Kohlhaase 1947 als Volontär beim Jugendblatt "Start" und wurde anschließend von der FDJ-Zeitung "Junge Welt" als Mitarbeiter übernommen.
1950 engagierte ihn die DEFA als Dramaturgie-Assistent. Zwei Jahre später schrieb er bereits eigene Drehbücher. Nach einigen frühen Kurzfilm-Manuskripten konnte er (zusammen mit Hans Kubisch) sein erstes wichtiges Drehbuch für einen abendfüllenden Spielfilm, Gerhard Kleins Alarm im Zirkus, vorlegen. Kohlhaases Arbeiten zeugten durchweg von hoher Qualität, sie befassten sich oft mit der jüngsten deutschen Vergangenheit, den Folgen des Nazi-Terrors auf das Individuum und die Gesellschaft. Anhand einzelner Ereignisse und Schicksale (Der Fall Gleiwitz, Ich war neunzehn, Mama, ich lebe, Die Grünstein-Variante) schilderte Kohlhaase äußerst eindringlich die seelischen Verformungen, die Menschen durch Faschismus und Krieg erleiden müssen. Ebenso zeigte er in seinen Drehbüchern das Berlin der Gegenwart der 1950er- und 1960er-Jahre. Der Film Solo Sunny (1980, Regie: Konrad Wolf), ein Gegenwartsfilm mit der Hauptdarstellerin Renate Krößner, für die dieser Film den Durchbruch bedeutete.
Das Drehbuch zu Volker Schlöndorffs Film Die Stille nach dem Schuß fand leider nicht die Publikumsanerkennung, die es verdient hätte.
(Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Bd. 4, S. 434)

2020 kam noch der Spielfilm Persischstunden (Regie: Vadim Perelman, weitere Darsteller: Lars Eidinger, Jonas Nay) in die deutschen Kinos, der auf Kohlhaases Erzählung "Erfindung einer Sprache" basiert. Darin versucht ein belgischer Jude das KZ zu überleben, in dem er sich als Perser ausgibt - und in der Folge eine Sprache neu erfinden muss, um seine Unkenntnis des Farsi zu verschleiern.
(Filmportal)

Ab 1970 war Kohlhaase Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland, 1972 wurde er Mitglied der Akademie der Künste der DDR und 1991 wurde er in die Akademie der Künster Berlin-Brandenburg übernommen. Auf der Berlinale 2011 wurde er von Verband deutscher Drehbuchautoren (VDD) zum Ehrenmitglied ernannt.
Den deutschen Filmpreis (Lola) für sein Lebenswerk erhielt er am 8. April 2011.
(Einige Informationen entnommen aus Wikipedia)

Artikel zum Tod von Wolfgang Kohlhaase: MDR, Tagesspiegel, NDR, RBB, Spiegel, FAZ.

 


→ 4. Oktober 2022: Günter Lamprecht gestorben


Der Schauspieler Günter Lamprecht ist tot. Er starb am 4. Oktober 2022 im Alter von 92 Jahren in Bonn-Bad Godesberg. Seine Lebensgefährtin war seit vielen Jahren die Schauspielerin Claudia Amm.

Sein Repertoire umfasste mehr als 100 Film- und Fernsehrollen. Seine wohl prägnanteste Rolle war die des Franz Biberkopf in Fassbinders Berlin Alexanderplatz. Seine erste Film-Hauptrolle spielte Lamprecht 1976 in Das Brot des Bäckers in der Regie von Erwin Keusch und gewann damit den Lubitsch-Preis. Es folgten weit mehr als 150 Film- und Fernsehrollen, begleitet von zahlreichen Ehrungen. Eine meiner absoluten Lieblingsrollen war die des Manfred Burger in dem überaus sehenswerten Fernsehfilm Rückfälle von Peter Beauvais aus dem Jahr 1977. Für diese Leistung erhielt er 1978 die Goldene Kamera, wozu PIDAX-Film u.a. "Ein schockierend realitätsnahes Drama und einer der besten Filme über das Thema Akoholsucht. Eine unter die Haut gehende Geschichte, deren Titel eine tragische Doppelbedeutung hat" schrieb.

Günter Lamprecht war viele Jahre Botschafter für das Friedensdorf International in Oberhausen.

Auf der lesenswerten Webseite von www.steffi-line.de ist u.a. über den Schauspieler zu lesen: "Nach Fernsehproduktionen wie beispielsweise dem Dreiteiler Die große Flatter von Marianne Lüdcke (1979) folgte 1980 eine Rolle, die Lamprecht schon zu Lebzeiten unsterblich werden ließ: Unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder, der Lamprecht bereits in den TV-Spielen Welt am Draht (1973) und Martha (1974) sowie in dem Kinofilm Die Ehe der Maria Braun (1979) besetzt hatte, verkörperte er in der 14-teiligen TV-Produktion Berlin Alexanderplatz (1980) nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Döblin brillant und sehr eindringlich den Protagonisten Franz Biberkopf → filmportal.de. Den armen Schlucker im verschwitzten Unterhemd mit der Bierflasche in der Hand spielte Lamprecht so lebensnah wie kaum ein anderer. Für die Darstellung erhielt er anlässlich den Deutschen Darstellerpreis ("Chaplin-Schuh") sowie einen Preis bei den Filmfestspielen von Venedig, wo die Uraufführung außerhalb des Wettbewerbs stattgefunden hatte. Anlässlich der Uraufführung in den USA wurde er zusammen mit Barbara Sukowa (Anm.: diese spielte die Mieze) dorthin eingeladen und frenetisch gefeiert. Während der Synchronarbeiten zu "Alexanderplatz" soll Fassbinder gesagt haben: "Ich möchte hiermit laut und deutlich betonen: Günter Lamprecht ist kein Fassbinder-Schauspieler. Er ist ein Mann, der alles aus sich selber geschaffen hat." (Quelle: deutsches-filmhaus.de)2013 entstand von Juliane Lorenz, Cutterin des Films, Alleinerbin Fassbinders und heute Präsidentin der "Rainer Werner Fassbinder Foundation", der Dokumentarfilm "Fassbinders Berlin Alexanderplatz. Ein Megafilm und seine Geschichte", in dem auch Lamprecht neben anderen Mitwirkenden zu Wort kommt. Das Filmmaterial wurde von der "Rainer Werner Fassbinder Foundation" zudem für eine DVD-Veröffentlichung restauriert und im Rahmen der "Berlinale 2007" in einer 15-stündigen Fassung gezeigt; die DVD-Sammlung erschien am 10. Februar 2007."

Artikel zum Tod von Günter Lamprecht >>> FAZ, NDR, n-tv, msn, Tagesschau, ZDF, RBB.

Das Foto wurde mir freundlicherweise von dem Fotografen Edmond Frederik zur Verfügung gestellt. © Edmond Frederik (Lizensiert)


 

→ 20. August 2022: Filmkritiker Ralf Schenk ist tot


Ralf Schenk arbeitete für die Berlinale und das Goethe-Institut, und er war maßgeblich beteiligt an der Rettung des Film-Erbes der Defa.
Leider ist er jetzt im Alter von 66 Jahren gestorben.


Umfangreiche Artikel zu seinem Tod sind zu lesen in der Frankfurter Allgemeinen und beim MDR.

 

 

 

→ 20. August 2022: Drehbuchautor und Schriftsteller Felix Huby gestorben


Felix Huby, der eigentlich Eberhard Hungerbühler hieß, ist tot. Er starb am 19. August 2022 im Alter von 83 Jahren an einer Krebserkrankung.

Weitere Zeitungen berichten über Felix Huby: zeit.de, SWR, Stuttgarter Nachrichten

 

 

 

→ 19. August 2022: Schauspielerin und Sängerin Eva Maria Hagen gestorben


Eva-Maria Hagen und Nina Hagen während eines Auftritts im Berliner Ensemble, 2013

Foto: SpreeTom

Schauspielerin Eva Maria Hagen ist tot. Die Mutter der Sängerin Nina Hagen ist am 16. August 2022 im Alter von 87 Jahren gestorben.
Sie wurde in der DDR als Theater- und Filmschauspielerin bekannt, bevor sie wegen ihres Protests gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann mit einem Berufsverbot belegt wurde und in den Westen ging.

