Harun Farocki

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Offizielle HP Harun Farocki

(Ob die Website bestehen bleibt, ist noch ungewiss)

  

Die Bundeszentrale für politische Bildung zeigt ein Video-Interview mit Harun Farocki zum Thema "Vom Umgang mit Bildern"

  

Harun Farocki bei filmportal

 

   

  

  

  

Regisseur, Drehbuchautor und Filmkritiker

Harun Farocki

©Kristin Hoell

  

Harun Farocki wurde am 1. September 1944 in Neutischein/Tschechien geboren und ist einer der wichtigsten Essay-Filmer Deutschlands.

  

Der Regisseur Farocki starb am 30.07.2014 in der Nähe von Berlin.

Ein kleiner Nachruf auf der Webseite "Deutsche Welle" und im "Spiegel".

  

Zunächst Studium der Theaterwissenschaft, Soziologie und Publizistik. 

Von 1973 - 1983 schrieb er für die Fachzeitschrift "Filmkritik", die 1984 eingestellt wurde. Weitere Arbeit als Dozent an der Film- und Fernsehakademie Berlin.

  

Farocki ist nicht nur Filmkritiker, sondern auch Filmemacher und hat u.a. auch einige bemerkenswerte Kurzfilme gedreht, wie Worte des Vorsitzenden (1967). 1968 folgt der satirische Film White Christmas, in dem er das USA-Kriegsengagement in Vietnam demaskiert zu dem Bing Crosby-Lied. Es folgen die Lehrfilme Nicht löschbares Feuer (1972, 25 Min.), zu dem das Filmportal schreibt, dass der Film von Kritikern als "intelligent und präzise" gelobt wird, Klaus Kreimeier nennt ihn den "wichtigsten Agitprop-Film der Vietnam-Bewegung". Es folgten die Dokumentation Die Sprache der Revolution, ebenfalls 1972, und 1976 das Fernsehspiel Die Schlacht.

Noch komplexer als sein erfolgreichster Film Zwischen zwei Kriegen (1978) über die Verbindung zwischen Schwerindustrie und Hitler-Regime ist Etwas wird sichtbar (1982), eine Reflexion über den Widerspruch zwischen offiziellem und privatem Bild des Vietnamkrieges im Bewusstsein nicht direkt betroffener Menschen. (Kurviv = zitiert aus Lexikon des Deutschen Films - Büchergilde Gutenberg, Seite 378)

  

Amazon schreibt über den Filmemacher: "Harun Farocki gehört zur ersten Generation der 1966 frisch gegründeten DFFB - neben Helmut Bitomsky, Wolf Gremm, Holger Meins, Wolfgang Petersen und Helke Sander. 1968 ist für den politisch Ungehorsamen das Studium allerdings beendet: Schulverweis. In den siebziger Jahren wird Farocki Redakteur der Filmkritik, später Dozent an der University of California, an der HdK Berlin und an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, um 2007 auch auf der Documenta in Kassel vertreten zu sein. Aus den über 90 Filmen, die er gedreht hat, wird eines klar: Farocki, das ist ein Unangepasster, ein Weiterdenker, ein Vielfältiger. Farockis Filme lassen sehen und geben zu denken. Sie sind Analyse, Dokumentation, Essay. Sie zeigen, dass all die Produkte, die uns umgeben, nicht plötzlich auf die Erde fallen, sondern produziert werden: Produziert werden Waren, produziert wird Schönheit, produziert werden Einkaufs-Malls, produziert wird Überwachung, produziert wird der Krieg, produziert wird Öffentlichkeit, produziert wird aber auch der Film selbst. Und Farockis Kunst ist eine Kunst, die es sich nicht ausreden lässt, dass in dieser Organisation von Produktionen das haust, was man »Gesellschaft« nennt: ein kollektiver Apparat von Interessen, Wünschen und Bildern."

    

2002 erhielt Harun Farocki den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum. Der Preis wird alle zwei Jahre in den Sparten Theater, Film, Literatur und Bildende Kunst vergeben und ist mit 15000 Euro dotiert. Der Peter Weiss-Preis ist ein Kulturpreis, der in Erinnerung an den gleichnamigen Maler, Graphiker, Schriftsteller und Experimentalfilmer.

  

Ein neuer Dokumentarfilm über eine Hamburger Firma "Quickborner Team" von Harun Farocki trägt den Titel Ein neues Produkt und befasst sich mit der Arbeit der Unternehmensberatung, die Fragen um neue Arbeitsplätze erörtern. Hier sind weitere Informationen zum Film >>>

  

 

 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 26. Nov. 2015

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben.

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