Wolfgang Petersen

Regisseur  Drehbuchautor  Filmproduzent

         

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Wolfgang Petersen bei filmportal 

    

Alter Film im neuen Gewand: Petersen dreht Vier gegen die Bank, sein eigenes Remake aus dem Jahr 1976

FOCUS online, 2.11.2015

  

   

  

  

 

 

Wolfgang Petersen zur Deutschland-Premiere

seines Films "Poseidon"

am 11. Juli 2006 in Berlin

Copyright: Bodo Petermann, Berlin www.bpphoto.de

 

    

Geboren am 14. März 1941 in Emden, seit 1951 in Hamburg.

 

Dort 1960 Abitur, Schauspielunterricht, bis 1964 Regisseur am Jungen Theater Hamburg und Schauspieler-Ausbildung, ab 1962 erste Inszenierungen.

   

1965-66 Studium der Theaterwissenschaft in Hamburg und Berlin, 1966 Regie Ein Mond für die Beladenen (O’Neill) im "Jungen Theater". 1966 bis 1969 Student der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin und Assistenz bei George Moorse und Gerard Vandenberg.

  

Dann kamen erste Kurzfilme Der eine, der andere / Ich nicht, gesendet im "Kleinen Fernsehspiel" im ZDF. Der Abschlussfilm Ich werde dich töten, Wolf (1971) ist ein als Kinotraum inszenierter Kriminalfilm; alle frühen Arbeiten dreht er mit dem Kameramann und Mitstudenten Jörg-Michael Baldenius. Mit dem 1974 gedrehten spannenden Thriller über einen Professor, der von einem Studenten erpresst wird, Einer von uns beiden, gibt er sein Debüt als Kinoregisseur. Mit Klaus Schwarzkopf und Jürgen Prochnow werden die Hauptrollen besetzt, die beide bereits aus diversen Tatorten und bekannt sind. Der Film wird mit einen Filmband in Gold bedacht. 

  

1977 wirbelte Wolfgang Petersen mit seinem Film Die Konsequenz viel Staub auf. Zur damaligen Zeit hatte er sich eines Tabuthemas angenommen: Homosexualität. In dem Film geht es um einen Schauspieler (Jürgen Prochnow), der wegen Unzucht mit Minderjährigen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde und der sich im Knast in den minderjährigen Sohn (Ernst Hannawald) eines Wärters (Walo Lüönd) verliebt und mit ihm nach seiner Strafe ein neues Leben anfangen will. Dem Bayerischen Rundfunk war der Film zu obszön und man beschloss beim Sender, sich aus der laufenden Ausstrahlung auszuschalten. Das gab erhebliche Zuschauer-Proteste und machte den Film natürlich um so interessanter.

  

Von 1971 - 1977 drehte er für den Norddeutschen Rundfunk sechs Filme der Tatort-Reihe, die unten beschrieben sind.

Hier sind die "Tatort"-Folgen, bei denen Wolfgang Petersen Regie führte und Kommissar Finke (alias Klaus Schwarzkopf) zu sehen war.

1. Blechschaden (1971)

2. Strandgut (1972)

3. Jagdrevier (1973)

4. Nachtfrost (1974)

5. Kurzschluss (1975)

6. Reifezeugnis (1977)

 

1979/80 kam für Wolfgang Petersen dann endlich der Film, der ihn nach Hollywood brachte: Das Boot. Nach dem Roman von L. G. Buchheim zeigte Petersen einen 6 Stunden dauernden Film mit damals einigermaßen unbekannten Schauspielern, die heute fast alle bekannte Künstler sind/waren, z.B. Uwe Ochsenknecht, Martin May, Ralf Richter, Klaus Wennemann (gestorben am 7. Jan. 2000), Heinz Hoenig, Jan Fedder u.a.

  

  

In den USA hat Petersen einige Stars verpflichten können, die aus seinen Filmen gute Kassenschlager gemacht haben. Beispielsweise konnte für Der Sturm George Cloony verpflichtet werden und für Troja Orlando Bloom und Brad Pitt. Leider hat Wolfgang Petersen 2007 mit seinem Film Poseidon, der an der Kinokasse so gut wie floppte, Schiffbruch erlitten. Die Pressestimmen hierzu waren nicht gerade positiv. "TV Spielfilm" schrieb: "Große Welle, viel Wasser, wenig Tiefgang" und "Entertainment Weekly" bedachte es mit "...exzellentes anspruchsloses, schwimmendes unterhaltsames Remake" (Quelle: Wikipedia). Nach dem Roman "Schiffbruch" von Paul Gallico gedreht, wurde der Film  sogar 2007 für das schlechteste Remake mit der "Goldenen Himbeere" nominiert, wiederum aber auch für einen OSCAR in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" nominiert.

  

Stern Wolfgang Petersens auf dem "Boulevard der Stars" in Berlin - Foto: Times / WikipediaAuszeichnungen für Wolfgang Petersen:

1973: Prix Italia für das Reality-Fernsehspiel Smog

1974: Deutscher Filmpreis in Gold für die Regie von Einer von uns beiden, zu dem das Lexikon des Internationalen Films schreibt: "Ein handwerklich routinierter, psychologisch glaubwürdiger Thriller, der sich in Stoffwahl und Dramaturgie bewusst vom thesenbelasteten Autorenkino der 70er-Jahre abgrenzen will".   

1978: Adolf Grimme-Preis und Deutscher Kritikerpreis für Die Konsequenz

1981: Bayerischer Filmpreis für Das Boot

1982: Deutscher Filmpreis, Goldene Leinwand und 6 Oscar-Nominierungen für Das Boot

1985: Deutscher Filmpreis, Bayerischer Filmpreis für Die unendliche Geschichte

1985: Goldener Gong für Das Boot

1997: Bambi als bester Regisseur für Air Force One

2003: Bayerischer Verdienstorden

2006: Franz von Assisi-Medaille des Deutschen Tierschutzbundes

2007: Goldene Kamera in der Kategorie "Jubiläum" für Das Boot

2010: Stern auf dem "Boulevard der Stars" in Berlin

2012: Deutscher Regiepreis "Metropolis" für sein Lebenswerk

Foto Stern: Times / Wikipedia

    

Neu - November 2015 -

Für einen Film kommt Wolfgang Petersen vorerst nach Deutschland zurück. Um sein eigenes Remake des Films Vier gegen die Bank, den er 1976 als Fernsehfilm drehte, neu aufzunehmen. Seinerzeit waren die Schauspieler Walter Kohut, Harald Leipnitz, Herbert Bötticher und Günther Neutze zu sehen, die im neuen Kinofilm durch Til Schweiger, Jan Josef Liefers, Michael "Bully" Herbig und Matthias Schweighöfer ersetzt werden  (siehe auch Infokasten).

 

  

 

 

  

 

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 2. Nov. 2015

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

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