Geboren wurde Eva-Maria Hagen am 19. Oktober 1934 als Eva-Maria Buchholz in Költschen an der Warthe (Landkreis Oststernberg, heute Krzeszyce, Woiwodschaft Lebus, Polen), wuchs bis zu ihrem 10. Lebensjahr im West-Pommerschen Kremlin (heute: Krzemlin, Polen) auf. Mit ihren Eltern, die sich als Landarbeiter ihr Geld verdienten, musste sie Ende des 2. Weltkrieges fliehen, gehörte zu Millionen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Mit ihrer Mutter und einem Bruder wurde sie in das brandenburgische Perleberg in der Prignitz umgesiedelt, begann 1950 eine Schlosserlehre im Bahnbetriebswerk Wittenberge. Anschließend entschied sie sich für die Schauspielerei und besuchte ab 1952 die Schauspielschule in Berlin-Schönweide im Osten Berlins. Noch während ihrer Ausbildung erhielt sie die Chance bei Bertolt Brecht am "Berliner Ensemble" in dem Stück "Katzgraben" von Erwin Strittmatter erste Erfahrungen auf der Bühne zu sammeln.

Am 4. Mai 1954 heiratete die erst 19-Jährige den Drehbuchautor Hans Oliva-Hagen (1922 – 1992), ein Jahr später wurde Tochter Catherina geboren, die später als Nina Hagen als Sängerin, Schauspielerin, Song-Writerin und Rockstar Furore machen sollte. Die Ehe dauerte nur fünf Jahre und wurde 1959 geschieden.
Weitere umfangreiche Informationen über Eva-Maria Hagen bei www.steffi-line.de.

 

 

 

→ 18. August 2022: Schauspieler Klaus Barner gestorben


Klaus Barner wurde 1933 geboren und starb am 26. Juli 2022 an einer Krebserkrankung.
Das ZDF schreibt u.a.: "Sein Durchbruch im Fernsehen war 1974 die Literaturverfilmung "Griseldis" an der Seite von Sabine Sinjen gewesen. Auftritte hatte er auch in den Krimireihen "Derrick", "Tatort" und "SOKO 5113", der Familienserie "Diese Drombuschs" und im Unterhaltungs-Klassiker "Das Traumschiff". Tragende Rollen gab es für ihn etwa in der ZDF-Weihnachtsserie "Der schwarze Bumerang" und in dem ARD-Mehrteiler "Der Trotzkopf".
Er hatte sich in den letzten 20 Jahren aus dem Schauspielgeschäft zurückgezogen.

Berichte über den Tod des Schauspielers sind hier zu lesen: MSN, ZDF, Tagesschau, n-tv, RTL-News

 

 

 

→ 12. August 2022: Wolfgang Petersen gestorben


Der deutsche Regisseur Wolfgang Petersen, der bereits seit vielen Jahren in Hollywood lebte und von einigen Schauspielern als "liebevolle Seele" bezeichnet wurde, ist tot.
Er starb am 12. August 2022 in Brentwood, Los Angeles, Kalifornien, USA, an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Petersen wurde 81 Jahre alt.

Artikel aus der WAZ vom 18. August 2022 >>>

Seit den frühen 1970er-Jahren war er einer meiner Lieblings-Regisseure, weil er Regie führte bei den bis heute unerreichten "Tatorten" für den Kieler Hauptkommissar Finke, dargestellt von Klaus Schwarzkopf. Weitere Filme, die unter seiner "Aufsicht" stattfanden, waren beispielsweise Die Konsequenz, einer der ersten Schwulenfilme, mit behutsamer Hand geführt; die Hauptrollen wurden wunderbar von Jürgen Prochnow und Ernst Hannawald dargestellt. Leider klinkte sich der Bayerische Rundfunk während der Ausstrahlung aus dem Programm, weil der Film angeblich zu anstößig war. Weitere Filme waren Einer von uns beiden (wurde mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet; nach einem Roman von Horst Bosetzky / -ky), Smog, Stellenweise Glatteis und nicht zuletzt natürlich Das Boot (Filmband in Silber, Bayerischer Filmpreis). Ich denke, dass Jürgen Prochnow (>>> siehe Tagesspiegel) zu großen Teilen seine Karriere Wolfgang Petersen zu verdanken hat.
In Hollywood zeigte Petersen sein Regietalent mit Filmen wie In the line of fire (mit Clint Eastwood), Outbreak (mit Dustin Hoffman), Air Force One (mit Harrison Ford) und noch weitere.

Hinweis zum Foto rechts:
Diese Datei ist ein Werk eines Angestellten der U.S. Air Force, das im Verlauf seiner offizillen Arbeit erstellt wurde. Als ein Werk der Regierung der Vereinigten Staaten ist diese Datei gemeinfrei.

Ich bin traurig, dass Petersen das Ruder jetzt aus der Hand geben musste.

Weitere Zeitungen und Medien erinnern an den großartigen Regisseur:
Sueddeutsche Zeitung, taz, Tagesschau, FAZ, MDR, Bavaria-Film, DW, Redaktionsnetzwerk Deutschland (rnd)

 

 

 

 

→ 9. August 2022: der Film "Herz aus Glas" ...


... wird zu Ehren des 80. Geburtstages von Werner Herzog erstmals im Fernsehen ausgestrahlt, und zwar am 5. September 2022 im BR Fernsehen um 23:35 Uhr. Das Drehbuch schrieb Herbert Achternbusch, die Hauptrollen sind mit Josef Bierbichler, Stefan Güttner und Clemens Scheitz besetzt. Der Film wird bis zum 4. November 2022 in der Mediathek des BR zu sehen sein. Beschreibung des Films ...

 

 

 

→ 26. Juli 2022: Schauspieler Joost Siedhoff ist tot


Wie erst jetzt bekannt wurde, starb bereits am 28. Juni 2022 – einen Tag nach seinem 96. Geburtstag – der Schauspieler Joost Siedhoff. Der an der "Studio-Bühne" der Frankfurter "Goethe-Universität" ausgebildete Künstler machte sich sowohl auf der Bühne als auch bei Film und Fernsehen sowie beim Hörfunk einen Namen. Bereits am 17. September 1949 startete der "Hessische Rundfunk" mit der Folge "Hesselbachs ihrn Hausschlüssel" die Hörspiel-Reihe um die "Familie Hesselbach", in der Siedhoff viele Folgen lang bis 1956 den Sohn Willi Hesselbach sprach. Diese Figur spielte er auch in den Kinofilmen "Die Familie Hesselbach" (1954), "Familie Hesselbach im Urlaub" (1955) und "Das Horoskop der Familie Hesselbach" (1955) von und mit Wolf Schmidt und wurde so bundesweit bekannt. Es war nun nur folgerichtig, dass er auch in der legendären Serie "Die Firma Hesselbach" (1960/61) diesen Part übernahm, allerdings verließ er nach nur 10 Folgen die Fernsehfamilie, wohl um nicht allzu sehr auf diese Rolle festgelegt zu werden. Im Verlaufe der nächsten Jahrzehnte spielte Siedhoff verschiedenste Charaktere in zahlreichen Serien und Einzelproduktionen, blieb jedoch stets der Bühne sowie dem Hörfunk verbunden. Man erlebte Siedhoff mit prägnanten Rollen unter anderem in populären Mehrteilern wie "Der Winter, der ein Sommer war" (1976), "Timm Thaler" (1979) oder "Die Pawlaks" (1982), mehrfach trat er beim Dauerbrenner "Tatort" in Erscheinung und gehörte zwischen 1987 und 1990 einige Episoden lang auch zur Besetzung der Kultserie "Diese Drombuschs". Bis ins hohe Alter stand Siedhoff vor der Kamera, letzte Auftritte hatte er in dem TV-Film "Beste Freundinnen" (EA: 03.11.2013) und in dem Kinofilm "Der Kuckuck und der Esel" (UA: 22.10.2014). (Vielen Dank an Steffi D'heil für die Informationen.)

