Hungerjahre in einem reichen Land 

1979

 

Filmliste Jutta Brückner

 

  

  

Regie

Jutta Brückner

Drehbuch

Jutta Brückner

Vorlage

-

Produktion

Jutta Brückner-Filmproduktion, im Auftrag des ZDF

Kamera

Jörg Jeshel, Rainer März

Musik

Johannes Schmölling 

FSK

-

Länge

114 Minuten

Sonstiges

s/w

Auszeichnung

FIPRESCI-Preis 1980

Weitere Informationen

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Ur-/Erstaufführung

TV 27.03.1980

Genre

Drama, Autobiographie

      

   

    

Darsteller

Rolle

Sylvia Ulrich

Mutter

Britta Pohland

Tochter

Claus Jurichs

Vater

Heidi Joschko

Großmutter

Viola Recklies

Tante Erna

Ismail Mahdu

Algerier

Helga Lehner-Madin

Hilla Preuss

      

       

       

Inhalt

 

Es ist 1953. Ursula ist 13 Jahre alt, die Bundesrepublik ist 4. Über eine Jugend im Deutschland (West) der 50er Jahre, über eine Tochter und eine Mutter und ihre schmerzliche Beziehung von Abhängigkeit, Liebe und Hass. Was bedeutet es, zur Frau zu werden, in einer Welt, in der Sexualität nur Anlass zu Stammtischwitzen ist! Die Welt der Erwachsenen ist die des Adenauer-Staates, der Fress-, Wohnungs-, Kleidungswelle, der ungebrochenen Restauration alter Werte. Die Tochter wird konfrontiert mit der politischen Unentschlossenheit und den privaten Lügen ihres Vaters, dem eisernen Konsumwillen, dem großen Nachholbedürfnis und der angstvollen Sexualfeindlichkeit ihrer Mutter. (Quelle: Basisfilm)

  

  

Der Entwicklungsprozess eines Mädchens im Zeitraum von drei Jahren - 1953 - 1956 - in der Bundesrepublik Deutschland. Der Untertitel "Hungerjahre in einem reichen Land" macht deutlich, dass auch die gesellschaftspolitischen Verhältnisse in diesem Film eine Rolle spielen.

Die 13jährige Ursula Scheuner durchlebt ihre Pubertät in einem kleinbürgerlichen Elternhaus. Vom Vater wird sie durch politische Unentschlossenheit und private Verlogenheit enttäuscht, mit der verhärteten und verklemmten Mutter verbindet sie eine Hassliebe. Ursula will raus aus den stickigen Familienverhältnissen, die ihr keine Luft zum Erwachsenwerden lassen. Im Unterricht erlebt sie die Einseitigkeit und Widersprüchlichkeit der Vergangenheitsbewältigung und den Beginn des "Kalten Krieges". Ihre kritischen Fragen werden abgewiesen. Das erste "Abenteuer" mit einem Farbigen als Sinnbild der Sehnsucht jener Jahre nach draußen, nach dem Fremden - lässt sie verwirrt zurück. Mit der Mutter scheint danach keine Verständigung mehr möglich. Am Ende verbrennt sie ein Bild von sich, um ein neues, echtes dahinter zu finden. (Quelle: Der Frauenfilm von Gudrun Lukasz-Aden u. Christel Strobel, Wilhelm Heyne Verlag München, 1985 - mit freundlicher Genehmigung der Autorinnen)  

   

   

  

    


  

 

 

  

   

   

   

   

   

   

    

   

   

  

Layout: Rosemarie Kuheim

Bearbeitet: 16. März 2016

  

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