Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

1981

   

Filmliste Ulrich Edel

  

Ulrich Edel über seinen Film 

 

  

  

Regie

Ulrich Edel, Enzo Fiermonte

Drehbuch

Hermann Weigel (nach dem gleichnamigen Buch, aufgeschrieben nach Tonband-Protokollen von Kai Hermann und Horst Rieck)  

Produktion

Bernd Eichinger, Hans Weth, Solaris-Filmproduktion GmbH, Berlin / Maran Film GmbH & Co. KG, Geiselgasteig / Popular-Film, Stuttgart / CLV-Filmproduktions GmbH, Berlin / Süddeutscher Rundfunk (SDR), Stuttgart  

Produzenten

-

Kamera

Justus Pankau, Jürgen Jürges (begonnen)  

Musik

Jürgen Knieper

David Bowie (1981 war er in einem Cameo-Auftritt in dem Film bei einem Konzert in der Deutschlandhalle zu sehen. Der Soundtrack besteht ausschließlich aus Bowie-Liedern, einschließlich des Titelsongs HEROES (siehe auch unter "Besonderheit". 

FSK

ab 16 Jahre

Länge

131 Minuten

Auszeichnungen

Goldene Leinwand 1981

IFF Montréal 1981: Zuschauerpreis

FBW-Prädikat

Wertvoll

Beschreibungen

- Filmbeschreibung www.filmportal.de

- Rezension bei www.filmzentrale.com

  

Besonderheit

Wikipedia schreibt: "Regisseur Uli Edel bekam Unterstützung von David Bowie (8. Jan. 1947 - 10. Jan. 2016), dessen Konzert in Berlin Christiane F. besucht hatte. Diese Szenen wurden extra für den Film nachgedreht und mit Archivaufnahmen gemischt. Bowies Lied HEROES ist, obwohl es nicht speziell für den Film geschrieben wurde, eng mit der Christiane F.- Thematik verknüpft."

Ur-/Erstaufführung

TV 29.06.1986

Genre

Drama, Drogen, Sucht, Jugendliche

  

  

    

Darsteller

Rolle

Natja Brunckhorst

Christiane F. ... d.i. Christiane Felscherinow

Thomas Haustein

Detlef

Jens Kupahl

Axel

Reiner Wölk

Leiche

Jan Georg Effler

Bernd

Christiane Reichelt

Babsi

Daniela Jaeger

Kessi

Kerstin Richter

Stella

Peggy Bussieck

Puppi

Kerstin Malessa

Tina

Bernhard Janson

Milan

Cathrine Schabeck

Linda

Andreas Fuhrmann

Atze

Lutz Hemmerling

Bienenstich

Uwe Diderich

Klaus

Lothar Chamski

Rolf

Stanislaus Solotar

Stottermaxe

Christiane Lechle

Christianes Mutter

Ellen Esser

Kessis Mutter

Eberhard Auriga

alter Fixer

David Bowie

er selbst

   

   

      

Inhalt

Berlin - Gropiusstadt 1975. Die 13jährige Christiane muss erleben, dass ihre jüngere Schwester sie und die Mutter verlässt, um fortan bei ihrem Vater zu leben. Abends versuchen die beiden, es sich in der Wohnung gemütlich zu machen, aber, wie jeden Abend, kommt Klaus, der Freund der Mutter. Christiane ist enttäuscht. Sie fragt, ob sie noch zu ihrer Freundin Kessi gehen kann. Die Mutter ist einverstanden. Kessi ist das stärkste Mädchen aus Christianes Klasse. Sie ist schon älter und hat schon einen richtigen Busen. Die Tennisschuhe verschwinden in der Plastiktüte, und auf hochhackigen Pumps geht sie zum ersten Mal ins "Sounds" - "Europas modernste Discothek". Kessi ist hier jedes Wochenende. Sie kennt alle Typen, die hier allabendlich rumhängen und wird von allen Seiten gegrüßt. Christiane fühlt sich noch etwas unsicher, den ersten Trip, der ihr angebogen wird, lehnt sie ab; sie hat jetzt "noch keinen Bock drauf". Als ein Typ sie im Kino zu befummeln anfängt, lässt sie es sich eine Zeitlang gefallen, stößt ihn dann aber weg und läuft hinaus. Sie fühlt sich wie der totale Außenseiter. Doch dann nimmt sie in der Toilette vor dem Spiegel doch was ein, um mit den anderen mitzuhalten, um dazuzugehören. Der erste bewusstlose Fixer, den sie hier zusammengesunken auf dem dreckigen Klo sieht, ist für sie ein Schock. 

Bald muss sie feststellen, dass fast alle ihre neuen Freunde Heroin spritzen. Zu Hause kann ihr keiner helfen, die Mutter, soeben geschieden, hat nur ihren Freund im Kopf und will die Veränderungen, die mit Christiane vorgehen, auch gar nicht so genau wahrnehmen. So zieht Christiane sich mehr und mehr zu ihrer Clique zurück.

Jetzt ist sie auch jedes Wochenende im "Sounds". Sie findet die Leute da immer stärker. Für Detlef, der ihr im Park gegenüber ganz lieb drei Papiertaschentücher reicht, entwickelt sich eine heiße Liebe.

  

Und dann die Sensation - David Bowie kommt nach Berlin! Während des Konzerts schafft sie es, ihr Idol ganz aus der Nähe zu sehen. Und als das Konzert vorbei ist, snieft Christiane zum ersten Mal Heroin. Von da an ist der Weg zur ersten Spritze nicht mehr lang. Die Warnungen der "alten" Fixer schlägt sie in den Wind. "Ich hab' mich total unter Kontrolle!" Bald sieht sie aus wie eine echte Fixerbraut, und es beginnt eine Schussfahrt in die Hölle.

  

Die Sucht nach dem "H" wird immer stärker. Als ihre jüngere Freundin Babsi es auch mal mit Heroin probieren will, reagiert Christine unheimlich aggressiv. Doch für Babsi wird es keine Rettung mehr geben.

  

Detlef und Christiane erleben ihre junge Liebe in einer verdreckten Fixer-Wohnung, die ihr zu Hause wird, und Detlef gesteht ihr, dass er am Bahnhof Zoo sich Geld als Stricher verdient. An ihrem 14. Geburtstag sucht sie ihn dort zum ersten Mal auf.

  

Den ersten "Turkey" erlebt sie mit Detlef zusammen in der Wohnung der Mutter. Sie versuchen zu entziehen; "clean" zu bleiben - aber dann drücken sie wieder, "zum letzten Mal". Eines Tages findet sie Axel - tot. Ihr Leben wird zum Alptraum. Bald muss auch Christiane ihren ersten Freier suchen. Es kommt zu einem hässlichen Streit. Christianes und Detlefs Körper verfallen zunehmend. Plötzlich die Schlagzeile: DIE JÜNGSTE DROGENTOTE VON BERLIN - BABSI! 

Ihr Leben wird immer deprimierender - zwischen "Baby-Strich", U-Bahnhöfen und stinkenden Toiletten - immer auf der Jagd nach dem nächsten Schuss. Als Christiane sieht, wie Detlef mit einem Freier schläft, rastet sie aus. Aber das ist noch lange nicht das Ende...

    

  

  

   

  

   

  


  

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 9. April 2016

  

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