Foto: Virginia Shue, Hamburg -
starfotos@virginia-hamburg.de

 

 

→ 21. Juli 2022: Schauspieler Christian Doermer gestorben


Im Alter von 87 Jahren ist der Schauspieler Christian Doermer am 14. Juli 2022 gestorben.
Beim Weser-Kurier ist u.a. zu lesen: "Mit der Unterzeichnung des Oberhausener Manifests beerdigte er "Papas Kino" und begründete den Neuen Deutschen Film. Über viele Jahrzehnte prägte er das deutsche Kino und das deutsche Fernsehen mit."
Bevor er die Unterschrift zum Oberhausener Manifest gab, war der Schauspieler 1956 zu sehen in Die Halbstarken, 1958 in Die Frühreifen und im gleichen Jahr in Alle Wege führen heim. Für seine Rolle in Flucht nach Berlin bekam er 1961 das Filmband in Gold als bester Nachwuchsdarsteller.
2004 war Christian Doermer zu sehen in Jo Baiers sehenswertem Fernsehfilm Stauffenberg in der Rolle des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht Wilhelm Keitel. Eine seiner letzten Filmrollen war die des Rechtsanwaltes Dr. Römer in Norbert Kückelmanns Fernsehfilm Ich habe es nicht gewollt.

Die Presse schrieb zu seinem Tod >>> welt.de, blick.de, WDR.

Weitere Informationen über den Künstler sind bei www.filmportal.de nachzulesen und einzelne Filmbeschreibungen bei www.filmdienst.de.

 

→ 20. Juli 2022: Regisseur Dieter Wedel ...


... ist tot. Er starb am 13. Juli 2022. Er wurde 82 Jahre alt (die Angaben zu seinem Alter waren widersprüchlich; aber nach aktuellen Angaben des Münchner Gerichts wurde Dieter Wedel am 12. November 1939 geboren, damit war er zum Zeitpunkt seines Todes 82 Jahre Jahre alt).

Hintergründe zu seinem Tod liest man hier: derstandard, Wiener Zeitung, FAZ, tagesschau.de, ZDF, Sueddeutsche, taz



→ 8. Juli 2022: Die Geschichte der Sisi ist neu verfilmt worden mit dem Titel "Corsage"


Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer macht Schluss mit dem Image der Frauenfigur Sisi, die mit Romy Schneider einst sehr erfolgreich verfilmt wurde. Die neue Sissi ist eine selbstbestimmte Frau, sie muckt auf, sie raucht, sie ist mit 40 Jahren zwar zu ihrer Zeit bereits eine "alte" Frau, aber sie lässt sich nicht unterkriegen. Sisi wird verkörpert von der Luxemburger Schauspielerin Vicky Krieps.

Zu sehen ab dem 8. Juli 2022 im Kino "Casablanca" in Bochum.

 

 

 

→ 8. Juli 2022: Filmemacher Klaus Lemke ist tot


Er starb am 7. Juli 2022 im Alter von 81 Jahren.

Weitere Links bzw. Nachrufe zu seinem Tod: zeit.de, t-online, n-tv, Film bei arte (tracks), br.de, Nachruf in der Sueddeutschen


Zur Erinnerung an Regisseur ändert das ZDF sein Programm und zeigt am Freitag, 8. Juli 2022, um 1.30 Uhr, den ZDF-Fernsehfilm "Rocker". Der Film von Klaus Lemke (Buch und Regie) aus dem Jahr 1971 ist ab Samstag, 9. Juli 2022, in der ZDFmediathek verfügbar.

 

 

 

→ 30. Juni 2022: Hannelore Hoger...


... könnte sich vorstellen, noch einmal die Kommissarin Bella Block zu spielen (schreibt die FAZ am 29. Juni). Weiterlesen >>>

 

 

 

→ 23. Juni 2022: Der Schauspieler Ernst Jacobi ist tot

 
Ernst Jacobi, hier im Hörspielstudio, spricht den Xu in dem Stück "Pfirsichblütenglück" von Gesine Schmidt

© HR/Ben Knabe
"Der Tod eines vielseitigen Künstlers ist zu beklagen, am 23. Juni 2022 starb – wenige Wochen vor seinem 89. Geburtstag –, in Wien in einem Pflegesanatorium, wo er seit einiger Zeit wegen seines immer weiter verschlechternden Gesundheitszustands betreut wurde, der großartige Charakterdarsteller Ernst Jacobi; er sei friedlich eingeschlafen, ließ mich seine Witwe wissen. Erst im Herbst 2021 hatte er mit Ehefrau Barbara sein langjähriges Domizil in München verlassen und war in die österreichische Hauptstadt gezogen.

Während seiner langen, seit den 1950er Jahren andauernden Karriere zeigte Jacobi seine schauspielerische Kunst unter anderem am Wiener "Burgtheater
" und am "Schauspielhaus Zürch". Viele Jahrzehnte war er auf der Leinwand sowie im Fernsehen präsent, verkörperte weit über 200 Rollen, in denen er immer wieder seine Vielseitigkeit unter Beweis stellte. International bekannt wurde er nicht zuletzt durch die Figur des Gauleiters Löbsack in Volker Schlöndorffs Oscar-prämierter Adaption "Die Blechtrommel" (1979) nach dem gleichnamigen Roman von Günter Grass. Zudem war Jacobi ein gefragter Sprecher, der mit seiner sanften, angenehmen Stimme zahleiche Hörspiele sowie verschiedene Filmproduktionen bereicherte – in dem von Michael Haneke in Szene gesetzten, preisgekrönten Kinodrama "Das weiß Band" (2009) fungierte er als Erzähler.

Im Synchronstudio war er ebenfall zu finden, so lieh er unter anderem
Michael Moriarty als Sturmbannführer Erik Dorf in dem vielbeachteten TV-Mehrteiler "Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss" (1978) seine Stimme. Erwähnt werden muss, dass Jacobi sich als Autor ebenfalls einen Namen machte, so stammten verschiedene Hörspiele aus seiner Feder, im März 2008 veröffentlichte er seine Jugenderinnerungen unter dem Titel "geb. '33". Als Fotograf machte er seine Werke im Rahmen von Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich.

"Beweglichkeit und Eleganz", so charakterisierte die "Süddeutsche Zeitung" den vielseitigen Künstler in einem Nachruf, und schrieb unter anderem: 'Er verkörperte ein paar große Personen der Weltgeschichte (…). Dennoch war er im Grunde eher ein Mann fürs Unspektakuläre, für eine Bürgerlichkeit, die manchmal beklemmend, manchmal trist, manchmal impulsiv wirkte. Mit einer Beweglichkeit und Eleganz, die vor allem auf dem Theater in unzähligen Rollen, klassischen wie modernen, immer neuen Ausdruck finden konnte.' " → 
sueddeutsche.de. (Vielen Dank an Steffi D'heil für die Informationen)
Weitere Nachrufe unter anderem msn, ZDF, FAZ, n-tv.

 

 

 

 

→ 17. Juni 2022: Unbekannter Film mit Mario Adorf


Die Murnau-Stiftung zeigt einen bislang unbekannten 50-minütigen Film mit Mario Adorf... weiterlesen >>>

 

 

 

 

→ Schauspieler Harald Dietl gestorben

Bei www.steffi-line ist u.a. zu lesen: "Wie erst jetzt bekannt wurde, starb nach Informationen der "Agentur Verena de la Berg" 2022 noch vor seinem 88. Geburtstag, den er am 18. April 2022 hätte begehen können, der Schauspieler Harald Dietl; ein genaues Todesdatum bzw. der Sterbeort ist derzeit nicht bekannt. Dietl, der sich sowohl auf der Bühne als auch als Schriftsteller einen Namen machte, bleibt vor allem durch seine zahreichen Rollen dem Fernsehzuschauer in Erinnerung. 1988 wurde er mit dem Part des Hamburger Kommissars "Kalle" Feldmann in der Krimi-Reihe "Die Männer vom K3" zum Serienstar, eine Figur, mit der ein Millionenpublikum begeisterte und die er bis zuletzt überzeugend verkörperte. Gemeinsam mit seinen Kollegen Ecki Schöller (Hartmut Reck), Tommi Beyer (Wolfgang Müller) und Pepe Kirchhoff (Alexander Pelz) löste er spannende, oft wirklichkeitsnahe Fälle. Zwischen 1988 und 2001 wurden insgesamt 38 Episoden gedreht, mit der letzten Episode "Blutrache" (2003) ging Dietls Ermittler-Ära zu Ende. Nach dem Tod von Hartmut Reck (28. 01.2001) wurde die Serie umgekrempelt, das altbewährte Team ausgewechselt und der Serientitel geändert, aus "Die Männer vom K3" wurde "K3 – Kripo Hamburg", unter anderem bis 2006 mit Ulrich Pleitgen als Kriminalhauptkommissar Matthias Sander.
Zudem arbeitete Dietl neben seiner Tätigkeit am Theater umfangreich als Synchronsprecher.

