Burkhard Driest

   

Regisseur  Drehbuchautor  Schriftsteller  Schauspieler

  

  

Infokasten

    

Weitere Filme

     

N E U - Ausstellung in der Galerie Moerchen in Hamburg

  

Filme mit diesem Künstler in den nächsten 4 Wochen im TV

  

Burkhard Driest bei www.filmportal.de

 

      

  

  

   

  

Burkhard Driest im Oktober 2013

  

   Alle Bilder auf dieser Seite:

© Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

  

Geboren am 28. April 1939 in Stettin.

 

Sein Vater ist Diplom-Volkswirt und seine Mutter Klavierlehrerin. Die Mutter flieht 1945 mit ihren drei Kindern nach Prenzlau. Die Ehe seiner Eltern wird 1950 geschieden, dann Umzug nach Göttingen, dort bis 1957 Besuch des Gymnasiums. Er zieht zu seinem Vater nach Peine und besucht dort wiederum ein Gymnasium. Wegen Unangepasstheit wird er von der Schule verwiesen. Danach macht er 1960 in Braunschweig sein Abitur. Dem Wunsch des Vaters entsprechend Beginn eines Jurastudiums in Kiel, dann Berlin und Göttingen.

  

Einige Wochen vor seinem mündlichen Examen im Mai 1965 begeht Burkhard Driest aus scheinbar unerfindlichen Gründen einen bewaffneten Banküberfall. Seite Beute beträgt ca. 5000 Mark, dann Festnahme, Untersuchungshaft bis Juni 1966. Da das Gericht von seiner Schuld überzeugt ist, wird er zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt und in die Strafvollzugsanstalt Celle eingewiesen. 1968 wird er wegen guter Führung entlassen, aber die juristische Laufbahn kann jetzt natürlich nicht mehr eingeschlagen werden. Daraufhin arbeitete er in diversen Jobs als Keller, Taxifahrer und anderen Aushilfsberufen.

    

1972 hat Driest einen Autounfall, kommt ins Krankenhaus. In der Genesungszeit schreibt er ein Buch: Die Verrohung des Franz Blum (hierzu ein Interview >>>). Es ist "seine" Geschichte, die er im Gefängnis zumindest ähnlich erlebt hat. Filmjournalist Siegfried Tesche schreibt in "Die neuen Stars des deutschen Films": "Eine Kette von Zufällen half auch ihm bei den ersten Schritten ins Filmgeschäft, beispielsweise, dass er Fassbinder durch Zufall in Rom 1971 kennen gelernt und dieser das Manuskript Reinhard Hauff gegeben hat."  Und so wird vor der Buchveröffentlichung der Stoff von dem Regisseur Reinhard Hauff aufgegriffen und verfilmt. Jürgen Prochnow ist für die Hauptrolle und Burkhard Driest für die Rolle des Schlägers Kuul vorgesehen. Weiter schreibt Siegfried Tesche: "1980 drehte wiederum Reinhard Hauff nach einem Buch von Driest, den Film Endstation Freiheit, der ebenfalls autobiographische Züge trägt. Der Film beschreibt den weiteren Fortgang der Abenteuer von Franz Blum, diesmal mit Namen Nik Dellmann, der als ehemaliger Häftling versucht, Schriftsteller zu werden... Der Film wurde vor allem für Driests Partner Rolf Zacher zu einem großen Erfolg, für den Schauspieler Driest, zumindest, wenn man den Kritikern glaubt, jedoch nicht."

Vor einem seiner Bilder mit Romy Schneider:

Burkhard Driest im Oktober 2013, während einer Vernissage seiner Bilder unter dem Motto "Schnell trifft dich der Pfeil" - Malerei von 1986 bis 2013 -, die ab dem 9. November 2013 bis 14. Januar 2014 ausgestellt sind. Galerie Anne Moerchen, Milchstraße 6a, Hamburg Öffnungszeiten Di - Fr 13.30-18.30, Sa 12.00-15.00 Uhr

   

  

Durch seine aufgeschriebene Geschichte, die Regisseur Reinhard Hauff sehr erfolgreich verfilmt hatte, war Driest nun so bekannt, dass er sich Zeit nahm, an weiteren Drehbüchern zu schreiben. So war er Drehbuchautor von Fassbinders Film Querelle und spielte hier einen Polizisten.

 

Ende 1974 hatte Dietmar Schönherr in seine Talkshow "Je später der Abend..." Romy Schneider und Burkhard Driest eingeladen. Während der Sendung macht Romy Schneider Burkhard Driest Komplimente, flirtet auffällig mit ihm und sagt, dass er ihr sehr gefalle. Bis heute ist wohl nicht bekannt, ob und wann es bei den beiden zu Knistern anfing oder ob nicht...

