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Dieter Gasper - Autor -
Dieter Gasper wurde am 12. Juni 1925 in Berlin geboren.
Schreibt auf leise Art kritische Gesellschaftssatiren. Die ersten setzte der junge Peter Lilienthal in Bilder: Biographie eines Schokoladentages (1961) über einen vertrauensseligen Angestellten, den nur das Tagesglück der freundlichen Wirtstochter vor Schaden bewahrt, sowie Schule der Geläufigkeit (1963) über die personenblinde Geldfixiertheit, die in der jungen BRD-Gesellschaft sich schon auf die Kinder überträgt. Zehn Prozent (1966) persifliert am Beispiel der "Eigentumsminderer" die Tätigkeit der Bonner Interessenverbände und Lobbyisten. In Gold für Montevasall (1968) konkurrieren in einem ehrgeizigen Kleinstaat ein langaufbegabter Dieb und ein schusstüchtiger Nachtwächter als Olympiakandidaten. Karriere zu zweit (1980) ist eine alltägliche Liebesgeschichte, in der nicht ohne Komik die Frau und der Mann versuchen, ihre Lebensansprüche im Zeichen der Emanzipation gemeinsam zu realisieren. (Informationen aus dem „TV-Filmlexikon“ von
Egon Netenjakob, Fischer Cinema TB 11947)
Schrieb Drehbücher für folgende Fernsehfilme:
BIOGRAFIE EINES SCHOKOLADENTAGES ...DA, Regie: Peter Lilienthal, 1961, SWF, Drama, 58 Min. Modernes Märchen von einem lebensuntüchtigen kleinen Angestellten, der durch ungewöhnliche Ereignisse zu sich selbst und zu einer hübschen Frau findet. Darsteller: Ludwig Thiesen, Lili Schoenborn-Anspach, Elke Arendt, Dieter Eppler, Klaus Tarek, Max Haufler, Heinz Spitzner
SCHULE DER GELÄUFIGKEIT ...DA, Regie: Peter Lilienthal, 1963, SWF
ZEHN PROZENT ...DA, Regie: Theo Mezger, 1966, SDR Der "Verband der Eigentumsminderer", das heißt der Interessenverband der Diebe und Einbrecher, wird beim Minister vorstellig, weil die vielen modernen Sicherheitsvorkehrungen die Existenz seiner Mitarbeiter bedrohen. Ein Warnstreik soll den Minister über die volkswirtschaftliche Funktion der Diebe und Einbrecher belehren. Und tatsächlich ruft dieser Streik alle jene Verbände auf den Plan, die mit der Eigentumssicherung ihr Geschäft machen. Am Ende arrangieren sich die beiden Interessengruppen, auf Kosten des Verbrauchers, das heißt, es wird wieder mal alles teurer. (Quelle: SWR Media Services) Die Existenz von Dieben und Einbrechern ist gefährdet! Die Sicherheitsvorkehrungen bei Safes und in Banken werden immer härter und so wird die Interessensvertretung der Diebe und Einbrecher - die VDEI (Verband der Eigentumsminderer) - beim Minister vorstellig und konfrontiert ihn einen Warnstreik. Dieser soll den Minister darüber aufklären, welche wirtschaftliche Funktion Diebe und Einbrecher in der Gesellschaft haben. Der Streik ruft alle auf den Plan, die mit Eigentumssicherung zu tun haben: so versammeln sich Einbrecher und Interessensgemeinschaften für Pistolen, Wachhundezüchter und Panzerknacker. Nach heftigen Diskussionen kann man sich einigen - der Verbraucher muss allerdings zahlen... (Text: © GP Die Krimihomepage) Darsteller: Klaus Schwarzkopf (Oberregierungsrat Frühwirt), Ursula Dirichs (Frau Frühwirt), Jochen Brockmann (Der Minister), Peter Schütte (Dipl.-Kaufmann Graff), Franz Schafheitlin (Bluhm), Gert Westphal (Herr Tüschen), Ulrich Radke (Herr Springer), Manfred Lichtenfeld (Herr Brixius), Wolfgang Jansen (Herr Schiller), Paul Dättel (Herr Ilse), Jaspar Oertzen (Herr von Normann), Friedrich W. Rasch (Herr Kisch)