(Vielen Dank an Steffi D'heil für die Informationen)

 

 

 

 

→ Civis Medienpreis 2022 für "Schwarze Adler" und "Die Wannseekonferenz"

Der Dokumentarfilm Schwarze Adler über die Geschichte schwarzer Fußball-Nationalspielerinnen und -Nationalspieler im weißen DFB-Trikot von Autor und Regisseur Torsten Körner (Free-TV-Premiere im ZDF: 18. Juni 2021) gewinnt den mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis CIVIS TOP AWARD sowie den CIVIS VIDEO AWARD in der Kategorie Information. Der Film, eine Produktion von Broadview Pictures für Amazon Prime Video und ZDF (Redaktion: Yorck Polus), thematisiert den jahrzehntelangen Rassismus, dem Spielerinnen und Spieler von Erwin Kostedde über Jimmy Hartwig bis zu Gerald Asamoah und Steffi Jones in Deutschland ausgesetzt waren und sind. In der Begründung der Jury des CIVIS Medienpreises heißt es: "Der Dokumentarfilm von Torsten Körner ist emotional berührend, journalistisch und künstlerisch auf den Punkt – das Schicksal dieser Adlerinnen und Adler im deutschen Nationaltrikot geht unter die Haut."  

In der Kategorie Unterhaltung bekommen die Autoren Paul Mommertz und Magnus Vattrodt für die ZDF-Koproduktion Die Wannseekonferenz (Produktion: ZDF/Constantin Television; Redaktion: Stefanie von Heydwolff, Frank Zervos; Erstausstrahlung im ZDF am 24. Januar 2022) den VIDEO AWARD. Der Film folgt dem von Adolf Eichmann verfassten Besprechungsprotokoll, von dem nur ein Exemplar erhalten ist und das als Schlüsseldokument der Judenvernichtung gilt. In der Begründung der Jury heißt es: "Der Film hält sich an die Informationen über ein Gespräch, das sich um die Organisation eines Massenmords dreht. Aber das ist viel mehr als ein Fenster in die Vergangenheit. Der Film stellt, von großartigen Schauspieler:innen beklemmend zur Anschauung gebracht, ein Mahnmal dafür dar, wie weit eine entmenschlichte Bürokratie zu gehen imstande ist. Und er ist eine Warnung vor den Anfängen der Unmenschlichkeit in manchem rechten Diskurs von heute."  

Der Civis-Medienpreis, Europas bedeutendster Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt, wurde aktuell in Köln verliehen.  (ZDF Presseportal)

 

 

→ Schauspieler Horst Sachtleben gestorben

Der Schauspieler Horst Sachtleben ist am 24. Mai 2022 im Alter von 91 Jahren gestorben. In der WAZ vom 25. Mai 2022 ist zu lesen, dass zu seinen bekanntesten Rollen die des Bischofs Rossbauer in der ARD-Serie "Um Himmels Willen" gehörte. Diese Rolle spielte er neben Fritz Wepper seit 2002. Wegen der Corona-Pandemie zog sich Horst Sachtleben aus dem Schauspieler-Beruf zurück.


 

 

 
Rainer Basedow im Mai 2017
Urheber: Dieter Schnöpf; Lizenz: CC BY-SA 4.0
Quelle: Wikimedia Commons


→ Ein weiterer Schauspieler ist tot


Der Schauspieler Rainer Basedow ist am 16. Mai 2022 im Alter von 83 Jahren gestorben.

Er wurde durch seine Auftritte in diversen Fernsehserien bekannt. Zum Beispiel gehörte er einige Jahre zum Schauspielerteam der Serie Küstenwache, hier verkörperte er die Rolle des Sanitäters Schneidewind, die von 1997 bis 2014 im ZDF zu sehen war. Weiterhin hatte er in diversen Krimiserien wie "Tatort", "Derrick" oder "Der Alte" kleine und auch größere Rollen.

Rainer Basedow wurde 1938 in Thüringen als Sohn eines Lehrers geboren. Nach dem Abitur, welches er in Magdeburg ablegte, studierte er Pädagogik an der Hochschule in Braunschweig. Das Studium brach er jedoch 1960 ab, um Schauspielerei zu studieren. Zu dieser Zeit gehörte er bereits zwei Jahre lang zum "Studenten-Brettl", einer Kabarettistenbühne in Braunschweig.
Ab 1962 war Rainer Basedow bereits am Volkstheater München engagiert. Es folgten Engagements am Ateliertheater Bern, an den Kammerspielen in Düsseldorf, an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin und dem Theater an der Leopoldstraße in München. Bis 1976 gehörte er als Schauspieler auch zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Zu dieser Zeit stieß er zum Ensemble der Münchner Lach- und Schießgesellschaft.
Die erste Filmrolle hatte Rainer Basedow in dem Streifen Wilder Reiter GmbH (1967). Bekannt wurde er durch May Spils’ Schwabinger Komödie Zur Sache, Schätzchen.

Weitere Filme mit Rainer Basedow sind in der Film-Datenbank IMdB gelistet. Außerdem finden sind weitere Informationen in der Webseite des Filmportals.









→ Schauspielerin Klara Höfels ist gestorben

Wie ihre Agentur bekannt gab, ist die Schauspielerin Klara Höfels nach kurzer schwerer Krankheit am 15. Mai 2022 verstorben. Die Mutter der Schauspielerin Alwara Höfels wurde 73 Jahre alt.

"Kinobesucher kennen Klara Höfels unter anderem aus kleineren Rollen in der für den Oscar nominierten Tragikomödie "Toni Erdmann" und der Sebastian-Fitzek-Verfilmung "Abgeschnitten". Sie hatte auch viele Fernsehauftritte, etwa in den ZDF-Krimireihen "Wilsberg" und "Ein starkes Team", der Joyn-Serie "Jerks" und der ZDF-Vorabendserie "SOKO München". Zudem stand Höfels auf zahlreichen deutschen Theaterbühnen." (ZDF)

Foto: Gerlind Klemens (www.klemensfotografie.de)

 

 

 

 

→ Der Deutsche Filmpreis 2022 und weitere Auszeichnungen ...

- Informationen zu den vergebenen Filmpreisen sind auf der Website des SWR zu lesen. Weitere Informationen hat die Seite der Deutschen Welle.

- Der Regisseur Sönke Wortmann erhält den Bayerischen Film-Ehrenpreis 2022. Weiteres hierzu.

- Der Schauspieler Ulrich Matthes ist im Beisein von Ex-Bundeskanzlerin Merkel mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

- Der Ehrenpreis des Deutschen Dokumentarfilmpreises geht in diesem Jahr an Werner Herzog für sein Lebenswerk.

- Produzentin Gabriela Sperl wird mit Laemmle-Preis geehrt.

- Michael Verhoeven wird mit dem renommierten Helmut-Käutner-Preis für sein Lebenswerk als Regisseur geehrt.

