Uwe Friedrichsen

  

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Uwe Friedrichsen - Foto: Udo Grimberg

Uwe Friedrichsen, im Juni 2010

Udo Grimberg / Wikipedia

 

Geboren am 27. Mai 1934 in Hamburg-Altona.

Gestorben am 30. April 2016 in Hamburg.

 

Uwe Friedrichsen wuchs bei seinen Großeltern in Schleswig-Holstein auf. Bereits während der Schulzeit zeigten sich seine schauspielerischen Neigungen, und er kam über eine Laienspielgruppe der Hamburger Volkshochschule zum Schauspielerberuf. Zunächst aber machte er eine kaufmännische Ausbildung in Hamburg. 

    
Zusammen mit anderen Weggefährten gründete er 1953 das "Theater 53" in Hamburg. Seine  Schauspielausbildung finanzierte er sich durch Gelegenheitsarbeiten am Hafen und als Zeitungsjunge. Die Prinzipalin der Hamburger Kammerspiele, Ida Ehre, wurde 1955 auf Uwe Friedrichsen aufmerksam und verpflichtet ihn, bevor er ein Jahr später von Gustaf Gründgens an das Deutsche Schauspielhaus geholt wurde. Bis 1968 gehörte er zu dessen Ensemble unter
Oscar Fritz Schuh beim Schauspielhaus Hamburg, wo Friedrichsen unter anderem ganz bezaubernd den Puck in Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" spielte und danach begann, als freier Schauspieler zu arbeiten.

 

Er gab Gastspiele an der Freien Volksbühne Berlin, bei den Festspielen in Bad Hersfeld, am Thalia-Theater Hamburg, wo er auch als Regisseur arbeitete. An der Freien Volksbühne Berlin sah Stardirigent Herbert von Karajan den jungen Schauspieler, der ihm gefiel und engagierte ihn für  einem Liederzyklus von Arnold Schönberg als Rezitator. Unter Karajan gastierte Uwe Friedrichsen sogar in der Mailänder Scala, im Music Center Hollywood und in der Royal Albert Hall in London. Auch in Musicals wie "My Fair Lady" (Deutsche Oper Düsseldorf, 1995) oder "Chicago" (Hamburger Thalia-Theater, 1976) war er auf der Bühne zu bewundern. 

Foto: VIRGINIA

Uwe Friedrichsen, in den  1980er-Jahren

©Virginia Shue, Hamburg

starfotos@virginia-hamburg.de

  

 

  

  

Schon in den 1950er-Jahren spielte Uwe Friedrichsen in über 30 Folgen der (ersten) TV-Serie Familie Schölermann. Große Popularität erreichte er auch mit der Rolle des Detektivs Jones Burte in der Kriminalserie John Klings Abenteuer (1965-1970).

 

Uwe Friedrichsen sicherte sich neben der Schauspielerei ein zweites Standbein als Hörbuch- und Synchronsprecher. 1964 sprach er bereits den Bösewicht in "Der Schut" neben anderen Größen wie Joseph Offenbach als Hadschi Halef Omar und Charles Brauer als Kara Ben Nemsi. Er gab seine Stimme Ringo Starr in Yellow Submarine (1968), in 

Foto: VIRGINIA

Uwe Friedrichsen und Silvia Reize in "Der Widerspenstigen Zähmung"
Theater "Haus im Park", Hamburg, im Januar 1984

Foto ©Virginia Shue, Hamburg, starfotos@virginia-hamburg.de

Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe dem Schauspieler Bruce Dern, in Die vier Musketiere Michael York. Außerdem wurde der allseits beliebte Lieutenant Colombo, alias Peter Falk, ebenfalls von Friedrichsen gesprochen. Weiterhin synchronisierte er weitere Stars wie Richard Attenborough, Michael York und Donald Sutherland von Friedrichsen. Er wirkte auch in zahlreichen Hörspielen mit, so zum Beispiel in Die drei Fragezeichen. In der Hörspielausgabe der Reihe Perry Rhodan lieh er dem Helden seine Stimme (1983). Was die wenigsten wissen, ist, das der Schauspieler 1976 ein Album mit den "lasterhaften Balladen" des François Villon in niederdeutscher Sprache und 1977 eine LP mit dem Titel "Es geht immer ein bisschen Lack ab" veröffentlichte.

  

Seit 1982 spielte Uwe Friedrichsen 18 mal den Zollfahnder Zaluskowski in der gefeierten und allseits beliebten Krimi-Serie Schwarz-Rot-Gold, 1984 und 1985 wirkte er in der Kinderserie "Sesamstraße" mit. In den letzten Jahren hatte er u.a. Hauptrollen in dem ZDF-Film Der kleine Dachschaden, in der Serie Oppen und Ehrlich mit Andreas Schmidt-Schaller, in dem Vierteiler Radiofieber sowie eine Gastrolle in Dieter Wedels König von St. Pauli. 2010 erhielt er den Rolf-Mares-Preis für seine Darstellung in John Gabriel Borkman von Ibsen im Ernst Deutsch-Theater.

  

Ab 2011 war Friedrichsen ehrenamtlich als "Bootschafter" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und wirbt für diese gemeinnützige Organisation, die sich ausschließlich aus Spenden finanziert.

  

 

Bei www.steffi-line.de sind weitere umfangreiche Informationen über den beliebten Schauspieler zu lesen.

Eine Filmographie befindet sich auf der  IMDb-Website.

    

   

   

 

  

  

 

 

 

 

  

  

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 12. Mai 2016

  

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