     

Ende der 70er-Jahre wurde Burkhard Driest wieder medienauffällig, weil er von Schauspielerkollegin Monika Lundi (Monika Lundi war mit Schauspielerkollegen Horst Jansen, dann mit dem Regisseur Hartmut Griesmayr verheiratet) wegen Vergewaltigung angezeigt wurde. Sie befanden sich beide in dieser Zeit auf einer Schauspielschule in Santa Monica in Kalifornien. Die Anklage wurde aber wegen zu vieler Widersprüche abgemildert und Burkhard Driest kam mit einer Anklage wegen Körperverletzung davon.

  

Burkhard Driest in den 1980er Jahren

1982 zog es Driest nach Hollywood, wo das Drehbuch zum Film Annas Mutter (die Geschichte der Marianne Bachmeier) entstand; hier führt er auch Regie. Zur gleichen Zeit verfilmte auch Hark Bohm den gleichen Stoff mit dem Titel Keine Zeit für Tränen. 1987 schreibt Driest ein Musical mit dem Titel Andi welches von Peter Zadek inszeniert und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg uraufgeführt wurde. Während seiner Haftzeit hatte Driest Kontakt zu einem Zellengenossen, der wegen Kindesmissbrauchs einsaß. Er schrieb dessen Erfahrungen auf und machte daraus ein Fernsehspiel mit dem Titel Schande (1999, Regie: Claudia Prietzel). Dieser Film wurde - obwohl teilweise sehr umstritten - mit dem "Prix Italia" ausgezeichnet.

Als Schauspieler trat Burkhard Driest in Erscheinung und spielte in diversen Film- und Fernsehproduktionen, z.B. in Steiner - Das Eiserne Kreuz (1976), Stroszek (1976, Regie Werner Herzog), Taxi nach Kairo (1987, Regie Frank Ripploh).

    

Driest unterrichtet auch in der Deutschen Film- und Fernsehakademie in Berlin. 
  

Eine zeitlang lebte Burkhard Driest in Dublin/Irland, jetzt bereits viele Jahre auf Ibiza und in Berlin. Er war dreimal verheiratet. Er hat zwei Kinder: Julian und Johanna. Tochter Johanna ist Schriftstellerin, die bereits ihren vierten Roman fertig gestellt hat.

 

(Quelle: Einige Informationen entnommen aus wikipedia und aus Die neuen Stars des deutschen Films von Siegfried Tesche (mit Genehmigung des Autors), Heyne Filmbibliothek - Originalausgabe - Kurzbiografie Burkhard Driest, Seite 83-87)

  

 

Weitere Filme mit Burkhard Driest (siehe auch hier)
Titel Jahr Regie

Zündschnüre (nach dem Roman von Franz Josef Degenhardt)

Nach dem Roman von Franz Josef Degenhardt erzählt der Film die Geschichte einer Gruppe von Kindern, die sich am Ende des Zweiten Weltkrieges gegen die faschistische Herrschaft auflehnen.

1974 Reinhard Hauff
Die Verrohung des Franz Blum (Rolle: Tiger Kuul) 1974 Reinhard Hauff
Paule Pauländer 1975 Reinhard Hauff
Stroszek (Rolle: Souteneur) 1977 Werner Herzog
Steiner - Das Eiserne Kreuz (Rolle: Schütze Maag) 1976 Sam Peckinpah
Endstation Freiheit (Rolle: Nick Dellmann) 1980 Reinhard Hauff
Tatort - Schussfahrt (Rolle: Herbert Roll) 1980 Wolfgang Staudte
Querelle 1982 R. W. Fassbinder
Die wilden Fünfziger (Rolle: Major Assimov) 1983 Peter Zadek
Kir Royal (Rolle: Schläger) 1986 Helmut Dietl

Derrick - Immer Ärger mit dem Mann aus Rom (Rolle: Arthur Dribald)

Zufällig entdecken Derrick und Assistent Klein in einem Restaurant einen gesuchten Mörder. Aber ehe sie den Mann festnehmen können, entkommt er durch eine Tiefgarage.

1987 Helmut Ashley
Taxi nach Kairo (Rolle: 1. Polizist) 1987 Frank Ripploh
Der demokratische Terrorist (Rolle: Horst) 1992 Per Berglund
Ex (Rolle: Pastor) 1995 Mark Schlichter
Sieben Monde (Rolle: Lasinger) 1997 Peter Fratzscher

Toni Costa: Kommissar auf Ibiza - Der rote Regen (Rolle: El Cubano) 

(nach dem Roman "Der rote Regen" von B. Driest)

2011 Michael Kreindl
Weitere Filme mit/von Burkhard Driest sind auf der IMDb-Website gelistet.

    

   

   

   

 

  

 

 

 

  

 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 28. Juni 2017

 

Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen des Künstlers enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

Sollten mir bei den o.g. Angaben inhaltliche Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.