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Peter Fleischmann
Regisseur - Drehbuchautor
Geboren am 26. Juli 1937 in Zweibrücken. Peter Fleischmann stirbt am 11. August 2021 in Potsdam.
Studium am Deutschen Institut für Film und Fernsehen (DIFF) in München und anschließend als Regieassistent und Aufnahmeleiter bei der Produktionsfirma Schongerfilm. Nach seinem Abschluss am Pariser Institut des Hautes Etudes Cinématographiques 1960 - 1962 drehte er diverse Kinder- und Kurzdokumentarfilme. Für seinen Kinderkurzfilm Alexander und das Auto ohne linken Scheinwerfer erhält er im Jahr 1966 bei den Filmfestspielen von Venedig einen Spezialpreis.
Sein erster Langfilm, 1967 gedreht, heißt Herbst der Gammler und zeigt die Konflikte zwischen jungen und älteren Menschen.
Sein abendfüllender Erstlings-Spielfilm Jagdszenen aus Niederbayern, eine Geschichte mit alternativem Volksstückcharakter über Bigotterie und Intoleranz, erregte damals großes Aufsehen. Der Film gilt als wichtiger Beitrag zum "neues deutschen Film". Das Filmdebüt ist basierend auf dem Volksstück von Martin Sperr, der hier auch die Hauptrolle spielt. Der Film brachte Fleischmann den Deutschen Filmpreis in Silber ein.
In folgenden Jahrzehnten blieb, wie Kay Weniger in seinem "großen Personenlexikon des Films" schreibt, Fleischmanns Output äußerst begrenzt. Mit seinen Filmen erwies er sich mal als Chronist deutschen Provinzmiefs wie Das Unheil, mal als Warner vor den Polizeistaat und der Ohnmacht seiner Bürger wie Der 3. Grad oder als Beschreiber apokalyptischer Zustände einer westlichen Zivilisationsgemeinschaft angesichts des ausbrechenden Chaos in Die Hamburger Krankheit."
1969 gründete Peter Fleischmann zusammen mit Volker Schlöndorff die Firma "Hallelujah-Film". Peter Fleischmann lebt in Paris und München.
Nach langer Pause drehte er im Jahr 2006 wieder einen Film: Mein Freund, der Mörder, eine Dokumentation über seinen Freund Bernhard Kimmel. Zu diesem Film hier weitere Informationen.
Auszeichnungen für Peter Fleischmann: 1966: Filmfestspiele von Venedig Auszeichnung (Spezialpreis erzieherisch-didaktischer Kinderfilm) für Alexander und das Auto ohne linken Scheinwerfer 1967: Lobende Erwähnung beim Adolf-Grimme-Preis 1968 für Herbst der Gammler 1969: Filmband in Silber für Jagdszenen aus Niederbayern 1972: Prix Luis Buñuel in Cannes für Das Unheil 1980: Mystfest: Auszeichnung in der Rubrik Beste Regie für Die Hamburger Krankheit 1990: Drehbuchpreis des Sitges Festival Internacional de Cinema Fantàstic de Catalunya für Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein (zus. mit Jean-Claude Carrière) 1991: Kurd-Laßwitz-Preis in der Rubrik Bester Film für Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein
(Quelle: Einige Informationen aus "Das große Personenlexikon des Films" von Kay Weniger, Verlag Schwarzkopf und Schwarzkopf, Band 3, S. 16 - mit Erlaubnis des Autors)
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