Alexander Kluge

Regisseur - Produzent - Autor - Schriftsteller

       

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Alexander Kluge

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

Alexander Kluge wurde am 14. Februar 1932 in Halberstadt geboren.

Er starb am 25. März 2026 in München.

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Seine Eltern waren der Arzt Dr. med. Ernst Kluge und Alice, geb. Hausdorf. Er besuchte bis zum Kriegsende das Domgymnasium in Halberstadt. Ab 1946 besuchte er nach der Scheidung seiner Eltern das Gymnasium in Berlin-Charlottenburg. 

 

Nach dem Abitur begann er ein Jurastudium, nebenbei Geschichte und Kirchenmusik an den Universitäten Marburg, Freiburg und Frankfurt/Main. 1956 promovierte er über die "Selbstverwaltung der Universität". 

  

Ab 1958 widmete er sich bereits der Filmarbeit und schreibt zusammen mit Hellmut Becker ein Buch über "Kulturpolitik und Ausgabenkontrolle". 1958 volontierte Alexander Kluge bei CCC-Film (Artur Brauner), u.a. bei Fritz Lang, der gerade zu dieser Zeit Das indische Grabmal dreht. Bereits jetzt schon befasste sich Kluge mit eigenen Drehbüchern. Ab Ende der 1950er-Jahre arbeitete er in Berlin als Rechtsanwalt. Sein Arbeitsgebiet waren u.a. die Filmförderungsgesetze.

 

Pressekonferenz "Oberhausener Manifest" 1962, Alexander Kluge (am Pult)

© Kurzfilmtage /Simon Weber

 

Für den ersten Kurzfilm Brutalität in Stein, zusammen mit Peter Schamoni, bekommen beide Filmemacher bei den Intern. Kurzfilmtagen in Oberhausen einen der sechs Hauptpreise.

 

1962 ist Kluge einer der Initiatoren, u.a. zusammen mit Edgar Reitz und Peter Schamoni, des sogenannten "Oberhausener Manifestes", in dem 26 junge Regisseure den Film der 1950er-Jahre für tot erklären und sich selbst an die Stelle des "Neuen Deutschen Films" setzen. 

 

1963 Gründung seiner eigenen Produktionsfilme "Kairos-Film".

 

Mit Abschied von gestern (1966, insgesamt 9 renommierte Auszeichnungen) und Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (1968) kamen die ersten Filmerfolge. Für Die Artisten... bekam er bei den Intern. Filmfestspielen von Venedig den Goldenen Löwen.

  

 

Mann der ersten Stunde bei den "Oberhausenern": Alexander Kluge (2012)

© Kurzfilmtage /Simon Weber

In den zehn Jahren von 1967 bis 1977 war Kluge als Autor äußerst produktiv, Produzent und auch als Drehbuchautor, so entstanden zum Beispiel Frau Blackburn, geb. 5. Jan. 1872 (1967), Die unbezähmbare Leni Peickert (1967 – 1969), Willi Tobler und der Untergang der 6. Flotte (1969 – 1971), Der große Verhau (1969/1970), Der Arzt von Halberstadt (1969/1970), Besitzbürgerin, Jahrgang 1908 (1973), Gelegenheitsarbeit einer Sklavin (1973) oder Zu böser Schlacht schleich ich heut nacht so bang (1977). Im Jahr 1975 wurde der Film In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod  mit dem Deutschen Filmband in Gold für die Musikdramaturgie geehrt. Von 1978 bis 1982 beteiligte sich Alexander Kluge an diversen Gemeinschaftsarbeiten, so entstanden Filme wie Deutschland im Herbst (1978), Der Kandidat (1980) und Krieg und Frieden (1982). 1979 entstand der Film Die Patriotin, der mit dem Deutschen Filmpreis in Silber ausgezeichnet wurde. In der Zeit zwischen 1983 und 1985 entstanden Die Macht der Gefühle (1983) und Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit (1985).

 

Ebenfalls 1985 war er einer der Gründer der Fernsehproduktionsfirma DCTP, mit der er Interview in eigenwilliger Form führte. Kluges Produktionsfirma besitzt die Federführung beim Privatsender VOX.
 
Alexander Kluge war Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Für seine Filme und Bücher erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, z.B. den Literaturpreis "Berliner Kunstpreis - Junge Generation 1964 für Lebensläufe; den Bayerischen Staatspreis für Literatur 1966 für Schlachtbeschreibung; den Großen Bremer Literaturpreis und Fontane-Preis für Literatur (beide 1979).

  

2013 Mitwirkung bei der Dokumentation von Hansjürgen Pohland mit dem Titel Die Rebellen von Oberhausen

 

2019 meldet sich Alexander Kluge mit neuem Kinofilm, einem Experimentalfilm zurück, Titel: Happy Lamento. Und weil dieser Film schwer zu beschreiben ist, hier die Eckdaten auf der Webseite der Deutschen Welle. Es wirken u.a. mit: Helge Schneider, Heiner Müller, Galina Antoschewskaja, Peter Berling. Der Film dauert 90 Minuten und lief am 20. Juni 2019 in den deutschen Kinos an. Der Bayerische Rundfunk findet, dass es ein Musikfilm der besonderen Art sei, der das Reale und das Unwahrscheinliche wild zusammenführt.

 

Alexander Kluge war seit 1982 mit Dagmar Steurer verheiratet; 1983 Geburt einer Tochter. Er lebte in München und Frankfurt.

   

 

Weitere Auszeichnungen (auszugsweise):

1983: FIPRESCI-Preis der Filmfestspiele von Venedig für Die Macht der Gefühle

1993: Heinrich Böll-Preis

2001: Schiller-Gedächtnispreis

2001: Hans-Joachim-Friedrichs-Preis

2003: Georg Büchner-Preis

2006: Filmband der Stadt Hof (Intern. Hofer Filmtage)

2008: Deutscher Filmpreis (Ehrenpreis)

 

2009: Theodor-W.-Adorno-Preis 

Das Kuratorium des Preises entschied sich am 24.06.2009 für den Rechtsanwalt, Produzenten und Filmemacher. Kluge gilt als einer der einflussreichsten Personen des "neuen deutschen Films". In der Begründung der Jury heißt es: "Alexander Kluge ist einer der herausragenden Schriftsteller, Filmemacher und Theoretiker der Gegenwart. Kluge, der sich immer zur Kritischen Theorie der Frankfurter Schule bekannt hat, ist ein Meister der Grenzgänge zwischen verschiedenen Genres. Die Theorie und Praxis der Medien sind als Kernthemen bei ihm ineinander verwoben und spiegeln sich wechselseitig. Seine Filme wie seine Schriften sind Ausdruck eines außergewöhnlich komplexen Denkens, das von einer schier unstillbaren intellektuellen Neugierde und unversiegbaren Kreativität zeugt, deren Funken auf Künstler und Intellektuelle aller Generationen überspringt." 

 

2010: Deutscher Hörbuchpreis in der Kategorie "Beste Fiktion" für Chronik der Gefühle

2010: Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie "Besondere Ehrung"

2007 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz. 

2008: Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises für seine "hervorragenden Verdienste um den deutschen Film"

   

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus

Aktualisiert am 28. März 2026

 
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