 

 

 

→ Die Fassbinder-Foundation informiert im April 2022

"Einige Monate nach der Berlinale-Premiere startet François Ozons neueste Regiearbeit PETER VON KANT am 6. Juli in den französischen Kinos. Es handelt sich dabei um eine freie Adaption von Fassbinders – 1972 auch von ihm selbst verfilmtem – Theaterstück Die bitteren Tränen der Petra von Kant. Die erfolgreiche Modeschöpferin, die an der unerwiderten Liebe zu ihrer Freundin Karin zerbricht, wird bei Ozon allerdings zu einem von Denis Ménochet mit Inbrunst gespielten Regisseur, der nicht nur äußerlich, sondern auch biografisch stark an Fassbinder angelehnt ist.
Andreas Kilb bezeichnet PETER VON KANT in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als "filmhistorisch reflektiertes Remake" und "hemmungslose Hommage": "Die Autos, Telefone und Schallplatten stammen aus den Siebzigerjahren, und auch die Geschichte ist auf klassische Weise analog, ein Melodrama ohne Dating-Apps und psychotherapeutische Auswege." (Vielen Dank für diese Information)



→ Das ZDF trauert um Hans Jahnke

22. April 2022: Das ZDF gibt bekannt: "Ein großer Meister fiktionaler Fernsehprogramme ist tot. Hans Janke starb am Dienstag, 19. April 2022, im Alter von 77 Jahren in Wiesbaden. Der Erfinder des "Fernsehfilms der Woche" hinterlässt als langjähriger ZDF-Fernsehfilmchef ein großartiges Erbe an einzigartigen TV-Produktionen: Fernsehfilme, Reihen, Event-Mehrteiler, Serien und Kino-Ko-Produktionen. Sein Name verbindet sich mit herausragenden Produktionen von Matti Geschonneck, Lars Becker, Gabriela Zerhau, Dominik Graf, Rainer Kaufmann, Christian Petzold, Carlo Rola und vielen mehr." Weiterlesen >>>

Einige weitere Nachrichten über Hans Jahnke bei Der Tagesspiegel, dwdl.de, quotenmeter, Der Spiegel

 

 

 

→ Letzter Tatort für Meret Becker

16. April 2022: Meret Becker tritt nach sieben Jahren in ihrem letzten Tatort als Kommissarin Nina Rubin an der Seite ihres Kollegen Karow auf, gespielt von Mark Waschke. Die letzte Episode mit dem Berliner Ermittlerduo wird Das Mädchen, das allein nach Haus' geht heißen. Der Film wird am 22. Mai 2022 ausgestrahlt.

Die Dreharbeiten mit den neuen Ermittlern, Mark Wasche und Corinna Harfouch, sind für Sommer 2022 geplant. Weitere Information...

 

 

 

→ Anna Schudt erhält den Ehrenpreis des 18. Deutschen Fernseh-Krimi-Festivals

14. April 2022: Vom 8. bis 15. Mai findet das 18. Deutsche FernsehKrimi-Festival in der Caligari FilmBühne in Wiesbaden statt. Zum Auftakt am 8. Mai 2022 wird die Schauspielerin Anna Schudt mit dem Ehrenpreis des Festivals geehrt. Neben der Preisträgerin wird auch der Schauspieler Jörg Hartmann vor Ort erwartet.

Pressemitteilung >>>

 

 

 

→ Michael Degen ist 90jährig verstorben

14. April 2022: Michael Degen stirbt in Hamburg am 9. April 2022 im Alter von 90 Jahren.

Erinnerungen an den beliebten Schauspieler sind hier >>> www.welt.de, NDR, ZDF, Tagesschau, SWR2, Sueddeutsche und t-online zu finden.

Weitere Informationen hat steffi-line.de auf ihrer Webseite.

 

 

→ Schauspieler Uwe Bohm gestorben

Der Schauspieler Uwe Bohm ist tot. Er starb am 8. April 2022 im Alter von nur 60 Jahren. Nähere Umstände zu seinem frühen Tod sind nicht bekannt.

Uwe Bohm war der Adoptivsohn des Schauspielers Hark Bohm und seiner Ehefrau Natalia Bowakow-Bohm.

Der Schauspieler war zumeist auf Bösewichter, verschlagene Typen und zwielichtige Gestalten abonniert. So hatte er einige Rollen in der Serie Tatort (z.B. Folgen "Borowski in der Unterwelt" (2005), "Sonnenfinsternis" (2006) oder "Schwindelfrei" aus dem Jahr 2012). Weitere Serienrollen spielte er in "Notruf Hafenkante" und "Soko Leipzig". Eine seiner letzten Rollen bekleidete er als Kommissar Tonjes in dem Kriminaldrama Effigie - Das Gift und die Stadt, eine Geschichte um die Giftmöderin Geesche Gottfried. 2015 setzte ihn Regisseur Fatih Akin ein in seinem Sozialdrama Tschik ein.

Auch im Theater war Uwe Bohm erfolgreich, so war er im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg unter der Intendanz von Kult-Regisseur Peter Zadek in dem Stück "Lulu" als Massenmörder Jack the Ripper zu sehen; außerdem gab er im Berline Ensemble den "Peer Gynt" nach Henrik Ibsen.

Hinweis zum Bild: Uwe Bohm als Priester Benz in dem Tatort "Borowski in der Unterwelt" aus dem Jahr 2005, Regie: Claudia Garde; © NDR/Marion von der Mehden – Honorarfrei. Verwendung nur im Zusammenhang mit o. g. Sendung bei Nennung.

 

 

 

→ Biografie von Alice Schwarzer wird verfilmt

7. April 2022: Heutige Meldung in der WAZ: Die Schauspielerin Nina Gummich, die bereits mit einer Hauptrolle in dem Mehrteiler Charité zu sehen war, soll die bekannte Frauenrechtlerin, Verlegerin und Autorin Alice Schwarzer, verkörpern. In Paris und Köln laufen derzeit die Dreharbeiten zu dem zweiteiligen Fernsehfilm für die ARD; der Film trägt des Arbeitstitel Alice. Der Film soll das Leben der jungen Alice Schwarzer und ihren Weg bis zur Gründung ihrer herausgegebenen Zeitschrift "Emma" aufzeigen.

Das Drehbuch stammt von Daniel Nocke und Silke Steiner, die Regie übernimmt Nicole Weegmann. Produzent ist Boris Schönfelder (Neue Schönhauser Filmproduktion).

Weitere Informationen >>>

 

 

 

→ Andrea Sawatzki bringt Biografie heraus

6. April 2022: Die beliebte Schauspielerin Andrea Sawatzki hat ihre Biografie unter dem Titel "Brunnenstraße'" herausgebracht. Sie berichtet über ihr Elternhaus und ihre schwere Kindheit. Auf dem Klappentext heißt es: "Keine Kindheit wie jede andere. Eine, die Andrea Sawatzki in intensiven Momenten erzählt: Der Journalist Günther Sawatzki gibt sein altes Leben auf, um mit seiner Geliebten zusammen zu sein, mit der er auch eine Tochter hat: Andrea. Bald stellt sich heraus, dass dieser weltläufige und gebildete Mann schwer krank ist. Das nicht einmal zehnjährige Mädchen muss sich um den Vater kümmern, dessen anfängliche Symptome der Vergesslichkeit schnell ernster werden. Bis zu einem katastrophalen Ende." Das Buch erschien im Piper-Verlag.

 

 

 

→ Neuer Vorstand bei der Deutschen Filmakademie

6. April 2022: Der Schauspieler Ulrich Matthes, der in den vergangenen drei Jahren den Vorsitz der Deutschen Filmakademie innehatte, wird durch die Schauspielerin Alexandra Maria Lara und den Regisseur Florian Gallenberger abgelöst, die jetzt den Vorsitz als Doppelspitze übernehmen.

 

 

 

→ Schauspielerin Eva-Ingeborg Scholz ist tot

22. März 2022: Im Alter von 94 Jahren ist die Schauspielerin Eva-Ingeborg Scholz gestorben. Dies teilte ihre Agentur mit. Seit den 1940er-Jahren war die Mimin an diversen deutschen Theatern zu sehen. Im Jahr 2018 erhielt sie für eine Rolle im Tatort "Die Liebe, ein seltsames Spiel" den Deutschen Schauspielpreis (Video ansehen). Gelistete Filme und einige Fotos sind auf der Webseite des Filmportals zu sehen.

Einige Webseiten erinnern an die Schauspielerin, z.B. Tagesspiegel, Berliner Zeitung und t-online.de.

