Wolfgang Patzschke

 

Dramaturg  -  Drehbuch

       

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Wolfgang Patzschke wurde am 1. Oktober 1929 in Weißenfels a. d. Saale geboren.

 

Wegen Versetzung des Vaters, eines Finanzbeamten, Umzug nach Kalisz/Polen. 1945 Flucht zurück nach Weißenfels. 1947 Flucht aus der sowjetischen Zone nach Hagen / Westfalen.

 

Diverse Arbeiten, z.B. als Streckenarbeiter bei der Reichs- und Bundesbahn, Hilfsarbeiter am Bau und in einem Autofedern-Werk.

 

Besuch der Abendschule, um das Abitur nachzuholen. Ab 1951 dann Studium der Mathematik, Physik und mathematische Logik. Ab 1955 Studium der Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Münster, Göttingen und Stuttgart. Dann Promotion.

Ab 1960 wurde Patzschke freier Mitarbeiter der Fernsehspieldramaturgie des Süddeutschen Rundfunks.

Ab 1962 Redakteur in der Redaktion "Fernsehspiel" beim ZDF.

Ab 1975 bis 1990 Leiter der Redaktion "Auftragsproduktionen".

 

Er produzierte eine ganze Reihe zeitkritischer Fernsehfilme (Reihe "Fernsehspiel der Gegenwart") wie z.B. Drei Tage bis Allerseelen, wofür er einen Grimme-Preis in Gold erhielt.

Urbs Nova (1971), eine "Wirklichkeitsmontage": Kreuzberger Arbeiterfamilie, die ins Märkische Viertel umgezogen ist und sich dort in einer Bürgerinitiative engagiert.

Weiterhin Die Mutprobe von 1982, Michael Verhoevens Film über den harten Kampf eines Zivis, der den Dienst an der Waffe verweigert; der Film wurde mit dem DAG-Preis ausgezeichnet. Ferner Literaturverfilmungen bei fünf Romanen von Marlitt, außerdem schrieb Wolfgang Patzschke das Drehbuch zu Thomas Manns Der Zauberberg in der Regie von Hans-G. Geißendörfer und auch Klassiker wie "Gottfried Keller" oder "Grimmelshausen"; weiterhin klassische Moderne wie Stücke von Alfred Neumann, Oskar Maria Graf oder Leonhard Frank.

 

(Quelle: u.a. Egon Netenjakob: "TV-FILMLEXIKON - Regisseure - Autoren - Dramaturgen", Fischer-Cinema TB-Verlag, Originalausgabe März 1994, Frankfurt/Main, S. 292 - mit Erlaubnis des Autors)

 

 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus

Aktualisiert am 5. Juli 2026

 

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