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Elsa Brändström - Stationen eines ungewöhnlichen Lebens 1971
Inhalt
Aus Anlass des 40. Todestages von Elsa Brandström , die man auch den 'Engel von Sibirien' nannte, wiederholt das ZDF dieses Dokumentarspiel.
Elsa Brandström war ein behütetes Kind aus gutem Hause. Der Vater: schwedischer Gesandter in St. Petersburg. Selma Lagerlöf notiert über ihre erste Begegnung: "Jung, blond, schön, und weil sie zu den ersten Gesellschaftskreisen gehörte, konnte ich mir denken, dass ihr Leben sozusagen ein Tanz auf Rosen war."
Im Oktober 1914 geschieht etwas Unvorhergesehenes: Beim Besuch des russischen Nicolai-Hospitals wird die sechsundzwanzigjährige Elsa Brandström mit dem Elend kranker deutscher und österreichischer Kriegsgefangener konfrontiert.
Sie wird spontan schwedische Rotkreuzschwester, reist nach Deutschland, erkämpft die Freigabe von großen Geldmitteln für bessere Winterausrüstungen. Nach dem Ersten Weltkrieg führt sie in einer großangelegten Aktion über 100.000 Deutsche und Österreicher wieder in die Heimat zurück. Man dankt es ihr mit dem Namen "Engel von Sibirien".
Dann widmet sie sich in Mittweida in Sachsen der Pflege und Erziehung durch den Krieg elternlos gewordener Kinder. Als später Goebbels Elsa Brandströms Namen als Zugpferd für sein Winterhilfswerk einspannen will, emigriert sie mit ihrem Mann nach Amerika. Hier hilft sie deutschen Flüchtlingen durch Arbeit und Geldzuwendungen, das Exil erträglicher zu machen.
1944 findet es mancher Amerikaner befremdlich, dass Elsa Brandström über Schweden Lebensmittelpakete an bedrängte deutsche Familien schickt. Sie wird zur Initiatorin der späteren Carepaket-Aktion. 1946 will sie zurück nach Deutschland, erkrankt aber unheilbar. Am 4. März 1948 stirbt sie.
(Quelle: Broschüre SPIEL IM ZDF, Heft 3, 1988, Seite 10/11, ©1988 by Zweites Deutsches Fernsehen, Information und Presse / Öffentlichkeitsarbeit, Mainz)
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Aktualisiert am 10. Oktober 2026
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