 

 

 

→ Regisseur Michael Haneke wird 80

21. März 2022: Zum Geburtstag des Regisseurs und Drehbuchautors Michael Haneke am 23. März 2022 sendet das rbb-Fernsehen heute um 22:15 Uhr den Tatort "Kesseltreiben" aus dem Jahr 1993. In diesem Fall ermittelt Kommissar Max Palu, gespielt von Jochen Senf, gegen die Atommafia, deren Führungspersonsn äußerst brutal und skrupellos agieren. Michael Haneke schrieb das Drehbuch zu diesen Krimi unter dem Pseudonym Richard Binder. Regie führte Peter Schulze-Rohr.

Weitere Informationen über Michael Haneke im Österreichischen Filmmuseum.

Die Sueddeutsche Zeitung würdigte Michael Haneke in ihrer aktuellen Ausgabe.

 

 

 

→ Filmemacherin Dore O. gestorben

10. März 2022: Die Fotografin, Malerin und Regisseurin Dore O. ist tot. Sie starb im Alter von 75 Jahren.

1946 geboren als Dore Oberloskamp, wie sie mit vollem Namen hieß, "hat mit wild assoziierenden, oft lyrisch gestimmten Experimentalfilmen die Mehrzahl der Kinogänger verschreckt", wie die WAZ heute zu berichten wusste. Sie gründete mit ihrem Ehemann, Filmemacher Werner Nekes und weiteren, z.B. Hellmuth Costard, 1968 die "Hamburger Filmemacher-Initiative". Mit dem Film "Blindman's Ball" gewann Dore O. 1988 den Experimentalfilmpreis in Oberhausen.

Am Montag, dem 7. März 2022, wurde sie ertrunken aus der Ruhr bei Mülheim geborgen. Sie lebte hier mit ihrem Ehemann Werner Nekes, der bereits am 22. Januar 2017 verstarb. Bei Wikipedia ist zu lesen, dass die Filmemacherin seit dem 22. Februar 2022 als vermisst galt.

 

 

 

→ Tilla Durieux-Schmuck für Gabriela Maria Schmeide

6. März 2022: Die Schauspielerin Gabriela Maria Schmeide hat am Freitagabend den renommierten Tilla-Durieux-Schmuck bei einer Ehrung im Thalia Theater erhalten. «Ich freue mich sehr, dass Gabriela Maria Schmeide den Tilla Durieux-Schmuck bekommt», sagte Intendant Joachim Lux laut einer Mitteilung von Samstag. «Wie beim renommierten Iffland-Ring ist dies eine Auszeichnung, bei der Schauspielerinnen und Schauspieler ihre eigenen Kollegen ehren - ein sehr schöner Brauch.» Bereits im Februar 2021 hatte die Berliner Akademie der Künste bekanntgegeben, dass Schmeide, seit 2009 Mitglied im Ensemble des Thalia Theater, Judith Hofmann als Trägerin des Tilla-Durieux-Schmucks folgen wird.

Die von der Schauspielerin Durieux gestiftete Auszeichnung wird alle zehn Jahre an eine andere Schauspielkollegin weitergegeben. Tilla Durieux hat den Schmuck erstmals zu ihrem 65jährigen Bühnenjubiläum 1967 gestiftet. Sie hat damals verfügt, dass die jeweilige Trägerin ihn alle zehn Jahre an eine «hervorragende Vertreterin der deutschen Schauspielkunst» weitergeben soll. Bisher wurden damit die Schauspielerinnen Maria Wimmer, Gisela Stein, Kirsten Dene, Annette Paulmann und Judith Hofmann geehrt.

 

 

 

→ Jan Gregor Kremp steigt aus Serie "Der Alte" aus

4. März 2022: Die Krimiserie "Der Alte" läuft nun schon seit 1977 und hatte schon einige Schauspieler in der Hauptrolle zu verzeichnen: Siegfried Lowitz war Kommissar Erwin Köster, 1986 folgten Rolf Schimpf als Kommissar Leo Kress (bis 2007), dann übernahm ab 2008 der Schauspieler Walter Kreye die Rolle des Hauptkommissars Rolf Herzog. Und ab 2012 ermittelte Hauptkommissar Richard Voss (Kremp). Jetzt wurde bekannt, dass Jan Gregor Kremp noch bis zum Sommer der Serie treu bleibt. Er geht auf eigenen Wunsch. Nach zehn Jahren wäre die Zeit gekommen, auch mal an eine Veränderung zu denken, erklärte der Schauspieler.

Ein Nachfolger sei bereits gefunden, teilt das ZDF mit. Ab Sommer 2022 wird Schauspieler Thomas Heinze die Rolle des Münchner Kommissars übernehmen. Ein Rollenname ist aber noch nicht bekannt.

 

 

 

→ Überraschung für den deutschen Film bei der Berlinale 2022

Andreas Dresens Film „Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ hat bei der 72. Berlinale überraschend zwei Silberne Bären gewonnen: für das Drehbuch von Laila Stieler und die Hauptdarstellerin Meltem Kaptan in der Rolle der Mutter des Bremers Murat Kurnaz, der über Jahre ohne Verurteilung in Guantanamo festgehalten worden war.

 

Neu!!! Weiteres von A. Dresen und L. Stieler: Beide arbeiten bereits an ihrem nächsten gemeinsamen Projekt, und zwar wird der Film In Liebe, eure Hilde heißen und beleuchtet die Widerstandskämpferin Hilde Coppi, die zum Rote-Kapelle-Netzwerk gehörte. Produziert wird von Pandora-Film. Es ist die fünfte Zusammenarbeit von Dresen/Stieler.

 

 

 

→ Regisseur Christian Görlitz gestorben

Heute, am 12.02.2022, wurde erst bekannt, dass der Regisseur Christian Görlitz bereits am 10. Januar 2022 verstorben ist.

Im "Spiegel" ist ein Nachruf zu lesen... und in der Sueddeutschen Zeitung

 

 

→ Reinhard Schwabenitzky gestorben

Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Reinhard Schwabenitzky stirbt nach langer Krankheit am 9. Februar 2022 im Alter von 74 Jahren.

Einige Nachrufe auf Reinhard Schwabenitzky: kurier.at, DerStandard, apa.at, ORF

 

 

→ Hans Neuenfels gestorben

Regisseur und Theaterintendant Hans Neuenfels ist am 6. Februar 2022 im Alter von 80 Jahren gestorben.  

Nachrufe sind hier nachzulesen: musik-heute.de, Der Tagesspiegel, Sueddeutsche, Frankfurter Allgemeine

 

 

 

→ Schon mal vormerken...

Die Regisseurin Aelrun Goette hat mit den Dreharbeiten ihres neuen Kinofilms begonnen. Titel: In einem Land, dass es nicht mehr gibt.

Voraussichtlicher Kinostart soll der 6. Oktober 2022 sein. Der Film sei nach Aussage der Regisseurin ihr Herzensprojekt; er ist in der heute weitgehend unbekannten Modeszene der DDR angesiedelt.

Bei der Produktionsfirma "Gretchenfilm" ist zu lesen: "Am 13.4.2021 fiel die erste Klappe zu den Dreharbeiten des neuen Kinofilms In einem Land, das es nicht mehr gibt. Nach 18 Drehtagen in Thüringen und Sachsen zog die Produktion der Ziegler Film in Koproduktion mit Tobis Film, Babelsberg Film, Gretchenfilm sowie dem rbb (federführende Redakteurin: Cooky Ziesche), WDR, arte, MDR, SWR und der ARD Degeto nach Berlin um, wo der Dreh fortgesetzt und am 8. Juni beendet wurde.

'In einem Land, das es nicht mehr gibt' basiert auf wahren Begebenheiten nach einem Originaldrehbuch der Regisseurin Aelrun Goette, die das Publikum in eine faszinierende, für viele völlig unbekannte Welt führt: die Modeszene der ehemaligen DDR. Der Film taucht in das Ambiente und die Lebenswelt des legendären Magazins Sibylle sowie der volkseigenen Luxusmarke Exquisit ein, spannt den Bogen aber weiter bis in die kreative Subkultur, wo Kollektionen aus Duschvorhängen und grenzenloser Fantasie ihren ganz eigenen Widerstand gegen den grauen Alltag ausdrückten."

