Johannes Schaaf

 

Regisseur

  

S e i n e   F i l m e

    

  

  

   

  

Helmut Griem (li.), Hans Lietzau (Mitte), Johannes Schaaf (re.) bei der Verleihung des Berliner Kunstpreises am 18. März 1968 - Foto: Bundesarchiv_B_145_Bild-P097042

Helmut Griem (li.), Hans Lietzau (Mitte), Johannes Schaaf (re.)

bei der Verleihung des Berliner Kunstpreises am 18. März 1968 Bundesarchiv_B_145_Bild-P097042

  

Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland lizenziert.

  

  

  

Johannes Schaaf wurde am 7. April 1933 in Stuttgart geboren.

  

Er machte sich mit Film- und Fernsehproduktionen, später mit Operninszenierungen einen Namen.

1967 drehte er mit Christof Wackernagel und Helga Anders in den Hauptrollen sein Kinodebüt mit dem Titel Tätowierung, wozu das Lexikon des Internationalen Films schreibt: "Ein präzises, generationstypisches, psychologisch interessantes Zeitbild, das die junge Welt glaubwürdig, weil authentisch mit Pop, Jazz, Moped und Fußball zeichnet, während die Vertreter der Erwachsenenwelt zu Klischeefiguren geraten. Darüber hinaus ein plastisches Bild von Berlin und der Mauer."

1971 ging es in seinem Film Trotta um die Geschichte eines jungen k.u.k.-Offiziers (gespielt von András Bálint) und den Untergang der Donaumonarchie, nach dem Roman "Die Kapuzinergruft" von Joseph Roth. 

1973 zeigt der Film Traumstadt die Geschichte eines Künstlerehepaares, das den ersehnten Traum von der totalen Freiheit in einer utopischen modernen Zivilisation erlebt. 1985 dreht er den Film Momo nach dem Bestseller von Michael Ende

  

Als Darsteller war er zu sehen in Rainer Erlers Schlüsselblumen (1961), in Die Möwe (1963), Alle Jahre wieder von Ulrich Schamoni (1966), Jaider, der einsame Jäger (Regie: Volker Vogeler, 1970), Das falsche Gewicht (Regie: Bernhard Wicki, 1970), Im Reservat (Regie: Peter Beauvais, 1973), Der Kommissar - Sturz aus großer Höhe (Regie: Michael Braun, 1975), Wenn ich mich fürchte (Regie: Christian Rischert, 1983). 

  

Um sich sein Medizinstudium finanzieren zu können, jobbte Johannes Schaaf Anfang der 1950er-Jahre u.a. auch als Taxifahrer und arbeitete auch am Stuttgarter Schauspielhaus, wo er schließlich als Regieassistent eingesetzt wurde. 1958 kam er nach Ulm an die dortige Bühne. Der Intendant Kurt Hübner, später sehr bekannt am Bremer Schauspielhaus, gab ihm die Gelegenheit zur Bühnenregie. Johannes Schaaf folgte Hübner nach Bremen. Kurz darauf konnte er sein Regiedebüt beim Fernsehen geben im Fernsehspiel Ein ungebetener Gast mit Wolfgang Kieling. Es folgten weitere Fernsehspiele wie zum Beispiel Hotel Iphigenie, Der Mann aus dem Bootshaus (1966) oder Lebeck (1967). 

1967 und 1971 wurde Johannes Schaaf mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. Für Große Liebe erhielt er 1966 eine besondere Anerkennung beim Fernsehspielpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste.

  

Schaaf arbeitete am Wiener Burgtheater, am Berliner Schillertheater, am Münchener Residenztheater und bei den Salzburger Festspielen ("Leonce und Lena", "Nathan der Weise", "Der tolle Tag von Beaumarchais"). Seit Mitte der 80er Jahre widmet er sich verstärkt Operninszenierungen, u.a. bei den Salzburger Festspielen mit "Capriccio", "Die Zauberflöte" und "Die Entführung aus dem Serail". Am Royal Opera House Covent Garden in London inszenierte er die Mozart-Oper "Idomeneo" und einen Zyklus der drei Da Ponte-Opern. 1980/81 war Schaaf gemeinsam mit dem Bühnenbildner Wilfried Minks für kurze Zeit im Direktorium des Mitbestimmungsmodells am Schauspiel Frankfurt. Neben mehreren Arbeiten an der Hamburgischen Staatsoper, an der Wiener Staatsoper und am Opernhaus in Genf inszenierte er in den letzten Jahren am Staatstheater Stuttgart: "Lady Macbeth" von Mzensk, "Wozzeck", "Rigoletto", "Simon Boccanegra", "Hänsel und Gretel", "Falstaff" und "Pique Dame". An der Bayerischen Staatsoper in München interpretierte er u.a. Boris Godunow (erklärt als "Musikalisches Volksdrama, rk), den er auch zur Eröffnung der Neuen Oper in Tel Aviv einstudierte. In Stockholm brachte er eine Neuinszenierung von "Othello" heraus. In Amsterdam inszenierte er "Fidelio", "Die Fledermaus", "Eugen Onegin" und "König Roger" von Karol Szymanowski. An der Zürcher Oper erarbeitete Johannes Schaaf Verdis "Aida" und eine vielbeachtete Neufassung von Webers "Oberon". "Cosi fan tutte" war nach "Le nozze di Figaro" die zweite Neuinszenierung von Johannes Schaaf am Aalto-Theater Essen. In dieser Spielzeit führt er bei "Ariadne auf Naxos" Regie. Aktuell (Februar 2014) inszeniert Johannes Schaaf im Aalto-Theater "Le Nozze di Figaro" ("Die Hochzeit des Figaro"), wiederaufgenommen in der Spielzeit 2013/14. In der Semperoper inszeniert Schaaf 2017 und 2018 die Oper TOSCA von Giacomo Puccini.

 

Viele Jahre lebte der Regisseur mit der Schauspielerin Rosemarie Fendel zusammen. Seit 1984 ist er mit der Opernsängerin Stella Kleindienst verheiratet.

  

 

  

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 20. Sept. 2017

  

Diese Kurzbiografie kann nur Stichpunkte aus dem Leben und Wirken des Künstlers enthalten und erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, deshalb sind hier Links angebracht, die weitere Hinweise geben. Da ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe, kann ich auch keine Gewähr dafür übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle korrigiert.