Schtonk!

1991

 

Filmliste Helmut Dietl

 

  

  

Regie

Helmut Dietl

Drehbuch

Helmut Dietl und Ulrich Limmer (Idee)

Regie-Assistent

Michael Zens

Vorlage

-

Produktion

Günther Rohrbach und Helmut Dietl

Kamera

Xaver Schwarzenberger

Musik

Konstantin Wecker

FSK

ab 6 Jahre

Länge

115 Minuten

Filmbeschreibung

www.filmportal.de

Auszeichnung

Deutscher Filmpreis 1992

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

TV 29.05.1994

Genre

Satire, Momödie

      

      

  

Darsteller

Rolle
Götz George Reporter Willié
Uwe Ochsenknecht Fritz Knobel
Christiane Hörbiger Freya von Hepp
Dagmar Manzel Biggi
Veronica Ferres Martha
Ulrich Mühe Verlagsleiter Dr. Wieland
Martin Benrath Chefredakteur Uwe Esser
Hermann Lause Chefredakteur Kurt Glück
Karl Schönböck Professor Strasser
Thomas Holtzmann Notar Cornelius
Hark Bohm Pfarrer
Rolf Hoppe Karl Lentz
Willi Harlander Grenzbeamter
Rosemarie Fendel Frau Lentz
Harald Juhnke Kummer
Fritz Lichtenhahn Gutachter in der Schweiz
Wolfgang Menge Gutachter in London
u.v.a.

           

  

Inhalt

Es war einmal eine bekannte Hamburger Illustrierte. Diese hatte einen guten Ruf und wurde gerne gelesen. Doch populär und viel gelesen zu sein, das reichte den Machern dieses Blattes nicht. Sie wollten nicht nur gute Geschichten veröffentlichen. Sie suchten eine Geschichte, die als Jahrhundert-Story in die deutsche Pressegeschichte eingehen sollte. Und sie fanden sie. Allerdings ging sie auf andere Art in die Geschichte ein, als sich die Redakteure dieses Blattes dies gedacht hatten.

Die Geschichte vom Stern und den gefälschten Hitler-Tagebüchern, die als einer der größten Skandale der deutschen Pressegeschichte gilt, diente dem Münchener Regisseur Helmut Dietl 1992 als Vorlage für einen der wahrscheinlich boshaftesten, groteskesten, aber auch erfolgreichsten deutschen Filme der 90er Jahre. Schtonk! nannte er ihn in Anspielung auf ein Wort, das Charlie Chaplin in seinem Film Der große Diktator immer wieder benutzt, wenn dieser in der Rolle des Adolf Hinkel vor einem Spiegel seine Reden übt.

Im Mittelpunkt des Filmes steht der eitle Journalist Herrmann Willié (Götz George), der zufällig auf den zwielichtigen Fritz Knobel (Uwe Ochsenknecht) trifft. Knobel ist kein unübler Geselle, allerdings ist er kein Freund harter Arbeit. Als Willié ihm erklärt, er suche die definitive Geschichte des Jahrzehnts, hat Knobel eine Idee: Was wäre wohl, wenn Adolf Hitler Tagebuch geführt hätte? Das wäre doch eine Story. Knobel, der schon als Kind mit Hitler Geld verdiente (er verkaufte Wehrmachtskappen an amerikanische Soldaten und behauptete, sie hätten Hitler, einem "Big Nazi" gehört), setzt sich also an seinen Schreibtisch und verfasst die Tagebücher. Willié nimmt ihm diese bereitwillig ab. Knobel schwimmt schon bald im Geld und in Williés Redaktion herrscht Hochstimmung. Bis zu jenem Tag, an dem Zweifel an der Echtheit der Bücher auftauchen.

Dietls Film ist bösartig bis in die Fingerspitzen. Er zeigt, wie das Dritte Reich von karrieregeilen Journalisten zu einer Sensationsstory zusammengestrichen wird. So als hätten all die fürchterlichen Verbrechen nur einen Sinn gehabt: Eine profitversprechende Geschichte abzugeben. Es geht um Eitelkeiten, Profilierungssucht und einen skrupellosen Steinzeit-Kapitalismus, im dem der Gewinn zur obersten Maxime erklärt wird, egal, welche Leichen dafür gefleddert werden müssen.

 

Hollywood zeigte sich von diesem trotz aller Bitterkeit äußerst witzigen Film amüsiert und bedachte ihn 1993 mit einer Oscar-Nominierung. Neben einem hervorragenden Götz George und einem über sich selbst hinauswachsenden Uwe Ochsenknecht brillieren Christiane Hörbiger und Harald Juhnke. (Christian Lukas) (Quelle: © 1998-2009, Amazon.com, Inc. oder Tochtergesellschaften)

  

  

  

  

  

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 9. April 2016

  

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