Protagonisten sind u.a. mit Peter Schneider, Marlene Burow, Sabin Tambrea, Jördis Triebel und Claudia Michelsen

 

Also - ich bin auf jeden Fall dabei und lass' mich gerne überraschen.

 

 

 

Hannelore Zeppenfeld (links), Elisabeth Wiedemann (Mitte) und Margret Homeyer in der Comedy-Serie "Im besten Alter" (1992/93), einer deutschen Version der US-Serie "Golden Girls"

Szenenfoto mit freundlicher Genehmigung von
ziegler-film.com / © Ziegler Film GmbH & Co. KG




 

→ Schauspielerin Margret Homeyer 2018 gestorben

Wie ich heute erst erfahren habe, ist die sympathische Schauspielerin Margret Homeyer bereits am 17. Januar 2018 im Alter von 90 Jahren in Berlin gestorben. Wikipedia notiert hierzu: "Margret Homeyers Tod wurde nicht durch Presseberichte o. Ä. öffentlich bekannt gemacht. Das Todesdatum ergab sich im November 2021 durch Nachforschungen von Wikipedianern, unter anderem im Kontakt mit drombuschs.de und Homeyers Nichte.Die an der Schauspielschule des "Deutschen Theaters" in Berlin ausgebildete Künstlerin brillierte auf der Bühne vor allem im komischen Fach, war in ihren frühen Jahren aber auch in Klassikern wie als Gretchen in Goethes "Faust" zu sehen, Einem breiten Publikum wurde Margret Homeyer, die Anfang der 1960 Jahre in die Bundesrepublik wechselte, vor allem durch zahlreiche Fernsehproduktionen bekannt. Ungeheure Popularität erlangte die Schauspielerin ab 1995 mit der ZDF-Reihe "Von Fall zu Fall", den Krimigeschichten mit Kommissar Stubbe (Wolfgang Stumph), wo sie 50 Folgen lang bis zur letzten Story "Mordfall Maria" (EA: 18.01.2014) mit viel Witz die eigenwillige, verwitwete Tante Charlotte von Stubbes verstorbener Frau Caro mimte. Eine ähnlich gelagerte Rolle hatte sie ab Ende der 1990er Jahre als Lotte Brandt und Schwiegermutter von Hauptdarstellerin Marianne Brandt (Sabine Postel) in der turbulenten Familienserie "Nesthocker - Familie zu verschenken". Auf der Leinwand war sie eher selten vertreten, unvergessen bleibt sie jedoch mit der hinreißend gespielten Figur der weinerlichen Oma Schlönzke in der Parodie "Kein Pardon" (1993) von und mit Hape Kerkeling. --- (Informationen von www.steffi-line.de)

 

 

 

Dieter Mann, hier 2007
Foto: Ronny Marzok User:rmweb
→ Schauspieler und Theater-Intendant Dieter Mann ist tot

 

Der am 20. Juni 1941 in Berlin geborene Schauspieler und Theater-Intendant Dieter Mann ist tot. Er starb am 3. Februar 2022 im Alter von 80 Jahren.

 

Noch während des Studiums wurde Mann 1964 von seinem Lehrer an das Deutsche Theater (DT) verpflichtet und hatte seinen ersten großen Erfolg als Wolodja in Unterwegs von Wiktor Rosow. In den 1970er-Jahren hatte Dieter Mann mit dem Stück Die neuen Leiden des jungen W. als junger Rebell Edgar Wibeau seinen Durchbruch. Ulrich Plenzdorf inszenierte das Stück und brachte es über 300 mal auf die Bühne.

Zwischen 1984 und 1991 war Mann Intendant des Deutschen Theaters Berlin. "Neben seiner Theaterarbeit spielte Mann in legendär gewordenen Defa-Filmen ("Ich war neunzehn", "Berlin um die Ecke"), bei denen man heute noch darüber staunt, was in der jungen DDR so alles möglich war." (zitiert aus: "Sueddeutsche")

 

Sein Repertoire wäre zu groß und umfangreich, um es hier aufzuschreiben, deshalb können weitere informative Links bei www.steffi-line.de und bei der Defa-Stiftung abgerufen werden.

 

Weitere Nachrichten zum Tode des vielseitigen Künstlers sind zu finden bei MDR, Wikipedia, NDR, Sueddeutsche, Nachtkritik, zeit.de.

 

 

 

Ekkehardt Belle in den 1980er-Jahren
Foto ©Virginia Shue, Hamburg
(starfotos@virginia-hamburg.de)

 
→ Schauspieler und Synchronsprecher Ekkehardt Belle ist tot

 

Der Schauspieler und Synchronsprecher Ekkehardt Belle ist am 31. Januar 2022 im Alter von 67 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Familie starb er an den Spätfolgen einer Operation.

 

Der Künstler wurde am 18. Mai 1954 in Glehn/Korschenbroich geboren. Bereits als Jugendlicher arbeitete er mit an diversen Werbefilmen. Auch sah man ihn als Schauspieler in etlichen TV-Serien, wie z.B. von 1980 bis 1986 in neun Derrick-Folgen, zuletzt in der Episode Der Fall Weidau, in Der Kommissar oder im Tatort. Außerdem beteiligte er sich an vielen Hörspielproduktionen. Als Synchronsprecher war er die deutsche Stimme von Steven Seagal und Kevin Sorbo. Von 1978 bis 1982 lieh er seine markante Stimme unter anderem Bill Bixby in "Der unglaubliche Hulk".

Einem breiteren Publikum wurde er durch die Titelrolle in dem ZDF-Vierteiler Die Abenteuer des David Balfour bekannt, der zu Weihnachten 1978 ausgestrahlt wurde,bekannt. In den 1970er-Jahren hatte er einige Auftritte in sogenannten Soft-Pornos, z.B. Sunnyboy und Sugarbaby, Regie Franz Josef Gottlieb oder Schulmädchen-Report, Regie Ernst Hofbauer.

1979 war er auch in der ZDF-Produktion Merlin zu sehen, eine 13-teilige deutsche Jugendserie von Justus Pfaue, der auch für die Drehbücher weiterer erfolgreicher ZDF- Serien wie Timm Thaler, Jack Holborn, Patrik Pacard oder Anna verantwortlich war.  1982 stand Belle neben Martin Held und Gert Fröbe für die Fernsehverfilmung des Komödienklassikers Der Raub der Sabinerinnen von Franz und Paul von Schönthan vor der Kamera. 1983 spielte er in der Weihnachtsserie Nesthäkchen mit.

Aber seine ganze Liebe galt immer wieder der Synchronarbeit, so dass in den letzten Jahren die Schauspielerei nur noch Nebensache war.

 

Siehe auch www.wunschliste.de

 

 

 

Ernst Stankovski

www.ernst-stankovski.com
Lizenz: Foto zur Veröffentlichung frei

 

→ Schauspieler, Sänger und Musiker Ernst Stankovski ist gestorben

 

Der in Wien geborene Schauspieler und Kabarettist starb am 26. Januar 2022 im Alter von 93 Jahren in Klosterneuburg bei Wien.

Bevor Ernst Stankovski zur Bühne bzw. Film kam, lernte er das Frisörhandwerk. Nebenbei Besuch des Reinhardt-Seminars in Wien. Sein erstes Engagement hatte der Künstler bereits im Alter von 18 Jahren und war somit von 1946 bis 1952 im Theater in der Josefstadt engagiert. Weitere Stationen für den vielseitigen Künstler waren die Bühnen Zürich, München, Düsseldorf, Frankfurt und Berlin. Nebenbei wirkte Stankovski auch in einigen (meist deutschen) Filmen mit, ohne jedoch größere Bedeutung zu erlangen. Oft war er auf komische Chargen und aalglatte Charmeure abonniert, gelegentlich spielte er auch schräge Typen und kleine Gauner. Aber einige Filme, in denen er mitspielte, sind es durchaus wert, genannt zu werden, z.B. war er in dem 1954 gedrehten gefühlvollen Drama Das Lied bleibt bei dir der Physiker Karl Haller an der Seite von Eva Kerbler. 1958 war er in dem Kriminalfilm Der Greifer an der Seite von Hans Albers zu sehen. In Axel Ambessers Der brave Soldat Schweijk mit Heinz Rühmann fungiert Stankovski 1960 als Oberleutnant Lukasch.

