Deutschland im Herbst 

1977/78

 

Filmliste Alf Brustellin

 

  

 

Regie

Alf Brustellin, Bernhard Sinkel, R. W. Fassbinder, Alexander Kluge, Beate Mainka-Jellinghaus, Peter Schubert, Maximiliane Mainka, Edgar Reitz, Katja Rupé, Volker Schlöndorff, Hans-Peter Cloos

Drehbuch

Alexander Kluge, Alf Brustellin, Bernhard Sinkel, Maximiliane Mainka, Peter Schubert

Produktion

Pro-ject, Filmverlag der Autoren, Kairos, Hallelujah, Alexander Kluge, Volker Schlöndorff

Kamera

Jörg Schmidt-Reitwein, Michael Ballhaus, Werner Lüring, Jürgen Jürges, Bodo Kessler, Dietrich Lohmann, Colon Mounier

Schnitt

Heidi Genée, Juliane Lorenz  

Musik

Wolf Biermann, Joan Baez

FSK

ab 12 Jahre

Länge

123 Minuten

Sonstiges

1. Filmbesprechung

2. Filmbesprechung

3. Filmbeschreibung

Auszeichnung

Deutscher Filmpreis 1978

Ur-/Erstaufführung

03.03.1978

Genre

Politischer Episodenfilm

  

  

    

Darsteller

Rolle

Der deutsche Herbst

Das Schleyer-Attentat und die "Landshut"-Entführung in der Tagesschau 1977 

©BR - Erlaubnis zur Veröffentlichung erhalten am 16. August 2017

Rainer Werner Fassbinder

spielt sich selbst

Armin Meier

Armin Meier

Liselotte Eder (Lilo Pempeit)

spielt sich selbst (Fassbinders Mutter)

Hannelore Hoger

Gabi Teichert

Helmut Griem

Fernsehredakteur Kreon

Wolf Biermann

Wolf Biermann

Horst Mahler

Horst Mahler

Katja Rupé

Pianistin Branka

Hans-Peter Closs

Fremder

Vadim Glowna

Freiermuth

Angela Winkler

Antigone

Franziska Walser

Ismene

Enno Patalas

Redakteur

Dieter Laser

Abgeordneter

Heinz Bennent

Intendant

Mario Adorf

Kirchenvertreter

   

und außerdem Wolfgang Baechler, Joachim Bißmeier, Joey Buschmann, Caroline Chaniolleau, Otto Friebel, Hildegard Friese, Michael Gahr, Horatius Haeberle, Petra Kiener, Lisi Mangold, Eva Meier, Franz Priegel, Werner Possardt, Leon Rainer, Walter Schmidinger, Gerhard Schneider, Corinna Spies, Eric Vilgertshofer, Manfred Zapatka, Herbert Wehner, Max Frisch, Manfred Rommel, Christine Ensslin

  

     

 

Inhalt  

 

Auf den Schleyer-Mord, die Flugzeugentführung von Mogadischu und den Selbstmord der Gefangenen RAF-Terroristen in Stammheim reagieren 11 deutsche Regisseure mit dem Versuch, die Befindlichkeit dieses Landes nach diesen Ereignissen zu beschreiben. Auftakt und Schluss bilden Reportagen von zwei Totenfeiern: Der Staatsakt für Schleyer und das Begräbnis von Baader, Ensslin und Raspe. Fassbinder formuliert sehr privat seine Angst und Beklemmung in einem Gespräch mit seiner Mutter und einem Freund. Alexander Kluge schickt die fiktive Geschichtslehrerin Gaby Teichert auf Suche in die deutsche Geschichte, der gefangene RAF-Anwalt Horst Mahler gesteht in einem Interview Irrtümer und Fehler ein. Wolf Biermann besingt "sein Mädchen in Stuttgart", zwei Spielszenen beschreiben Verfolgungshysterie. Schlöndorff inszeniert eine Böll-Satire: Eine Antigoné-Aufführung darf wegen der Möglichkeit aktueller Bezüge nicht ins Fernsehen. (Quelle: Hör Zu Filmdatenbank)

  

  

  

Filmaushangfotos zu "Deutschland im Herbst" - ©Einhorn-Film

   

Deutschland im Herbst 1977: Der Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer wird von Mitgliedern der Rote Armee Fraktion entführt und ermordet. In Mogadishu stürmt die GSG-9 die Lufthansa-Maschine "Landshut". In Stammheim nehmen sich die inhaftierten Terroristen Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin das Leben. In einem kollektiven Projekt des Filmverlags der Autoren schließen sich neun Regisseure zusammen, um die Situation und Stimmung nach den Erschütterungen festzuhalten und gestalten "eine gerade in ihrer Unausgewogenheit wichtige Mischung aus Zorn und Satire, Selbstmitleid und Reflektion, dokumentarischer Direktheit und Spielfilm-Versuch" (Die Zeit, 11/1978), in der sich die Spannungen und Eifersüchteleien zwischen den beteiligten Regisseuren zu reflektieren scheinen. Die Spanne der Filmbeiträge reicht vom Thesenstück über den Antagonismus von Kunst und Politik über die dialektische Montage von Dokumentarbildern bis hin zu einem Selbstportrait Rainer Werner Fassbinders, diesem erschütternden Dokument einer Verstörung. (Quelle: www.35millimeter.de)

  

     

  

Inhaltsbeschreibung der beteiligten Filmemacher:

Der Film kommt in seiner musikalischen Leitmotivation immer wieder zurück auf Josef Haydns Kaiser-Hymne, das nachmalige sogenannte 'Deutschlandlied'. Der nach rückwärts weisende Aspekt im Akustischen darf jedoch nicht davon ablenken, dass es im optischen Geschehen des Films sich ganz und gar um aktuelle, teils sehr spontane Reaktionen auf die politische Wirklichkeit der Bundesrepublik handelt. Tiefempfundene persönliche Angst und  Sprachlosigkeit kennzeichnen den Dialog, den Fassbinder kurz danach mit seiner Mutter führt. Welchen Stellenwert hat doch der Begriff Demokratie? Die Mutter: "Mich erinnert  das wirklich an die Nazizeit, in der man einfach geschwiegen hat..." Und die Alternative? Bankrotterklärung für unsere demokratischen Bemühungen seit 30 Jahren: "Ein autoritärer Herrscher, der ganz gut ist, ganz lieb und freundlich..."


  

 

  

  

 

  

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16. März 2016

  

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Die Filmaushangfotos stellte mir freundlicherweise Einhorn-Film zur Verfügung.