Altersheim 

1972

 

Filmliste Claus Peter Witt

 

  

  

Regie

Claus Peter Witt

Drehbuch

Daniel Christoff

Schnitt

-

Redaktion

Willi Segler

Produktion

CCC Television GmbH - im Auftrag des ZDF

Kamera

Werner Kurz

Musik

-

FSK

-

Länge

-

Sonstiges

Lief 1972 in der Reihe "Das Fernsehspiel der Gegenwart"

FBW-Bewertung

-

Ur-/Erstaufführung

5. April 1972

Genre

Fernsehspiel

  

  

  

Darsteller

Rolle

Johanna Hofer

Frau Amsel

Käte Haack Frau Walter
Lisa Helwig Frau Bauer
Elsa Wagner Frau Eisel
Ethel Reschke Irene
Rudolf Fernau Wollweber
Hans Hermann Schaufuss Heinchen
P. Walter Jacob Gruber
Rudolf Kleinfeld-Keller Wilkens
Albert Bessler Leutnant
Friedrich W. Bauschulte Mertens
Ursula Diestel Gudrun
Wolfried Lier Pfleger
Inge Sievers Renate

                  

 

 

Inhalt

Wer von den geistig noch rüstigen, aber körperlich hilfsbedürftigen alten Menschen es finanziell irgendwie vermag, setzt wohl alles dran, nicht in der Endstation Öffentliches Altersheim zu landen. So zieht auch Frau Amsel, mehr als 70 Jahre alt, nach Aufgabe ihres kleinen Milchladens und nach dem Tod ihres Mannes alleinstehend, in ein privates Altersheim, in der Hoffnung, hier einen wohlverdienten Lebensabend zu verbringen. Die Hoffnung trügt. Es ist zwar keines jener extrem schlecht geführten Heime, die gelegentlich mit Skandalberichten Schlafzeilen in der Presse machen. Doch erlebt Frau Amsel ein Heim, wie es nicht gerade selten anzutreffen ist. Das Essen ist dürftig und schlecht. Geistig nicht mehr zurechnungsfähige Pflegefällen leben auf engem Raum mit geistig Gesunden zusammen. Die Heimbewohner haben durch Hausarbeiten, die als Bewegungstherapie verordnet werden, Personalkosten einsparen zu helfen. Das Pflegepersonal ist unzuverlässig und fachlich und moralisch nur mangelhaft qualifiziert. Frau Amsel ist noch nicht bereit, sich wie die anderen apathisch in ihr Schicksal zu ergeben. Sie rebelliert. Sie beschwert sich beim Sozialamt. Die Überprüfung ergibt jedoch keine gravierenden Tatbestände, die es der Behörde erlaubten, gegen den Heimbesitzer vorzugehen. Die gesetzlichen Mindestanforderungen sind erfüllt. Die Heiminsassen, aus Angst, bei einer Schließung ihren Heimplatz zu verlieren, bekunden allseits Zufriedenheit. Frau Amsel ist nun als Querulantin abgestempelt, bei den Mitbewohnern und bei der Behörde.

  

Sie bekommt auf ihren Wunsch einen Platz in einem öffentlichen Heim, einem Großbau au dem vorigen Jahrhundert. Es zeigt sich: Frau Amsel ist zwar unerträglichen Verhältnissen entronnen, doch ein neues unerträgliches Leben wartet auf sie.

(Quelle: Broschüre Das Fernsehspiel im ZDF, September bis November 1975, Heft 10, herausgegeben vom Zweiten Deutschen Fernsehen, Informations- und Presseabteilung)

  

  

  

  

 

 


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 28. Febr. 2016

  

Die o.g. Angaben zum Film sind nach bestem Wissen gesammelt, aufgeschrieben und bearbeitet worden und enthalten zum Teil Texte aus fremden Webseiten bzw. literarischen Quellen.

Weiterhin möchte ich bemerken, dass ich auf Inhalte zu externen Webseiten keinen Einfluss habe und keine Gewähr dafür übernehmen kann. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt.

Sollten mir bei den o.g. Angaben Fehler unterlaufen sein, so werden diese bei entsprechender Nachricht und Kontrolle ebenfalls entfernt bzw. korrigiert.