Unter den mehr als 250 Produktionen waren auch viele Fernsehspiele und Operettenverfilmungen, sowie Auftritte in Serien wie Traumschiff, Tatort oder Der Bulle von Tölz.

 

Dem deutschen Publikum wurde Stankovski von 1969 bis 1977 als Moderator der ZDF-Ratesendung Erkennen Sie die Melodie? bekannt. Außerdem hatte er sich mittlerweile einen Namen als Chanson-Sänger gemacht. Über die Kabarettisten Helmut Qualtinger und Georg Kreisler fand er auch den Weg zur Kleinkunst. Sein Debüt als Kabarettist gab er in Gerhard Bronners 'Fledermaus-Bar'. Ab 1980 wirkte er wieder in Wien im Theater in der Josefstadt, im Burgtheater, im Theater an der Wien oder im Volkstheater mit. Bei den Salzburger Festspielen trat er in dem Theaterstück "Jedermann" auf.

Stankovski war in erster Ehe mit Schauspielerin Ida Krottendorff verheiratet. 1961 heiratete er die Tänzerin und Schauspielerin Anna Luise Schubert.

Bei www.steffi-line.de sind über den beliebten Schauspieler viele weitere Informationen zu lesen.

 

 

 

 
Rolf Zehetbauer lebte in Harlaching, in der Nähe seiner Kulisse von "Das Boot", in der er 2003 auf dem Bavaria-Filmgelände stieg.
Foto: Stephan Rumpf (mit seiner freundl. Erlaubnis)
→ Filmarchitekt Rolf Zehetbauer ist tot

 

Der Münchner Filmarchitekt und Oscar-Preisträger Rolf Zehetbauer ist am 23. Januar 2021 im Alter von 92 Jahren gestorben.

 

Rolf Zehetbauer ist der international bekannteste und erfolgreichste Kino-Szenenbildner der Bundesrepublik. Ehe er 1947 als Assistent zur größten Münchner Produktionsgesellschaft, der Bavaria, stieß, hatte er ein Bau-Praktikum absolviert. 1949 wurde er Mitarbeiter des Chefarchitekten Ernst H. Albrecht, später arbeitete er auch mit den erfahrenen Kollegen Max Mellin und Carl L. Kirmse zusammen. Bereits in den frühen 1950er-Jahren hatte sich Zehetbauer als einer der führenden Nachwuchs-Szenebildner der Branche etabliert, der Dekorationen für die prätentiös gebende, meist gutbürgerliche Unterhaltungskonfektion entwarf. Dabei arbeitete Zehetbauer, mit 23 Jahren jüngster Filmarchitekt Europas, mit fast allen renommierten Regisseuren der Adenauer-Ära - allen voran: Robert Siodmak - zusammen und stattete seit seinem Debüt eine beträchtliche Anzahl von Rühmann-Filmen aus. Durch den Regisseur Gottfried Reinhardt wurde Zehetbauer mit Beginn der 1960er-Jahre auch an internationalen Produktionen herangeführt. Einhergebend mit dem allmählichen Niedergang von 'Opas Kino' bekam Zehetbauer kaum noch Aufträge für Kinoentwürfe. So konzentrierte er sich auf die Fernseharbeit (z.B. die Serie "Raumpatrouille". 1967 wurde Rolf Zehetbauer zum Chefarchitekten der Bavaria-Studios berufen. Vor allen seine herausragenden Bauten zur Bob Fosses Musical Cabaret bedeuteten einen gewaltigen Imagegewinn und deutlichen Karriereschub.

1977 kam es zur ersten Kooperation mit einem Vertreter der 'Filmemacher'-Generation. Für Rainer Werner Fassbinders ersten auf ein internationales Publikum zugeschnittenen Film Despair - Eine Reise ins Licht entwarf Zehetbauer ebenso die Kulissen wie die zu den Spätwerken Lili Marleen, Die Sehnsucht der Veronika Voss und Querelle.

1980 schuf Zehetbauer den klaustrophobischen Mikrokosmos einer U-Boot-Röhre in Wolfgang Petersens erstem internationalen Erfolg Das Boot, drei Jahre darauf die Fantasy-Dekorationen zu Petersens Die unendliche Geschichte.

Sein aufwändiges Spätwerk wurde die im Vorarlberger Ganeratal realisierte Rekonstruktion eines kompletten, traumschön-verwunschenen Bergdorfes aus dem frühen 19. Jahrhundert in Joseph Vilsmaiers Schlafes Bruder. Für Vilsmaiers nächstes Hauptwerk Comedian Harmonists ließ Zehetbauer 1997 erneut das Glitzer- und Glamour-Berlin der ausgehenden 20er- und frühen 30er-Jahre wiederauferstehen.

(Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Bd. 8, Seiten 520-522 - mit seiner freundlichen Erlaubnis)

 

2003 hat Rolf Zehetbauer als eines der Gründungsmitglieder die Deutsche Filmakademie ins Leben gerufen. Auch außerhalb der Filmbranche machte er sich einen Namen. Die Ausstellungsräume des 1995 eröffneten Deutschen Museums Bonn wurden von ihm gestaltet, ebenso die Mövenpick-Restaurants in Berlin. 2004 wurde er mit der Neugestaltung eines Festzeltes auf dem Oktoberfest beauftragt. (aus Wikipedia)

 

Weitere Meldungen zu Rolf Zehetbauer sind zu lesen: Sueddeutsche Zeitung, BR24, Bavaria-Film.

Informationen auch bei Filmportal.

 

 

Hartmut Becker (li.) in einer Folge von
 "Das Traumschiff", rechts ist Siegfried Rauch als Kapitän Paulsen zu sehen

Quelle: ZDF/Dirk Bartling




→ Schauspieler Hartmut Becker gestorben

Der Schauspieler Hartmut Becker ist am 22. Januar 2022 nach schwerer Krankheit im Alter von 83 Jahren gestorben.

Auf der Webseite steffi-line.de ist u.a. folgendes über den Schauspieler zu lesen: "Hartmut Becker war verheiratet und lebte in Berlin; zwischen 2007 und 2012 fungierte er als Vorstandsmitglied der "Deutschen Filmakademie".
Der vielseitige Künstler starb am 22. Januar 2022 im Alter von 83 Jahren nach schwerer Krankheit in Berlin-Spandau an den Folgen eines Krebsleidens. "Der Tagesspiel" bezeichnete ihn in seinem Nachruf als "Der Markante", der "brillant im Theater, beeindruckend im Kino" war → tagesspiegel.de. Kulturstaatsministerin Claudia Roth würdigte ihn als "wunderbaren Schauspieler", verwies dabei auch auf seinen wichtigen, berühmten Kinofilm "o.k." (1970) und würdigte Becker unter anderem mit den Worten: "Ein politischer Kopf ist er immer geblieben und war sich früh darüber im Klaren, dass wir nicht einfach immer weiter wirtschaften können ohne Rücksicht auf unsere Lebensgrundlagen. Als kluger Kopf, der er war, gehörte er auch lange dem Vorstand der "Deutschen Filmakademie" an." Becker habe "uns aber auch ein Bild davon gegeben, wie hart und fordernd der Schauspielberuf ist – abseits von Glamour und rotem Teppich", betonte Roth. "Für sein Schaffen als Künstler, aber ganz besonders für die gemeinsame Zeit auf diesem Planeten, danke ich ihm."

Weitere Informationen bei Filmportal.


 

→ Schauspieler und Weltenbummler Hardy Krüger ist tot

Der Schauspieler Hardy Krüger ist am 19. Januar 2022 in seiner Wahlheimat Kalifornien gestorben. Er wurde 93 Jahre alt.
Etliche weitere Informationen über den beliebten Schauspieler hat www.steffi-line.de.
Stimmen zu seinem Tod: ARD Mediathek, web.de, sueddeutsche, msn.com, ZDF
Das Erste zeigt daher in der Nacht zum 21. Januar ab 00:15 Uhr die Sendung "Die Welt war mein Zuhause".
Weitere Fernsehsender haben ebenfalls Programmänderungen angekündigt.


 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 4. Dezember 2022

 

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