Karl Heinz von Hassel

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Geboren am 8. Februar 1939 in Hamburg.

Gestorben am 19. April 2016 in Hamburg.

  

Nach dem Schulbesuch machte er eine Ausbildung zum Außenhandelskaufmann, die er 1960 abschloss. Danach nahm er privaten Schauspielunterricht bei Richard Münch und Gertrud Braun. Vor der Ausbildung zum Schauspieler hatte er bereits bei Laienspielgruppen und Theatervereinen "geübt". 1961 debütierte er am Landestheater Schleswig-Holstein. Die ersten praktischen Berufserfahrungen bekam er, als Gustaf Gründgens ihn unter seine Fittiche nahm und ihn in der Filmversion von Goethes "Faust" den Erzengel Michael spielen ließ. Danach wurde von Hassel von Karl Vibach - vorher Assistent von Gründgens - an das Landestheater Schleswig-Holstein für zwei Jahre engagiert. In seinen Theaterferien zog er mit der Schauspieltruppe Zürich mit Klassikern über die Bühnen des Landes. Seine Theaterstationen waren die Bühnen der Stadt Bielefeld, das Stadttheater Konstanz, das Theater der Freien Hansestadt Bremen, das Schauspielhaus Zürich, das Staatstheater Braunschweig, das Württembergische Staatstheater Stuttgart und das Deutsche Schauspielhaus Hamburg.  

 

Die Familie Schuster zieht in eine Villa, die sie von Opa Weber geerbt hat. Vater Karl (Karl-Heinz von Hassel), seine Frau, Sohn Pit, Oma und Onkel Herbert ahnen nicht, dass auf dem Dachboden die drei Gespenster Evelyn, Albrecht und Oskar hausen, die zur Geisterstunde Besuch von ihrem Freund Eugen Dracula bekommen. Karl und Herbert haben aber ohnehin genug mit sich selbst zu tun. und streiten dauernd. (Text: SWR)

Karl-Heinz von Hassel in der TV-Serie aus dem Jahr 1978 Schusters Gespenster

Foto: www.swrmediaservices.de

Mitte der 60er-Jahre allerdings häuften sich für Karl-Heinz von Hassel die Film- und Fernsehangebote derartig, dass er die Theaterbühne vorerst verließ. Man besetzte ihn vornehmlich mit Uniform-tragenden Personen oder Rollen in Dokumentarspielen, wie z.B. in Der schwarze Freitag - Der New Yorker Börsenkrach (von Maria Matray und Answald Krüger), dem Dreiteiler Wie eine Träne im Ozean nach Manès Sperbers gleichnamigem Roman, Regie Fritz Umgelter (beide 1966), Mord in Frankfurt, Regie: Rolf Hädrich (1968) oder Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck (1971/1972), Wenn alle anderen fehlen (1973), Im Vorhof der Wahrheit 1974) alle Regie ebenfalls Fritz Umgelter. Er spielte 1971 den Otto-Ernst Remer in Operation Walküre, Regie: Franz-Peter Wirth, in Stellenweise Glatteis (1975) oder Vier gegen die Bank, Regie beide Wolfgang Petersen. 1992 sah man ihn in Egon Monks Fernsehfilm-Drama Die Bertinis. Karl-Heinz von Hassel spielte auch in diversen TV-Serien, wie z.B. in der ersten Staffel der Serie Mordkommission den Kripobeamten Gramm (1973/74), Die Männer vom K3, Peter Strohm, Der Alte, Schwarz-Rot-Gold, Großstadtrevier und Ein Fall für Zwei

  

1976 machte von Hassels Karriere eine Wendung in Richtung Jungfilmer bzw. Neuer deutscher Film: Er lernte Rainer Werner Fassbinder kennen, der ihn in einer ganzen Reihe seiner Filme einsetzte. Die erste Rolle 1977 war der Oberförster Windecker in Oskar-Maria-Graf-Adaption Bolwieser mit Kurt Raab in der Titelrolle. Er spielte in Die Ehe der Maria Braun 1978 den Staatsanwalt. In der 1979 für das Fernsehen gedrehten Serie Berlin Alexanderplatz spielt er einen Polizisten, man sieht ihn in Lola (1981) und in Querelle (1982). Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit stellte jedoch 1980 der Film Lili Marleen dar, wo der Schauspieler den SS-Gruppenführer Hans Henkel gab. Die Arbeit mit Fassbinder führte auch zu zwei Engagements bei dem Szene-Filmer Walter Bockmayer, der von Hassel für seine Filme Kiez (1982) und Die Geierwally (1987) gewinnen konnte. Parallel zu den Autorenfilmen des neuen deutschen Films stand er aber auch für eher klassische Literaturverfilmungen vor der Kamera. Unter der Regie von Franz Peter Wirth drehte er u. a. 1978 den Vierteiler Wallenstein nach Golo Manns Biographie und 1978/1979 die Serie Die Buddenbrooks in elf Teilen, wo er den Konsul Hagenström gibt.

  

Ab 1985 wurde Karl-Heinz von Hassel dem Fernsehpublikum als Kommissar Edgar Brinkmann in der TV-Dauerserie Tatort bekannt gemacht. Ein Kommissar, der bis 2001 28 mal im Einsatz war, als eigensinnig galt und unbeirrt sein Ziel verfolgte. Als sein Markenzeichen trug er stets eine Fliege. 2003 und 2004 drehte Klaus Gietinger zwei Filme, die noch einmal von Hassel als pensionierten Kommissar Brinkmann zeigen, und zwar Fliege kehrt zurück und Fliege hat Angst.

  

Weitere Filme mit Karl-Heinz von Hassel sind auf der IMDb-Website gelistet.

 

  

  

  

  

 

  

  

  

  

 

  

  

 

 

 

 

 

 

 

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 19. April 2016

  

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