Franz Seitz jr.

Regisseur  Drehbuchautor

       

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Franz Seitz bei Filmportal

 

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Franz Seitz - Foto: VIRGINIA

Regisseur Franz Seitz

hier bei der Präsentation seines Filmes "Dr. Faustus" nach Thomas Manns Roman

 

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

   

Geboren am 22.10.1921 in München

Gestorben am 19.01.2006 in München

  
Franz Seitz war einer der bedeutendsten Produzenten und Regisseure der deutschen Nachkriegszeit.

Seine Eltern waren der UFA-Filmregisseur und Produzent Franz Seitz sen. (1888-1952) und seine Mutter die Schauspielerin Anni Terofal. Nach dem Abitur in München wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und 1943 an der Ostfront schwer verwundet. Während eines Heimaturlaubs schreibt er sich als Medizinstudent ein und studiert kurzzeitig Medizin. Nach Ende des Krieges beschäftigt er sich autodidaktisch mit Malerei und Kunstgeschichte und lebt 3 Jahre als Kunstmaler.

  

Er beginnt bei dem Filmarchitekten Richard Eichberg 1949 ein Volontariat. Mit Jochen Genzow gründet er 1951 die Produktionsfirma "Allegro-Film", die aber nur drei Filme produzierte. Die neu gegründete "Ariston-Film" war mit Filmen wie Roberto Rosselinis Film Angst und 1955 an Es geschah am 20. Juli von G. W. Pabst beteiligt.

 

1956 entsteht die "Franz Seitz Filmproduktion", wobei die ersten Produktionen Heimatfilme wie z.B. das Drama Der Meineidbauer oder Mein Schatz ist aus Tirol waren. Außerdem erkannte Franz Seitz Anfang der 1960er-Jahre das äußerst geschäftstüchtige Genre der Lümmel- und Paukerfilme wie Wenn Ludwig ins Manöver zieht o.ä.. Er trat aber auch als Regisseur in Erscheinung mit seinem Debütfilm Ein Mädchen aus Paris, 1962 inszenierte er so erfolgreiche Filme wie Das schwarz-weiß-rote Himmelbett, wobei er hier auch das Drehbuch schrieb. Zu einer großen Zahl seiner Filme hatte er das Drehbuch verfasst, aber oft unter dem Pseudonym Georg Laforet.

  

Es gibt natürlich auch Filme in seinem großen Repertoire, die weitab der breiten Masse produziert wurden, z.B. der international erfolgreiche Volker Schlöndorff-Debütfilm Der junge Törless von 1966 oder Jean-Marie Straubs Chronik der Anna Magdalena Bach (1967). 1978 wurde von Franz Seitz jr. der OSCAR-prämierte Schlöndorff-Film Die Blechtrommel produziert. Dass Seitz eine besondere Schwäche für Thomas Mann-Stoffe hatte, war nicht zu verleugnen, denn er produzierte eine ganze Reihe, so z.B. Tonio Kröger von Rolf Thiele, weiterhin Wälsungenblut, Der Zauberberg. Zwei weitere Filme, bei dem Franz Seitz jr. selbst Regie führt und das Drehbuch schreibt, sind Unordnung und frühes Leid nach einer Novelle von Thomas Mann und überragenden Schauspielern wie Martin Held, Ruth Leuwerik, Sabine von Maydell, Christian Kohlund u.a. und Doktor Faustus.

1973 war Seitz als Darsteller in Maximilians Schells Der Fußgänger als Dr. Karl Peters zu sehen.

  

"Bereits seit 1968 engagiert sich Franz Seitz in der Filmförderungsanstalt (FFA), wobei insbesondere sein Wirken als stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates von 1984 bis 1998 von besonderer Bedeutung ist. In der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e. V. (SPIO), der obersten Vertretung der Filmwirtschaft in der Bundesrepublik, hat er jahrelang im Vorstand gearbeitet, war von 1987 bis 1997 Präsident und ist noch jetzt Mitglied des Präsidiums." (Quelle: www.franzseitz.de)

    

Der Bruder von Franz Seitz jr. war der Filmschauspieler Hans Terofal, der 1976 gestorben ist. Franz Seitz jr. verheiratet mit Anneliese Conrad, Vater der Kinder Peter und Gabriele. Er starb am 19. Januar 2006. Bis zuletzt war er mit großem Engagement in seinem Beruf tätig. Er wurde auf dem Friedhof in Schliersee beigesetzt.

 

Im Laufe seines Filmlebens bekam Franz Seitz jr. folgende Preise (eine Auswahl)

1964 Deutscher Filmpreis in Gold für Kennwort Reiher
1966 - Filmband in Gold für Der junge Törless
- FIPRESCI-Preis für Der junge Törless
- Max Ophüls-Preis für Der junge Törless
- Golden Gate Award für Der junge Törless
1971 Filmband in Gold für Erste Liebe
1974 Goldene Schale für Der Fußgänger
1978 Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film
1979 Goldene Schale für Die Blechtrommel
1980 OSCAR für den besten fremdsprachigen Film
1980 Bundesverdienstkreuz Erster Klasse
1983 Bayerischer Filmpreis (Produzentenpreis) für die Verfilmung Der Zauberberg und Doktor Faustus
1985 Bayerischer Verdienstorden
1990 Bayerischer Filmpreis (Ehrenpreis)
1996 DIVA-Award
1997 Berlinale-Kamera
2000 Großes Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland

  

 


    

       

    

   

    

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim
Bearbeitet: 5. Oktober 2018

 
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