GOLD FÜR MONTEVASALL ...DA, Regie: Thomas Engel, 1968, SWF In einem kleinen Land, dessen Stimme im Konzert der Völker noch nie gehört wurde, weil es seit Olims Zeiten für einen Krieg zu unwichtig und für eine Revolution zu satt war, erwischt mit einem Schlag die Hoffnung auf Ruhm und Anerkennung in der Welt. Buchstäblich über Nacht ist unter den Landeskindern eine wahrhaft sensationelle Sprinter- Begabung entdeckt worden. Die Ergebnisse der ersten Trainingsläufe übertreffen alle Erwartungen und man meldet den langbeinigen Uli für die bevorstehenden Olympischen Spiele. Es besteht kein Zweifel, dass er eine, wenn nicht gar mehrere Goldmedaillen für das Land erringen wird. Das verwelkte Nationalgefühl blüht auf. Aber die Sache hat einen Haken: "Unser Uli" ist ein Dieb und muss dem unerbittlichen Amateurstatus der Olympischen Spiele zufolge ein Dieb bleiben. Die Polizei drückt alle Augen zu, wenn er seinem Beruf nachgeht. Trotzdem wird ein nächtlicher Diebeszug der Hoffnung des Landes zum Verhängnis. Uli wird von einem blindwütigen Nachtwächter lahmgeschossen und seine Sprinterlaufbahn ist beendet. Er sinkt in seine frühere Bedeutungslosigkeit zurück und wandert ins Gefängnis. Das neu erblühte Nationalgefühl aber findet überraschend schnell einen neuen Helden. (Quelle: SWR Media Services) Darsteller: Walter Giller (Uli), Robert Meyn (Staatsanwalt), Max Walter Sieg (Violetti), Hans Epskamp (Dr. Rosander, Thilo von Berlepsch (Lamarque), Jochen Jahn (Goldflam), Peter Martin Urtel (Pater), Maja Scholz (1. Sekretärin), Edith Senf (2. Sekretärin), Heli Finkenzeller (Fürstin), Lukas Ammann (Minister), Traute Rose (Frau Kröpelin), Ilsemarie Schnering (Frau Violetti), Erna Sellmer (Frau Wawra), Hans Timerding (Lux), Paul Dättel (Bibamus), Helmuth Weiss (Kitzlein), Gerd Schäfer (Alfons), Heinz Meier (Hubert)
MIRIAM UND DER LORD VOM RUMMELPLATZ ...DA bei 7 von 13 Folgen, Regie: Wolfgang Liebeneiner, 1978, ZDF
KARRIERE ZU ZWEIT ...DA zusammen mit Karl-Heinz Deickert, Regie: Karl-Heinz Deickert, 1980, ZDF
BESUCH VON DRÜBEN ...DA, Regie: G. Gräwert, 1982, ZDF
MÜTTER UND TÖCHTER ...DA zus. mit Michael Baier, Regie: Georg Tressler
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Bearbeitet: 25. Dezember 2025 Diese Kurzbiografie kann nur rudimentär sein und die auf der Seite genannten Filme nur eine Auswahl von Filmen der Künstlerin / des Künstlers enthalten. Die Angaben erheben daher keineswegs den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Sollten mir bei den o.g. Angaben inhaltliche Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert. Die o.g. Informationen zu o.g. Person sind teilweise aus dem TB "TV-FILMLEXIKON - REGISSEURE, AUTOREN, DRAMATURGEN" von Egon Netenjakob, der mir erlaubt hat, Texte aus diesem Buch zu übernehmen. |