Schwarzfahrer

1983

 

Filmliste Manfred Stelzer

  

   

   

 

Regie

Manfred Stelzer

Drehbuch

Manfred Stelzer

Vorlage

-

Produktion

tura-film mit Trio-Film im Verleih der TIVOLI

Eine Sendung des WDR

Gesamtleitung

Michael Wiedemann
Redaktion Alexander Wesemann

Kamera

David Slama (†15.10.2020)

Schnitt

Peter Przygodda (2.10.2011)

Musik

Kevin Coyne

FSK

?

Länge

90 Minuten

Sonstiges

Drehort: Berlin

Auszeichnung

-

Ur-/Erstaufführung

14. August 1985

Genre

Fernsehfilm

      

    

  

Darsteller

Rolle

Rolf Zacher

Chris
George Meyer-Goll Alois
Harald Henschel-Franzmann Harry
Iris Berben Lis
Alisa L. Saltzmann Alisa
Jendrich Mann Gerichtsvollzieher
Diethardt Wendland Waffenhändler
Kurt Türke Bernhard
Johanna Karl-Lory Frau Feuerbach
Nora Bendig Frau Buske
Bernhard Kässner Hühnerwerfer
Heinz G. Diesing Laubenpieper
Klaus Münster Barkass-Fahrer
Martha Kusitzky Pensionswirtin
Marcus Kiessling Tommy

      

      

       

Inhalt

Berlin. Christ ist mal wieder bei Null, aber was soll's, Chris ist doch seit Jahrzehnten hart bei Null. Na gut, und dann kommt dieser Hirni, dieser Alois und zerschlitzt den Reifen von seinem schneeweißen Benz, aber Christ hatte schon die Kabel blank, Lenkradschloss geknackt und alles, und dann sowas.

Und was jetzt?

"Wechseln" sagt Typ. Und wechselt den Reifen. Ganz einfach. Und dann wird Chris diesen Alois nicht mehr los. Weil, Berlin hat doch 'ne Mauer, und da trifft er ihn immer wieder, und Chris fragt ihn: "Was ist? - Fahr'ne Runde mit!"

Da sind sie zu zweit.

Wie sie dann ins Hofbräuhaus am Bahnhof Zoo kommen und was er da überhaupt soll, weiß Chris nun absolut nicht mehr. Alois meint noch wegen der Bräute, aber hat sich was, die gehen entweder zu zweit zum Damenklos oder haben mindestens fünf Brüder dabei, die auf sie aufpassen. Nix mit aufreißen, sie reißen dich auf. Harry ist so'n irrer, der es trotzdem versucht. Ja, mein Gott Harry! Die fünf Brüder setzen ihm mächtig zu. Chris und Alois müssen Harry da raushauen und tun es, und die Trachtenkapelle spielt einen Schützenmarsch, und da sind sie dann zu dritt.

Nur, was soll daraus werden? Gar nichts. Weil, die drei sind alles am Blues, aber jeder anders. Harry zum Beispiel, der wohnt da am Kanal und da sieht's aus wie im Kongo. Der dealt da rum mit Laubenpiepern und Anglern und Binnenschiffern, mit Maschendraht und Dachpappe, verschiebt Zigaretten, Schnaps und Transisterradios von seinem Motorboot aus. Also für Chris ist Feierabend am nächsten Morgen. Er muss los. Zu Nichts. Nach Nirgendwo. Harry hat auch in der Stadt zu tun, und Alois kennt sich in dieser Ecke von Berlin nicht aus. Chris nimmt sie mit, will aber keine Umwege machen.

Tja, da ist es dann passiert. Alle frei bestaunen im Vorüberfahren noch eine Busenschönheit und dann Peng! kachelt Chris voll in so einen "Barkass" aus dem Osten, so ein schrecklicher grauer Transporter mit RiesenDDRSticker am Heck. Die beiden Fahrer aus dem Ostteil der Stadt wollen kein Aufsehen, keine Polizei. Ein Glück, denkt Chris, aber Harry fordert ihn auf, dem Transporter hinterher zu fahren. Harry, der von sich selbst sagt: "Knete riech ick auf Kilometer. Da stehen mit die Haare." - Harry hat im Laderaum des Wagens Berge von Geld entdeckt und kombiniert. Das sind all die DM-Scheine, das ganze Kleingeld aus Intershops und von den Transitstrafmandaten. Die werden in Westberlin zur Bank gebracht. Da gilt es - "Jetzt oder nie" - diese Sparbüchse zu knacken.

So beginnt die große Zeit der Vorbereitung auf den großen Coup. Die drei sind doch keine Gangster, sondern Schwarzfahrer. Profis nur im Zustandebringen chaotischer Zustände. Jungs, lasst es bleiben. Nein, sie trainieren, trainieren, trainieren.

Aber ob's das bringt, jeden Morgen 1000 Meter schwimmen? Für einen Überfall? Außerdem ist Chris nicht dabei, hat sich verliebt, und Alois will unbedingt einem echten Adler eine Feder ausrupfen, um ein Krieger zu werden, und Harry besäuft sich aus unglücklicher Verliebtheit und so weiter. Jungs, echt, lasst es bleiben!

Aber nein, es kommt der Tag X. Und wenn es dann doch klappt, alles gut läuft, dann hat das was mit dem beschissenen Überfall der Filmgeschichte zu tun und diesem ewigen Smog-Alarm.

Ich sag ja: "Schwarzfahrer".

 

Quelle: Broschüre "ARD Fernsehspiel", Juli - Sept. 1985, herausg. von der Pressestelle des WDR

 

  

  

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus

Bearbeitet: 24. Februar 2025

  

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