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Cella oder Die Überwinder 1977
Inhalt "Das Land, aus dem wir vertrieben wurden, heißt das Burgenland, die Hauptstadt dieses Landes, in der wir leben, Eisenstadt. Die Hauptstadt ist nur ein lächerliches Landstädtchen, eine Stunde von Wien entfernt. Niemand in der weiten Welt kennt auch nur den Namen. Wenn jetzt in der Fremde dieser Name unter uns fällt, dann zucken wir die Achseln..." So begann Franz Werfel die erste Fassung seines Romanfragments Cella oder Die Überwinder. Sein Manuskript trägt den Untertitel Die Krankheit zum Leben.
Österreich, im Frühjahr 1938. Der jüdische Rechtsanwalt Dr. Markus Bodenheim, neunundvierzig, lebt in Eisenstadt und besucht ab und zu die Hauptstadt mit seiner Frau zu einem Theater- oder Opernabend. In letzter Zeit wurden diese kleinen Vergnügungen, überhaupt viele Extras, seltener, um der hochbegabten Tochter Cella die Pianostunden zu ermöglichen. Cella wird in wenigen Wochen schon beim Fürsten Esterhazy vorspielen; ihr weiterer Weg als Konzertpianistin scheinz vorgezeichnet. In diese kleine Welt brechen die großen politischen Ereignisse ein, in Stunen alles hinwegspülend, was nicht nur die Bodenheims in Genrationen aufgebaut hatten. Dr. Bodenheim wird mit vielen gleicher Rasse und ungleicher Gesinnung verhaftet, gefoltert, gequält. Der endgültigen Vernichtung entgeht er nur mit Hilfe eines Freundes aus früheren, fernen Jahren. Die Flucht über die Grenze wird gelingen, der Glaube an ein Wiedersehen mit Frau und Tochter ist berechtigt.
(Quelle: Broschüre "Spiel im ZDF", 4. Jahrgang, Hefr 3, März 1988, ZDF Informations- und Presse / Öffentlichkeitsarbeit, Mainz)
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Aktualisiert am 19. Juni 2026
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