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Lambert Hamel
Darsteller
Lambert Hamel wurde am 7. Juni 1940 in Ludwigshafen geboren. Der sympathische Schauspieler starb am 13. Februar 2026 im Alter von 85 Jahren in München. Einige Links zur Erinnerung an Lambert Hamel: Bayerischer Rundfunk, Bunte, ZDF, n-tv, zeit.de.
Nach dem Abitur nahm er in Heidelberg und Köln das Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften auf. An der Westfälischen Schauspielschule in Bochum ließ er sich bei Prof. Hans Schalla ausbilden.
Unter Fritz Kortner hatte er 1963 sein Theaterdebüt in Molières "Der eingebildete Kranke" am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Hamel hatte ein festes Engagement am Schauspielhaus in Bochum (1964), wo ihn Intendant Oscar Fritz Schuh noch während seiner Ausbildung an das Deutsche Schauspielhaus Hamburg holte, dort debütierte er 1963 in dem Stück Der eingebildete Kranke von Molière. Unter Arno Assmann spielte er von 1964 bis 1968 bei den Bühnen der Stadt Köln, am Bayerischen Staatsschauspiel war er von 1968 - 1973 unter Helmut Henrichs engagiert und von 1973 bis 1982 an den Münchner Kammerspielen unter Hans-Reinhard Müller; 1983 spielte er an den Städt. Bühnen Frankfurt/Main. Im Laufe seiner Theaterkarriere arbeitete er auch mit Regisseuren wie Dieter Dorn, Adolf Dresen oder Herbert Achternbusch zusammen.
Einige Theaterrollen aus Lamberts großem Repertoire: Er spielte den Agamemnon in "Hekabe" von Euripides, Regie Dieter Dorn (2001), den Sosias in "Amphitryon" von Heinrich von Kleist, Regie Dieter Dorn (2001), den Rittmeister in "Der Vater" von August Strindberg, Regie: Thomas Langhoff (2001), die Titelrolle in "Titus Andronicus", Regie Elmar Goerden (2002), den Bruscon in Thomas Bernhards "Der Theatermacher" (siehe Foto links, nochmals vielen Dank an die Fotografin Oda Sternberg), Regie Hans Lietzau (Premiere 18.12.1988, Wiederaufnahme unter Dieter Dorn 2003).
Unter
Barbara
Frey
war er im Oktober
2005 als Zauberkönig in "Geschichten aus dem Wiener Wald" von Ödön
von Horváth zu sehen ,
Tina Lanik
war die Regisseurin in Ibsens "Baumeister Solness", wo Lambert Hamel
2006 ebenfalls in der Titelrolle glänzte. Er spielte im April 2007 den Willy
Loman in Arthur Millers "Tod eines Handlungsreisenden" und 2009 den
Dorfrichter Adam in "Der zerbrochene Krug", beide ebenfalls in der
Regie von Tina Lanik,
um nur einige zu nennen.
Daneben wirkte Lambert Hamel, der seit 2001 wieder dem Bayerischen Staatsschauspiel angehörte und dort u.a. in der Titelrolle von Strindbergs "Der Vater" zu sehen war, bei vielen Film- und Fernsehproduktionen mit und erhielt zahlreiche Gast-Engagements, so beispielsweise bei den Salzburger Festspielen oder am Wiener Burgtheater.
Im Fernsehen war Lambert Hamel eigentlich immer präsent, so z.B. in der TV-Serie Der Gerichtsvollzieher, Regie Peter Weck (1982), als Vansen in Egmont nach Goethe, Regie Franz-Peter Wirth (1982), als Hofmarschall von Kalb in Heinz Schirks Kabale und Liebe (1982), in Zwischengleis (1983), Regie: Wolfgang Staudte. Beeindruckend, wie ich finde, war Lambert Hamel in Hans-C. Blumenbergs Deutschlandspiel, wo er in der Rolle des Bundeskanzlers Helmut Kohl absolut authentisch wirkte.
Die Rolle des Bundeskanzlers Kohl konnte er nach meiner Meinung aber noch toppen, denn seit Jahren ist einer meiner Lieblingsfilme der 1983 vom ZDF produzierte 2teilige Fernsehfilm mit Hamel in der Titelrolle des Augustinermönchs Martin Luther - so auch der Titel - in der Regie von Rainer Wolffhardt und einem Drehbuch von Theodor Schübel. Ich finde, dass trotz Starbesetzung und Kostümaufgebot die Kinoverfilmung mit Joseph Fiennes 2002 nicht an diesen Fernsehfilm heranreichen konnte, aber letztendlich ist da ja Geschmackssache.
In den letzten Jahren hatte Lambert Hamel im Fernsehen Rollen als Professor Fendrich in der beliebten Serie Der Bergdoktor (2013-15), weiterhin ist er 2014 in einer Folge der "Dora Heldt"-Reihe zu sehen (siehe Foto links), als Bischof Rentschler in Das Kloster bleibt im Dorf (2015), in der Episode Der Wohl-Täter in der Serie Herzensbrecher (2015) als Franz ten Roebener, als Harald Strenger in Hattinger und der kalte Nebel (ein Chiemseekrimi) (2016). In der TV-Serie Tonio und Julia mimte Hamel den Generalvikar Zumbrodt. Außerdem war er in dem 2019 von Marcus O. Rosenmüller inszenierten TV-Krimi Tot bist du (ein Schwarzwaldkrimi) zu sehen. 2022 sah man Lambert Hamel in der 3teiligen Fernsehserie GESTERN WAREN WIR NOCH KINDER.
Der Schauspieler arbeitete auch als Synchronsprecher und lieh seine Stimme u.a. Philippe Noiret, Charlton Heston, Richard Widmark und Edward G. Robinson.
Layout: Rosemarie Kuheim - Deutsches Filmhaus Aktualisiert am 19. Februar 2026
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