Die Klette

1987

 

Filmliste Herbert Ballmann

   

   

    

Regie 

Herbert Ballmann

Drehbuch 

-ky (d.i. Horst von Bosetzky)

Produktion 

Neue Filmproduktion

Kamera 

Heinz Dieter Sasse, Michael Steinke

Musik 

Rolf Kühn

FSK 

ab 12 Jahre

Länge 

-

Sonstiges 

-

Ur-/Erstaufführung 

-

Genre 

Thriller

  

   

  

Darsteller

Rolle

Désirée Nosbusch 

Ann-Kristin

Peter Sattmann  

Lachmund

Eleonore Weisgerber  

Uta

Nicole Skladanowski 

Svenja  

Thomas Ringelmann 

Ole

Florian Hoffmann 

Ture

Gunter Berger 

Sillermeier

Hans Häckermann  

Hirsch-Lampert

Elisabeth Goebel 

Mrs. Kühnemann

Wolfgang Bathke 

Immo

Gernot Endemann  

Reporter

Heinz Fabian 

Lachmunds Vater

Alexander Hauff 

 

   

  

 

    

Inhalt

 

Während der ausgedehnten Feier seines 40sten Geburtstags will Lachmund, angesehener Jura-Professor an der Verwaltungshochschule von Bramme, etwas Luft schöpfen und sieht dabei ein junges Mädche, das sich gerade vor den Zug werfen will. Im letzten Augenblick kann er sie von den Schienen reißen.

 

Der Wirbel, den die Lokalzeitung um diese Rettungstat macht, ist ihm, dem im Grund seines Wesens gehemmten Sohn eines Bahnbeamten, peinlich. Seine Frau Uta überredet ihn zu einem Besuch im Krankenzimmer, nicht nur als menschlichem Mitgefühl, sondern auch, weil ganz Bramme auf den künftigen Hochschulpräsidenten und vielleicht auch Stadtrat und Bürgermeister blickt. Bei diesem Besuch stellt Lachmund voller Schrecken fest, wie sehr sich Ann-Kristin - sozusagen im Augenblick ihrer Neugeburt - auf ihn fixiert hat. Er ist für sie so eine Art Ersatzvater - oder mehr?

Später erklärt ihm sein Freund, der Psychologe Sillermeier, dies geradezu als eine Art "Prägung". Er zitiert die Graugans Martina, die in einem bestimmten kritischen Moment ihres jungen Lebens als erstes bewegliches Wesen den Verhaltensforscher Konrad Lorenz erblickte und ihm fortan unermüdlich nachwatschelte.

 

Vor diesem etwas ironischen Deutungsversuch hat Lachmund öffentliche Dankadressen, Fotos mit Widmung, Blumengeschenke und sonstige Annäherungsversuche der Geretteten auszuhalten, und er steigert sich dabei in die Vorstellung hinein, dass die Leute (auch seine Studenten) diesen Dingen einen erotischen Beigeschmack geben. Das lässt ihn in zum Teil tragikomischer Weise aus dem Gleichgewicht geraten. Ann-Kristin läuft beim Volkslauf hinter ihm her. Sie tritt in seine Volleyballmannschaft ein, und das noch auf seinen allgemeinen Rat hin, doch mehr Sport zu betreiben. Sie spielt mit seinen Kindern, bietet sich als Haushaltshilfe an, zwingt ihn zu einem geheimen Treffen und zieht in seine Nähe. Allmählich beginnt auch er dem Reiz dieses jungen Lebens, das sich ganz nach ihm auszurichten scheint, zu erliegen, was zu schweren Komplikationen in Bramme und seine Familie führt.

 

(Quelle: Broschüre SPIEL IM ZDF, Heft 3, März 1987, Seite 13, herausgegeben vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung)

 

 

   

  

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus

Aktualisiert am 26. Februar 2026

 

Die Angaben zum o.g. Film sind nach bestem Wissen gesammelt, aufgeschrieben und bearbeitet worden und enthalten zum Teil Texte aus fremden Webseiten bzw. literarischen Quellen. Weiterhin möchte ich bemerken, dass ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe und keine Gewähr dafür übernehmen kann. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle ebenfalls entfernt bzw. korrigiert.