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Klaus Herm
Darsteller
Geboren am 13. Januar 1925 in Berlin, auch dort aufgewachsen. Gestorben am 24. Mai 2014 in Berlin.
Seine Grabstätte befindet sich auf dem Waldfriedhof Heerstraße, Berlin.
Sohn eines Schauspielerehepaares. Er besuchte das Gymnasium und nahm anschließend Unterricht an der Schauspielschule des Deutschen Theaters Berlin, wo er auch sein Debüt hatte. Er spielte dort von 1945-47, u.a. unter der Regie von Heinz Hilpert und Wolfgang Langhoff.
Dann war er 18 (andere Quellen sprechen von 15) Jahre Mitglied der Staatl. Schauspielbühne in Berlin. In dieser Zeit arbeitete er u.a. mit den Regisseuren Fritz Kortner, Karlheinz Stroux, Hans Lietzau ("Die Hose" von Sternheim), Boleslaw Barlog ("Der Hauptmann von Köpenick"), Hans Schweikart ("Der gute Mensch von Sezuan" von Bert Brecht) und Erwin Piscator. Er spielte den Lucky in Becketts "Warten auf Godot" (hier auch Gastspiele in London, New York und Israel). Weitere Stücke von Beckett, in denen Klaus Herm zu sehen war: "Damals" und "Spiel". An der Schaubühne Berlin war er unter Ottokar Runze in "Der neue Mieter" zu sehen. Im Düsseldorfer Schauspielhaus, wo er von 1979 bis 1984 engagiert war, spielte er Otto Frank in "Das Tagebuch der Anne Frank" und Professor Kollwitz in "Der Raub der Sabinerinnen" in der Regie von Heinz Engels, und er war Schneider Jetter in Goethes "Egmont" unter Rudolf Noelte. Bei den Bühnen der Stadt Bonn war Klaus Herm der Dowd in Chases "Mein Freund Harvey". Für Becketts "Warten auf Godot" und "Damals" bekam der Schauspieler den Deutschen Schallplattenpreis für Literatur von der Phonoakademie verliehen.
Seit 1970 war Klaus Herm freier Schauspieler. Wenn er auch seit den 1970er- bis 1990er-Jahren vielfach in diversen deutschen TV-Serien zu sehen war, wie z.B. in Derrick, Tatort, Der Alte, Die Schwarzwaldklinik, Schwarz-Rot-Gold, Der Kommissar und Schwarz greift ein, so hatte er auch in den ersten Stunden des Fernsehspiels seinen Platz. Regisseur Michael Kehlmann besetzte ihn 1970 in Augenzeugen müssen blind sein. Er spielte in "Die Weber" nach Gerhart Hauptmann, Regie Harald Benesch, und 1972 in Rainer Erlers Der Amateur, und Wolfgang Staudte besetzte ihn 1973 als Erich Regler in Nerze nachts am Straßenrand. Beliebt waren auch die zwei TV-Filme, in denen er das Familienoberhaupt der Familie Riehl verkörperte: Der Führerschein (1979) und Der Urlaub (1980). In beiden Filmen führte Thomas Engel Regie, die Drehbücher stammen von der Autorin Irina Korschunow, seine Filmpartnerin war in beiden Filmen Witta Pohl.
2011 hatte Klaus Herm eine Rolle als Drucker in Helmut Dietls Zettl. Es war seine letzte Rolle.
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